#Innradweg14: Zwischen Landeck und Imst

Da kommt man harmlos als „Genuss-Radlerin“ nach Tirol und merkt erst vorort, dass hier in dieser Region Tirol-West nicht nur das Genuss-Radln sondern auch Genuss&Kulinarik großgeschrieben werden. Eigentlich wollte ich nur einen kleinen lokalen Snack im Post Gasthof Gemse in Imst nehmen; aber da bin ich schon mittendrin in den #Genussrouten von Tirol West. Da gehts um Brot, Zwetschken, Schokolade und – hochinteressant und mal was anderes 🙂 – Quellkeimlinge. Aber von vorne.

Zuerst bekomme ich von Michael von den Landecker Verkehrsbetrieben einen ganz privaten Transfer für mein vor Dreck strotzendes, schwer bepacktes Velo und mich (nicht minder verschmutzt von der Regen – Etappe) von Scuol nach Landeck; obwohl uns auch der Postbus mitgenommen hätte. Und Hut ab: Egal wo man in Landeck aussteigt oder stehen bleibt, der Innradweg ist allerorten sehr präsent ausgeschildert. Die perfekteste Radweg-Beschilderung (heute von Landeck über Zams nach Imst getestet) seit langem. Da blieben wirklich keine Fragen offen.

Aber zuerst im Post Gasthof Gemse lerne ich gleich einen der wichtigsten gastronomischen Protagonisten der Region kennen: Seppl Haueis ist nicht nur der Chef des gstandenen Tiroler Wirtshauses, er ist auch „Wasserpionier“ und Mitglied bei der Genusswerkstatt Tirol West, die zusammen die Genussrouten vermarkten. Aber vorher verkoste ich – gemeinsam mit Verena Reich vom Tourismusbüro den lokalen Frischkäse, die Kürbissuppe mit Kaspressknödeln und endlich die berühmte „Stanzer Zwetschke“ – die man auf einer der Genussrouten im Umland von ihrem Ursprung an bis ins Glas „verfolgen“ kann.

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Ein kurzer Radlsprint bringt mich durchs mittlerweilen sonnig warme Zams (das hab ich mir heute verdient) zurm Zammer Lochputz, einer mystischen Klamm, durch die mich der Kräuterexperte Christian Strobl führt. Auf der Aussichtsplattform beim großen Wasserfall halten wir für einige Minuten inne, um die Stimmung dort einzufangen: Wassertropfen, Getöse und kurz mal nichts tun. Schwierig für mich, aber so notwendig 🙂 Nach den 300 Stiegen wieder unten beim Kraftwerk angekommen, kann ich gleich wieder in den Tiroler Kulinarik Genuss eintauchen: Bäcker Alfons Wachter lässt mich höchstpersönlich das Tiroler Urbrot „Tiroggl“ kosten und erzählt von der Kraft der Berge, die darinnen steckt. Auf einer eigenen Genussroute erkundet man zuerst die DInkel- und Roggenfelder rund um Zams, dann das Wasser zum Backen – im Zammer Lochputz – und zum Schluss darf man das Produkt direkt in der Bäckerei verkosten.

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Nach den vielen kulinarischen Erlebnissen des Tages – das hatte ja schon in der Schweiz mit der üblichen Engadiner Nusstorte und dann einer Jause mit der typischen „Salsiz“ Wurst begonnen, muss ich aber endlich wieder mein Velo satteln: Imst steht noch am Programm. Die Fahrt dorthin ist ein einziger Wellness-Ride: Endlich Sonne und Wärme, Felder voll gelbem Hahnenfuß und lila wildem Salbei, Pferde, Kühe, Holzschupfn und auch endlich wieder der Inn – ganz nah. Wieder bin ich froh, per E-Velo unterwegs zu sein, nicht nur wegen der zahlreichen  Tiroler Kostproben, die ich im Rucksack geschultert habe, sondern auch wegen dem ordentlichen Gegenwind.

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Aber so ein Tag in Tirol ist nicht so bald zu Ende: Imst kenne ich eigentlich nur vom Passieren auf der Autobahn, heute spaziere ich mit meiner eigenen Fremdenführerin Conny durch  das Imst der 40 Brunnen, den Oberort mit der Vogelfänger-Gasse und durchs Steffl-Waldele entlang dem Kalvarienberg. Einige Häuschen sind in den Felsen hineingebaut und werden noch bewohnt, und die Operette „Der Vogelhändler“ spielt auch hier – erkennbar an den Imster Trachten.

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Den Abschluss meines Radl-Tags bildet, wie könnte es anders sein, wieder ein Häppchen Kulinarik. Diesmal in Form der Imster GeNusstorte mit Preiselbeeren von der Konditorei Regensburger. Eigentlich wollte ich ja nur radfahren am #innradweg14….

 

 

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