Top Ausflug: TIPPS für den Nationalpark Thayatal – Wildkatzenalarm!

„Born to be wild“  – sind die Wildkatzen im Nationalpark Thayatal. Aber in der größten Wildkatzenanlage Österreichs im Nationalpark Thayatal haben sie´s auch ganz fein, die Frieda und der Carlo. 

Einen Nationalpark erkundet man nicht einfach so im Vorübergehen. Also heißt es ordentlich Zeit einzuplanen, wenn man die beiden Nicht-Stubentiger Frieda und Carlo in der kleinsten Stadt Österreichs, in Hardegg ganz oben im Waldviertel, besuchen möchte. Einen ganzen Tag sollte man also schon mindestens veranschlagen, wenn man auch noch die Burg Hardegg, die Thaya, die Wanderwege und Aussichtspunkte, eine Kaffeepause und Spielzeit für Kids und Hunde unterbringen will. Danach sind ganz sicher alle müde – garantiert.

So haben die beiden bei unserem Besuch 2012 ausgesehen. Diesmal war ihnen wohl zu heiß für ein Posing…

Hunde und Wildkatzen im Nationalpark Thayatal

Hunde – weil ich grad bei meinem Lieblingsthema bin – ja, Hunde sind beim Besucht des Nationalparks erlaubt. „Überall?“, so meine Rückfrage voll leidvollen Erfahrens… „Ja, überall, auch in der Ausstellung, im Kinosaal, im Freigelände – bitte an der kurzen Leine und wenn viele Kinder da sein sollten: Für alle Fälle den Beißkorb mitnehmen!“, so die Antwort von Barbara an der Kassa des Nationalparkhauses. Selbstredend sind wir einmal mehr vorbildlich unterwegs – zumindest rund um das Nationalparkhaus.

Das Tolle an den Wildkatzen im Nationalpark Thayatal? Wildkatzen galten als verschollen – bis 2007- seitdem wurden wieder welche gesichtet. Die beiden Wildkatzen vorort dürften dieselben sein, seit ich das letzte Mal hier oben war, aber ihr Gehege ist nun mit 400m² deutlich größer angelegt als damals. Sie stammen aus den Zoos in Wels und Innsbruck. Ihre Fütterung kann man am Nachmittag mitverfolgen. Zuvor begeht man den Entdeckerraum (tested by Coffee, the dog) und sieht sich den Film im großen Kino an. Danach folgen einige aktuelle Schautafeln („Naturgeschichten“) aus der jüngsten und nicht so jungen Vergangenheit: Stacheldraht, Eiserner Vorhang, die Thaya als Sommerfrische. Am Wochenende und in den Ferien gibts Forschungsprogramme für die Kids in der Werkstätte. Das Katzen-Foyer, in dem von innen die Tiere draußen in ihrem Gehege beobachten kann, ist sehr luftig und großzügig! Neben den Wildkatzen ist aber die Natur der Star im Nationalpark Thayatal und die beginnt natürlich gleich vor der Tür.

Rund um das Nationalparkhaus Thayatal

Wir schlendern über den Erlebnisspielpark, die „Außenküche“ mit einer großen Feuerstelle, das Baumhaus und den Wasserspielplatz bis zu den Kletterwänden und schließlich zum Bauerngarten. Den Fuchsbau hatte Coffee für eine überdimensionale Hundehütte gehalten (sein Lebenstraum) und mir hat besonders die überdimensionale begrünte „Welle“ zugesagt – beeindruckend plätschernd!

Im Bauerngarten begleiten uns Katzenwegweiser, so starr und unbeweglich mag Coffee seine Todfeinde am liebsten.  Gleich über der Straße beginnen die ersten beiden Wanderwege: Der Hennerweg, der zu einem atemberaubenden Aussichtspunkt führt (übrigens durch den schattigen Wald) und unterwegs einige Hand-On Stationen für ungeduldige Kids aufwartet. Abzweigen kann man von dort auf den Wildkatzenweg (Einsiedlerfelsen!), der östlich von Hardegg wieder kehrt macht. (Jetzt hätte ich fast „Kellerkatzenweg“ geschrieben – weil Retz mit seinem unterirdischen Keller und den Kellerkatzen quasi um die Ecke liegt). Wer sich auskennt (oder von Barbara im NP Haus beraten lässt), findet den Abzweiger vom Kirchensteig hinunter Richtung Thaya – und erspart sich so zwar keine Höhenmeter, dafür Zeit.

Übrigens hat das Nationalparkhaus nicht nur ein gut sortiertes Shop, reichlich Prospektmaterial über die Region rund um die Thaya und sämtliche Broschüren über alle TOP AUSFLUGSZIELE Niederösterreichs, sondern auch ein sehr schönes Café mit einer äußerst entspannenden Terrasse und zuvorkommenden Mitarbeiterinnen: Coffee bekam sein Wasser unaufgefordert noch vor meinem Coffee, äh Kaffee und wurde noch zweimal nach seinen Wünschen gefragt quasi, während ich reichlich an den Chili-Kürbiskernen knabberte. Übrigens gibt es auch eine gut gefüllte Speisenkarte (ganztags warme Küche) und eine Eiskarte, nicht unerheblich für Familienausflüge.

„Nichts berührt wie das Unberührbare“ – so ist der Leitspruch der Dachmarkenkampagne 2017 der Nationalparks Austria – übrigens gibt´s eine hochinteressante und spannende Broschüre, die mein wissender, ewig wandernder Kollege Martin Moser von gehlebt.at getextet hat: Lesenswert, berührende Einblicke: Hier runterladen. 

„Die Natur bittet um Rücksicht und Ruhe“ – das gefällt mir. Unbedingt vor oder nach dem Besuch auf der ausführlichen Website des Nationalparks schmökern!

Noch mehr TIPPS für einen Ausflug zum Nationalpark Thayatal 2017:

  • Wildkatzen Nachtwanderung durch den Wald und anschließende Fütterung: 8., 15., 22. und 29. Juli 2017. Weitere Termine online!
  • „Ein Fluss schläft nie“: Theater am Flussufer – 17. Juni 2017 bei der Thayabrücke www.sbw.at
  • Jedes Weekend und Feiertags: Kurzführung „Wildnis schnuppern“ um 14 Uhr, Wildkatzenfütterung um 15:30 Uhr.
  • E-BIKE Verleih direkt beim Nationalparkhaus. Superpraktisch.
  • Für KIDS: Feriencamp, Ferienprogramme in der Forschungswerkstätte, Kinderführungen und die JUNIOR RANGER WOCHE: www.np-thayatal.at
  • Holen Sie sich das „Nachtwächter“ Brevier im Nationalparkhaus und erkunden Sie die historischen Stationen in Hardegg.
  • Wanderkarten und Wandertipps gibts reichlich im Nationalpark-Haus, die Damen dort kennen sich wirklich aus in der Gegend! Es gibt auch einen Kinderwanderpass mit wichtigen Stempelstellen. Ganz schnell ist man übrigens über der Thaya in Tschechien und folgt dort den Wanderwegen mit den Buchstaben A-D. Fragen Sie auch nach der Nachtwächter – Route, so bekommen Sie den geheimen Code für das Guckkastenmuseum im Ort 🙂
  • Guckkasten Museum Hardegg: Ein altes ehemaliges Klassenzimmer als Heimatmuseum mit Kurzvideos – sehenswert! Rein kommt nur, wer den geheimen Code hat…
  • Die kleinste Galerie in der kleinsten Stadt Österreichs – und das in einem denkmalgeschützten Häuschen nahe der Thaya. Eintritt frei!
  • Für Hundebesitzer: Gleich daneben ein winziges Gässchen, das zu Lager- und Badeplätzen am Fluss führt und links davon ein Trinkwasserbrunnen – für Wanderer und Ausflügler auch wissenswert, denn das Gasthaus an der Thayabrücke ist schnell mal überfordert mit überraschenden Feiertags-Ausflüglern… 🙂
  • CAMPER TIPP: WOMO-Stellplätze direkt vor dem Nationalparkhaus für durchreisende Camper, das LOB ICH MIR! Natürlich kann man auch im Gasthof Hammerschmiede oder in Privatzimmern nächtigen.
  • Die Burg Hardegg liegt sowas von pittoresk über der Thaya…und erkunden kann man sie ganz allein ohne Führung und ohne Eintrittskosten. Parken beim Uhrturm.
  • Die einzige Perlmutt – Manufaktur Österreichs ist nur 6 Kilometer entfernt und für die Region ebenfalls typisch!

HINWEIS: Drei Reisebloggerinnen sind für den Sommerblog der TOP AUSFLUGSZIELE Niederösterreich von April-September unterwegs. Da wir (so wie Sie wahrscheinlich auch) nicht gratis arbeiten, entstand dieser Beitrag in entgeltlicher Kooperation. Die Meinung im Artikel ist dennoch unverkennbar meine eigene.

 

Wie hat Dir dieser WIEDERUNTERWEGS Reisebericht gefallen?