Falkensteiner Carinzia: Welcome Dogs am Nassfeld

Wir sind auf dem Weg ins winterliche Südtirol und legen einen hundetechnischen Zwischenstopp in Kärnten ein. Im Falkensteiner Hotel and Spa Carinzia wohnt man fast direkt an der Talabfahrt. 

Ausgestattet mit Skischuhen, Langlauf-Equipment und winterlichem Sportgewand sind wir für den kurzen Stop am Nassfeld perfekt ausgestattet. Unser Vierbeiner Coffee ist hingegen ja immer richtig angezogen und allzeit bereit für ausgedehnte Winterspaziergänge mit reichlich Schnee.

Das Falkensteiner Carinzia: Welcome Dogs.

Das Carinzia ist eines jener Falkensteiner Hotels der Südtiroler Kette, die „Welcome Dogs“ auf ihrer Website bewerben. Diesmal erwarten uns nach dem flotten CheckIn in unserem Zimmer eine Hundedecke, 2 Näpfe, Leckerli, Hundesackerln und Hundefutter, das Coffee´s Geschmack vollauf trifft. 

Da wir ja mehr als die Hälfte des Jahres in den verschiedensten Hotels aller Kategorien auf der ganzen Welt unterkommen, hat unser geschultes Auge das Hotelzimmer schnell erfasst. Ablageflächen für das reichliche Wintersportgewand sind vorhanden, der beige Teppich allerdings zeigt sofort die unvermeidlichen winterlichen Schuhabdrücke nebst Hundepfoten. Also Zeitungspapier ausgebreitet, um dem nassen und schmutzigen Hinterlassenschaften im Zimmer Einhalt zu gebieten. Hundehandtücher zur Pfotenkontrolle führen wir ohnehin stets mit uns. Ob das alle Gäste so vorbildlich machen, wage ich zu bezweifeln. Aber gerade als wohlgelittene Hotelgäste mit Hund sind wir allerorten bemüht, nicht negativ aufzufallen – vielmehr wollen wir mit vorbildlichem, reinlichen, möglichst geruchsfreiem Hund im Zimmer punkten. Im Zimmer finden wir auch Info-Zetteln für Hunde-Spaziergänge, das ist vorbildlich. Kurzerhand aber erklären wir den kleinen Park am Hotel neben dem Pool zu unserer Frisbee-Arena, auch perfekt geeignet für ein Foto-Shooting…

Nächster Check: Leselampen am Bett sind vorhanden, leider keine Nachttischchen. Wobei sich aber zumindest eines räumlich ausginge – auf der anderen Seite ist der Bereich zum Balkon so eng, dass Coffee gerade durchschlüpfen kann – ich bin etwas breiter angelegt und habe es da nicht so leicht. Brille, Bücher, Zeitungen, Handy muss ich also am Boden ablegen – finde ich bei einem 4 Stern Superior Haus eigentlich nicht angebracht. Auch das Fernsehgerät erscheint mir für heutige Maßstäbe etwas klein geraten.

Dafür erwarten uns ein großes Bad mit zwei Waschplätzen und eine riesige verglaste Duschkabine – mit blickdichten Vorhängen kann man das Licht des Badezimmers und damit der Dusche ein wenig vom nächtlichen Zimmer dimmen. Und damit auch den Einblick/Ausblick auf den Duschenden. Ein herzliches Willkommen erwartet uns auch mit ein paar süßen Snacks – aber lange hält es uns ohnehin nicht im Zimmer.

Ein erster abendlicher Orientierungsspaziergang beweist uns, dass wir hier im Falkensteiner quasi an der Talstation des Millennium Express wohnen – morgens ziehen ab 8 Uhr Karawanen von Schülergruppen gen Seilbahn. Wir erkunden aber anderntags die schönen Winterspazierwege Richtung Gail und Richtung Rattendorf, wo wir schon heuer im Sommer zum Slow-Food-Testen im Lesach- und Gailtal zu Gast waren.

Blick vom Pool über das Hotel zur Piste.
Winterspaziergang in den Ort

In den schön eingedeckten Speisesaal darf unser Vierbeiner zum Abendessen nicht mit, auch nicht  an den Tischen des Kaminzimmers, das quasi an die Lobby anschließt. Das ist schade, in einigen anderen Falkensteiner Hotels (unsere Hunde-Besuche in Bad Leonfelden oder Schladming) ist das wunderbar gelöst, indem die Hundebesitzer im Barbereich oder einem Stüberl den Tisch eingedeckt bekommen. So sie das wünschen und in Hundebegleitung speisen wollen. Im Carinzia lassen wir Coffee also einstweilen im Zimmer, während wir abendessen. Zuvor beim Welcome Drink an der Bar begleitet er uns aber erlaubterweise. Und vorbildlich, das muss auch mal gesagt werden.

Wintersport beim Falkensteiner Carinzia

Das Carinzia ist wahrlich auf Wintersportler-Anstürme ausgerichtet: Ski Rental gibt´s im Haus, Skistall sowieso  und täglich erhält man in der Lobby multimediale hochaktuelle News zum Skiwetter und den Sport-Veranstaltungen in der Region, aber auch zu den Angeboten im Spa Bereich. Die Lobby ist riesig, luftig mit wenigen Sitzplätzen, dafür gefällt mir die Architektur der offenen Stockwerke. Von unserem Balkon aus sieht man nicht nur direkt auf die beleuchtete Piste, sondern auch auf den verlockend dampfenden Outdoor Pool, der ab dem Nachmittag zum Eintauchen lockt.

Viel Zeit haben wir ja nicht, denn anderntags sind vormittags Auto-organisatorische Dinge in Villach zu bewerkstelligen und wir sind erst wieder gegen 14 Uhr im Carinzia. Wir holen uns einen Umgebungsplan an der Rezeption und widmen den verbleibenden Nachmittag unserem Vierbeiner: Querfeldein wandern wir entlang der Loipe und der Winterwege Richtung Ufer der Gail, an der entlang es sich herrlich winterwandern lässt. Kaum jemand ist unterwegs und wir erkunden die Umgebung des Hotels, bis es Zeit wird zur Nachmittagsjause, die dankenswerter Weise in der Bar serviert wird. Wir reservieren uns also ein Plätzchen, gebieten Coffee Ruhe und bedienen uns an kalten Salaten, Aufstrichen und einer warmen Suppe.

Hier kommen nachmittags alle hungrig zusammen: Die Wellness Gäste im Bademantel, Skifahrer auf Zwischenstopp oder schon im Heimkehr-Modus, Winterwanderer und Familien. Coffee liegt unauffällig und brav nahe des Eingangs zum Acquapura Spa, keiner nimmt Anstoß an ihm oder besteht auf Streicheln oder sonstige Kontaktaufnahme. Danach bekommt er wieder „Zeit für sich“ und darf im Zimmer mit Ausblick auf den Park auf uns warten, während wir im warmen Pool dümpeln.

Auch im Saunabereich gibt es einen aufgeheizten Pool – den Bademantel während dem Swim aber lieber nicht draußen hängen lassen – sonst schlüpft man danach in einen Eiskasten. Die Outdoor Sauna bietet geführte Aufgüsse – etwa den Falky Aufguss und den Salzaufguss (Begeisterung bei Andreas ob seiner weichen Haut danach :-). Ich erfreue mich einstweilen am „Pool der Sinne“, einem fast unbeleuchteten und vor allem ruhigen Indoor Pool mit Blick auf die Piste (Kerzerln wären hier nett anstatt des roten Lichts) und meiner heimlichen (Vor)Liebe, den Wasserbetten.

Schön und stimmig fand ich die vielen Kerzerln im Saunabereich – wer sein SaunaTuch allerdings im Zimmer vergessen hat, sucht hier vergeblich. Aber ich habe zumindest einen flauschigen Bademantel am Leib und im Dampfbad benötige ich ohnehin kein Tuch. Die Ruheräume bieten einen schönen Ausblick auf die beleuchtete Piste, aber mein Ruheraum ist das Zimmer – denn Coffee wartet dort und will seine Ansprache.

Der zweite Abend ist schnell vorüber – ein letzter Abendspaziergang im Dunklen rund um das Hotel und wir genießen noch einmal die ausgesprochen verlockende Kärntner-Ecke beim Frühstück. Hauswürste, dicker Speck mit Kren und ein riesiger Reindling mit reichlich Rosinen stärken uns für die Weiterfahrt über den Weißensee und das Gitschtal nach Südtirol.

HINWEIS: Ich wurde von Falkensteiner eingeladen, 2 Nächte im Carinzia zu verbringen, um über ihr Angebot „Welcome Dogs“ berichten zu können. Der Roadtrip entstand in entgeltlicher Zusammenarbeit mit Mazda Österreich.


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