Sri Lanka: Ausflüge, Ayurveda und die obligaten Elefanten

Egal wohin man, vom Negombo Beach aus, fährt – alles dauert seine Zeit. Unsere Ausflüge führten uns zu den Elefanten von Pinnawela sowie nach Kandy und Umgebung. Plus: Ayurveda Test. Kandy_2015 (41 von 48)Also fuhren wir schon mal gute 4 Stunden abends mit dem Van von Kandy retour an den Negombo Beach, inkl. Mörderstau. Aber die Straßen waren okay, keine Kamikaze Aktionen wie in Vietnam oder 20spurige Staus wie in Mumbai.

  • Unser 2 Tages Ausflug nach Kandy und Umgebung…

…hatte sich aber gelohnt, nicht zuletzt wegen der engagiert badenden Elefanten Meute im Oya Fluss und unserem Pure Nature Lodge Erlebnis in den Hills von Kandy.

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Und auch den obligaten Regenguss ereilte uns, während wir uns auf das ultimative Kulturereignis einzustellen versuchten: Den Zahn des Buddha zu besichtigen, bzw. seine Existenz irgendwo im Tempel (übrigens hierorts multimedia mit Screens für Live Übertragungen der Zeremonien) erahnen zu dürfen.

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Für Asien untypisch und in höchstem Maße nervtötend empfand ich aber die exorbitant hohen Eintrittspreise allerorten, die absolut in keinem Verhältnis zum normalen Leben hier stehen. So mussten wir für den vermeintlichen Buddha-Zahn nicht nur Eintritt in den Tempel zahlen (Einheimische dürfen dem Zahn gratis barfuß fröhnen), sondern berappten auch noch mal je 200 Rupien, damit unsere verdreckten und durchweichten Schuhe bewacht wurden. Durch die knöchelhohen Lacken und den strömenden Regen gings dann barfuß in den Zahntempel – seine Bedeutung konnten wir aber nur erahnen 🙂Kandy_2015 (18 von 48)

  • Die Zugfahrt rund um Kandy zu buchen…

…entpuppte sich zunächst als fast ein Ding der Unmöglichkeit, war doch Ferienzeit und alle waren irgendwie unterwegs nachhaus – ob im Zug oder im Bus. Wir ergatterten aber dann doch noch ein Zugticket von Nanu Oyia nach Norden retour nach Kandy, was eher ein Zufall war. Denn die InternetInfos waren nicht korrekt, online gabs keine Tickets (im Gegensatz zu Indien oder Indochina) und die Jagd nach einem Ticket entpuppte sich so als sowohl unübersichtlich als auch mehr als nervtötend.

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Aber dennoch von Erfolg gekrönt und überraschend in der Tatsache, dass die 3. Klasse (mit reservierten PlatzTickets) in Sri Lanka fast ungleich bequemer zu nutzen war als etwa der vollgestopfte abendliche Pendlerzug von Wien Handelskai nach Wolkersdorf.

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Statt der kolportieren „3 hours, perhaps more“ dauerte die ZugFahrt gute 4 Stunden – die fahrenden Händler versorgten uns mit Wasser, Nüssen, LinsenBällchen und gar Curry – die Fenster waren gut zu öffnen zum Fotografieren. In der 3. Klasse unreserviert gings dann schon deutlich abenteuerlicher zu – in die dekadente 2. oder gar 1. Klasse schauten wir gar nicht rein.

  • Natürlich führte auch für uns kein Weg am Pinnawela Elefanten Waisenhaus vorbei…

80 Dickhäuter in allen Altersstufen fristen hier ihr Dasein und wir wollen mal hoffen, dass es ihnen einigermaßen gut geht, auch wenn manche unter ihnen sehr traurig an der kurzen Kette hängend, manisch stundenlang mit dem Kopf herumschaukelten.

HINWEIS: Nach Info von PRO WILDLIFE möchte ich darauf hinweisen, dass mein erster Eindruck nicht getrügt hat und möchte wie folgt deren Email zitieren: „…Gerne möchten wir Sie darüber informieren, dass viele Camps in erster Linie auf den Tourismus und den Profit ausgelegt sind und somit ihr Angebot aus Sicht des Tier- und Artenschutzes äußerst fragwürdig ist. ..“ Mehr Infos gibts dazu auf http://www.prowildlife.de/Elefantentourismus.

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Wäre das Elefantenbad nicht gewesen, zu dem sie täglich (außer bei Hochwasser) durch die Straßen gen Fluss stapfen dürfen (ein bisserl wie im Dschungelbuch bei Colonel Hathi) wäre mir die ganze Angelegenheit eher in trauriger Erinnerung geblieben.
Aber beim Baden, Plantschen, Spielen und Abhängen im Dreckwasser dürften die Gesellen schon recht zufrieden gewesen sein.

Von Kandy und Umgebung behalte ich mir die riesigen Tee Plantagen, die Warnung vor Schlangen und Blutegeln ebenda und die verführerisch klingenden Anti Age Vorteile von White Tea in angenehmer Erinnerung.

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  • Der Botanische Garten von Priradeya…

war nett, aber verglichen mit den Botanischen Gärten in Australien nicht weiter erwähnenswert. Die rote Banane vom Obststand auf der Gasse sollte man kosten, ihr schreibt man aphrodisierende Eigenschaften zu – bis zum Einsetzen der Wirkung konnten wir aber nicht warten.

Eine unumschränkte Empfehlung kann ich abgeben für Kandy als Basislager für Tages-Ausflüge ins Innere der Insel – von der Pure Nature Lodge aus geht das (mit fachlicher und organisatorischer Unterstützung des Inhabers Saman) vorzüglich. Hier gehts zum Hotelbericht. Kandy_2015 (26 von 48)

  • Ayurveda Package

Wir testeten das Jasmin Villa Ayurvedic Resort in Negombo mit dem angepriesenen 3-Hours Package.  Die Anlage war nett und großzügig, innen dunkel und schattig, der Empfang okay, die Behandlungen gingen vollkommen wortlos von statten.Ayurveda SriLanka_2015 (11 von 12)

Zu beachten ist, dass die Körper Öl Massage weder mit Thai-Massagen noch mit heimischen medizinischen Massagen zu vergleichen ist. Der Öl Guss mit dem Green Oil auf unser vermeintliches Drittes Auge war aber genial – und hätte ich nicht die halbe Stunde auf dem Holz-Streckbett inkl. Hohlkreuz und überstrecktem Kopf dabei ausharren müssen, hätte ich es sogar bis zum Schluss ausgehalten.

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TIPP: Anrufen und sich abholen lassen – unbedingt Termin vereinbaren. Ca 8 Min. Autofahrt vom Jetwing Beach Hotel entfernt. Wir hatten das Package um 30 € inkl. div. Öl Massagen, Dampfbad, Blütenbad und Stirnguss 🙂

Weitere Berichte: Curry, Catamaran (VIDEO!) und Streunerhunde am Negombo Beach und unser Hoteltipp für KANDY!


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