Camping mit Hund: 10 (ganz) ernst gemeinte Tipps und knallharte Facts.

by Angelika Mandler-Saul

Ja, Camping mit Hund ist super. Aber es gibt da ein paar Dinge, von denen nicht so oft gesprochen wird wie von den unzähligen Glücksmomenten beim Camping mit Hund. Hier ein paar (ganz ernst gemeinte) Tipps und Einblicke ins „wahre“ Camperleben mit sechs Beinen. 

Lunzer See Ybbs Camping Web (146 Von 171)

HINWEIS:

Wie schon der Titel vermuten lässt, ist dieser Artikel mit einem Augenzwinkern geschrieben (=Ironie) und erhebt keinen Anspruch auf wissenschaftliche Belegbarkeit oder wie auch immer geartete etwaige Allgemeingültigkeit für alle Hunde und Camper dieser Welt.

Camping mit Hund ist – ja, eh super. Meist.

Seit Coffee mit uns lebt, ist nichts mehr wie zuvor. Auch unsere gemeinsamen Reisen haben nun den Focus „Natur“ und „Naturerlebnis“ statt Kultur Tanken, Sightseeing und Museumsbesuch. Doch, eine Planung gibt es immer: Die ausgedehnten Spaziergänge zwecks Gassi rund um Naturschönheiten planen wir immer fix ein. Reichlich.täglich.mehrmals. Und weil ich immer noch – nach Jahrzehnten – begeisterte Camperin bin, bin ich auch immer noch dabei, Coffee in Richtung „begeisterter High Performance Camping-Dog“ zu coachen. Und wenn man sieht, was andere Familien schaffen – etwa Interrail mit Hund oder Backpacking mit Hund – dann werde ich wohl die Luxusvariante mit Campervan und Hund auch schaffen…

Unsere Camping mit Hund  Reiseberichte

Camping mit Hund Sardinien Campingplatz

Camping mit Hund: Eine Herausforderung, die gute Vorbereitung und Übung erfordert. 

Was soll ich sagen? Bei Coffee dauert es noch ein wenig mit der Camping High Performance. Wir sind noch nicht ganz so weit. Zwar haben wir bereits mehrmals gemietete Kastenwagen auf Camping mit Hund Qualitäten getestet, doch das für uns alle optimale Camping-Gefährt haben wir trotz unserer empirischen Reise-Recherchen noch nicht endgültig eruiert. Aber wenn ich während unserer Campingtouren eines herausgefunden habe, dann das: Sooo einfach ist es jetzt auch wieder nicht, das Camping mit Hund. Es will schon gut organisiert sein. Das wird beim Camping mit Kindern auch nicht anders sein – Gute Planung ist das halbe Camping. Und es gibt halt nicht nur Glücksmomente. Nein, wahrlich nicht. Übrigens – auch beim hundelosen Camping ist nicht immer alles Wonne und Waschtrog: Tipps zum Camping

Und damit der lang ersehnte Jahresurlaub mit dem Vierbeiner kein organisatorischer Reinfall wird, braucht es vor allem eines: Eine ordentliche Planung zuvor. Wie der Traveldog zum begeisterten Autofahrer wird, wie man sich im Zug mit Hund richtig verhält oder gleich eine Reise-Checkliste? Gut geplant, ist halb gereist. Der Urlaub soll ja für alle eine Bereicherung sein, Hund und Mensch gleichermaßen.

Meine persönlichen, knallharten Facts zum Camping mit Hund

  1. Niemals ohne: Reichlich Bodentücher, Hundepfoten-Fetzen und Schaufel/Beserl-Kombination. Ja, es wird regnen. Reichlich. Oder aber es gibt Saharastaub in allen Ritzen des Campervans und des Hundes. Oder aber Sie fahren einfach nur nach Sardinien, wo jeder (auch noch so gepflegte) Stellplatz auf Sand ist. Überall. Sand. Der ganze Hund ist Sand. Ergo: Der Campervan ist sandig. Mag nicht jeder.
  2. Glauben Sie ja nicht, dass vor Ort (wo immer das sein wird) das Hundefressen besser schmeckt als daheim. Oder dass Sie Zeit haben werden, in fremden Supermärkten nach Hundedosen zu suchen, die dem Herrn Hund abends genehm sind. Nein: Nehmen Sie lieber reichlich Vorrat vom gewohnten Fressi mit – auch wenn dann die Dosen mit Hundefutter eine volle und unpackbar schwere, kaum tragbare Kiste im Campervan ausmachen sollte. Sie werden es nicht bereuen. Die Reise-Aufregung bei unserem Vierbeiner Coffee ist eine nicht zu unterschätzende und da tut es gut zu wissen, dass er wenigstens abends dann sein Futter (nach reichlicher Überlegung) erkennt – wenn er schon nicht weiß, wo es ihn heute wieder hinverschlagen hat.
    camping mit hund im auto

    Camping mit Hund: Platz ist immer irgendwie.

  3. Nasse Hunde riechen streng. Vor allem im Campervan. Der riecht dann übrigens auch schnell streng. Da helfen auch die Reibfetzen und Hundetücher nicht viel. Camping im Regen: Hund nass, alles nass am Tristachersee.Und jeder Hundebesitzer weiß, was unweigerlich nach dem nassen Hundewalk folgt: Das mehrmalige Ausschütteln mit Genuss. Von der Schnauze bis in die letzte Schwanzspitze. Ja, mitten im Campervan.

Wo dann überall die Hundehaare kleben, muss ich wohl nicht extra ausführen. Bei einem gemieteten Campervan wie unserem umso unangenehmer. Manche Campingexperten setzen auf Hunde-Regenmäntel (ganz ohne Genierer, denn sie wissen, wie ihr Wohnmobil sonst riechen würde).

So weit sind wir noch nicht – wir putzen noch. Dauernd.

4. Wer reist, haart noch mehr als sonst. Das ist ungeschriebenes Hundegesetz. Denn Reisen ist Aufregung und das ist einer der vielen Gründe für exzessives Haaren. Planen Sie täglich eine nette und zweisame Hunde-Bürste-Stunde vor dem Campervan ein: Während alle anderen ihr Bier schlürfen und die Nachbarn beobachten (also campen), nehmen Sie sich Ihren Vierbeiner vor, greifen zum beliebten Furminator und genießen die nächste gemeinsame Stunde.

camping mit hund bürsten

Auch beim Camping: Fellpflege muss sein.

camping mit hund am meer

Manchmal gibts sogar die große Hundefreiheit beim Camping.

5. Entspannte Hunde, die leinenlos vor dem Campervan liegen und einfach nur den Urlaub genießen? Kennen wir nicht, haben wir nicht. Coffee ist immer hoch-alert, braucht Kontrolle und/oder Beschäftigung. Deswegen tun wir das, was die meisten Camper machen: Den Hund mit Schleppleine beim Stellplatz anbinden. Klingt nicht nach Urlaub, ist aber sinnvoll und trägt ein wenig zur menschlichen Entspannung bei. Ja, es gibt Outdoor Hundedecken, aber die ignoriert Coffee. Sand (siehe oben) oder kühles Gras werden da als Liegeflächen bevorzugt behandelt. Lesen Sie Ihr Buch und lassen Sie sich vom offensichtlich leidenden Hund nicht ablenken. Manchmal schläft er aber wirklich, der Coffee. Ganz kurz.

camping hund schläft vor bus

Seltenes Bild beim Camping mit Hund. Coffee schläft. Fast.

 

6. Seien wir ehrlich: Der Wassernapf im engen Wohnmobil ist immer im Weg. Und so oft man darüber stolpern kann, wird man es auch tun. So will es das „Camping mit Hund“- Gesetz.  Überflutungen sind so an der Tagesordnung. Auch weil man selbst gerne mal hineintritt, um nicht versehentlich einen Schweif, eine Pfote oder ein Ohrwaschl zu streifen.

Aber den Hund über Nacht wasserlos zu lassen, da meldet sich dann auch wieder das schlechte Gewissen: Investieren Sie in einen „Antischwapp“-Napf. Ja, das gibt es. Und nicht ohne Grund.

7. Im Campervan ist ja immer zu wenig Platz. Erstens weil man zu viel Hundezeugs (siehe unsere Packliste) mitschleppt, zweitens weil das Hundefressi viel Platz einnimmt und drittens, weil Hunde es nicht gelernt haben, platzsparend zu liegen. Warum auch.

 

camping mit hund im bus schlafender hund

Er findet schon ein Platzerl. Keine Sorge.

Vor allem für Hundeboxen und Hunde, die sich abends endlich entspannen sollen, ist per se immer zu wenig Platz vorhanden. Ja, er könnte schon abends unter dem Tisch liegen und unsere Durchgangswege zum Kühlschrank oder Heck-Bett freihalten. Aber warum sollte er auch?Coffee liebt es, sich auszustrecken und lang zu machen – egal ob genügend Platz zum Langmachen da ist oder nicht. Er wird also immer dort liegen, wo am wenigsten Platz ist. Und das ist überall im Campervan. Gehen Sie also immer wie auf rohen Eiern und vergessen Sie nie Ihre Brille dabei. Denn ein Hund nimmt nächtens immer die Farbe des Bodens an… Sonst: Quietsch!

camping mit hund im bus

Abenteuerliche Liege-Varianten

8. Man liest ja viel von „immermüden“ Hunden, die Regengassigänge wie der Teufel das Weihwasser fürchten und am liebsten die Nase gar nicht bei der Tür raus stecken würden. So einer ist unserer nicht. Es ist nie zu früh am Morgen und nie zu spät am Abend, als dass wir nicht gähnend über den Campingplatz wandern – mit einem begeisterten ausgeschlafenen, allzeit bellbereiten Hund am anderen Ende der Leine – und eine unauffällige Gassiroute suchen. So schön auch ein Campingplatz gelegen sein mag, eine Gassiroute sollte immer in der Nähe sein.

Man beachte: Leine, gespannt.

9. Hundefreundliche Campingplätze? Kann man ewig suchen. Wir sind schon begeistert wenn es heißt: „Hunde erlaubt“. Von „Hunde herzlich willkommen am Campingplatz“ träumen wir gerne. Echt hundefreundlich waren der Camper in Grubhof in Salzburg – der ist aber auch ausgezeichnet. Nur noch selten sind Hunde am Campingplatz gratis mitzubringen. Leinenpflicht gilt (natürlich) immer. Schwierig für Ungeübte ist es, morgens den Gassigang mit dem Toilettengang zu verbinden (die Reihenfolge bleibt jedem selbst überlasen), aber man lernt, schnell zu sein: Wenn am Sanitärgebäude draußen (wieder kein Haken für die Leine da!) der Vierbeiner auf die Rückkehr wartet.

Optimal hier: Hundeplätze am Fluss und gleich gegenüber der Wanderweg mit Gassiroute.

10. Hund allein im Campervan? So verwerflich wie „Hund im heißen Auto“ lassen. Nun haben aber die Campervans eine Klimaanlage und camper-affine Hunde bleiben sicher gerne im eigenen, wohlriechenden (also nach dem Hund selbst) Gefährt, das sie gut kennen. Zumindest für kurze Zeit. Wir trauten uns das allerdings nicht, weil: Schlechtes Gewissen, gemieteter Van, Angst vor Bell-Anfällen und verärgerten Nachbarn. Wobei man sagen muss: Nachbartechnisch haben wir am Campingplatz noch nie schlechte Erfahrungen gemacht – alle waren bislang begeistert ob unseren braven Hundes. Das soll auch so bleiben.

Angelika Camping mit Hund

Camping mit Hund im Zelt? Da habe ich persönlich keine Erfahrungswerte. Sämtliche obgenannten Punkte zu Haar-Attacken, Regengassi, umstürzenden Näpfen, Beengtheit und vermeintlich enspannt chillenden Zelt-Hunden dürften aber hier ebenso gelten. Anhängen dann halt mit dem berühmten Pflock und Kurzleine. Allein im Zelt lassen: No, Sir.

I love Camping mit Hund

Fast alles auf einem Bild, was ich liebe: Camping, Hund, Radfahren, Natur.

Aber zum Fähre-Fahren mit Hund habe ich Erfahrungswerte, sogar mit gemietetem Campervan und einer langen Anfahrt quer durch Österreich zum Fähranleger in Livorno: Coffee hat die Nacht-Überfahrt gemeinsam mit uns in der Kabine gut gemeistert und das ging schon ganz klar Richtung: High Performance Camping Dog.


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20 comments

Camping mit Kindern: So klappt es ohne Stress! 20. September 2020 - 13:02

[…] Um euch die Vorbereitung für das Camping mit Kindern zu erleichtern, haben wir dir eine Checkliste Camping mit Kindern erstellt. Damit bekommst du einen kleinen Leitfaden und ihr könnt eure Ideen notieren. Nicht nur mit Kindern, sondern auch mit Hunden ist Camping eine tolle Sache, dennoch gibt es einiges zu beachten. Bei Angelika von „Wieder unterwegs“ findest du Tipps für Camping mit Hund. […]

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Camping mit Hund - 5 Blogger erzählen | Hunde Reisen Mehr 13. September 2020 - 14:02

[…] ehrlich zu sein: Wir haben immer viel zu viel mit beim Camping. Früher war ich ein Gegner von Campingteppichen vor dem Campervan, aber wer mit Hund reist kennt […]

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Sarah 3. Mai 2020 - 20:42

Hallo,
wir haben seit einem Jahr einen ausgebauten T5. Mit unserem Hund (Collie) ist es zwar eng, aber wir arrangieren uns gut. Das Fellknäuel liebt es, wir eigentlich auch… Aber eine große Reise haben wir uns noch nicht getraut, wir müssten zwangsweise in den Sommerferien fahren, d.h. heiß und gerade im Süden. Der T5 hat zwar eine Luftkühlung (die noch mal einem längeren Test mit Thermometer unterzogen werden muss), aber keine richtige Stand-Klimaanlage und wir trauen uns nicht das Hundi im Auto alleine zu lassen… das führt allerdings dazu, dass das Thema längere Reise im Bully, mittlerweile sehr angespannt ist, da man dadurch natürlich mega eingeschränkt ist. Der Hund darf ja fast nirgendwo (mehr) mit (selbst Tierparks wo ich als Kind mit meinen und Hund war, lassen heute keine Hunde mehr rein), viele Dinge können nicht gemacht werden und das stesst unsere Beziehung in puncto Camping gerade sehr, es macht uns sonst eigentlich viel Spaß und wir dachten mit Hund wäre das eine super Alternative zur statischen und häufig enttäuschenden Ferienwohnung… sind schon auf die idee gekommen, dann in den Städten immer mal eine Nacht eine andere Unterkunft zu suchen, wo der Hund dann bleinen kann, aber das ist irgendwie auch nur eine Notlösung.
Wenn da also jemand noch Tips sind wir mega dankbar.

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Bine 28. April 2020 - 14:35

Liebe Angelika,
herzlichen Dank für eine lustige Urlaubsbeschreibung (mit Hund), die uns aus dem Herzen spricht! 🙂
Wir erleben unsere Urlaube mit unserem sehr agilen und bekennenden „Fliegenhysteriker“ exakt genauso. Ruhig draußen vor dem Camper liegen geht nur, wenn er RICHTIG ausgepowert ist UND nichts was summt oder brummt in der Nähe ist! Das kann sehr nervig sein, aber dafür haben wir in einem online shop speziell für CAMPER MIT HUND (www.camping4pets.com) ein outdoor Anti-Fliegen-Zelt gefunden (ja, so was gibt es wirklich 🙂 ) und vieles anderes mehr, was für das Camping mit Hund TOTAL hilfreich ist! Seitdem gibt es keine ungewollten Pfützen mehr im WoMo (Stichwort ANTI-SCHWAPP-Napf) und keinen hysterischen Hund mehr, der ständig nach Fliegen schnappt. Außerdem kann man dort eine outdoor Hundedusche (KEIN Strom erforderlich!) kaufen, um die Fellnase vom Schmodder zu befreien, bevor er diesen mit ins WoMo schleppt! Wir können Euch die Seite nur empfehlen, denn da hat sich jemand WIRKLICH Gedanken gemacht, was man für ENTSPANNTES Campen mit Hund braucht oder ist wohl selber eingefleischter Camper mit Hund.
LG,
Bine

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Hilde 29. Februar 2020 - 10:57

Hallo zusammen,
vielen Dank für diesen tollen Bericht. Ich musste so schmunzeln. Wir sind mit 3 Hunden unterwegs und haben auch schon so einiges erlebt. Jetzt dann ab Sommer hoffentlich auch mit Wohnmobil. Ich wünsche euch noch viele solcher tollen Erlebnisse und Allzeit eine gute Fahrt.
Liebe Grüße
Hilde aus dem Rheinland

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Claudia 30. Januar 2020 - 18:32

Nur ein Hinweis: Vorsicht mit allen im entferntesten molossermäßigen Hunden in Frankreich! Die haben da richtig asoziale Gesetze, daher dringend informieren vor der Einreise!

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Reise mit Baby im Wohnmobil • Eine praktische Lösung! 24. Januar 2020 - 20:54

[…] dir die Tipps zum Camping mit Hund bei meiner lieben Bloggerkollegin Angelika von Wieder Unterwegs hier unbedingt mal […]

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Leslie Kampmann 20. Januar 2020 - 23:15

;-))) Herrlich beschrieben und meinem Mann vergeht es sofort, weil er sich an Sand, Sand, Sand im Hundesabber und überall während eines Frankreich Urlaubes erinnerte… Er ist auch bissi pingelig!!! 😉 Wir haben unsere zwei Hunde im Sommerurlaub bisher bei Oma und Opa gelassen… Das geht jetzt nicht mehr. Also- wohin? Eigentlich nur im Disco mit Dachzelt- wobei auch der Wohnwagen zur Verfügung stünde. Habt Ihr Empfehlungen? Gerne reisen und nicht nur stehen. Ich hätte es gern warm und die Möglichkeit im Meer zu baden. Wir hätten zwei Wochen im Juli…
Ich freue mich über Empfehlungen für zwei Menschen, ein großer Hund und seine Frau- ne Cockerin! 😉

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Susan Fiona Bruce 21. Mai 2019 - 15:47

RE: Doris Junge sagt:
12. September 2018 um 20:33 Uhr

Super, aber wir haben gute Erfahrung in England /schittland gemacht: Hunde willkommen und kostenlos.. .

Ich hoffe doch sehr, es sollte Schottland heißen…
Das ist meine Heimat und wir reisen jährlich zurück auf die Insel. Ich meide meine Heimatinsel (Skye) zur Hauptsaison – zu viele Caravans (!!!) Dennoch kann ich Schottland und Wales allen Hundebesitzern wärmstens ans Herz legen. Ist der Hund gut sozialisiert und hegt man nicht den Wunsch direkt in Edinburgh „gassi“ zu gehen, sind die Strände, die Campigplätze, sogar viele Hotels und B&B’s Hundefreundlich. Ja, sogar die Deutschen mag man dort sehr. Und viele meiner Landsleute lernen sogar eifrig die Deutsche Sprache in der Schule – ebenso wie ich dies getan habe. Beste Zeit: Mai/Juni/Juli und dann wieder ab Oktober (stormy but beautiful)! Bester Anbieter DFDS (Ijmuiden/NL – Newcastle/ENGL.), denn hier darf der Hund im Auto bleiben – es gibt auch Dogfriendly cabins (denken Sie an Ohrenstöpsel – der Geräuschkulisse wegen).
Auch eine tolle Region ist der französische Atlantik – in Richtung Spanisches Grenzland. Hier gint es wilde, tolle Campingplätze in den Bergen (z.B. bei Pau) La Ferme Ramiere… Hunde, Pferde, Rinder, Landschaft wie aus einem Gemälde und unendlich nette Menschen! Auch die Flusstäler sind bereisenswert – wir sind öfter in Eygliers, Hautes Alpes and der Durance. Camping Du Lac – NEBENSAISON (Pfingsten)! Super! Wandern, Kajak/SUP mit oder ohne Hund, Klettern, MTB… oder einfach nur spazieren, erkunden und alle Bücher lesen, die man das ganze Jahr nur bewundert, nie gelesen hat…
Ostsee… Das ist bekannt – kilometerlange Strände mit Hundeerlaubnis!
Aber wie gesagt, meine bebeutelte Heimat (SchOttland) ist wirklich ein Land, das Hunde und verantwortungsvolle Besitzer, willkommen heißt! Ih denke, wir sind eifach auch froh, nicht immer die gleichen dummen Floskeln hören zu müssen: Oh, ein Harry Potter Schloss!!! oder Ah, eine originale Outlander-Kulisse… Wir sind mehr als diese Bücher! Viel mehr. Und in jedem Bothy ist ihr Vierbeiner ebenso welcome wie Sie selbst!

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Nikolina 11. April 2019 - 10:56

Vielen Dank für eine tolle Zusammenfassung und super Tipps! Unsere Haustiere sind unsere Familie. Es gibt viele schöne Campingplätze in Kroatien, wo Hunde schwimmen und die Natur genießen können!

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Cookie 5. März 2019 - 13:18

Hallo erstmal,
Wir sind selbst camper seit kindertagen. Wir reisen mit wohnwagen und, bis vor kurzem, immer mit 2 hunden und 3 kinder. Die kinder sind mittlerweile erwachsen.unsere hunde sind ein chihuahua weibchen und ein cane corso…..aber so wie du deinen bericht hier schreibst, hab ich das selbst echt noch nie erlebt.ich glaub, dann hätt ich entweder das campen, oder die hundehaltung aufgegeben .wir reisen immer hauptsaison, und haben noch niemals gebucht.trotzdem hatten wir immer stellplätze in erster reihe….es springen immer menschen ab oder reisen einfach nicht an.was ist denn „hundefreundliche campingplätze“.auf jedem platz ist der hund immer angeleint zu halten, für mich absolut verständlich, er soll nicht dauernd bellen und sich natürlich nicht am platz entleeren….alles für mich eine selbstverständlichkeit.hundestrände gibt es auch überall, jedenfalls wo wir waren.wassernapf stand bei uns immer draussen, also keine überschwemmung im wohnwagen.nachts schlafen alle…da muss keiner trinken, auch nicht der hund.unser cane corso wiegt 50 kg, sein schlafplatz war direkt im eingangsbereich nachts,am tage unter dem tisch oder draussen.bei regen sind wir höchstens noch einen tag geblieben und dann der sonne hinterher gereist.wenn man nicht bucht, geht das .da wir immer ein sonnensegel gespannt haben, kam unsere dicke dann erst mal unters segel, wurde abgerieben,konnte sich ausschütteln und dann durfte sie in den wohnwagen.sich schütteln war nicht im wohnwagen, sondern draussen. Gegen den geruch gabs nix…ausser vllt ne duftkerze .ich seh das alles anders wie du, reisen mit hunden war entspannt ohne grosse planung.bis heute wissen wir eigentlich immer nur in welches land wir reisen….und das auch meistens nur 3-4 tage bevor es losgeht.oftmals haben wir uns aber auch unten an der kreuzung spontan umentschieden, und es ging in die entgegengesetzte richtung , für die hunde nie ein problem.im auto hat jeder hund seinen platz….es wurde geschlafen bis wir stehen blieben.zum thema putzen….ich bin im urlaub, einmal am tag wurde der wowa gekehrt und betten gemacht….fertig.die hunde haben morgens immer im wowa gewartet bis wir aufs klo waren und zähne geputzt hatten….dann ging es mit ihnen raus vom platz, und sie konnten sich entleeren. In der zeit holte mein mann die brötchen beim bäcker.Sassen wir ruhig am platz und lasen…..lagen auch unsere hunde ruhig da.wir campen nun seid 29 jahren mit hunden ….aber es war immer entspannt, egal welche hunde wir hatten.aber warscheinlich liegt es daran, wie man seinen hund erzieht .
Die campingwelt hat sich allerdings verändert, leider zum negativen was das thema hund anbelangt.für etliche halter ist es wohl selbstverständlich, den hund nicht am platz anzuleinen ( vorletztes jahr hatte ich dann plötzlich nen labrador im wowa ) oder ihn mal kurz auf nachbars parzelle zum kacken zu lassen .da dies sich in den letzten jahren gehäuft hat, haben wir beschlossen unsere hunde ab diesem jahr bei unserem sohn zu lassen.wir reisen weiterhin spontan, suchen uns aber nur noch plätze, wo hunde nicht erlaubt sind.es ist schade, aber dieses verhalten stresst uns, wir sehn da leider keine andere möglichkeit.ich wünsch euch allen aber noch viel spass beim campen mit hund, seid entspannter und haltet es einfach, die hunde schaffen das schon

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Angelika Mandler-Saul 5. März 2019 - 13:28

Hei Tanja, freut mich zu hören, dass Ihr und Eure Hunde so super entspannt seid beim Camping mit Hund. Du hast sicher auch mitbekommen, dass der Artikel mit einem zwinkernden Auge geschrieben ist – ein bisserl zum Amusement der Leser und Hundehalter, die wohl viele Situationen wieder erkannt haben und das ganze, so wie ich nicht so ernst genommen haben. Wir reisen viel mit Hund – das ganze Jahr -und manchmal muss man das ganze einfach ein bisserl satirisch sehen und darüber schreiben. Da das mein eigener Blog ist, kann ich das ja halten wie ich will. Aber schon am Titel erkennst du ja, dass es satirisch gemeint ist… „Ganz“ erst gemeinte Tipps. Mit einem Smiley. lg von Angelika und Coffee und Gasthündin Vatani.

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Gabriele Klaiber 16. Januar 2019 - 17:40

Hallo, danke für diesen tollen Bericht.
Weiss vielleicht jemand etwas über die Schweiz. Wollen dieses Jahr mit unseren zwei kleinen Hunden 5+10 kg im Wohnwagen dorthin. Sind aber relativ neu im Camping. Klappte aber in 2018 ganz gut. Aber wirklich super hundefreundliche Campingplätze haben wir noch nicht gefunden….

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Barbara Toennessen 15. November 2018 - 14:33

Super und sehr informativ und total ehrlich geschrieben. Vieles kann ich bestätigen besonders der haarige Freund. Unser neuer Hund sollte und ist pflegeleichter geworden. Dafür sehr groß aber nicht haarend. ( 7 Monatiger Altdeutscher Schafpudel/Briard). Wir sind mit Wohnwagen unterwegs , meist reisen wir mit Freunden (Wohnmobil ohne Hund). E-Bike und Hundeanhänger im Gepäck. GPS werden wir uns jetzt auch zulegen. Vielen Dank für den tollen REISEBERICHT

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Frank Höcker 5. November 2018 - 21:21

Hallo, großartig geschrieben und viele Punkte können wir teilen, aber so richtig „hunde-unfreundliche“ Campingplätze hatten wir noch nicht (oder gut ausgesucht ).
Ich hätte da mal eine Empfehlung für die deutsche Ostseeküste: Campingplatz Walkyrien Nähe Grömitz. Hundestrand direkt am Platz, eingezäunter Hundespielplatz, Hundedusche und ein „Hundeparkplatz“ vor den Sanitäranlagen. Es geht also .
In Österreich haben wir mit Hund auf dem Grubhof Campingplatz bei Lofer gezeltet. Auch dort fühlten wir uns willkommen.
Alles andere kennen wir wie gesagt. Und unser Camper ist als Ford Nugget noch etwas kleiner, was es nicht besser macht .
Viel Spaß weiterhin und viele Grüße aus Hannover
Frank

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Paula 16. Oktober 2018 - 12:58

fand ich sehr gut geschrieben, ich musste mehrfach schmunzeln.

Wir waren 14 Monate Elternzeit mit 1 Baby und 1 Bernersennen im Kastenwagen durch Europa unterwegs…
Fast überall mussten wir ohne viel Gegenwert (d.h. Hundedusche, Auslauffläche, usw) für den Hund mitbezahlen, hielt sich aber meistens in Grenzen. Leider haben wir nur 1 Campingplatz (im Allgäu) gehabt, wo der Stellplatz umzäunt war, sodass der Hund nicht angeleint werden musste. Davon muss es mehr geben! Eine super Sache!

Sonst kann ich Frankreich und Großbritannien für Hundebesitzer empfehlen. Der Norden/Westen Frankreichs mit weiten Stränden, wo die Hunde immer laufen dürfen ohne andere zu stören (Le Roxel war dieses Jahr super!) und in Großbritannien, mit ihren „Dogwalks“! Das waren teilweise riesige umzäunte Rasenfläche (mehrere Fußballfelder groß!) nur für die Hunde! Herrlich! Die Überfahrt war auch völlig unproblematisch. Der Hund muss zwar im Camper bleiben, man bekommt aber ein Parkplatz mit Tageslicht, darf zuerst wieder von der Fähre runter, die Fenster sollen zur Belüftung leicht offen bleiben und wenn man es möchte, schaut das Personal mehrfach nach dem Hund im Auto! Unsere hat die Überfahrt Calais-Dover komplett im Auto verschlafen (wir konnten von oben sogar genau rein schauen).

Dieses Jahr waren wir dann mit 2 Bernersennen und Kleinkind im Zelt unterwegs! Im Zelt waren beide die Ruhe selbst und haben sich nicht anders verhalten als im Kastenwagen. Wir waren überrascht! Nächstes Jahr wird dann ein Wohnwagen ausprobiert.

Reply
Angelika Mandler-Saul 16. Oktober 2018 - 13:09

hallo paula. geniale tipps. von gb hab ich auch schon viel gutes gehört. NL ist auch ein traum! lg ang und coff aus tirol

Reply
Doris Junge 12. September 2018 - 20:33

Super, aber wir haben gute Erfahrung in England /schittland gemacht: Hunde willkommen und kostenlos.. .

Reply
Angelika Mandler-Saul 13. September 2018 - 08:29

aja das hamma auch schon ghört!!!!!

Reply
Andreas Preininger 23. August 2018 - 16:26

Vielen Dank für das Teilen eurer Erfahrungen!!!

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