Gastein 2017: Thermalsee, Spiegelsee und Reiseblogger. (M)ein Update.

Seit 1. 7. 2017 hat die Alpentherme Gastein auch Thermalseen. Als Abkühlung nach dem Wandern zum Spiegelsee. Oder für tapfere ReisebloggerInnen, die dem Sommer-Regen trotzen.

Anlässlich unseres alljährlichen Reiseblogger Treffens kamen wir heuer in Gastein zusammen – offiziell, um uns auszutauschen und auch kennen zu lernen (es gibt immer noch motivierte Neuzugänge). Aber auch, um neue Hotspots, wie etwa den neuen Gastein Thermalsee kennen zu lernen.

Alle schauen weg.
Alle schauen her. Coffee schaut weg.

Übrigens: Ich war hier schon mit Coffee auf Kur, habe über die spooky Heilstollen-Einfahrten geschrieben, im Impuls Hotel Bilder von zweifelhafter Natur gemalt und Gerti Gruber vom Hundehotel interviewt. Weiterlesen…

What´s up in Gastein, was ich noch nicht kenne? Mein persönliches Gastein Update 2017

  • ENDLICH: Wir waren – mit Hund – im Kraftwerk Café am/im/beim Wasserfall.

Beim nächsten Kuraufenthalt wird das mein Homeoffice – versprochen. Im Hintergrund der tosende Gasteiner Wasserfall, drinnen gemütliche Lounge Möbel mit einem Touch von Retro und der Hauch des großen Abenteuers: Elektrifizierung! Das Kraftwerk wurde hier übrigens gebaut, weil sich Gastein damals der vielen Kurgäste nicht erwehren konnte… Die internationalen Kurgäste aus Politik und Kultur benötigten Unmengen an Strom und um Gastein auch dementsprechend repräsentativ erhellen zu können – wie es einem K.u.K. Kurort geziemt, hat Kaiser FJ hier das Kraftwerk genehmigt. Einstweilen hat die hier kurende Kaiserin Elisabeth die verordneten Treffen mit dem preußischen Kaiser Wilhelm geschwänzt und ist wahrscheinlich zum Spiegelsee rauf geflüchtet. Auch sie war hier nämlich zur Kur. Aber sie war eher nicht so der Kurschatten-Typ. Versteh ich. In Gastein versammelten sich Klimt, Figl, Raab und Dollfuss, Thomas Mann nach seinem Exil, die österreichischen Burg- und Josefstadt Schauspieler, die Rothschilds, Toni Sailer – unzählige Namen könnte man noch aufzählen.

In kürzester Spaziergeh- Entfernung für jedes Wetter geeignet (Wir hatten Schüttregen und eisige Kälte) erwartete uns die Familie mit all den selbst gemachten Köstlichkeiten eines Bauernhofs auf 1600m.

Fast hatten wir ein schlechtes Gewissen, den selbst geräucherten Speck, die Hauswürste, den frischen Käse, das Bauernbrot, die Buttermilch, den Grant`nsaft und die Schwarzbeermarmelade so gierig zu vertilgen – aber wenns halt soo gut war! Alles aus der Hand der Bäurin selbst fabriziert (nebst Haltung von Kühen, Kälbern, Ziegen, Hund und Katz, Schweinen….) und am Schluss getoppt mit: POFESEN!

Und nach dem Essen gings zur Besichtigung der Fockn und Kälber, die dem Fotoshooting der Reiseblogger sehr ambivalent gegenüberstanden. Wen wunderts. Familie Ziege vom Nachbarn hatte übrigens gerade ein Posing für den Nationalpark Hohe Tauern.

  • WILD WILD FLYING WATERS:

Coffee stand dafür nicht zur Verfügung, aber Andreas versuchte es: Mit dem Flying Fox vom einen zum anderen Ortsende von  Gastein bei strömendem Regen über den Wasserfall zu fliegen. Oben Wasser, unten Wasser, überall Wasser. Ich bin das nächste Mal dran. Quasi schon gebucht.

  • DEFTIG und BIERIG und BIO

Das Schmaranzgut kenne ich von meinen Radausfahrten während der Kur (wenn die männlichen, vermeintlich kurenden Tischgesellen mal wieder zu anlassig waren), wo ich schon das eine oder andere Beruhigungsbierchen trinken musste.

Diesmal bevölkerten wir Reiseblogger lautstark das Innere der winzigen Hütte der ersten österreichischen Bio – Weißbierbrauerei mit offener Feuerstelle, wo der Chef selbst unsere Pfannengerichte von und mit dem Biorind abprasselt. Mit Butterschmalz, versteht sich.

  • GANZ und GAR MEINS: Der neue Thermalwasser-Badesee in der Alpentherme Gastein.

Ich hatte ihn mir noch größer vorgestellt, aber nichtsdestotrotz: Er ist eine Bereicherung des Outdoor Badegeländes der Therme, vor allem im Sommer – wenn die Wanderer vom Berg und die Radfahrer von der Gasteiner Ache kommen.

Ein Teil des Kurparks wurde abgetrennt (den kennen wir vom Entenjagen – respektive Coffee kennt) und mit viel Gras und Liegeflächen rundum nebst Holzplattformen entstand ein erfrischender Badebereich aus dem berühmten Thermalwasser, das wie anno dazumals aus Gastein hergeleitet wird (allerdings nicht mehr in Holz“rohren“) und hier dann bei 25 Grad vor sich hinplätschert. An speziellen Daten ist sogar SUP erlaubt… Mir hats gefallen, vor allem die schönen Ruhebereiche rundum. Übrigens gibt es eigentlich ZWEI neue Thermalwasserseen – der kleinere befindet sich im Sauna-Outdoor Bereich.

  • WANDER-HIGHLIGHT mit HUND: Der Spiegelsee, endlich.

Von Dorfgastein mit der Gondel gings hinan aufs Fulseneck, von dort ein gemütlicher Spaziergang zum Speicher-Spiegelsee, der ein wenig an einen Vulkan erinnert. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich den Gasteiner Spiegelsee mit jenem noch berühmteren bei der Schladminger Reiteralm (hier spiegelt sich der Dachstein im See) verwechselt habe. Aber auch der kleine Gasteiner Spiegel-Bruder hat unser Herz erobert – die Fotos sind traumhaft geworden. Barfußweg für mich, ein bisschen „Am Wasser gehen“ für Coffee, Blick ins Gasteiner Tal für Andreas und theoretisch gäbe es auch einen Blick auf die Glockner-Gruppe.

Gewohnt haben wir diesmal im Hotel zum Stern mit seiner sehr aufmerksamen, neuen Hotelchefin Claudia Wachter. Ein wunderbar gemütlicher Ruheraum, die Sauna und die Terrasse mit Blick gen Kärnten, Gletscher und Graukogel – waren meine Atouts. Hunde sind in den klassischen Teppich-Zimmern (kleine Terrasse!) erlaubt. Ich persönlich würde dennoch die renovierten neuen Zimmer mit Holzboden empfehlen. Tolles Serviceteam!


HINWEIS: Ich wurde im Rahmen des Reiseblogger Treffens 2017 von Gastein Tourismus mit meinem #wiederunterwegs Team zu dieser Reise eingeladen. Die Auswahl der obigen Tipps und die im Artikel vertretenen Ansichten sind ganz die meinen. Die Anreisekosten habe ich selbst getragen.

TIPP: Alle meinen Gastein-Geschichten im Überblick.

Wie hat Dir dieser WIEDERUNTERWEGS Reisebericht gefallen?