Vom Trinkmoor und Salzburger Hausmannskost

Ein viergängiges Menü, das mit Trinkmoor gekocht wurde? Ein Vollmondbier mit Moorextrakten, die älter sind als wir alle zusammen? Ein Kochkurs, in dem man (endlich) das nachlernt, was man im Modul verabsäumt hat? Genauso erlebt und genossen in und um Salzburg – und das alles an einem einzigen Nachmittag!

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In Anthering bei Salzburg, dort findet man das Vierstern Seminar Hotel Ammerhauser (oft gebucht, nie getestet), das in Moor macht. Nein, nicht bei den Wellness Behandlungen, sondern man bekommt das kostbare Schwarz direkt auf den Teller und ins Glas. Man sieht nur nichts davon, denn die Moor Extrakte des Trinkmoors, das hier verkocht wird, ist geruch- und farblos. Aber es wirkt. Denn das Moor beinhaltet die Nährstoffe von Pflanzen, die heutzutage gar nicht mehr existieren.

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Man schmeckt das Moor wirklich nicht „heraus“ aus dem köstlichen Moormenü, aber die Gewissheit, etwas ungemein Gesundes zu essen, ist sehr beruhigend.

Noch dazu, wenn man dem Sonnenmoor-Chef Siegfried Fink persönlich dabei gegenüber sitzt und sich von ihm gerne die Vorzüge des Moors erklären lässt.

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Sonnenmoor verkauft seit über 40 Jahren in Anthering Moorprodukte, auch für Kur- und Rehabeinrichtungen in Österreich. Die angenehm heißen Moorpackungen während meiner Reha in Villach waren also auch von Sonnenmoor – und die habe ich in ausgesprochen angenehmer Erinnerung. Aber eigentlich gibt es hier das Moor in jeder Form: Tabletten, Trinkmoor, Packungen, Sprays, Gesichtswasser, Cremen, Tees, Gurgelwasser und noch viel mehr.

Bei der Führung durch das Werk sehen es wir dann auch hautnah: Das Moor. Denn es wird regelmäßig frisch gestochen – im Leopoldskroner Moor. Moor besteht zu 95% aus Wasser und benötigt 1 Jahr, um 1mm zu wachsen. Und erst zu 5% ist das Moor wirklich erforscht – spannende Geschichte. Übrigens gibts auch reichlich Moorprodukte für Tiere.

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Nach den Verkostungen von supersaftigem Moorbrot der Bäckerei Schmidhuber, einem Stamperl Trinkmoor und Moor-Canistrelli wartet abends aber noch eine ganz andere Herausforderung auf uns: Kochen mit dem Haubenkoch Günther Grahammer, der mit seinem „cook and wine“ ein ganz neues Konzept anbietet. Mit von der Partie ist seine Schwester Laura, ihres Zeichens ausgebildete Weinexpertin, die für die Weinbegleitung zuständig ist.

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Gemeinsam bieten sie in einer ehemaligen Auto-Verkaufshalle Kochkurse, eine Vinothek und eine Weinbar an – zudem agieren sie als Location für Events, Incentives und Hochzeiten. Ein wie mir scheint geniales Konzept und fast nichts erinnert in dem farblich und atmosphärisch wunderschönen Ambiete noch an Autoverkauf. Schon gar nicht die einladend gedeckte Tafel und der Küchenblock, der mit kompetenten Messern, Schürzen und Schneidbrettern unser harrt.

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Gekocht wird Salzburger Hausmannskost von Brezlknödl und Eierschwammerlgulasch bis zu Topfenstrudel, bereichert um ordentlich Schlagobers während des Kochvorgangs und begleitet von zahlreichen Verkostungsgläsern – auch ein Weinviertler DAC aus Poysdorf war dabei. Kochkurse kannte ich bislang nur aus Peking und Laos – und dort ging es bei weitem nicht so locker und angenehm zu wie bei uns in Salzburg Gnigl bei Günther Grahammer. Außerdem weiß ich jetzt, wie man richtig Eierschwammerln putzt, die Suppe korrekt aufschäumt und zeit- und geruchssparend Knoblauch schält.

Highlights aus dem Kursprogramm von cook&wine: Ladies cooking, Kinderkochkurs, Brot backen, Steaks&more, Haubenküche und noch vieles mehr. Ein würdiger Abschluss nach drei Tagen in und um Salzburg mit Almkanal – Ersterkundung und – Mein 31. Mal. Geschätzt.

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HINWEIS: Ich wurde von Salzburg Tourismus und KreativReisen Österreich dazu eingeladen, Salzburg zu besuchen. Die Ansichten in diesem Artikel sind jedoch die meinen.


 

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