Fähre mit Hund: Sardinien. Alle Fragen und Antworten.

Stundenlang habe ich vor unserer großen Sardinien Fahrt mit dem Campervan im Netz recherchiert, sinniert und die Communities in Foren und Facebook durchstöbert: Wie kompliziert ist es wirklich auf der Fähre mit Hund nach Sardinien?

Soviele Fragen zu: Fähre mit Hund?

Schließlich sprechen wir hier von einer über 200 Meter langen Fähre für über 2000 Passagiere und 650 Fahrzeuge, die in der Nacht schon mal über 9 Stunden unterwegs ist. (Kleine Kroatien Überfahrten haben wir natürlich bereits längst problemlos absolviert.) Für Sardinien haben wir schließlich die Passage Livorno – Golfo Aranci gewählt. Dazu kommt die Anfahrt durch ganz Italien,  die Stellplatzsuche für die Nacht vor dem Ablegen und die Wartezeiten im Hafen.  Wie stressig kann das für Hunde werden? Wie eng oder überfüllt ist es an Bord und was machen wir, wenn Coffee Durchfall hat? Oder wenn wir keine Hundekabine bekommen? Können und wollen wir dann am Gang am Boden der Fähre schlafen? Darf Coffee mit ins Restaurant? Oder wird er jede Ecke am Schiff anpinkeln, weil davor schon Tausende von anderen Rüden um die Häuser gezogen sind? (Ja, das fragen sich Hundebesitzer wirklich!) Oder, oder, oder.

Übrigens, wer dann gleich weiterlesen will: Das waren unsere Erfahrungen mit den Campingplätzen auf Sardinien: 10 Campingplätze, 10 Erfahrungen – aber meine ganz persönliche Meinung!

Mein Fazit: Die vielen Meinungen, Ansichten und Wertungen im WWW zu diesem Thema haben mich mehr verunsichert, als sie mir Antworten auf meine Anfänger-Fragen geben konnten. Das Sardinienforum war noch am hilfreichsten, weil pragmatisch. Auf den Sozialen Medien gingen die Meinungen teils meilenweit auseinander. Was glauben? Deswegen: Für all die Camper mit Hund, die da noch kommen werden und die sich vor die gleichen Problemen vor der ersten längeren Fähr-Überfahrt mit Hund gestellt sehen, habe ich nun alle meine (persönlichen) Antworten zusammengefasst. So war es bei uns im Oktober 2017 und das sind die FAQ dazu.

Sardinien: Auf der Fähre mit Hund.

Frequently asked Questions
  • Welche Fährengesellschaft soll ich wählen?
  • Soll ich eine Tages- oder Nachtfahrt nehmen?
  • Wo kann man im Hafen oder in der Nähe mit dem WOMO übernachten?
  • Vor der Abfahrt noch Gassi-Gehen im Hafen? Geht das?
  • Hund an Bord: Der sogenannte „Dog Park“ bei Sardinia Ferries
  • Welches Notfallpaket für Hunde an Bord mitnehmen?
  • Wann und wie soll ich buchen?
  • Ist es stressig mit Hund an Bord?
  • Wie sieht eine Hundekabine aus?
  • Würden wir es wieder tun?
  • UPDATE 12.11.2017 – Varianten: „Camping an Board“ und Korsika-Variante

Soviel wie vor dieser Reise habe ich noch nie die einschlägigen Foren und die Facebook Communities nach sinnvollen und inspirierenden Tipps für eine Reise durchforstet wie diesmal. Jetzt danach kann ich sagen: Diese Tipps haben mich vor und während der Reise mehr Nerven und Zeit gekostet als es mir gebracht hat. Da hätten mir ein oder zwei echte, authente Reiseblogs mehr gebracht als 3000 verschiedene Meinungen in den Foren und Communities. Dazu natürlich meine Reiseführer, aber die habe ich ohnehin immer mit dabei. Aber eines weiß ich jetzt zumindest: Die Fahrt mit Sardinia Ferries mit Hundekabine von Livorno nach Golfo Aranci war für uns und Coffee absolut problemlos und noch das Unkomplizierteste der ganzen Sardinien-Reise.

Auf der Fähre nach Sardinien mit Hund – So war´s wirklich. 

  • Welche Fährengesellschaft? Sardinia Ferries oder Mobylines oder Grimaldi oder…?

Ich habe im September 2017 für unseren Reisetermin im Oktober Probebuchungen auf den Websites von Sardinia Ferries und Mobylines zu den gewünschten Daten gemacht und nur bei Sardinia Ferries gab es bei fast jeder Fähre noch die Möglichkeit der vielzitierten Hundekabinen Buchung.  Mobylines bot zu dem Termin keine Hundekabinen an, wies mich aber bei jedem Buchungsversuch auf alle möglichen Hunde-Verbote an Bord hin – unglaublich nervig. Obwohl die Info Seite von Mobylines zu Vierbeinern an Bord sehr gut gestaltet ist. Meine Wahl fiel also auf die Sardinia Ferries. Bei der Hinfahrt haben wir auf der Strecke Livorno-Golfo Aranci eine Extra Tageskabine dazugebucht, retour bei der Nachtfahrt eine Nachtkabine.

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Mein TIPP: Auch für die Tages-Überfahrt (Dauer 6:30h) eine Hunde-Tageskabine dazubuchen. Das schlug sich bei uns im Oktober 2017 mit 33 Euro zu Buche. Dafür hatten wir einen Rückzugsort zum Lesen, Dösen, Schmusen, Essen – nur für uns Drei. Natürlich haben wir die eine oder andere Runde an Bord in Frischluft gedreht, Espresso getrunken und uns die Räumlichkeiten auf der Fähre besehen. Viele Hundebesitzer ohne Kabine saßen am Boden am Gang oder in der Lounge (ein netter offener Bar-Bereich mit Service). Da hatten wir es viel gemütlicher, würden wir jederzeit wieder tun. Coffee war gemeinsam mit uns in der Kabine extrem gechilled, brav und ruhig. Ich nehme an, dass er auch in der Lounge irgendwann – trotz der vielen Hunde rundum – eingeschlafen wäre, aber für uns wars zweisam allein auch schöner als stundenlang unter Leuten sitzen zu müssen.

  • Soll ich eine Tages- oder Nachtfahrt nehmen?

Vor der Fähre mussten wir mit einem gemieteten Campervan eine Strecke von über 1000 Kilometern quer durch Italien bewältigen. Wir wollten bei diesem ersten Mal nicht schon am Anfang den Stress haben, rechtzeitig am selben Abend noch bei Einschiffung im Hafen sein zu müssen. Uns war wichtig, dass wir während der langen Autofahrt genügend Zeit für Pausen für den Hund und uns und für eventuelle Staus oder Unfälle in Italien einplanen können. Deshalb haben wir uns bei der Hinreise für eine Tagesfahrt entschieden, auch um mal zu testen, wie es Coffee auf der großen Fähre geht. Danach entschieden wir uns, beim Heimfahren eine gemütliche Nachtkabine zu nehmen. Wir würden es wohl wieder so machen. Schon deshalb, weil wir nach der langen Auto-Fahrt quer durch Italien abends ausgiebig mit Hund in der Marina di Pisa spazieren gehen konnten und dort auch noch ein schönes Restaurant mit überraschend tollem Essen und Service gefunden haben. Alles in Gehentfernung vom Stellplatz für eine Nacht.

  • Wo kann man im Hafen oder in der Nähe mit dem WOMO übernachten?

Dazu gibt es tausende und abertausende Meinungen von Sardinienkennern im Netz zu finden. Die Profis pokern hoch und stehen irgendwo im riesigen (!) dunklen Hafengelände vor dem ersten Schranken mit ihren WOMOs in Kreisverkehren, LKW Ladezonen, Nebenfahrbahnen und Mitarbeiter-Parkplätzen mehr oder weniger unauffällig und biegen so die Nacht rum. Das war für uns Neulinge mit Hund keine Option. Nach der letzten Fähre in der Nacht bereits nach Schrankenkontrolle zur Fähre vorzufahren und auf den Einschiffungsstreifen zu parken/schlafen, war nicht mehr erlaubt. Es blieben also Camping- und Stellplätze in Fährnähe übrig. Nördlich der Fähre Livorno gibt es einige einfache Campingplätze, die „empfohlen“ wurden, aber alle dürften recht basic sein. Wir entschieden uns für einen der beiden Stellplätze in Marina di Pisa – ohne Sanitäranlagen, dafür mit Strom – aber auch more than basic. Dafür konnten wir abends einen netten Spaziergang in der Marina machen und in Marina di Pisa gibts Supermärkte, Enoteca, Bars und Restaurants in Gehentfernung.

Stellplatz Marina di Pisa für eine Nacht.

TIPP: Die möglichen Stellplätze rundum werden ziemlich korrekt auf PROMOBIL beschrieben. Wir waren auf dieser Area di Sosta.  Der war allerdings ebenfalls superbasic, aber wir hatten nichts anderes erwartet für die 10 Euro Übernächtigungsgebühr. Für Hundebesitzer allerdings praktisch, da gleich Grünfläche daneben… Anderntags in der Früh waren wir dann viel zu früh am Hafen, aber so konnten wir wenigstens morgens noch entspannt Gassigehen, tanken, Kaffee trinken und schließlich im riesigen Hafengelände von Livorno das richtige Schiff suchen. War ja unser erstes Mal. Als wir morgens im Dunklen durch das Hafengelände zur Tankstelle fuhren, waren wir froh, dort nicht wild die Nacht verbracht zu haben.

  • Vor der Abfahrt noch Gassi-Gehen im Hafen? Geht das?

Kurz: Nein, geht nicht so gut. Lieber ausgiebig vorher. Die Fahrt im Dunklen in aller Früh von Marina die Pisa bis zum Hafen dauerte gute 20 Minuten. Als wir am Kreisverkehr vor einem Schranken kreuz und quer die noch schlafenden WOMOS sahen, wussten wir, wir sind richtig. Dort war die erste Kontrolle, dann fährt man noch relativ lange durch die Hafenanlage, die Schilder für Corsica/Sardinia Ferries Richtung Golfo Aranci sind teilweise zu klein, unsichtbar oder einfach nur verrottet und alt. O-Ton von Fahrer Andreas: „Allein hätte ich niemals zur Ablegestelle gefunden.“ 

Wir wurden in die Reihe der wartenden WOMOS, Autos und Wohnwagen eingewiesen, kurz danach kam die Fähre erst an. Interessantes Spektakel im Dunklen. Dann dauerte es nochmal, bis die Kontrollore durchgingen, einscannten und die Kabinennummer vergaben. Auch noch Gassi-Gehen im Hafen? Naja, Rüden sehen da wohl kein Problem darin, Hundefreundin Vatani würde das wohl anders sehen. Wir sind noch eine ganze Stunde mit Coffee im Hafen auf und ab gegangen, aber nicht mal ein einziger Grashalm war klarerweise zu finden. Im Hafengebäude konnten wir noch frühstücken (Hunde erlaubt). Sämtliche Hundebesitzer sind übrigens bis zum Ablegen so wie wir auf- und ab promeniert – ein Kommen und Gehen und Bellen und Schwanzeln im Hafen. Aber hundefreundlich war es natürlich nicht.

  • Mit Hund an Bord: Der Dog Park bei Sardinia Ferries

Bei der Hinfahrt mussten wir den Schlüssel zu unserer Tageskabine erst an der Rezeption abholen. Also mit Hund und Rucksäcken vom Park-Deck so wie hunderte andere erstmal 6 Ebenen hinauf, dann quer durch das ganze Schiff zur Rezeption, Anstellen, Abholen, Kabine suchen – so wie alle anderen Hundebesitzer auch. Das war unpraktisch und hat etwas gedauert, war aber kein Problem.

Bei der Rückfahrt war dies anders organisiert: Auf jeder Ebene wurden die Kabinen-Suchenden mit Hund von wartenden Stewards abgefangen und zur Kabine geleitet – Kabinencards lagen bereits drinnen, das ging viel schneller.

Nach dem Einrichten in der Kabine war ein Rundgang an Bord fällig: Das Schild „Dog Park“ ist uns gleich in die Augen gestochen. Klang ja erstmal gut. Die Realität hatte mit „Park“ aber nichts zu tun. Die Hunde machten einen großen Bogen um dieses Ding, wussten auch beim verordneten Dran-Schnofeln nichts damit anzufangen und trugen alle eine eher beleidigte Mine zur Schau, wenn die Besitzer sie dort zu irgendwelchen erleichternden Aktivitäten motivieren wollten.

Auf der großen Freifläche am Ober-Freideck waren manchmal bis zu 10 Hunde gleichzeitig zugange, aber Gekläffe gab es kaum. Die Hunde hatten wohl alle zuviel mit Schauen zu tun – so wie wir. Während wir outdoors an Bord Espresso tranken und Brioche aßen, ist der Herr Hund sogar kurz mal eingeschlafen – wenn da nicht plötzlich das Nebelhorn gewesen wäre, das sämtliche Hunde und Menschen so plötzlich zusammenfahren ließ, dass uns allen das Herz noch lange danach pochte. Nicht nur wegen des köstlichen Espresso. Zur Entspannung war dann eine gemeinsame Kabinen Stunde angesagt. Tageskabine mit Hund – jederzeit wieder!

  • Welches Notfallpaket für Hunde an Bord mitnehmen?

Wir hatten mal wieder viel mehr mit als nötig: Ein Rucksack pro Hund und Mensch. Dafür waren wir auch für alle etwaigen Notfälle equipped. Unsere Standardausstattung für Coffee umfasste: Kurze Leine, Zugleine, Hundesackerln, zusammenfaltbarer Hundenapf, Trinkwasser, Küchenrolle, Handschuhe, Leckerli in allen Begehrlichkeitsstufen, eine kleine Hundepastete statt der normalen Dose Feuchtfutter, Hundemedikamente (für entzündete Ohren und Augen), Hundehandtuch für nasse Pfoten und regennasses Fell, Hundeleintuch für Hunde, die verbotenerweise aufs Bett hüpfen. Vorgeschrieben waren auch Impfpass und Maulkorb, beides wurde an Bord aber nicht moniert. Was wir wirklich davon gebraucht haben? Wassernapf und Belohnungsleckerli fürs Brav Sein an Bord.

Allein gelassen haben wir Coffee in der Kabine aber nicht, im Gegensatz zu vielen anderen Hundebesitzern. Bei jeder Fahrt hat mindestens ein Hund hinter der verschlossenen Kabine durchgehend geheult oder gebellt, weil die Besitzer ausufernd lang allein im Restaurant unterwegs gewesen sein dürften. Würden wir nicht machen: Fähre ist eine stressige, einmalige Ausnahmesituation für den Hund und er fühlt sich viel wohler und aufgehobener, wenn wir dabei nahe bei ihm sind. Und wir auch. Wir haben in der Kabine gemütlich gejausnet, ein Restaurantessen auf der Fähre brauchen wir nicht.

  • Wann und wie soll ich buchen? Online oder im Hafen spontan?

In den Foren kam öfter die Frage auf: „Soll ich vorort am Hafen erst die Tickets kaufen?“ Für mich ein absolutes NO-GO, unvorbereitet mit Campervan und Hund zur Unzeit in einen unbekannten riesigen Hafen einzufahren und zu glauben, ich könne dann stressfrei lastminute noch Tickets und Hundekabine buchen. Allein der Gedanke verursacht mir Stress. Ich habe gerne alle Buchungen unter Dach und Fach – denn wie oben gesagt – Hundekabinen gibt es nicht auf jeder Fähre in unbegrenzter Anzahl. Die Onlinebuchung geht flott, wenn man alle Campervan Daten (Abmessungen), Reisepassdaten und gewünschte Reisezeiten zur Hand hat. Vorort bei der Kontrolle im Hafen erhält man dann einen Aufkleber fürs Auto und einen Beleg für die Kabine. Dann muss man nur noch rein in die Fähre.

TIPP: Wir waren Mitte Oktober unterwegs und wollten bei der Heimfahrt etwa 6 Tage vorher online das Retour-Ticket für die Nachtfähre buchen. Sämtliche Hundekabinen auf 3 Tage zu allen Zeiten auf Sardinia Ferries und MOBY waren allerdings ausgebucht, tw. waren nichtmal Liegesessel für die Nacht zu bekommen und eine Fähre war überhaupt nicht mehr buchbar, weil FULLY BOOKED. Wir mussten deshalb 5 Tage früher retour reisen, um auf der Fähre nicht am Gang schlafen zu müssen – wir wollten unbedingt eine Hundekabine für die Nacht (Fahrzeit 9:30 Stunden). Wichtig ist es auch zu wissen, dass es nicht auf allen Schiffen immer auch Hundekabinen gibt – bei Mobylines haben wir das beim Buchungsversuch recht schnell gemerkt.

Mal ein anderes Outfit 🙂
  • Ist es stressig mit Hund an Bord?

Kurz: NEIN, für uns war die Fährfahrt entspannt, weil wir jeweils eine Kabine dazu gebucht hatten. Auch die vielen anderen Hunde, die auf der Fähre unterwegs waren, schienen nicht besonders gestresst. Egal ob sie jetzt in der Lounge unter den Sesseln schnarchten oder am Gang ausharren mussten. Die Liegesessel (ähnlich wie im Flugzeit), die man buchen kann, wenn man keine Kabine will – sind aber nur Nicht-Hundebesitzern zu empfehlen. Sie schauen nicht ungemütlich aus, aber der Hund darf dorthin nicht mit.

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  • Wie sieht eine (Hunde)Kabine an Bord der Sardinia Ferries aus?

Gar nicht mal übel. Wie jede andere auch an Bord, aber halt für Hunde freigegeben. Zwei sauber frisch bezogene Betten, kleiner Tisch mit Spiegel und Hocker, Nachtkasterl, eine Luke bei der Außenkabine und WC/Dusche inkl. Sanitärprodukten. Einzig die Überdecken werden wohl nicht bei jedem Neubezug gewaschen – Coffee hat ein wenig die Nase gerümpft. Wir haben nichts gerochen, aber er wusste wahrscheinlich ganz genau, welcher Vierbeiner vor uns in der Kabine gewohnt hatte: Geschlecht, Alter, Reiseerfahrungen, Familienstand, Essensgewohnheiten 🙂 Nein, im Ernst: Die Kabinen für Hundebesitzer werden immer nur an Hundebesitzer vergeben – dennoch riecht man nix. Wir haben in der Kabine gegessen und Ichnusa Bier getrunken – zum Espressotrinken gingen wir alle drei gemeinsam an die Bar. Geschlafen haben wir auch vorzüglich und waren wirklich froh, die Nacht nicht im Schlafsack am Boden am Gang verbringen zu müssen, wie das viele tun. Der Aufpreis auf eine Kabine (im Oktober 2017: zwischen 30 und 60 Euro je nach Überfahrt) lohnt unbedingt.

  • Würden wir es wieder tun?

Fähre mit HUND – ja, war für Coffee gar kein Problem. Weder die Tages- noch die Nachtfahrt. Allerdings haben wir penibel darauf geachtet, dass er vor und nach der Fahrt einen ausgiebigen Spaziergang im Grünen bekommt – auch zum „Runterkommen“, nicht zur zur Erleichterung. Die langen Autofahrten vom Osten Österreichs bis zu (irgendeiner) Fähre ist wahrscheinlich ungleich anstrengender, aber auch dies konnten wir ganz angenehm gestalten, indem wir nach der langen Autofahrt erstmal einen Abend und eine Nacht Pause machten, bevor es aufs Schiff ging. Mit Sardinia Ferries waren wir sehr zufrieden – auch was das Service an Bord und die Freundlichkeit der Angestellten an Bord anging. Abends an Bord an der Bar gab es sogar einen singenden Klavierspieler mit italienischen und französischen Chansons – musikliebende Hunde durften auch dort mit.

  • UPDATE 12.11.2017: Nach Rückmeldungen aus der Camping Community, hier noch zwei Varianten: Ja, CAMPING AN BORD gibt es auch für Sardinien Reisende, allerdings bei Moby Lines nur auf der Strecke Piombino-Olbia, es gibt klarerweise eine Maximalanzahl an buchbare Plätze, Kochen/Gas verboten, Hunde erlaubt, nur Dieselfahrzeuge. Auch Tirrenia bietet Camping an Bord an – allerdings bin ich da beim Online Angebot nicht fündig geworden: Tirrenia schreibt nur über Malta, in den einschlägigen Sardinien Foren ist aber auch von Sardinien die Rede. Wenn wer Genaueres weiß, bitte in die Kommentare, danke! Sardinia Ferries hat das Service 2010 beworben, aber mittlerweilen eingestellt.
  • UPDATE 12.11.2017: Variante über Korsika – Die Fähre von Livorno nach Bastia (Korsika) benötigt nur 4 Stunden für die Überfahrt. Von Bastia in den Süden der Insel zur Fähre nach Sardinien benötigt man etwa 3-4 Stunden. Allerdings ist Korsika viel zu schön zum Durchrasen (meine Flussbadetipps!) und die Fähre von Bonifacio nach St. Teresa (Sardinien) ist normalerweise in der Hochsaison proppevoll und will auch nochmal bezahlt sein.

Fähre mit Hund nach Sardinien: Habt Ihr noch Fragen? 

Ich schreibe auch gerade an einem Bericht über unsere Campingplatzerfahrungen mit Hund heuer in Sardinien.  Ich würde mich freuen, wenn Ihr WIEDERUNTERWEGS.com regelmäßig besucht.

WEITERLESEN: 10 Campingplätze auf unserer Sardinien Tour, die wir besucht haben. Und meine Meinung dazu.


 

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