[7 Ways 2 Travel] Warum ich gerne Urlaub mit Hund mache.

Warum ich Urlaub mit Hund mag: 15 (ganz ernst gemeinte) Gründe DAFÜR – und ein paar Beispiele, warum Coffee auch mal daheimbleiben darf.

Urlaub mit Hund
In die Kamera schaut er nur höchst ungern.

Urlaub mit Hund – ja und/oder nein?

Eigentlich gibt´s nur einen  einzigen Grund, warum ich gerne mit Hund urlaube:  Weil ich den Herrn Hund sonst  vermisse. Das ist meistens der Fall. Natürlich gibt es auch hie und da eine klitzekleine Ausnahme, wer kennt das nicht: Wenn wir etwa auf Ultrakurztrip in Mauritius sind und morgens um 6:30 keine nasse Hundenase an der Bettkante stupsen fühlen, beglückwünschen wir einander zur hundefreien Reise und drehen uns zufrieden nochmals im Bett um, bevor wir uns ohne schlechtes Gewissen am Frühstücksbuffet ausnahmsweise mal Zeit lassen können. Was uns aber nicht hindert, jedem Straßenhund hinterherzuschauen, unsere Brote an Streuner zu verfüttern und auf WhatsAPP Nachrichten von den Hundesittern daheim zu warten.

Urlaub mit Hund
Fremdhunde-Kontakt auf Pressereise in Frankreich

Wenn ich auf Pressereise ein wie immer viel zu dicht gepapptes Programm abspule, gleichzeitig fotografieren, fragen, filmen, mitschreiben, schauen, mitreden und denken muss – auch dann gratuliere ich mir, nicht auch noch einen übermütigen schwarzfelligen Reisegenossen unter Kontrolle halten zu müssen. Wenn auch die Einladenden immer öfter locken: „Du kannst gerne den Hund mitnehmen“ – jajaja, die müssen auch nicht beim Reisen arbeiten und das Programm richtet sich auch nicht von selbst hundefreundlich aus. Von allfälligen mitreisenden Hunde-Nichtliebhabern gar nicht zu reden. Dennoch: Egal wo ich beruflich unterwegs bin, ich prüfe jede Region und jedes Hotel unbewusst (nein, doch ganz bewusst) auf seine Hundetauglichkeit und Hundefreundlichkeit.

Und das ewige Hotel Dilemma zwischen „Kleine Hunde erlaubt“, „Hunde auf Nachfrage“ und „Hunde gestattet“ das kennen wir ja auch hinlänglich. Gepaart mit nicht nachvollziehbar hohen Tages-Aufschlägen für mitreisende Hunde (zwischen 10 und 50 Euro je nach Hotel) für die Leistung, dass der Hund bei mir im Zimmer am Boden liegen darf sowie der unumgänglichen „Zusatzreinigung zur Abschlussreinigung“ – ergibt das ganze Thema „Urlaub mit Hund“ durchaus auch eine sehr komplizierte Angelegenheit.

Urlaub mit Hund
Luxus Hund im Luxus Hotel

Aber eigentlich wollte ich vom (vermeintlichen) Glück, mit dem Hund zu verreisen, erzählen. Bin nur ein wenig in die unwirtliche Realität abgeschweift. Was macht froh am Urlaub mit Hund? Achtung, dieser Artikel ist nichts für Hundehasser oder empathiefreie Zeitgenossen. Und wer mehr über unsere Hunde-Reisen #CoffeeUnterwegs erfahren will: Wir haben alles online aufgeschrieben 🙂 HIER.


Urlaub mit Hund. Darum.

  1. Jeder Hundebesitzer weiß: Geht´s dem Hund gut, geht´s uns allen gut. Pausen auf Autobahnen werden aktiver, lustiger und fröhlicher, wenn Coffee dankbar für die Unterbrechung einem Frisbee (Wiederunterwegs-LeserInnen wissen: Intern bei uns „Fress-Bee“ tituliert) hinterherwetzt, während wir unsere Käsebrote verzehren und abwechselnd die Haare aus dem Auto kehren sowie Hundeleinen aufrollen.Urlaub mit Hund
  2. Allein der zufriedene Hundeblick, wenn er versteht, dass die Koffer im Vorzimmer diesmal bedeuten, dass er auch mit einsteigen darf. Die Schnelligkeit, mit der er in der Hundebox im Auto verschwindet. Der erste Wälzer im stinkenden Seetang am Urlaubsort.
  3. Das begeisterte Geschnofel am Ankunftsort, wenn der Herr Hund aus dem Auto darf: Neue Gerüche und neue Bäume, begleitet von begeistertem Schwanzgewedel und „Danke, dass ich mitdurfte“ – Hundeblicken, lassen unser Herz schmelzen. Noch vor dem ersten Kaffee oder dem Welcome-Prosecco testen wir das Hotel-Umfeld schon auf abendliche Gassi-Tauglichkeit.
    Urlaub mit Hund
    Foto-Posings bekommen mehr Dynamik.
  4. Man lernt, auf Museums- und Kirchenbesuche, auf Ausstellungen und Kulturgenüsse (außer das Blasmusikkonzert im Kurpark) im Urlaub zu verzichten. So kommt deutlich mehr Ruhe in den Urlaub, wenn´s denn mal wirklich einer ist (Wiederunterwegs LeserInnen wissen: Ich reise oft, ich urlaube selten). Natürlich tut auch hier Planung not.
    Manchmal gehen die Meinung über den Unterhaltungswert auch auseinander.
  5. Wer seinen Urlaubstag unter anderem auch nach den körperlichen Grundbedürfnissen seines Vierbeiners einteilen muss, lernt seine Urlaubsregion damit auch zu Unzeiten kennen. Ich erinnere an einen Zwischenstopp in Kärnten auf dem Weg in den ansonsten gelungenen Toskana Urlaub mit Hund, als wir die unmittelbare Umgebung des JUFA im nächtlichen Stundentakt erkunden und feststellen durften, das sich das Hotelumfeld nur sehr bedingt für Hunde mit nervösem Reise-Durchfall eignet. Auch morgens um 6 sieht das Meer oder der See ganz anders aus als um 11 Uhr mit vollem Magen nach dem Frühstück. Probieren Sie das mal aus: Geht auch ohne Hund! Im Notfall gehen Sie halt laufen.
    Ganz ganz früh Gassi am Meer
  6. Man lernt seine gesamte Urlaubsregion nach Gassiplätzen zu sondieren: So finden sich meist rund um Kirchen auch kleine Grünflächen, wo Hunde nicht immer a priori verboten sind. Glücksgefühl pur, wenn man fündig wird. Sehr schwierig: Großstädte. Aber nach unserem Bristol mit Hund Trip wissen wir jetzt, dass sich etwa hinter der Secession ein Park mit „Hunde erlaubt“ befindet. Danke, Gustav Klimt.
    Urlaub mit Hund Bologna
    Kirchen Park in Bologna
  7. Der selbstzufriedene Moment von Hundebesitzern, wenn sich begeisterte Kinder um den entspannt am Rücken liegenden schwarzen Hund scharen, um ihn überall zu kraulen. Und wenn keine hysterischen Eltern stören, die die Kinder retour rufen.Urlaub mit Hund
  8. Man hat auf Reisen ganz oft den Gehsteig für sich allein. Weil nämlich viele Menschen aller Altersgruppen und Geschlechter schon prophylaktisch ein paar hundert Meter vorher die Gehsteigseite wechseln, wenn sie einen (schwarzen) Hund sehen. Leine hin oder her.
    Urlaub mit Hund
    Kann dieser Blick lügen?
  9. Der Moment, wenn die Bergbahnen freundlich und zuvorkommend informieren, dass Hunde „natürlich“ gratis mit rauf zum Wandern gondeln dürfen.
  10. Wenn wir mit einem fluffigen Hundebett in der Unterkunft begrüßt werden und auf Coffee ein Willkommensbrief wartet. „Schön, dass Du da bist“. Stimmt.
    Urlaub mit Hund
    Kamp Koren, Slowenien
    Urlaub mit Hund: Hier im Falkensteiner Bad Leonfelden
    Falkensteiner Bad Leonfelden

11. und 12. Man hat nie zuviel Jause dabei. Wir sind quasi das wandelnde Umweltzeichen. Die Stimmung der Mitreisenden ist auch, empirisch bewiesen, langfristig viel besser mit Hundebegleitung.

            

13. Foto Posings erhalten eine neue Dynamik. Ich möchte fast sagen, eine gewisse Subtilität, die den Urlaubsfotos sonst abgehen würde.

Urlaub mit Hund

14. Jeder Strandbesuch wird nach längstens einer Stunde fad. Oder einer halben Stunde.

Hundestrand auf Cres.
Urlaub mit Hund
Slowenien ist übrigens eine Hunde-Idylle …
Wasserspiele mit Hund. Andreas ist sein Held, wenn er das Stockerl rettet.

15. Wanderungen am Wasser bekommen deutlich mehr Unterhaltungswert. Empfehlenswert: Klamm-Wanderungen in Slowenien – we loved it.

Natürlich könnte ich diese Liste noch elendslang weiterführen. Aber auch meine Reiseblogger KollegInnen haben so ihre Spleens, die ich hier nicht unerwähnt lassen will. Manche reisen in einem Campervan mit dem schönen Namen Luigi, manche reisen literarisch in der Weltgeschichte einher und manch einer schwört auf Schienenreisen. Täglich ein neuer Einblick in 7Ways2Travel.


 

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