Camping mit Hund auf Cres und Mali Losinj

Mit Coffee sind wir immer auf der Suche nach schönen, hundefreundlichen Campingplätzen mit netten Bademöglichkeiten. Seit unser Zeltleben temporär ad acta gelegt ist, wohnen wir immer öfter in Mobilhomes. Hier mein Bericht aus Cres und Losinj.Camp Kovacine_Cres_Mai 2016_WEB (25 von 26)

Camping mit Hund auf den Inseln Cres und Losinj.

  1. Camping Kovacine auf Cres, nahe der Stadt Cres:
    • Das Mobilhome: Wir haben erste Reihe gebucht und das hat sich ausgezahlt. Wären wir mit Kindern unterwegs, wären wir ebenso begeistert, denn die Promenade und der Kieselstrand verlaufen direkt unter dem Mobilhome und wir haben so alles im Blick. Auch die vorbeipromenierenden Hunde 🙂 Das Mobilhome ist klein und hat etliche Jahre auf dem Buckel, für 2 Personen ist es aber sehr okay – vor allem mit dem schönen Ausblick von der Terrasse, die mit einem neuen Kurbelschirm und Tisch/Sessel/Wäscheständer gut bestückt ist. Nachteil: Die Mobilhomes stehen sehr, sehr nahe beisammen. Aber man ist in gemütlichen 15 Spazierminuten an der Promenade entlang in Cres zum Einkaufen und Essengehen.

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    • Hundefreundlichkeit: Viele Hunde am Campingplatz und auf der Promenade unterwegs. Da wir in der Nebensaison hier sind, ergibt sich auch die eine oder andere Bade- und Spielmöglichkeit an der Promenade und den kleinen Kieselbuchten, die zu dieser Zeit noch nicht überbevölkert sind – vor allem frühmorgens sehr schön zum Schlendern mit Hund. Mistkübel für Hundesackerln nur in großen Abständen vorhanden. Auf dem Platz gibt es eine schöne, eingezäunte Spielwiese für Hunde – gleich hinter der Rezeption – mit Agility Parcours ausgestattet.

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    • Hundebade-Möglichkeiten: Ein kleiner Abschnitt (geschätzt 30 oder 40 Meter) an der Promenade direkt beim belebtesten Teil des Campingplatzes – zwischen den Booten der Mini Marina – ist der zum Hundebaden offiziell vorgesehene Hundestrand. Momentan liegen noch kaum Boote an den Stegen und den Bojen, aber in der Hochsaison bleibt sicher dazwischen wenig Platz für die badefreudigen Hunde. Auch im FKK-Teil des Campingplatzes gibt es einen ausgeschilderten Hundebadeplatz – kein Kieselstrand, sondern eher wilder mit betonierten Flächen, aber auch nur sehr klein. Aber da wir in der Nebensaison unterwegs sind, ergaben sich beim Spazierengehen schöne Frisbee-Bade-Einheiten für den Herrn Hund auf dem Weg nach Cres-City. Und keiner hat sich beschwert. Auch an der Promenade nach dem FKK-Teil des Campingplatzes gibt’s immer wieder Badestellen, die wohl auch im Hochsommer nicht überfüllt sind.

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    • Restaurant-Tipp: Wir waren u.a. in der sehr netten Pizzeria Luna Rossa in Cres mit einer ungewöhnlichen Karte. Freundliche Bedienung.
    • Die Kosten – im Mai 2016:  Wir bezahlten für 3 Nächte im Mobilhome in der 1. Reihe mit Hund in Summe 309 Euro.  Pro Nacht: 102 Euro, Hund pro Nacht: 1 Euro.

  2. Camping Cikat auf Losinj, nahe Mali Losinj:
    • Das Mobilhome von Gebetsroither: Baugleich wie das Mobilhome in Kovacine, aber noch unverbrauchter, dabei deutlich größer und luftiger – wunderbar! Zuvorkommende Begrüßung von Gebetsroither Mitarbeiterin Loretta – wieder direkt am Strand-Spazierweg gelegen an der „wilden“ Küste – das rauschende, tiefblaue Meer nur einige Meter entfernt – wir sind begeistert. Überraschender Weise erhalten wir – trotz der kurzfristigen Buchung und nur für 2 Nächte ebenfalls ein Häuschen in der ersten Reihe. Genügend Abstände zwischen den Mobilhomes, schön bepflanzt mit Rosmarin und blühenden Sukkulenten – ein Traum. Ein riesiger Kühlschrank – und neben Loretta erwartet uns auch eine Begrüßungsflasche Rotwein und ein #ilovecamping Sackerl. Die große Terrasse ist fix überdacht – im Sommer wird’s sicher sehr heiß, jetzt ist es eher kühl und wir suchen die Sonne.  Zwei Liegebetten und ein zusätzlicher Schirm sind zu den Sitzgelegenheiten ebenfalls vorhanden, Wäscheständer sowieso. Hier würden wir es deutlich länger als die veranschlagten 2 Nächte aushalten. Besonderen Anklang fanden die zahlreichen Radfahr- und Laufmöglichkeiten ab dem Mobilhome.

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    • Hundefreundlichkeit: Die langen, mit Föhren bepflanzten Küsten-Spazierwege, die noch aus der k.u.k. Zeit stammen, als Losinj ein begehrter Luftkurort war, sind optimal für uns – zum Laufen, Spazierengehen, Schlendern, Sonnenbaden, Hundewalken – und zwar in beide Richtungen direkt am Campingplatz startend. Viele Hundebesitzer unterwegs, die mir persönlich allerdings nicht ganz so entspannt wirken wie in Kovacine. Kann aber saisonbedingt sein 😉 Aber irgendwann kam es auch hier zum großen gemeinsamen Hunde-Spiel-Intermezzo. Plus Delfin-Sichtung.

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    • Hundebade-Möglichkeiten: Hier gibts keinen offiziellen Hundebadestrand-Abschnitt. Vor dem riesigen Campingplatz mit seinen Stellplätzen gibt’s allerdings perfekte Bademöglichkeiten für uns Zweibeiner, riesige betonierte Flächen und schöne Leitern ins Wasser, das Meer grün und kristallklar. Dort dürfen wir mit Hund natürlich nicht hin. In unserer Mobilhome-Bucht ist der Wasserzugang durch die scharfen Klippen sehr schwierig, nett aber zum Klettern und Hüpfen mit dem Hund, der immer wieder kleine Wasserzugänge findet. Auch weiter Richtung altes Kurhaus und Adria-Wohnwagen-Friedhof 🙂 gibt’s ein paar kleine Zugänge, wo Hundebaden nicht ausdrücklich verboten ist. Zur Hochsaison werden aber auch diese winzigen Buchten hochfrequentiert sein, nehme ich an. Auch trifft man beim Spazierengehen immer wieder auf Schilder mit ausgesprochenem Hunde-Badeverbot.

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    • Restaurant-Tipps: Bar Bora in Veli Losinj – Hausgemachte Pasta mit Trüffeln in der ruhigen Bucht, einen schönen Abend-Spaziergang von der Kirche entfernt. In der Nebensaison ruhig und verschlafen, perfekt. Die Stadt von Mali Losinj ist da deutlich touristischer unterwegs, wir finden aber im kleinen Hintergasserl die Konoba Za Kantuni, die sogar ein „dogfriendly“ Schild hat, mehr merken wir aber nicht von der (verordneten) Hundefreundlichkeit. Aber es ist auch keiner unfreundlich zu Coffee – er wird halt einfach nicht wahrgenommen. Wir essen hervorragende Vorspeisen, die so gar nichts mit Raznici und Cevapcici zu tun haben, sowie superfrischen Tintinger. Die Köchin zupft die Kräuter vor unseren Augen vom Pflanzerl 🙂

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    • Die Kosten – im Mai 2016: Sehr viel Papierarbeit ist bei Gebetsroither nötig, wir beneiden Loretta nicht – Mietvertrag, Übernahmeprotokoll, Übergabeprotokoll, Unterschriften, Emails, etc.
      • Wir bezahlten für 2 Nächte im großen Mobilhome in Summe 215 Euro, ein 20% Last Minute Rabatt ist hiebei bereits berücksichtigt.
      • Aufgeschlüsselt zahlten wir folgende Positionen und Zusatzkosten: Unterkunft, Kurtaxe, Anmeldegebühr, Reinigungsgebühr (40 Euro), Hund pro Nacht und nochmal extra „zusätzliche Reinigung“.

  3. Camping Slatina auf Cres, nahe Martinscica
    • Das Luxus Mobilhome von Gebetsroither hat noch nicht mal 2 Jahre auf dem Buckel – ist also jung und schön und kommt deutlich durchdachter daher als seine Kollegen auf den vorhergegangenen Campingsites. Eine Vorderfront fast durchgängig mit Balkon-Flügeltüren, die auf die riesige Terrasse – mit Holzdach und Holzgeländer hinausführen. Terrassenartig und versetzt angeordnet sind die Mobilhomes – einige sogar für Allergiker geeignet. Von Rosmarin und Olivenbäumen umgeben, mit hochwertigen Balkonmöbeln, Wäscheständer und Liegebetten ausgestattet – manche Terrassen wurden sogar um die Bäume herumgebaut. Zum Wohlfühlen und Abhängen.

Und erst innen: Funkelnagelneu für 6 Personen in 3 Schlafzimmern bestimmt, mit einem Wohnzimmer in der Mitte, Bad und WC getrennt und die Küche quasi als Open Kitchen nutzbar, ein riesiger Kühlschrank, Mikrowelle, Geschirrspüler, die gesamte Küchengrundausstattung fast neu – traumhaft. Und dabei ein durchdachtes Stauraum-Angebot, bei dem sich uns unweigerlich die Frage stellt: Warum gibt’s nicht in jedem Mobilhome immer schon Schiebetüren? Die Dusche ist fast großzügig bemessen, überall findet sich Platz für noch ein Regal und noch einen Einbauschrank. Ein Mobilhome wie ein kleines Ferienhaus – Luxus quasi. Der Menschenstrand liegt verlockend direkt vor der Tür. Hier begrüßen uns, ebenfalls ausnehmend freundschaftlich, die Gebetsroither Mitarbeiter Elisabeth und Klaus, erklären den Hausgebrauch, sind beim Mobilhome-Tausch schnell behilflich (in Allergiker Häuser dürfen Hundebesitzer natürlich nicht) und haben auch Tipps zum Hundebaden auf Lager. Wieder warten ein paar kleine Welcome-Geschenke von Gebetsroither auf uns. Auspacken, Einschenken, Anstoßen. Wir haben es sehr genossen.

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  • Hundefreundlichkeit: Der Campingplatz Slatina heftet sich „Störungsfreie Camping-Erholung für Menschen mit und ohne Hund“ auf seine Fahnen. Das, was hier etwas hölzern klingt, ist ein geschütztes „Konzept“ namens „Camping-Cum-Cane“(R) von Prof. Ekard Lind, das ein freundliches Miteinander von Hunden, Hundebesitzern und Nicht-Hundebesitzern am Campingplatz ermöglichen soll. Ich war irrigerweise der Annahme, dass ein „hundefreundlicher“ Campingplatz viele Freiheiten für Hunde (und deren Besitzer) anböte, werde hier aber eines Besseren belehrt. Vielmehr erhalten wir eine vierseitige (A4, eng bedruckt) Infobroschüre mit Anweisungen, Regelungen, Leinentipps, Erziehungsmaßnahmen und Beispielen aus der Hundepraxis zum Studium.

Als Gegenleistung erhalten wir quasi 5 ausgewiesene Hunde-Badezonen beim Campingplatz (dabei eine in der Nähe unserer Mobilhomes beim Bootsanlegeplatz und eine weitere – nicht ganz offizielle- gleich nebenan am FKK Strand), superpraktische Hundeduschen in ordentlicher Höhe, an jeder Ecke Hundeservicestationen mit reichlich Sackerln und Mistkübeln und ein paar Info Schilder über die erlaubte Leinenlänge (1.5 Meter oder 3 Meter oder länger). Weiters gibt es am Platz einen gratis Hundetrainer, eine schön stabile Hunde-Agilityzone  und einen kleinen Hunderundgang durch die Macchia.

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  • Hundebade-Möglichkeiten: Nach der ersten Lektüre der Hunde-Vorschriften gehen wir alle erstmal baden und alles wird gut. Der Hundestrand neben der Bootsanlegestelle hat einerseits einen kleinen Kieselstrand, andererseits kann man ein wenig an den Klippen entlang klettern und sich ein eigenes Platzerl suchen – viele Hundebesitzer haben es sich hier gemütlich gemacht. Nicht überall kann man so gut ins Wasser zum Baden wie am Kieselstrand, aber irgendwie kommt man immer rein. Weitere Hunde-strandabschnitte gibt es am wilden Felsenstrand des eigentlichen Campers mit den Stellplätzen – dort meist mit Leiter zum Baden (für die Menschen 🙂 Und die Hunde sind -allerorten- begeistert. Anderntags testen wir den FKK Strand gleich neben dem Parkplatz der Mobilhomes – hier gibt’s fast keine Vorschriften – und alle baden und sonnen sich Seite an Seite. Hund wie Mensch. Problemlos wie es scheint. Unser eindeutiger Strand-Favorit.

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  • RestaurantTipp: Raus aus der schönen ruhigen Slatina Bucht und wieder hinan auf die Hauptstraße. Dort Richtung Belej liegt im Ort direkt an der Durchzugsstraße die unheimlich gemütliche Konoba, sprich Bistro LEUT von Fredi Baumgarten. Dort haben wir unseren letzten Abend verbracht. Lauschig, zuvorkommende Bedienung, warmes Spanferkel für die Männer und nochmal Grillefisch für mich. Das war ein Urlaub! Wir kommen wieder.
  • Die Kosten – im Mai 2016: 
    • Wir bezahlten für 3 Nächte in Summe 362 Euro, ein 20% Last Minute Rabatt ist hiebei bereits berücksichtigt.
    • Aufgeschlüsselt zahlten wir folgende Positionen, bzw Zusatzkosten: Unterkunft, Kurtaxe, Anmeldegebühr, Reinigungsgebühr, Hund pro Nacht, Zusätzliche Reinigungsgebühr.

HINWEIS: Dieser Artikel spiegelt meine ganz persönlichen Eindrücke von den besuchten Campingplätzen wieder.


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