Hundstage im Kamptal

Auf der steten Suche nach erreichbaren Wildbadeplätzen für Hund und Mensch (möglichst ohne Wildtierbeobachtung und Wildtierkontakt) waren wir an einem heißen Julitag wiederunterwegs ins Kamptal. Zwischen Langenlois und Plank waren wir auf der Suche nach einer gut zugänglichen Badestelle am Kamp. Gar nicht so einfach.

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Das Kaffeetrinken in Langenlois am schönen Hauptplatz beim Ursinhaus war noch ganz leicht. Wir spazierten durch den Wochenmarkt (immer im Schatten entlang an der Häuserfront) und ließen uns Badetipps in der Touristen-Information geben. Man empfahl uns die Freizeitanlage am Kamp in Langenlois („Hundebesitzer gehen halt am Rand rein„) und bestärkte uns in unserer Annahme, dass es im gesamten Kamptal viele gute Wildbadestellen für „mit Hund“ gäbe.

Kamptal juli 2014 (2 von 11) Kamptal juli 2014 (1 von 11)Wir fuhren los. Von Langenlois über Schönberg bis nach Plank am Kamp – das Thermometer kletterte schneller Richtung 40 Grad, als wir stehenbleiben und suchen konnten. Sicher 10 Mal parkten wir uns auf Parkplätzen oder vermeintlichen guten Badestellen ein und versuchten, zum Wasser zu kommen. Keine Chance. Kein Schatten oder kein akzeptabler Zugang oder kein Platz zum Hinsetzen oder überhaupt mannshohes Gras.

Kamptal juli 2014 (3 von 11)Das kleine authentische Sommerbad in Plank am Kamp sah mit seinem rotweißen Badehäuschen zwar mehr als verlockend aus, aber das berühmte Hundeschild „Wir müssen draußen bleiben“ sprach für sich. Interessanterweise lag gleich nach dem Eingang dahinter ein beeindruckend großer Jagdhund auf seiner Badedecke – nun denn, sicher ein einheimischer Gast.

In Stiefern sahen wir das Flussbad zwar, es wirkte aber nicht hundefreundlich. Später las ich im Internet, dass es angeblich frei zugänglich ist und auch als Rastplatz dient. Wäre also eventuell in Frage gekommen.

Kamptal juli 2014 (4 von 11)Bei Schönberg gab es mehrere Möglichkeiten, aber keine war hunde- und hitzetauglich für einen schönen langen Badetag am Kamp, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zur Beruhigung der Gemüter und der Mägen zogen wir schnell ein kleines Picknick vor inspizierten noch zwei Badeplätze nahe der Bundesstraße (übrigens unglaublich laut und viel Verkehr) und fuhren dann recht enttäuscht retour.

Schließlich einigten wir uns auf eine kleine Abkühlung im Kamp am Parkplatz neben dem Freizeitzentrum in Schönberg am Kamp. Parkplatz im Schatten, Sitzbänke im Schatten, Stiegen mit Geländer in den Kamp und nicht allzuviele Menschen und noch weniger Hunde. Kurz: Wir blieben den ganzen Nachmittag dort. Ich suchte zwar entlang des Freizeitareals am Kamp noch einen etwas romantischeren und versteckteren Zugang zum Fluss, aber leider ergebnislos.

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Aber da wir unsere Campingsessel dabei hatten, wurde es doch noch ein gemütlicher Nachmittag mit vielen Hundebekanntschaften und reichlich Wasserkontakt für alle, die das wollten. Der Kamp wirkte dort vermeintlich harmlos, aber sobald es darum ging, gegen den Strom zu schwimmen, bemerkte man die ganz ordentliche Strömung. Coffee war bereit, stundenlang seinem schwimmenden Fress-Bee und dem Schwimmball nachzujagen – etwaige Strömungen nahm er gar nicht wahr.

Also, wer auf Romantik (so wie ich mir das vorgestellt hatte) verzichten kann, dem sei der Parkplatz beim Freizeitzentrum Schönberg am Kamp empfohlen. Bade- und Hundefreundlich.

Und wer mir einen guten wilden und fast einsamen Badeplatz am Kamp für Hund und Mensch empfehlen kann, den bitte ich um den entsprechenden Hinweis! DANKE.


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