Top Ausflug: Retz, oben drüber und unten drunter

Oben hui und unten drunter auch hui: Das ist der Hauptplatz von Retz, der oberirdisch pittoresk und unterirdisch spannend ist. Und immer gehts auch um Wein – vor allem drunten im Erlebniskeller.

20 Kilometer lang und bis zu 20 Meter tief in drei unterirdischen Geschoßen: Nein, ich spreche nicht von einem Autobahnkreuz in den USA, sondern von einem typisch österreichischen Weinkeller. Besser gesagt, von einem Kellersystem aus Röhren und Tunnels, all das tief unter der Erde, begehbar, herzeigbar und vor allem historisch gewachsen. Der Retzer Erlebniskeller ist ein Bauwerk, das aus einstigem Meeressand besteht und ganz typisch für das Weinviertel ist. Nirgends auf der Welt (okay, in Südmähren gleich über der Grenze ganz nah) gibt es diese typisch Polt´schen Kellergassen mit den unterirdischen Kellern und Presshäusern. Trift oder Wadi sagt man auch gerne  – als Kenner im Weinviertel.

Die Kellerkatze begleitet uns durch den weitläufigen riesigen Erlebniskeller in Retz.

Oberirdisch beginnt man am Retzer Hauptplatz, bestreitet unterirdisch fast eineinhalb Stunden und kommt dann praktischer Weise beim Althof Retz in der Vinothek wieder ans weinselige Tageslicht. Während der Führung erfährt man alles über Retz, den Weinbau und die Geschichte des Weintrinkens – sehr anschaulich dargestellt: Über Dionysos und Kleopatra bis zu Bacchus und den Römern, eh klar.

Dem Weinviertel tut es ganz gut, mit dem Retzer Erlebniskeller mit einer Ganzjahresattraktion aufwarten zu können, die auch in den unfreundlichen Gatsch-Monaten besucherwirksam ist: So eine ist (unter mehreren) der Retzer Weinkeller, der auch im Jänner und Feber am Wochenende ohne Reservierung begehbar ist. Und das bei permanenten 10 Grad. Im Winternebelwetter des Weinviertels ist das eine angenehme Temperatur und im siedendheißen Staubsommer des Weinviertels ebenso (Ich darf das so empirisch ausdrücken, denn ich bin erprobte Weinviertlerin).

Multimedial aufbereitet

Der Retzer Erlebniskeller ist das ganze Jahr sehenswert, das Abschlussachterl in der gemütlichen Vinothek des Althof Retz das ganze Jahr trinkenswert.

Hunde dürfen übrigens bei der Führung mit dabei sein, wenn sie großes Interesse und auch Fachwissen an den Tag legen. Kein Thema wegen Gärgas und so….

Noch mehr Tipps für einen Ausflug ins Retzerland:

  • Der Nationalpark Thayatal – mit Wildkatzenfütterung, Wanderungen und einem atemberaubenden Ausblick auf die Burg Hardegg
  • „In den Wind – in die Flügel“ – Aufstieg zur Retzer Windmühle und Windmühlheuriger
  • Einkehren und Nächtigen im Althof Retz – Die Winzerzimmer und der neue Dachpool
  • E-Bike Tour im Retzerland mit Pause in Pollaks Retzbacherhof
  • Rauf auf den Stadtturm und runterschauen: Das ALLES ist „unterkellert“…


HINWEIS: Drei Reisebloggerinnen sind für den Sommerblog der TOP AUSFLUGSZIELE Niederösterreich von April-September unterwegs. Da wir (so wie Sie wahrscheinlich auch) nicht gratis arbeiten, entstand dieser Beitrag in entgeltlicher Kooperation. Die Meinung im Artikel ist dennoch unverkennbar meine eigene.

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