Coffee unterwegs: Hundefreundlich im Waldviertel

Es kam wie es kommen musste: Das erste Mal mit unserem kohlrabenschwarzen, ungestümen Team-Neuzugang #Coffee, einen richtigen Ausflug machen. Mit Besichtigungen. Mit Nächtigung im Hotel. Mit hundefreundlichem Tagesablauf quasi. Aber für uns beide menschlichen Teammitglieder sollte auch was dabei sein. Deswegen zu den Plätzen meiner Kindheit – ins Waldviertel, damals schon hunde- und campingerprobt.

Unsere eigenen Siebensachen sind immer schnell gepackt und seit 2 Monaten gibts bei uns einen Hunde-Reisesack im Vorzimmer, auch Coffee soll allzeit bereit sein. Da wir ohnehin seit den besagten 2 Monaten nun spätestens 6:30 morgens hundefertig sind, war eine frühe Abfahrtszeit problemlos möglich: Erste Station – durch die regnerische Wachau an diesem 1. Mai – in Roggenreith im Waldviertel, NÖ-Card Besitzern wohlbekannt durch die einzige österreichische Whisky-Erlebniswelt.

1. Stop: NÖ-Card – Roggenreith – Whisky Erlebniswelt

Gleich ein guter Einstieg bei der engagierten Familie Haider in Roggenreith: Nö-Card verlängert, frischer Cappuccino und Coffee wäre beim Rundgang in der Erlebnis-Destillerie sogar willkommen. Aber nach einem Schnupperspaziergang wartet er brav eine Stunde im Auto, als Belohnung bekommt er den großen Kinderabenteuerspielplatz mit Hängebrücke (!) der Whisky-Erlebniswelt danach auch ganz für sich allein 🙂

Mit der Chefin starten wir den Rundgang mit einem Video über die Produktion, die Familie Haider vor Jahren – unter den scheelen Blicken der Bevölkerung  (warum sollte es hier anders sein)-  gestartet hat. Heute gibt ihnen der Verkaufserfolg recht. Im Zoll-Lager liegen unzählige Eichenfässer mit Whisky unter Verschluss, die Anlage ist hochversichert und das Geschäft mit Übersee (v.a. China) und auch Russland boomt. An manchen Tagen kommen bis zu 20 Reisebusse, deren Insassen den Waldviertler Whisky kennen lernen wollten – und verkosten.

2. Stop: Sonnentor in Sprögnitz

Nach der erwähnten Spiel- und Jausenpause rund um die Erlebniswelt (keltischer Baumkreis, Spielplatz, vier Elemente-Plätze mit offenem Feuer, Wasserplatz), bei dem sich Coffee als engagierter Reisebegleiter entpuppt, haben wir als nächstes Ziel wieder einmal das Vorzeigeprojekt Sonnentor auserkoren. Wir sind nicht die einzigen an diesem 1. Mai, die nachmittags die Führung mitmachen wollen – aber schließlich hat man ja großzügig ausgebaut und das neue Erlebnisrestaurant harrt der Eröffnung durch den Landesvater.

Da es ein nahrungsmittelverarbeitender Betrieb ist, sind Hunde nirgends zugelassen, auch nicht im Shop oder im kleinen feinen Café. Leider ist der Parkplatz direkt in der Sonne und nur höchst ungern trennen wir uns für die Führung von unserem hechelnden Kumpanen. Erstmals sehe ich eine der riesigen Gewürz- und Kräuterhallen von innen (Leider Fotografieren verboten) – so muss es auch in Hamburg in der Speicherstadt mal geduftet haben. Auch hier gibts einen Film zu sehen, über die Visionen und letztlich die Erfolge des Gründers mit der roten Brille und der alten Lederhose.  Auch er hat, entgegen der (wie oben düsteren) Prophezeiungen seine Idee durchgezogen und heute bietet Sonnentor mehr als 700 Produkte (die Verpackung ist stets ein kleines Kunstwerk wie ich finde) an. Er beschäftigt fixe Arbeitnehmer, kooperiert mit den Bauern und hat viele freie Dienstnehmer aus der Region, die zuarbeiten.

Es gibt einen gratis Kindergarten für die Kinder der Angestellten, einen Mittagstisch und Kunden aus aller Welt. Mich beeindruckt die Marketinglinie, die sich durch das gesamte Anwesen, alle Räume und sämtliche Produkte zieht. Ich sags ehrlich: Mich fasziniert das Projekt Sonnentor – in einer Region südlich von Zwettl solch einen Vorzeigebetrieb aufzuziehen.

3. Stopp: Hotel Schwarzalm

A propos Zwettl: Wir nächtigen im Hotel Schwarzalm, das angekündigt hat, sich „auf unseren Vierbeiner“ zu freuen und auch auf der Website mit der Hundefreundlichkeit wirbt. Diese Sprache verstehen wir 🙂 – als Vielreisende, die nun mit Hund gesegnet sind.

Die Freundlichkeit der Damen an der Rezeption möchte ich hier besonders hervorheben (gleichzeitig checkte eine gefühlt unüberschaubare Gruppe von Harley-Davidson- Fahrern ein) und obwohl Coffee röhrenden Motoren gegenüber nun nicht gerade unvoreingenomnen ist, ging der erste Check-In seines Hundelebens fast lautlos vor sich. Im Zimmer warteten Leckerli und Hundenäpfe und nach unserem Erkundungsgang rund ums Hotel (Walking, Lauf- und Spazierstrecken sehr gut ausgeschildert) fielen ihm bereits die Augen zu, als wir uns für eine Wellness-Stunde aus dem Zimmer schlichen.

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Der Natur-Pool und der moderne Wellness-Zubau im Hotel Schwarzalm sind allein einen Besuch wert! Der Blick wirkt wahrlich meditativ und nur der Hunger trieb uns zurück ins Zimmer und ins Restaurant. Auch ins Restaurant dürfen Hunde mit (das ist eher die Ausnahme!) – Coffee kam also zum abendlichen Schnitzel mit, aber man konnte ihn vor lauter Bravsein unter dem Tisch kaum wahrnehmen.

Nur die Nacht wurde ein wenig unruhig. Das lag nicht an unserer schwappenden Wasserbett-Unterlage, sondern daran, dass die Motorradfahrer bis in die frühen Morgenstunden lärmten und jeder, der irgendwann mal doch schlafen ging, uns von Coffee  vorbildlich gemeldet wurde.

 Weiter gehts mit #Reisenmit Hund im Waldviertel am Ottensteiner Stausee…

 

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