Negombo Beach Tipps: Curry, Catamaran und Streetdogs

Als Reisebloggerin wiederunterwegs und betagte Purser-Braut komme ich manchmal höchst unerwartet und kurzfristig in den Genuss einer Fernreise. Dekadent, aber die Wahrheit. Diesmal geschehen mit Land Nr. 66 auf meiner Liste. Sri Lanka.Negombo_2015 (5 von 29)

Unser hoteltechnisches Base Camp lag am Negombo Beach, der – glaubte man den Reiseführern – nicht unbedingt der Inbegriff des tropischen Traumstrandes ist. Umso überraschender die Tatsache, dass uns nach dem regenreichen November-Monsun kurz vor Weihnachten in Negombo strahlender Sonnenschein, ein sauberer Strand und nur mäßig aufdringliche Beach-VerkäuferInnen beschieden waren. Auch das Jetwing Beach Hotel, das älteste der Riege in der Jetwing Kette – punktete mit XXL Pools und zahlreichen palmenschattigen Liegen, die auch den härtesten Sonnenfeind zuweilen nicht ganz unwillig an den Pool lockten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Für Ausflüge ins Innere der Insel liegt Negombo jetzt nicht ultimativ optimal, aber mit einem willigen Fahrer und einer unternehmungslustigen Crew ließ sich dennoch so einiges bewerkstelligen. In Negombo Beach selbst wirds erst nach Sonnenuntergang so richtig authent – wenn man abends nordwärts (!) die Porutota Street entlang streift und die ausgesprochenen Touri-Lokale trotz der verlockenden Happy Hour bis 19 Uhr meidet. Sofern man das möchte.
Dann sieht man schon mal in die familiären Innenhöfe mit offenem Feuer und müdem Haushund hinein – vermeintlicher Frischfisch wird ungekühlt auf der Straße verkauft und die bekannten hauchdünnen Hoppers isst man auch noch abends frisch von der Garküche.

So konnten wir die Tage am Negombo Beach doch nutzen, auch wenn die Strände südlicher rund um Tanessi, Beruwela oder gar Arunga (mich) schon sehr lockten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

  • AusflugsTipps ex Negombo:

    • 2 TagesTour nach Kandy (Hoteltipp „Pure Nature“!) inkl. der unumgänglichen Elefantensache in Pinnawela, Zugfahrt und Wasserfall-Regenwald Flair sowie Tee Plantation Besuch und gezwungermaßen eines „Spice Gardens“, der harmlos begann und sich nach einer Kopfmassage als Kauf-Gehirnwäsche entpuppte. Alle Anbieter und Fahrer fahren die selben Stopps an. Auch der Botanische Garten in Peradeniya war dabei.Kandy_2015 (42 von 48)
      • 1 Tages Tour nach Sirigaya – haben wir persönlich unserem Ayurveda Tag geopfert, ist aber bei Aufbruch morgens um 6 Uhr bis abends 19 Uhr retour im Hotel zu schaffen.
      • Am Negombo Beach:
        • Motorbootfahrt, 2 Stunden Richtung Lagune mit Reiher- und Affensichtung (letztere wurden offensichtlich durch Kokosnüsse zu den Mangroven gelockt um dort als Fotoobjekte zu performen) und retour inkl. „Reinschnuppern“ in den weltdreckigsten Kanal den Dutch Canal. Kann man auslassen.
        • Diese Diashow benötigt JavaScript.

        • Unser Highlight war die knapp einstündige Ausfahrt am späten Nachmittag mit einem sogenannten Katamaran, der ausschließlich aus geflicktem Segeltuch, Holzstämmen und reichlich geknoteten Leinen, Seilen und Schnüren bestand.
        • Katamaran (1 von 7)Beim „Boarding“ hätte ich nicht gedacht, dass uns eine so „smoothe“ angenehme Fahrt mit dem riesigen flatternden Großsegel bevorstehen – würde. Ähnlich wie auf der Kon Tiki (so stell ichs mir halt vor) saßen wir 4 Passagiere auf einer Holzpritsche (Tragdeck) über den beiden Katamaran-Rümpfen, während eine 4köpfige Crew uns hart am Wind raus aufs Meer segelte – nicht ohne uns zu Kletter Kunststücken am Schifferl zu verleiten.
        • Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Wende fiel überraschend ruhig und gesittet aus, die Männer verstanden gezwungener Maßen ihr Handwerk. Anderntags würden sie frühmorgens zum Fischen rausfahren – auch da könne man dabei sein! Wir zahlten pro Nase knappe 10 Euro und auch unsere Kapperln waren gern gesehene Give Aways. Überhaupt schien es auch in Sri Lanka nicht zu schaden, ein paar Kleinigkeiten dabei zu haben (Kulis, Kapperln, Schokolade, Shirts)…

  • Restaurant Tipps am Negombo Beach:

    • Unumschränkte Nummer 1 bei den Restaurants (in Trip Advisor und bei persönlichen Tipps) ist das „LORDS des Briten Martin Fullerton, der sich auch ganz stark in der Streunerhunde-Hilfe Sri Lankas engagiert. Die Seafood Platter ist ein höchst sehenswertes Kunstwerk und das unvermeidliche Sri Lanka „Rice and Curry“ kommt hier wahrlich köstlich und farbenfroh daher.
    • Die Happy Hour empfiehlt sich im abendlich stets gut gefüllten Rodeo Pub oder auch mal im „Coco Beach, das nicht nur für einen Drink auf der HolzTerrasse gen Meer sondern auch wegen seines „Fresh Fish und Seafood Counters“ zu empfehlen ist. Wirklich sehr gepflegte Atmosphäre!
    • Uns gefiel es besonders gut im „Sunny Restaurant“, das mit der daneben liegenden Galerie und dem Reisebüro drei Brüdern gehört – das Service war entzückend aufmerksam und man sitzt quasi mitten unter (zukünftigen?) Kunstwerken.
    • Auch das Sri Lanka Buffet mittwochs im Jetwing Beach Hotel kann ich uneingeschränkt empfehlen. Eine riesige Anzahl an verschiedenen Currys, Hoppers und authenten Beilagen im wirklich netten Beach Restaurant.

Wir testeten das Jasmin Villa Ayurvedic Resort mit dem angepriesenen 3-Hours Package. Hier gehts weiter zum Foto-Bericht. Ayurveda SriLanka_2015 (5 von 12)

  • Die Streunerhunde am Negombo Beach

    Sowas habe ich ja noch nie erlebt in Asien: Die Hunde (die ich in der einen Woche kennenlernte: am Strand, in den Bergen und auf der Gasse) wurden hier weder getreten noch vertrieben, waren allesamt weder Kläffer noch sonderlich aggressiv, sondern wirkten für Streunerhunde sogar relativ friedlich und gesund. Am Strand von Negombo gabs gar eine Info Tafel – für mich Hundefreundin ein kleines Labsal:

    Alle hier frei am Strand lebenden Hunde würden regelmäßig vom Vet versorgt, seien gechipped, gesund und unter ärztlicher Kontrolle – sie durften sich am Strand und sogar beim Pool erlaubter Weise herumtreiben (vorzugsweise zur Abkühlung unter unseren Liegebetten oder zum Trinken am Pool :-)) und sie versüßten mir so meine hundefreie Urlaubszeit (Unser Hundling Coffee war einstweilen im Weinviertel im DogOtel meines Vertrauens mit Kinder-Anschluss zugange).

So war auch der Negombo Beach keineswegs eine unangenehme Erfahrung für uns, die Ausflüge in die Umgebung waren aber natürlich unumgänglich.

  • Shopping Tipps:

    Wir sind keine großen Shopper, aber wenn man sie findet – wäre Passionfruit Marmelade zu empfehlen. Oder aber auch das ultimative Grippemittel Samahan aus Sri Lanka (haben wir daheim im Weinviertel bereits im aktiven Gebrauch), das man im Supermarkt meist in der Nähe der Kassa oder im Souvenirshop in den unteren Regalen findet. Beim mitgebrachten Ayurveda Balsam steht unser Test noch aus.Samahan


WEITERE Berichte aus Sri Lanka: Ausflugstipps und Hoteltipp in Kandy.

Wie hat Dir dieser WIEDERUNTERWEGS Reisebericht gefallen?