Ausflugstipp von Laibach: In die Berge bei Kamnik-Velika Planina

Gleich „um die Ecke“ von Ljubljana: Die Steiner Alpen rund um Kamnik und die Hochalm Velika Planina. Nah genug für jeden Ausflugs-Tag vom nahen Laibach:  Zum Wandern, Spazieren und zum hervorragend Essen. Letzteres muss auch gesagt werden.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (138 von 191)

Kamnik hieß früher einmal Dorf Stein und war in der Monarchie ein beliebter Kneipp-Wasser-Kurort (seit den Marienschwestern in Bad Kreuzen und Bad Mühllacken bin ich ja Kneipp-geeicht) – an der direkten Strecke  zwischen Wien und dem kaiserlichköniglichen Meerzugang gelegen quasi. Heute findet man keine steinernen Zeugen des ehemaligen Kurorts mehr, aber zum Wandern zwischen den Flüssen  Nevljica und Kamniška Bistrica (die Feistritz, man staune), an Wasserfällen und Schluchten im Gletschertal Logartal entlang kann man hier allemal ein paar Tage höchst angenehm – vor allem auch mit Hund – im Grünen verbringen.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (3 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (6 von 191)

Noch angenehmer, wenn man in den funkelnagelneuen Zimmern der Gostilna Repnik nächtigt und seine Tagestouren gemeinsam mit Manager Peter plant, der sich in der Gegend auskennt wie kein zweiter in dieser Gegend. Mit jedem Gast bespricht er -nolens volens – beim Frühstück die Tagespläne und gibt Anregungen zu Wanderrouten, Öffnungszeiten, Geheimplatzerln und den gerade blühenden Kräutern. Er hat auch Tipps zum Auffinden der Themenwege, die zwar immer besser ausgeschildert sind, aber manchmal nur in slowenischer Sprache vorhanden.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (12 von 191)

Wir beziehen ein riesiges Balkonzimmer, funkelnagelneu mit Abenteuer-Duschecke, offenem Kamin und Ausblick auf die Steiner Alpen, in dem es uns aber – unterwegs mit Hund – wie immer nicht lange hält. Hinter der Gostilna steht in einem hübschen Park mit Biotop ein Hochzeitspavillon und der Herr Haushund ist auch schon zur Stelle.

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Abends lassen wir uns jeweils vom Kellner aufopfernd genau zum aktuellen Tagesmenü beraten und nehmen und kosten alles, was er uns so anbietet. Und bereuen es nicht. Wir sitzen in der alten Gasstube und essen uns begeistert durch das lokale Menü.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (56 von 191)

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Beim Frühstück werden wir ebenso bemüht umsorgt – da Peter fast täglich in der Gegend unterwegs ist, um neue Touren für seine Gäste und für sich zu erkunden, kommen wir morgens in den Genuss einer Eierspeise mit frischem jungen Knoblauch aus den Wäldern – persönlich gesammelt. Und am Abreisetag tut sich Andreas an einer riesigen Portion Kaiserschmarren gleich zum Frühstück gütlich – danke, Peter und Gostilna Repnik! Und der Holler blüht auch schon – köstliche Desserts werden auch daraus entstehen, verspricht er.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (188 von 191)

Aber auffi am Berg müssen wir ebenfalls –  deswegen sind wir ja eigentlich hier. Dabei behilflich ist uns (und gleichzeitig einer höflichen Truppe von indischen Bollywood-Filmern mit Tanzteam) dabei die Gondelbahn, die nur zu genau ausbaldowerten Zeiten hochgondelt (in der Hochsaison deutlich öfter). Weiter gehts entweder mit dem Sessellift (wenn er fährt) oder für uns zu Fuß in Serpentinen oder gleich diretissima hinan zur Ausflugshütte Zeleni Rob und weiter auf die größte slowenische Hochalm Velika Planina mit seinen alten schön erhaltenen Hirterhütten. KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (68 von 191)KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (87 von 191)KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (85 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (83 von 191)Ein Kircherl zum Bitten am Berg, ein kleines Bergbauern-Museum und die tw. schön erhaltenen oder renovierten Hirterhütten – der Himmel zieht zu, aber der Eindruck ist hier heroben schon gewaltig. Unsere Begleiterin Katja erzählt vom Wandern in Slowenien und im ehemaligen Jugoslawien, von den Bären und Füchsen und vom Leben im eigentlich so jungen Staat Slowenien. Unterwegs erklärt sie die Pflänzchen – wir sehen Enzian, Himmelschlüssel, blühenden Safran, diverse Rhododendron Arten, Narzissen, Schneerosen und viel Bärlauch.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (128 von 191)KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (143 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (120 von 191)KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (136 von 191)

Wie auch daheim am Berg darf nach unserem Spaziergang auf der Alm (die Kühe sind noch nicht da, es war noch zu kalt) eine ordentliche gemeinsame Einkehr nicht fehlen: Wir essen fast länger als wir mit Katja auf der Hochalm wandernd unterwegs sind, aber schließlich sind wir ja auch zum Recherchieren und Ausprobieren hier: Den berühmten Trnic Käse – ein gesalzener Käse in der typischen Birnenform, der je nach Erzeuger mit einem speziellen Muster verziert wird- kosten wir zwar nicht, aber wir halten ihn in Händen. Sehr wohl essen wir uns aber quer durch das Angebot auf der Zeleni Rob Hütte – Gerstlsuppe (Ritschert ähnlich wie in Kärnten), Sauerkraut, Klobasse, ein schwarzes Buchweizengröstl (köstlich!), Struklji – alles was die Karte hergibt.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (92 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (148 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (147 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (150 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (152 von 191)

Zwei kleine Abstecher machen wir mit Katja noch zu anderen Wanderwegen: Zur Quelle der Kamnica Bistrica und zum ehemaligen Jagdhaus, wo zahlreiche Wanderwege – auch zu Wasserfällen – beginnen.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (36 von 191)KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (168 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (167 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (170 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (171 von 191) KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (102 von 191)

In mittelalterlichen Kamnik selbst spaziert man durch eine schöne alte Straße, die zur Kaisers Zeiten als Kur-Promenade deutlich belebter gewesen sein dürfte. Aber das ist ja in Bad Gastein beispielsweise heutzutage auch nicht anders.KAMNIK_Slowenien_Mai2016_WEB (8 von 191)

Noch mehr TIPPS für die Gegend rund um Kamnik:

  • Arboretum, Hunde an der Leine erlaubt
  • Unbedingt Wohnen in der Gostilna Repnik und sich Tipps von Peter geben lassen! Hunde kein Hindernis 🙂
  • Eine kleine Terme namens Snovik – der „höchstgelegene“ Spa in Slowenien.
  • Ein sogenanntes Heilzentrum: Energiezentren mit Seepferd-Fossilien. Was es hier nicht alles gibt. Irgendwie holistisch, schreiben sie.
  • Gefunden auf AirBNB: Man kann eine solche Hirterhütte auch mieten.
  • TASTE Kamnik: Local dishes zum Kosten in den verschiedenen Gostilnas, allen voran in unserer Gostilna Repnik.
  • Das gesamte Fotoalbum gibts hier:

Kamnik and Velika Planina Mai 2016HINWEIS: Ich bedanke mich bei Slowenien Tourismus in Wien und VisitLjubljana sowie den Verantwortlichen vor Ort in Kamnik für die Einladung, diese wunderschöne Region zu erkunden.


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