Südtiroler Bäderkultur im Alpin Ambiente: Dolomites Spa Resort Bad Moos

Ein Kurhotel mitten in den Südtiroler Dolomiten, das den Anschluss an den modernen Gesundheitstourismus nicht verpasst hat: Das Dolomites Spa Resort in Bad Moos bietet alte Bäderkultur und modernes Alpin-Ambiente.

Eine Woche lang sind wir für Mazda mit dem Allrad Mazda CX5 wiederunterwegs: Unsere Route führt uns über das Kärntner Nassfeld, das Gitschtal und den Weißensee schließlich ins abendliche Hochpustertal nach Südtirol (Hier: Die schönsten Stopps). Dort werden wir im Bad Moos Dolomites Spa Resort (noch, aber nicht mehr lange: „Kur- und Sporthotel“) bereits von Chefin Evi Oberhauser erwartet.

Wunderschön geht es zunächst durch das still abendliche Tal bis nach Sexten und dort rein ins Fischleintal nach Bad Moos. Das Kurhotel kann man nicht versäumen, es ist  ein hochpräsenter, eindrucksvoller Hotelbau mit großen Lettern und reichlich Holz gleich neben dem Kirchlein. Und auch unmittelbar neben der Gondelbahn gelegen, die hinan zu den Rotwandwiesen führt – wo wir uns später endlich den ersten Blick auf Drei Zinnen erhoffen.

Aber zunächst werden wir von Chefin Evi begrüßt und schon mit den ersten Tipps für den kommenden Tag eingedeckt. Auch hier haben wir wie meist, nur einen einzigen vollen Tag, um das Haus und die Region rundum zu erkunden. Aber wir sind es gewohnt, an einem Tag soviel zu unternehmen wie andere in einem Fünf-Tage-Urlaub und ich drehe gleich nach der Ankunft ein paar Willkommensrunden im warmen Pool.

Salus per Aquam – Gesund durch Wasser in Bad Moos

Danach geht´s ins heiße Outdoor Becken mit Bergblick – und ab 19 Uhr wird zum Dinner (handyfreie Zone, sorry – mein Smartphone ist mein Haupt-Arbeitsmittel) gebeten.

Ruheraum

Das Kurhotel ist an die Schwefelquelle von Bad Moos angeschlossen – das ehemalige „Bauernbadl“ – und bietet deswegen in der Residence  auch Therapien, Kurärzte und Behandlungen an: Das Mineralwasser wirkt u. a. bei Rheumatismus, Migräne und Erschöpfungserscheinungen – da nehm ich doch gleich ein zweites Glaserl. Trinken kann man das Schwefelwasser nämlich auch und es schmeckt gar nicht mal so übel. Gesund halt.

Ruheraum neben der Sauna „old Stube“
Ruheraum innen

Im Untergeschoß erstrecken sich der In- und Outdoor Pool, das Saunarium, der Spa „Salus per Aquam“ und auch die Spa-Suite mit den Heubädern. Verschiedene mit Steinen angereicherte Trinkwässerchen sind zur freien Entnahme und in die „old Stube“ sollte man auf jeden Fall hinaufsteigen, um zu schwitzen oder nur zu rasten. Der alte „Kur-Gedanke“ wird hier auf höchstem Niveau neu interpretiert und die vorhandenen, natürlichen Ressourcen – die Badequellen, die seit dem 17. Jahrhundert bekannt sind – optimal für die m. E. heutigen Zivilisationskrankheiten genutzt. Auch für meine.

Mens Sana in Corpore Sano – das hat sich Bad Moos hier auf die Fahnen geheftet, inklusive der optimalen Nutzung der eigenen Quelle, einer Kurkonzession und einer hochqualitativen Küche mit perfektem Service.

Kur und Kulinarik in Bad Moos

Das Serviceteam – sowohl abendlich als auch beim Frühstück – ist auf sehr hohem Level mehrsprachig, geübt und professionell bei der Arbeit und ähnlich selbstbewusst wie in einem Wiener Kaffeehaus oder Ringstraßenhotel (das sage ich nicht ohne Grund, waren wir doch jüngst im Hotel Bristol Vienna zu Gast). An der Rezeption braucht man sich seinen Wunsch quasi nur zu denken und bekommt ihn bereits zuvorkommend erfüllt. Der Hausdiener ist unglaublich italienisch herzlich, hundefreundlich und bei unseren Massen von Gepäck mehr als hilfreich.

Auch bei unserem gepflegten Dinner ist vom althergebrachten Kurgedanken  – was uns gar nicht stört – wenig zu erahnen. Vom Kärtner Speck-Gelage am Nassfeld gehen wir nahtlos über zum reichlichen Genuss von saftigem Südtiroler Speck und ich verschiebe meine Gesundenuntersuchung in Gedanken mal wieder auf „lange nach dem Speck“. Gäste aus aller Welt sitzen neben uns, einmal mehr fühle ich mich ein wenig wie in Mann´s Zauberberg: Neben uns eine Familie aus Brasilien, daneben Gäste aus Polen, viele Italiener, Deutsche und Österreicher. Und vor dem Haus die atemberaubende Kulisse der Südtiroler Dolomiten – aufgefädelte Dreitausender, die Sextener Sonnenuhr.

Der Speck ist allgegenwärtig: Beim reichlichen frischen Antipasti-Buffet, von dem sich andere Vierstern Hotels gerne reichlich Scheiben abschneiden können, beim mehrgängigen abendlichen Wahl-Menü mit dem Südtiroler Pinot Grigio bis hin zur nachmittäglichen Marende und auch beim Frühstück: Speck. Da kann ich nicht nein sagen. Als kleine Gegenleistung verzichte ich auf die Desserts und labe mich ausgiebig an dem superfrischen Obst, das es reichlich am Morgen und nachmittags zur Jause gibt. Frischen Ingwer kann man sich in seinen Tee oder sein aromatisiertes Wasser schneiden. Das frische Gemüse am Vorspeisenbuffet ist superknackig angebraten und mariniert und ich denke ohne Wehmut an die vielen schlabbrigen Salat- und Gemüsemischungen anderer VierStern Häuser. Hier kommt wirklich alles superfrisch auf´s Buffet und auf den Tisch – Kulinarik hat eben auch was mit Kur zu tun.

Unterwegs rund um Bad Moos

Und auch unsere Unternehmungen an diesem einen Tag machen uns hungrig, sodass wir für die Marende dankbar sind: Hinter dem Haus ging´s gleich morgens (nach dem ersten frostigen Morgen-Hundespaziergang) per Gondel rauf auf die Rotwandwiesen – unser Vierbeiner war mit dabei und endlich erhaschten wir einen Blick auf die Drei Zinnen – vom Winterwanderweg aus.

Wieder im Tal angekommen, erkundeten wir sowohl die Langlaufloipe (Einstieg direkt vor dem Haus), als auch die Straße gen Fischleintal. Von dem wohlklingenden Tal hatte ich noch nie etwas gehört, wohl aber vom hier gebürtigen Bergsteiger Sepp Innerkofler. Danach warfen wir noch einen klitzekleinen Blick von Südtirol hinunter ins Veneto: Oben am Kreuzbergpass, der mit dem Auto in einigen Minuten zu erreichen ist. Den Abschluss des Nachmittags bildete dann noch ein ausgiebiger Winterspaziergang vom Hotel bis nach Sexten, immer am Flüsschen entlang. Erst danach weideten wir uns ausgiebig am Speck der Marende. Verdient – bevor ein Sauna-Aufguss fällig wurde.

Wiewohl ein Kur- (und Sport-)hotel, sind hier Hunde in überschaubarer Anzahl erlaubt – nebst Haushund Emma. Unser Coffee wird hier als „Hundl“ tituliert, was ich durchaus goutiere. Im Speisesaal ist seine Anwesenheit dennoch unerwünscht: Aber noch bevor wir einen Wunsch äußern können, wird uns schon wie selbstverständlich, höflich und flott ein hundefreundlicher Tisch im Stüberl angeboten – der für uns eingedeckt wird. Für das Frühstück nehmen wir gerne an, abends sitzen wir lieber im stimmigen Speisesaal mit den vielen engagierten Kellnern. Ein sehr gemütlicher Ort war das abendliche offene Feuer in der Lobby, zu dem wir dann auch unser Hundl aus dem Zimmer holten. Vor dem Hotel prasselte abends eine Feuerschale, und erleichterte uns den kalten Abendspaziergang.

Unsere Suite in Bad Moos

Übrigens hat Coffee unsere traumhaft schöne, gediegene und wegen der warmen Farben dennoch  urgemütlichen Suite mit ziemlicher Nonchalance aufgenommen – er ist ja doch schon recht verwöhnt vom Reisen. Hier gibt es keine eigenen Hundepakete oder welcome-Packerln, sondern etwas wirklich Sinnvolles: Draußen herrscht eisiger Winter, Schnee und Matsch. Wir erhalten reichlich Handtücher und sogar Leintücher (das finde ich ja mal richtig sinnvoll) für nasse Hundepfoten und schmutzige Hundefelle. Da hat mal ein Hundebesitzer wirklich mitgedacht…

So fühlen wir uns in unserer Suite mit Balkon und großzügiger Sitzecke gleich noch wohler: Nicht umhin können wir, wortreich den Teppich zu loben. Nun muss ich ehrlich zugeben, dass mir Teppiche in Hotelzimmern (sei es in Shanghai, Toronto, Wien oder sonstwo –  unterwegs mit oder ohne Hund) einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen und ich das barfuße Betreten derselben mehr fürchte als Fieberblasen und Migräne zusammen. Hier im Kurhotel Bad Moos allerdings: Ein wunderschöner roter, offensichtlich gepflegter Teppich im quasi-Schottenkaro wechselt sich mit Holzboden ab: Gediegen und gemütlich, wie die gesamte Innenaustattung, die gerne mit Hirschen und Rehen liebäugelt. Zirbe und Lärche ebenfalls allerorten.

Nur ungern ziehen wir schließlich weiter Richung Gsieser Tal.: Die nächsten Gäste haben sich schon angesagt: Per Hubschrauber.

TIPP: Im Kurhotel Bad Moos kann man eine völlig intakte gotische Stube aus dem 13. Jahrhundert bewundern. Die Stüberln danaben sind ein wenig jünger, aber mindestens genau so stimmig. Zu mieten für Candle Light Dinners, Incentives, A la Carte Abendessen und Fondueabende.

HINWEIS: Ich wurde vom Dolomites Spa Resort (Kur- und Sport Hotel) Bad Moos in Zusammenarbeit mit der Agentur Feuer und Flamme eingeladen, zwei Nächte im Resort zu verbringen, um über das Angebot berichten zu können. Der gesamte Roadtrip entstand in entgeltlicher Kooperation mit Madza Österreich.


 

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