Wo ich war, ist ganz oben – im Waldviertel. 2. Sept. 2014

Ich bin mal wiederunterwegs. Wo ich diesmal hinfahre, das ist ganz oben – „Wo wir sind, ist oben“  im nördlichen Waldviertel, erste Station Gmünd. Das Sole-Felsenbad stand ohnehin schon lange auf meiner To-DO NöCard-Liste, nun ist es soweit. Gemeinsam mit Blogger-KollegInnen aus Deutschland, Tirol und Niederösterreich lädt der Waldviertel Tourismus ein, die hiesigen Natur- und Kulturschätze zu erleben und zu erwandern.

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Gleich zu Beginn eine hundefreundliches Hotel – mit „4-Pfoten Auszeichnung“ – das lob ich mir. Sogar ein eigenes, entzückendes Room-Tag, das auf im Zimmer „lauernde“ Hunde hinweist und ein Welcome-Snack in der Lobby für die tierischen Gäste.

10639137_522924817837720_804998030_o 10658435_523214601142075_966127844_oDas Hotel SoleFelsenBad in Gmünd empfängt uns freundlich, aber bei strömenden Regen, was für mich aber den unweigerlichen Vorteil hat, dass ich auch gleich das Wellness-Angebot testen kann.

Die Sauna-Anlage ist weitläufig, ein Mix aus modern und bodenständig mit zahlreichen Ruheräumen und wie es scheint, einer eingesessenen Vormittags-Clientèle. Wunderhübsch thront ein riesiger neuer Ruheraum über dem ganzen Outdoor Komplex – mit Blick über den dazugehörigen Badeteich – und neben den Saunastadln. Ein neuer Ruheraum bei den Bädern ist gerade lautstark in Arbeit.

Auch Weitra – eine der niederösterreichischen „Stadtmauernstädte“ – empfängt uns, wie sich das für das mystische Waldviertel im nahenden Herbst gehört. Neblig und verregnet. Aber dafür lässt es sich hier in der ältesten Braustadt Österreichs hervorragend schmausen, trinken und verkosten – was wir im Brauhotel und der Schaubrauerei Brauhaus trotz des Regenwetters perfekt durchziehen.

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Zur Seite gestellt ist uns dazu der lokale Hero, Ernest „Zedi“ Zederbauer, seines Zeichens VHS-Direktor, Spenglermeister, „Nachtwächter zu Weitra“ und Autor der Waldviertel Krimis (quasi „Morden im Norden“) – sympathisch, allwissend um die Tücken des hiesigen Dorflebens und nie um eine Geschichte verlegen, begleitet er uns durch die wunderschöne Stadt Weitra.

Zuvor aber verkosten wir das aktuelle saisonale Bier als Pfiff:  Diesmal das erfrischende Zitronenmelissenbier: Im Frühling ist Ingwer- oder Ginsengbier, im Winter der Schwarze Bock aktuell.

Überhaupt ist das Waldviertel mehr als nahrhaft als Genussregion unterwegs: Waldviertler Karpfen, Erdäpfeln, Mohn, Kräuter, Käse, Kriecherln, Edelbrände (Waldviertler Gin und Whiskey: Erst kürzlich besucht „hundefreundlich im Waldviertel“) – Allerorten gibts lokale Spezialitäten.

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Weitra und Gmünd haben SgraffitoHäuser (so wie auch schon auf meiner Radltour zum #innradweg14 in der Schweiz entdeckt), die den ohnehin schon sehr schön renovierten Hauptplatz noch „aufpeppen“. Zedi führt uns durch sein Weitra, durch die unterirdische Zisterne, erzählt Stories aus dem Dorfleben und zeigt mir das Haus von Lotte Ingrisch. Überhaupt – was er alles weiß – und ich frage ja auch permanent nach:

Wo im Waldviertel wohnen denn nun die ganzen Schauspieler und unsere Granden unter den österreichischen Autoren? Erni Mangold, Nicholas Ofczarek und Freund Palfrader, Robert Schindel, Doris Knecht, Peter Turrini – sie alle „profitieren“ von der hiesigen, klaren, grünen Landschaft, meint Zedi. Im Auhof mit der Holz-Decke aus dem 16. Jahrhundert – daneben wohnt Lotte Ingrisch – bleibt mir vor Bewunderung auch schon mal der Mund offen stehen.

Das Sommertheater im Schloss Weitra, heuer erstmals unter der Intendanz von Peter Hofbauer, hat im Innenhof genial riesige Sonnenschirme und sogar eine Bodenheizung: Da muss keine Vorstellung abgesagt werden! Die Besitzer des Schlosses sind gar noch „Prinz“ und „Prinzession“ und weil sie so bodenständig und volksnah daherkommen, werden sie von der Bevölkerung teilweise auch noch so genannt. Der Weitraer Adventmarkt soll übrigens der schönste im ganzen Waldviertel sein.

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Im Schloss Weitra ist die hochinteressante permanente Sonderausstellung zum Eisernen Vorhand eingerichtet (übrigens auch bei der NÖ Card inklusive) – da hätte ich noch länger verbringen können. Vom Turm des Schlosses aus sieht man dann auch schon Richtung unser heutiges Nachtlager: Die Alpenvereinshütte am Nebelstein.

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Deswegen:

Wir schnallen uns noch die Gummistiefel an, verpacken uns in Regengewand und wandern von Harmschlag nach einen Mohnzelten-Stärkung im Hotel Neuhaus aus durch das dunkler werdende, neblige, nasse aber damit auch unglaublich atmosphärisch wirkende, gutriechende Waldviertel rauf: Auf den Nebelstein. Und wenn wir die erste Abzweigung gefunden hätten, wäre es auch schneller gegangen – aber das ist die Wanderstory….

HINWEIS: Ich wurde von Waldviertel Tourismus in Kooperation mit KreativReisen Österreich eingeladen, die Region des Oberen Waldviertels zu erkunden. Ich bedanke mich für diese Gelegenheit – die Meinungen und Ansichten in diesem Artikel sind meine eigenen.

 

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