Kartausenbier, Kräuter und Kunst im Mostviertel: Kartause Gaming

Wie oft ich wohl schon an der Kartause Gaming auf dem Weg zum Lunzer See oder zum Hochkar vorbeigefahren sein mag. Aber diesmal mache ich Halt und nächtige erstmals in dem mächtigen ehemaligen Kartäuser Kloster. Vorher mache ich aber noch einen Abstecher zu einem Ausflugsgebiet meiner Kindheit: Als ich durch Lunz am See fahre, um nach Jahren mal wieder einen Blick auf den Lunzer See zu werfen, fällt´s mir wieder ein: Das Skigebiet Maiszinken – hier war ich vor, nunja etwa 32 Jahren, als Kind skifahren. 

Lunz und das Ybbstal

Momentan bereitet sich das Ybbstal auf die „Ybbstaler Narzissenblüte“ vor, denn – man höre und staune – Bad Aussee hat die Sache mit den Narzissen nicht gepachtet. Allerdings werden hier keine großen Umzüge oder Skulpturen rund um die und mit der Blüte gestaltet, sondern einfach um die Narzisse „herumgefeiert“ – mit Konzerten und Veranstaltungen. Die ersten Wanderer und Ausflügler bevölkern bereits den Bootsverleih und das schön gelegene Terrassencafé am Lunzer See. Lunz darf sich nämlich zu den 20 Bergsteigerdörfern Österreichs zählen, einen Campingplatz hat es auch immer noch und damit steht es schon auf meiner internen Ausflugsliste #ReisenmitHund für die kommenden Monate.

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Wohnen im ehemaligen Kloster der Kartause Gaming

Da trifft es sich vorzüglich, dass das Schloßhotel in der Kartause Gaming Hunde willkommen heißt und der Zubau „Haus Franziskus“, der momentan noch von den rührigen Studenten einer amerikanischen Privatschule als Campus bevölkert wird, im Sommer ebenfalls vermietet wird. Im beeindruckenden ehemaligen Kloster gibt es kleine, aber sehr gemütliche Zimmer unter dem Dach mit Blick auf die Innenhöfe, doch im Zubau sind die Zimmer etwas größer und kühler und werden in den Sommermonaten gerne von Pilgern, Sportlern und Wanderern gebucht (oder unauffällig bleiben wollenden Hundebesitzern wie uns).

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Ich umrunde die Anlage und stoße auf entzückende kleine Häuschen mit hohem Giebel, die zwar auf ehemaligen Klostergebiet stehen, aber offensichtlich privat bewohnt sind. Das sind die ehemaligen Häuschen der Mönche – jeder hatte ein eigenes – erklärt mir die engagierte Geschäftsführerin Cornelia Daurer. Es war eine sogenannte „Doppel-Kartause“: 24 Mönche lebten einst hier. Mit ihrem Team will sie in den nächsten Monaten in ihrem Haus ganz neue Angebote rund um Kräuter, Räuchern und Gesundheit schnüren. Als Seminar- und Hochzeitshotel ist die Kartause Gaming schon lange beliebt – die malerischen Wandelgänge und  Innenhöfe scheinen für  Hochzeitsfotos gemacht zu sein.

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Kreativsein rund um die Kartause Gaming

Kurse für Botanische Malerei mit Barbara Schoberberger werden in den Seminarräumen bereits angeboten, der wilde Kräutergarten im alten Gemäuer ist im Entstehen und auch die Ebikes harren bereits der ersten Sportler. Der Naturpark meiner Kindheit – Ötscher-Tormäuer mit der Tropfsteinhöhle, der Dürrenstein und das Hochkar liegen zum Wandern um die Ecke – wer nicht so hoch hinaus will, kann am gemütlichen Wanderweg um die Kartause pilgern.

Wieder was dazugelernt: Den Terminus „Botanisches Malen“ höre ich zum ersten Mal. Die Pflanzen werden hier vollkommen naturgetreu, ohne etwaige dreidimensionale Schatten oder sonstige Verschönerungen „naturwissenschaftlich“ gemalt. Übrigens bewegen sich die Pflanzen während des Malvorgangs: Nicht, weil es ihnen die Sache unangenehm wäre, sondern weil sie sich – auch indoors – mit dem Tageslicht mitdrehen. Acryl- und Aquarellkurse hingegen (man erinnert sich an meine ersten Versuche) bietet Christine Brunda im nahen Jagdhof Breitenthal an. Ein kreatives Plätzchen, diese Kartause Gaming.

Kunst und Kultur macht (mich)  immer hungrig: Im gemütlichen und hellen Wintergarten verkosten wir dann das eigene Hausbier, das Kartausenbier – in heller und dunkler Variante. Anderntags beim Frühstück weht bereits ein Hauch von Malz über das Frühstücksbuffet – frisch gebraut braucht es noch ca. 3 Wochen, bis das Kartausen Bier zapffertig ist. Gut, dass gerade eines trinkfertig war 🙂 Auch der Kräuterlikör der Kartäusermönche, der Chartreuse, harrte nach den lukullischen Freuden im Restaurant unserer Verkostung – eine rundum erfreuliche Sache, was die Mönche einst mit ihren Kräutern anzufangen wussten. Von der Unterkunft ganz zu schweigen.

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Natur und Kunst rund um die Kartause Gaming:

 

HINWEIS: Ich wurde von Kreativ Reisen Österreich und Mostviertel-Tourismus in die Kartause Gaming eingeladen. Die Meinungen sind meine eigenen.

 

 

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