Rasten und Reisen rund um Radicondoli

Vor fast 15 Jahren war ich zuletzt in der Toskana gewesen. Diesmal aber im @wiederunterwegs Travelteam mit Mann, Hund und guten (vorher UND nachher) Freunden. „Ganz klassisch“, wie Freund Tom sagen würde: Wir wohnten im Steinhaus, übten uns in italienischer Gelassenheit und genossen das kulinarische Dolce Vita. Und es war grandios. Für Mensch und Hund.Toskana Haus Juni 2015 (5 von 13)

Hundetechnische Zwischen-Reise-Etappen gabs in Bleiburg und in Bologna – wo wir schnell lernten, was es heißt: „Reisen mit Hund in Städten und im Ausland“. Denn während früher entweder Sightseeing oder Kaffeetrinken zum Ankommen am Programm stand, geht es jetzt erstmal um die Grundbedürfnisse von Hundling Coffee. Müde Hunde mit nervösen Mägen, Mittagshitze in einer fremden Stadt und keine spontan auffindbaren Grünflächen – da trennt sich die Spreu vom Weizen schnell.

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Deutlich mehr Pausen und kürzere Etappen mit #CoffeeUnterwegsItalia2015

Soll heißen: Alles gar nicht so einfach, bis man seinen ersten Aperol Sprizz und Espresso zu sich nehmen kann. Wirklich gute Freunde mit HundeAffinität und Langmut sind hier als Reisebegleiter unbedingt ein Vorteil!

Zu zweit Kirchen besichtigen? Natürlich nicht erlaubt mit Hund. Eines der Museen besuchen? Haha. Anstellen an einer langen Schlange für ein Ticket?  Hundestress. Window-Shopping oder ausgedehnter Schuhekauf? Ja, geht alles – aber einer steht oder sitzt immer untätig rum  – mit Hund im Schatten – und wartet.

Einziger Vorteil: Coffee wird vom Städtetourismus schneller müde und kann, wenn mal seine Grundbedürfnisse erfüllt sind und am Nachbartisch kein feindlicher Vierbeiner lauert, überall schlafen. Und dann konnten wir auch entspannen: Beim Cappuccino mit Bruschette oder Sprizz oder Ristretto.

Dieser Hund ist so unglaublich schwarz...Unsere Villa in der Toskana nahe Radicondoli war dahingehend optimal, als er Coffee die ganz große Hunde-Freiheit suggerierte. Ein über 1 Hektar großes (heimlich eingezäuntes) Grundstück umgab still unser Haus und den Pool – sodass sich Coffee als großer verantwortungsvoller Hofhund wähnte, eigenmächtig seinen Tag gestalten konnte und mit der großen Freiheit…. so gar nichts anzufangen wusste. Übersetzt: Er spurtete nicht permanent zu Jagdzwecken davon, wie das daheim im Weinviertel nur eine Frage von Sekunden gewesen wäre.

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Vielmehr nahm er selbst auferlegte Aufgaben als Wachhund (Besitzerhund, Amseln, Glühwürmchen, vermeintliche Hasen und Schweine) beflissen wahr – aber war auch innerhalb von Sekunden für weitläufige Fress-Bee Spiele verfügbar. ENT.SPANNUNG.PUR. sag ich nur.

Toskana Haus Juni 2015 (6 von 13)Toskana Haus Juni 2015 (4 von 13) Toskana Haus Juni 2015 (3 von 13)Und auch ich versuchte es einmal ohne mir selbst auferlegte Besichtigungstouren-Zwänge, was zwar deutlich zu Lasten des Kulturauftrags unserer Reise ging, jedoch entspannungstechnisch und zugunsten der Kulinarik und Kommunikation ein Asset war. Coffee bummelte mit uns, so entspannt es ihm bei der hohen Hundedurchdringung Italiens und der Hitze möglich war, durch Siena, Volterra und San Gimignano und hatte nichts an unseren zahlreichen Kaffee- und Sprizz Pausen zu beanstanden. Sehr kooperativ also.

SIENA

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VOLTERRA und SAN GIMIGNANO

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Der Pool beim Haus hätte Coffee zwar gereizt, war aber ein No Go. Dafür darf er in Kirchen ohne Dach rein – deswegen gefiel uns San Galgano ganz besonders.

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Blick von Radicondoli in die Toskana

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Dort wurde Coffee nicht nur als „bravster Hund der Welt“ vom ServiceTeam tituliert (sehr freie Übersetzung), sondern wir hatten auch einen perfekten italienischen Sunset-Abend mit Blick bis nach Volterra über die toskanischen Hügeln inkl. Wildschweinbraten, Vino di Casa, Sardellen mit Mascarpone und meiner unvermeidlichen Pizza Prosciutto con Rucola gefolgt von Panna Cotta und Canistrelli mit Irgendwas zum Eintunken.

Com´è bella la vita in Italia con cane nero e con cari amici (sehr freies Schulitalienisch meinerseits).

HINWEIS: Mehr Geschichten von unserem Italien Aufenthalt #CoffeeUnterwegsItalia15 gibts unter #LIVE aus Italien und Einmal Caorle, mit HUnd, bitte!

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