Wunderbar. Wanderbar. Waldviertel – 4. Sept. 2014

Wandern? Im Waldviertel? Ja, und wie! Denn welche österreichische Region hat die meisten offiziellen Wanderwege? Das Waldviertel. Und wo kann man am ausgiebigsten Mountainbiken? Ebenfalls im Waldviertel – auf 2000km MTB Strecken.

Dazu kommen Radrouten mit den schönen Namen „Waldviertler Wasserlandschafts-Radweg“, „Bandlkramer“ oder „ViaVerde“ (Radeln & Wandern in der Grenzregion), Nordic-walking- und Laufstrecken (winters tw. Langlaufloipen)  –  Wunderbar wanderbar eben. Selbst ausprobiert.

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17 Weitwanderwege ziehen sich durch das Waldviertel – ein wichtiger Knotenpunkt hiebei ist der Nebelstein auf 1.017 Metern. Von hier kann man auf dem Weitwanderweg „Thayatalweg“ grenzüberschreitend bis nach Retz unterwegs sein – auf österreichischer Seite ist er in 12 Tagesetappen geteilt.

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Für uns ist die bekannte „Xundheitswelt“ (Klima – Luft – Bewegung – Natur & Ruhe) rund um Harbach unser Basislager für die Besteigung des Nebelsteins.

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Das Waldviertel präsentiert sich heute so, wie unser Ziel heißt. Äußerst neblig. Im Gasthof Nordwald laben wir uns noch an frischen Mohnzelten und statten dem Motorikpark einen Besuch ab, bevor wir – nach ein paar unfreiwilligen Umwegen – hinan zum Nebelstein steigen.

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Hinweis: Aufgrund obiger Fotos entstanden neue #Reiseblogger #Hashtag #Kreationen 🙂

10677363_523367484460120_684501254_oErst gehts über Wiesen entlang des Waldes und dann in den feuchtwarmen abendlichen Wald hinein. Immer weiter steigen wir auf und immer nebliger wird es. Je höher wir steigen und je nasser unsere Wanderschuhe werden, desto besser ist der Nebelstein und die dazugehörige Alpenvereinshütte angeschrieben.

Oben gehts dann nur noch gemächlich ansteigend durch die hohen Wälder – das ist das Waldviertel: Feuchte, gesunde Luft, Bäume, Wälder. Trotz unser fast vollkommenen Durchnässung sind wir guten Mutes, als wir im dichten Nebel endlich unser Lager für die Nacht ausnehmen können. Die Hütte macht ihrem Namen heute abend wahrlich alle Ehre.

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Wir wohnen in Bettenlagern (im Gegensatz zu Matratzenlagern) und damit es auch ganz authent ist, verzichten wir für die eine Nacht auch (nicht ganz freiwillig, aber schließlich sind wir ja abenteuerlustige, total unkomplizierte Blogger) auf fließendes Wasser.

Uns ist sowieso stets am wichtigsten, dass wir unsere Smartphones aufladen können 🙂 Mit trockenen Füßen schmeckt das Bierchen vorzüglich, ganz frisch werden Knödl- und Erdäpflgröstl auf den Tisch gezaubert.

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Zwei Tage später – als wir den neu beschilderten Lainsitz – Weitwanderweg testen, präsentiert sich unser Waldviertel ganz anders.

Ernest „Zedi“ Zederbauer trifft uns am Hauptplatz in Weitra und führt uns raus aus dem Ort über Straßen und Feldwege durch den morgendlichen Hochnebel. Als wir noch darüber fachsimpeln, ob das heute jetzt ein „11er“ oder ein „1er“ Nebel wird – der 11er Nebel verspricht später noch Sonne, der 1er „bleibt dann bis zum Abend“, beginnt es schon aufzureißen und wir können die knackigen Grüntöne und die roten Fliegenpilze im Wald bereits bei Sonne genießen.

Die Lainsitz ist ein Grenzfluss – heute kann man von der Mündung in Karlstift bis nach Tschechien an dem gleichnamigen Weg wandern – nicht immer in unmittelbarer Nähe des Flusses, der im sehr nahen Tschechien dann in die Moldau mündet. Auf unserer Etappe von Weitra nach Gmünd – bekommen wir sie auf knapp 20 km eigentlich nicht zu Gesicht. Auf unserer Etappe läuft der Wanderweg nämlich auf knapp 1000 Metern Seehöhe. Das stört aber nicht weiter …

… wir sind grad beim typischen Waldviertler Entschleunigen und Durchatmen und lauschen entspannt den vielfältigen Geschichten unseres Waldviertler Schriftstellers.

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In Österreich kann man den Lainsitz Wanderweg in 4 Etappen begehen und zahlreiche interessante Abstecher einbauen: Wir testen anderntags etwa das PapierSchöpfen in der Papiermühle Mörzinger, fahren eine Etappe mit der Waldviertelbahn und schauen wahren Künstlern beim Glasblasen in NeuNagelberg zu. Und Weitra ist ohnehin die älteste Braustadt Österreichs – also wer da keine kulinarische Pause mit einem Pfiff Zitronenmelissenbier oder Ginseng-Bier einlegt, der ist selbst schuld.IMG_5828IMG_5853

In Dietmanns sehen wir die originalen Waldviertler Dreiseithöfe – einige noch wirklich ohne Überdachung, wie sie einst waren – in der Mitte mit dem Misthaufen.IMG_5783

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Ich glaube kaum, dass ich das sage, aber: Viel zu schnell vergehen mir die knappen 20 Kilometer am Lainsitzwanderweg mit Zedis Geschichten aus aller Welt, den vielen Schwammerln und Fotos-Stopps im dunkelgrünen duftenden Wald. Jetzt wäre noch eine ausgiebige Wellness-Stunde im SolefelsenBad Gmünd angesagt  –  aber ich muss heimdüsen ins Weinviertel.

Doch mit der fixen Idee, dass ich mit Mann und Hund bald wieder hier vorbeischaue – zum Wandern, Walken, Laufen oder „Loipen“.

TIPP: Ausflugsplaner Waldviertel

HINWEIS: Ich wurde von Waldviertel Tourismus in Zusammenarbeit mit KreativReisen Österreich dazu eingeladen, das wanderbare Obere Waldviertel zu erkunden. Ich bedanke mich herzlich für diese Möglichkeit – die Meinungen in diesem Artikel sind meine eigenen. 

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