„Es blüht so BLÜ!“: Alles außer Alltag – im Hotel BLÜ

Die chillige Alpine Casual Unterkunft mitten in Bad Hofgastein

by Angelika Mandler-Saul

Eine Alpine Casual Unterkunft mitten im Herzen von Bad Hofgastein, das ist das neue Hotel BLÜ. Auf den ersten Blick wissen wir, dass wir hier richtig sind: Es blüht und sprießt und lädt quasi ein zum Aufblühen. Mit Hund.

eingangsbereicht hotel blü bad hofgastein unterkunft
Entrée, Café und Lobby in einem

Das Hotel BLÜ in Bad Hofgastein: Wilde Knospen und eine Neuorientierung

Schon beim ersten Schritt ins Entrée des Hotel Blü ist klar: Hier blüht und sprießt es wild und bunt und allerorten. Rechts die Schefflera und das Fensterblatt gleich hinter den Zeitschriften, dahinter der begrünte Vertikalgarten und die umflorten Loungemöbel zum Abhängen, gegenüber die bunt erleuchtete Bar und links die einladenden Tische mit frischen Blumen.

lobby hotel blü bad hofgastein unterkunft in der fuzo
Magazine, Grünpflanzen, Getränke: fast wie daheim

Wer das Hotel BLÜ betritt – mitten am Kaiser-Franz-Platz in der Fußgängerzone von Bad Hofgastein gelegen – findet sich zunächst in einer fröhlich-chilligen Oase gleich einer gemütlichen Bar mit Lobby wieder. Die Rezeption liegt nämlich um die Ecke, denn zunächst soll man sich als Gast von draußen willkommen fühlen, ankommen, quasi ausatmen – und dann erst einchecken.

sonnenterrasse hotel blü bad hofgastein
Die Sonnenterrasse als Treffpunkt vor dem BLÜ

logo des hotel blü die knospe auf serviette
Das Logo, die Knospe

„Alles außer Alltag“ will man hier vermitteln und das beginnt dem Hotel-Team mit dem einladenden Foyer, das gleichzeitig Bar und das Café ist, außerordentlich gut. Nicht zuletzt wegen der Farben, der Blumen, der Pflanzen und dem Wohlfühl-Ambiente der Fauteuils, die an die Fünfziger erinnern, ebenso wie das große Fenster, durch das die Spaziergänger freundlich reingrüßen und der Chefin winken.

„Das Hotel, das wilde Knospen treibt“ will das BLÜ sein, zeigt damit deutlich seine Liebe zu Flora (und Fauna, da hundefreundlich) und lässt sich damit alles offen, was noch so kommen mag: Ob temporäre Kunstaustellungen, Yogatage oder das unmittelbar bevorstehende „Fire & Ice – Unleash your inner Warrior“ Retreat.

Das entzückende Logo mit der wilden Knospe jedenfalls und der bunte Blü-Schriftzug finden sich immer und überall im Alpine Casual Hotel. Hausherrin Eva Eder freut sich sichtlich, dass das Logo bei mir ankommt.

lobby hotel blü mit grünpflanzen bad hofgastein
Mein Lieblingseckerl, Grüner geht nicht

Auch die allererste Lage hier am Kaiser-Franz-Platz in der Fußgängerzone hat etwas mit der Namensgebung zu tun: Kaiser Franz war der „Blumenkaiser“, verliebt in alles, was mit Botanik zu tun hatte. So soll auch das BLÜ aufblühen und seine Gäste zum Blühen bringen: Alle, die hier für eine Auszeit herkommen. Eva Eder (aus Bramberg am Wildkogel) hat den ehemaligen „Salzburger Hof“ mit viel Detailverliebtheit renovieren und neu erstrahlen lassen. Eder, die zuvor als Juristin in Wien lebte und arbeitete, ist nun Hotelherrin über Altbau und das neu erbaute Baumhaus dahinter mit seinen Designzimmern.

Da sie zwar von Akten und Paragraphen, nicht aber vom Hotelgewerbe Ahnung hatte, verordnete sie sich vor der Neueröffnung selbst kurzer Hand ein Praktikum im befreundeten Hotel Impuls Tirol (mein Hotelbericht) unweit vom BLÜ, um „von der Piqué auf“ alles in kürzester Zeit nachzuholen. Seit vier Jahren hat nun ihr Leben hier im Salzburger Land nun hier neue Knospen getrieben: Mit Sack und Pack, der privaten Bibliothek und Hündin Poldi (nach der Wiener Oma benannt, die so herrlich kochen konnte) ist sie ins Gasteinertal gezogen – von der Juristin zur Hotelierin. Nur das Theater und die Oper aus Wien fehlen ihr ein bisschen, erzählt sie. Das kann ich sehr gut verstehen. 2018/19 übernahm sie als Mehrheitseigentümerin das Hotel in seiner ursprünglichen Form, hat in sein Aufblühen investiert und seit dem Opening 2020 sprießt es hier. Eder wollte immer ein Ferienhotel – eigentlich hätte es in Italien stehen sollen, aber jetzt ist es eben das Gasteinertal geworden – in ihrer alten Heimat, dem Salzburger Land.

„Sei so frei!“ heißt es im BLÜ

Und wir sind so frei, ja danke. Hier kann man alles, muss aber nix. Das gilt nicht nur für uns Hotelgäste, sondern für alle, die hier untertags und abends hereinschneien: Auf ein Kur-Kaffeetscherl, ein Après Ski Bier oder abends auf ein Glas des herrlichen slowenischen Sauvignon Blanc an der Blü Bar. Ein Hotel für Einheimische und Gäste gleichermaßen.

Auch beim Abendessen hält man es locker: Wer Halbpension gebucht hat und vor 17 Uhr zum Dinner kommt, darf ohne Aufpreis aus der à la Carte Karte wählen. Alle anderen genießen die kunterbunte Karte mit Wahlmenü. Wer vegan lebt, der bekommt besondere Aufmerksamkeit: Das „Vegan Friendly Hotel“ liebt es, allfällige Sonderwünsche der Gäste zu erfüllen. Das vegan schmausende Pärchen am Nebentisch wird persönlich von der Hotelchefin betreut und scheint hochzufrieden.

Ich wiederum darf beim Frühstück schwelgen: Zeitung, ein köstlicher Kaffee, eine Veggie-Corner (hurra!), ein braver Hund zu meinen Füßen (den man nicht im Zimmer lassen muss), das frische Shakshuka für mich und eine Egg Station für meine weitgereiste Begleitung – ich hätte es ewig beim Frühstück ausgehalten. Auch deswegen, weil es bis zuletzt im Hotel etwas zu entdecken galt: Die vielen kleinen schnuckeligen Accessoires und Dekogegenstände im Intérieur waren auch wahre Hingucker. Eine Wasserkaraffe in Fischform hat mein Herz erobert. Wie gut, dass man sie käuflich erwerben konnte für daheim.

Meine liebsten Logenplätze im Hotel BLÜ: Aufblühen und Runterkommen

-Unser Design Zimmer mit Balkon

Die neuen Design Zimmer im Voglauer´schen Urban Style kommen in rosa, mint und blau. Ein offenes Bad, das auf einen multifunktionalen Vorhang setzt und ein Bett-Kopfhaupt als stilisierter Bilderrahmen mit Kletterseilen: Kunst und Sport in einem – passt perfekt zu Gastein mit seiner sommer.frische.kultur und seinem sportlichen Angebot.

Wir wohnen im neuen Baumhaus, das barrierefrei mit dem Altbau verbunden ist und mit viel Holz verbaut auf einem ehemaligen Parkplatz hinter dem Hauptgebäude steht. Die Chaiselongue am Fenster könnte etwas weicher sein für meinen Geschmack, aber Leseplätze kann es halt nie genug geben. Der Balkon blickt direkt auf die Pfarrkirche: 80 Mal läuten die Glocken ürigens morgens zum Aufstehen.

-Die Dachterrasse

Natürlich ist die Dachterrasse begrünt, wir sind hier schließlich im BLÜ. Und da wir aus dem vernebelten Weinviertel kommen, ist diese Sonnenterrasse unsere erste Anlaufstelle im Hotel.

dachterrasse hotel blü in bad hofgastein bei sonne mit hund
Erstmal ankommen – auf der sonnigen Dachterrasse des Hotel Blü. Schöner Geht nicht.

360 Grad Aussicht auf den Graukogel, auf den angezuckerten Stubnerkogel, auf die Pfarrkirche – ein Traum. Wirklich gemütliche Sitz- und Liegegelegenheiten, Hochbeete und Staudenpflanzerln, unser Ankommen könnte schöner und sonniger nicht sein. Auch Hund Coffee ist begeistert, da wir grade alleine sind, ist Zeit für ein Ball-Matcherl. Wir sind so frei – mit Verlaub.

-Die Bibliothek und das Schreibzimmer mit dem Freisitz

Ein Garten und eine Bibliothek – schon Cicero brauchte nicht viel mehr als das: „Wenn Du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen“, so sprach der weise Namensgeber unseres Campervans schon vor über 2000 Jahren. Die Bibliothek von Eva Eder ist aber auch wohlsortiert und gleicht über weite Strecken der meinen daheim im Weinviertel – inklusive der Theaterprogramme aus Burg- und Akademietheater…. Da muss ich mich wohlfühlen, außerdem: Ein Lesesessel für mich, ein wohlbestalltes einladendes Körbchen für den Herrn Hund, hier könnten wir´s aushalten. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob das Hundekörberl für Gasthunde gedacht war oder vielleicht doch für Chefhündin Poldi, die natürlich schnell den Braten riecht und in der Bibliothek nach dem Rechten sieht.

Das Schreibzimmer daneben habe ich auch gleich genutzt: An so einem schönen Sekretär sitze ich nämlich nicht alle Tage. Und wenn´s nur für´s Postkarten Schreiben ist, ich war so frei….

-Das Sonnendeck bei der Sauna

Von unserem abendlichen Ausflug nach Gastein (Stichwort: Baustellenwanderung Hotel Straubinger und Badeschloss) kommen wir quasi erfroren heim. Coffee rastet im Zimmer und wir genießen noch einen schnellen Aufguss vor dem gemeinsamen Abendessen. Gibt´s was Schöneres, als dampfend auf der Terrasse im Dunkeln zu stehen und auf das beleuchtete Bad Gastein zu schauen? Beide Saunen haben wir ausprobiert, nur zum Rasten hatten wir mal wieder keine Zeit.

-Die Bar

Untertags leuchtet sie in freundlichem Magenta abends wird ein gechilltes Blau draus: In der Bar sitzt man zum Kaffeetrinken, Zeitunglesen, Chatten und Tratschen, mit Hund oder ohne, zum Essen oder zum Jausnen. Oder einfach so zum Rausschauen auf das Treiben am Platz in der Fuzo, das geht hier auch. Hauptsache, der Alltag ist raus.

lobby hotel blü
Vor dem Walk an der Ache geht noch ein Kaffee

Coffee bekommt sofort frisches Wasser serviert, wir bleiben bei Sacherschnitte und Tiramisu. Man muss den Anreisenachmittag feiern, wie er fällt. Und den neuen Falter hab ich auch noch nicht gelesen, gestatten, ich bin so frei….

Mit Hund zu Gast: Die vierbeinige Chefin ist und bleibt aber Poldi

In einem Hotel, in dem es eine Hotelhundechefin namens Poldi gibt, müssen wir uns ja wohlfühlen – das wusste ich schon vorher.

Gast Coffee
Chefin Poldi

Poldi ist sich ihrer hotelinternen Bedeutung wohl bewusst, sie schwanzelt abends durch´s Restaurant um Coffee zu begrüßen, schaut beim besagten Körberl in der Bibliothek vorbei und hat schon mal ein prüfendes Auge auf die Vorgänge beim Check-In. Oder hatte sie nur ihr Frauerl im Blick, als wir tratschend vor dem grünen Vertikalgarten sitzen und Kaffee trinken?

Egal, in die Küche darf sie jedenfalls nicht, bei ihrer Hotelhunde-Ehre. Als CED („Chief Executive Dog“) ist sie allgegenwärtig im BLÜ und das ist gut so. So fühlen auch wir uns mit unserer schwarzen vierbeinigen Begleitung gleich noch viel willkommener.

Als Hundegast darf man sich auf Hundebett und Hundenapf im Zimmer freuen und es gibt frisch gefüllte Wassernäpfe beim Abendessen. Aber das Beste – und das ist wohl eine Premiere bei all meinen besuchten Hotels – es gibt eigene Hunde-Wegweiser auf allen Etagen, die dorthin führen, wo auch die Hunde zu Fuß gehen müssen: Nämlich Gassi. Und wer schmutzig retour kommt, auf dessen Pfoten warten Hundehandtücher und eine eigene Hunde-Außendusche.

Dort, wo auch Hunde zu Fuß hin müssen :-)
Coffee, traveldog.

Übrigens:

Restaurants und Bars scheinen auf Coffee eine magische Müde-Mach-Ausstrahlung zu haben. So aufgedreht er sonst sein mag mit seinem Hang zum aufgeregten Kläffen – in Restaurants ist Coffee ein vorbildlicher Traveldog. So wie ich es mag.

Und so findet er auch im BLÜ immer wieder zur Intervall-Ruhe, das spricht durchaus auch für das angenehme Ambiente im Haus. Ob schon morgens bei unserem ausgedehnten Frühstück (Danke nochmal für das himmlische Shakshuka!) oder abends beim ausgedehnten Dinner und nachher an der Bar. Ein Nickerchen ging sich da immer aus.

Und immer liegt er im Weg und allen ist es egal.

Danke, BLÜ. Wir sind so frei….

Das Wiederunterwegs-Team

Tipps zum Weiterlesen: Rund um´s BLÜ in Bad Hofgastein

Die Alpentherme Gastein ist vom BLÜ aus in einigen Minuten per Pedes erreichbar (Tipp: Die Thermalseen Gastein), aber als Hundebesitzer auf Urlaub ist ein Besuch dort natürlich unrealistisch. Aber: Der Kurpark! Mit Teich, Enten, Kunstinstallationen und viel Geschichte rund um die Thermalwasserleitungen mit dem kostbaren Nass aus Gastein ein Muss für einen Spaziergang.

Das BLÜ selbst ist aber natürlich auch nicht untätig. Die Packages und Specials auf der Website sprechen für sich: Bike-Touren, BLÜ im Advent, BLÜ im Schnee mit After-Ski-Programm oder ein Mid-Week Special mit Yoga-Lessons im schönen Frei-Raum neben der Sauna. Auch einen Gym gibt es im Erdgeschoß, gleich neben den E-Bikes.

Es ist ja nicht so, dass wir uns im Gasteinerland nicht auskennen würden. Ob im Winter in Gastein, auf Kur mit Hund in Gastein (inkl Kurzwander-Tipps auf den Promenaden) oder im Gasteiner Heilstollen – ich bin oft hier. Vom BLÜ aus ist man in einigen Minuten unten an der Gasteiner Ache, ein Spazierparadies für Vierbeiner, das über Gastein bis nach Böckstein führt. Hinterm Haus wiederum startet man bergan zum Annen-Café und kann von dort bis in´s Kötschachtal auf der Höhenpromenade spazieren – bei schönem Wetter ein Traum inklusive Einkehrmöglichkeit in den Cafés am Anfang und Ende der Promenade, wie es halt einer Kurstadt wohl ansteht.

hund im schnee in sportgastein
Coffee in Sportgastein

In Bad Gastein haben wir für einen abendlichen Kurzbesuch vorbeigeschaut, um den Baustellenfortschritt beim Straubinger (demnächst Update am Blog) abzuchecken und auch das kleine Museum Gastein im Grand Hotel de l´Europe zu besuchen: Hunde herzlich willkommen, danke! Dank der Stadtführerin unseres Vertrauens, Elisabeth Kröll, bekamen wir einmal mehr einen guten Überblick über die aktuelle Bautätigkeit und die engagierten Pläne in Bad Gastein.

Und am Nassfeld in Sportgastein mussten wir ohnehin einen Stopover einlegen, denn schließlich hatte ich Coffee ausdrücklich Schnee versprochen. Und den hat er auch bekommen.


HINWEIS: Entgeltliche Kooperation mit dem Hotel Blü. Ich bedanke mich bei Gasteinertal Tourismus für die kurzfristige Möglichkeit eines geführten Rundgangs in Bad Gastein und bei Eva Eder für ihre zuvorkommende Gastfreundschaft. Ich hätte gerne länger geplaudert :-)

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1 comment

andreas 16. November 2022 - 17:20

Im neuen BLÜ ist die Zeit schnell perdu. Alles darf man und nichts muss man. Eine Oase mitten am Platz.

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