Cabrio-Überlandpartie: Montags in die Wachau

Mit einem funkelnd roten Mazda MX5 Roadster durch Niederösterreich – erster Stop in der Wachau: Wow –  nur Coffee was not really amused.

Im Cabrio durch die Wachau – Wow

So schön hatte ich mir das gedacht: Wie einst Gunther Philipp und Peter Weck in den 1960er Jahren im Mariandl-„Neu“-Film düsen wir zu dritt im offenen Cabrio durch die Wachau. Taten wir auch, allerdings an einem Montag (weil ich liebe ja antizyklisches Leben)  – und da müssen die Wachau-Wirte leider vielerorts trotz sonnigster Hochsaison rasten, ruhen oder auch langfristig betriebsurlauben. Dabei waren wir nicht wegen des Schmausens in der Wachau #wiederunterwegs, zumindest nicht ausschließlich.MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (19 von 132)

Wir hatten für einige Tage den Mazda MX5 Roadster, sprich Cabrio, den meistverkauften Roadster der Welt, in funkelndem Kirschrot zu unserer Verfügung und als bekennender NÖ – Fan wollte ich mit Hund zu meinen Beinen (als Beifahrerin wohlgemerkt) ein paar schöne Platzerln in NÖ per Cabrio erkunden. Die schönen Platzerln fanden wir natürlich auch, den Hunger am Nachmittag (Tipp: besser um 12 Uhr mittags hungrig sein!) mussten wir dann aber bis ins heimatliche Weinviertel aufschieben. Coffee war zu aufgeregt zum Fressen, wir hätten allerdings schon etwas vertragen.MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (33 von 132)

Dennoch: In Niederösterreich gibts so viele schöne Platzerln und Ausflugsziele, dass sich die eine oder andere Überlandpartie (frei nach Hermann Leopoldi) stets lohnt. Am ersten Tag konnte ich auch noch für meine beschränkten Bandscheiben-Verhältnisse recht behende ein- und aussteigen, obwohl die Einstiegkante deutlich unter meinem Knie lag. Auch die Tatsache, dass wir während der Fahrt die Weinstöcke einmal eher von unten betrachteten, tat dem Fahrvergnügen (bei mir) keinen Abbruch. Allein der Verkehr fällt uns viel deutlicher auf, als hoch droben im Humboldt thronend. Der permanente Lärm ist natürlich ebenfalls viel unmittelbarer.

Wald Luft Licht Sonne Wachau.

Aber der 360 Grad Rundum-Blick im Roadster – der WALULISO Blick sozusagen (Wald-Luft-Licht-Sonne, wer zu jung ist, um das zu verstehen) – entschädigt mich für die drängelnden männlichen BMW- und Audi-Fahrer, die einfach nicht verstehen können, wie man sich in einem solchen Gefährt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten kann. Überhaupt orte ich als weibliche Roadster-Fahrerin mit vierbeinigem Beifahrer noch mehr Aggression auf der Straße als gewöhnlich – und als mittelalterliche Frau am Steuer eines solchen Boliden kann man eigentlich ohnenhin fast nichts richtig machen – in den Augen der männlichen Straßenmitstreiter.MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (69 von 132)

Deswegen mein Cabrio-Highlight: Allein oder zu zweit kurvenreich und oben offen über einsame Landstraßen düsen, ohne Verkehr, ohne Gepäck, ohne Hund und v.a. ohne Chinesisches Essen im Kofferraum, das ausrinnen könnte: Das war dann das wahre Cabrio-Feeling, das ich aber erst am 4. Tag meiner Cabrio-Challenge erlebte – daheim im Weinviertel.20160722_111231

Zurück in die Wachau: Wir starteten mit einem Kaffee in erster Reihe fußfrei an der Donau in Krems im unschlagbar schön gelegenen Café Wellenspiel – das übrigens durchgehend Küche hat – ein nicht zu verachtender Umstand, den wir aber erst später am Tage zu schätzen wussten. Direkt am Treppelweg und Donauradweg gelegen, kam auch Coffee in den Genuss von nassen Pfoten und ein bisschen Donau-Kontakt. In Dürnstein, wo das Kuenringerbad sehr einladend dreinschaute (mit Hund natürlich ein Unding), nahmen wir uns Zeit für ein kleines Foto-Shooting, da überall sonst leider Menschen- und Automassen lauerten.MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (34 von 132) MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (37 von 132)MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (30 von 132)MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (60 von 132)

Für unsere zukünftigen Cabrio-Ausfahrten gilt also: Je einsamer die Gegend, desto besser. Als frischgebackene temporäre Cabrio-Fahrer fielen wir in unserem hübschen Gefährt zudem mehr auf, als es uns lieb war. Die Erkenntnis des Tages: Cabrio-Fahrer scheinen nicht zu den beliebtesten Zeitgenossen gehören. Campervan Fahrer sind zwar auch nicht unmäßg beliebt, aber die werden auch nicht heimlich beneidet. Dafür genossen wir die Weinberg- und schattigen Wald-Etappen umso mehr.MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (90 von 132)

In Spitz an der Donau („Mariandl-Alarm“) war das empfohlene Strandcafé leider geschlossen, die Männer retteten sich mit einer Leberkässemmel aus dem Supermarkt über die weitere Tatsache, dass auch die beiden Heurigen (die online ganztags geöffnet waren) in der echten Wirklichkeit erst abends geöffnet hatten, bzw. ruhten.

Dafür war Spitz entzückend zum Spazierengehen (Parken in der Nähe des Bahnhofs!) und der Wachauerhof wäre mit seinem Kastaniengastgarten einladend offen gewesen, bewirtete aber gerade eine größere Bustruppe. Weiter gings bis nach Emmersdorf, wo der Besuch des Strandes für Hund und Mensch leider wegen Wolkenbruchs ins Wasser fiel. Den Dampf aus dem geschlossenen Cabrio konnten wir wenig später am rechten Donauufer aus dem Auto lassen, als es in kürzester Zeit wieder extrem heiß geworden war.MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (82 von 132) MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (89 von 132) MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (94 von 132)MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (100 von 132)

Einen tollen Badeplatz mit Jausenstation (Hunde meines Wissens nicht verboten) gibt es am rechten Donauufer bei der alten Donaubrücke in Mautern gegenüber von Krems (Danke für den Tipp, den ich bei der letzten Überlandpartie nach Krems erhalten habe). Wir parkten direkt beim Römermuseum beim Kastell (NÖ-Card, Hunde erlaubt!)      

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Danach starteten wir unsere schöne Bergetappe mit dem Mazda MX5 Cabrio: Hoch über Krems führte uns das Navi zum genial gelegenen Ausflugsgasthaus Schwarz-Alm mit Blick über das gesamte Donautal und mehr (3 Wochen Betriebsurlaub), die Auffahrt ging durch kühlende Wäldchen und pittoreske Weingärten. Einen Versuch hatten wir noch: Das wunderschön gelegene Weingut Hutter war mir mit seinem tollen Gastgarten mit Grafenegg-Blick noch in kulinarisch ausnehmend guter Erinnerung: Wir tranken einen köstlichen roten Traubensaft, aber die Köchin war leider nicht mehr zugange. Erst wieder abends! Daneben gäbe es noch den ausgezeichneten Winzer Stoiber, der allerdings ruhte und Urlaub hatte. Oder so ähnlich. Das war dann auch schon egal 🙂MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (108 von 132) MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (113 von 132) MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (125 von 132)

Angeblich soll die Marillenernte heuer ja endenwollend sein. Diesen Eindruck hatten wir nicht, die Marillenbaumhaine in der Wachau bogen sich vor riesigen Früchten und direkt beim Weingasthof Aufreiter (Küche erst wieder ab 18 Uhr) startet der schön ausgeschilderte Marillen-Wanderweg. Wir aber klappten unser Verdeck zu, verstauten Coffee wieder bei den Beinen und fuhren heim ins Weinviertel (Landgasthaus Tuttendörfl bei Korneuburg: Ruhetag).MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (122 von 132)

Unser erster gemeinsamer Tag im Cabrio hatte uns doch alle sehr angestrengt. Anderntags (Dienstag) gings dann weiter per Cabrio auf Sommerfrische ins Piestingtal und ins Schneeberg/Rax-Gebiet, wo wir mit gutem Gewissen sagen können: Dort setzt man auf den Dienstag als Ruhetag.

Aber Cabriofahren mit Hund ist super…

…vorausgesetzt, dass der Hund in die Handtasche passt. Noch zwei weitere Tage waren wir im achtbeinigen #wiederunterwegs Team in der Sommerfrische der Wiener Alpen unterwegs – auch sehr sehr lesenswert!MazdaMX5_Wachau_web_Juli2016 (40 von 132)

Einkehrtipps auf unserer Tour:

  • Café Wellenspiel, Krems
  • Weingut Hutter, Krems
  • Schwarzalm, hoch über Krems
  • Strandcafé Spitz
  • Badeplatz Mautern
  • Weingasthof Aufreiter

Alle Fotos im FLICKR FOTOALBUM:
Mit Cabrio und Hund durch die Wachau

TIPPS: Noch mehr Überlandpartien in Niederösterreich – Ausflugstipps:


HINWEIS: Der Mazda MX5 wurde mir von Mazda Österreich für einige Tage zur Verfügung gestellt. Der Artikel entstand in Kooperation mit Mazda. Danke an Krems Tourismus für die Kulinarik-Tipps.

 

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