Heiße Donauinsel-Idylle mit Hund

Das Gute liegt so nah: Dort wo ich früher oft stundenlang rumgeradelt bin, entpuppte sich die Donauinsel bei L.E. als Hundebadeparadies für anspruchsvolle, lauffreudige, bellwütige schwarze Hunde.20150917_105707

Am angeblich letzten heißen Tag des Jahres (17.9.2015 – stimmte aber nicht, denn einen Tag danach ist es im Weinviertel immer noch heiß) wollte ich noch einmal HItze, Sonne und Wasser tanken – mit Hund.

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Nach den vielen Badeausflügen heuer (Hirschstetten, Süßenbrunn, Kamptal, Hundestrand Caorle, Hundestrand Floridsdorfer Brücke 🙂 etc) und den damit verbundenen Hunde-Affinen Problemen (Gekläffe, Gekläffe, Gekläffe) – stand mir der Sinn nach einer gemütlichen Wanderung in Hundebegleitung mit Wasserzugang – möglichst ohne Fremdhundkontakt (Gekläffe!) und vielleicht sogar ein wenig leinenlos (Luxus).

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Ich parkte also dort, wo früher so viele Radtouren meines hundefreien Lebens und mein Schrebergarten Lebens (anno 1971) begonnen hatten, beim Einlaufbauwerk Langenzersdorf an der Donau.  Dank des unbezahlbaren Tipps von Hundetrainer Wolfgang Seywald gingen wir nicht wie geplant auf der Autobahnseite Richtung Floridsdorf – sondern auf der Donauinsel und dort am Treppelweg entlang zum eigentlichen Ziel: Hundestrand bei der Floridsdorfer Brücke.

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Offiziell ist hier natürlich überall Leinen- oder Maulkorbpflicht, aber der Treppelweg ist überhaupt m.E. „Begegnungszone“; denn die Radfahrer radeln dort verbotener Weise (und sie radeln wirklich, sie rasen nicht wie oben am Damm), die FKKler verbreiten geruhsame Gelassenheit und die wenigen Hunde, die unterwegs waren, wollten auch nur das eine: Wasser und Rennen.20150917_112902

Deswegen durfte Coffee – weil vormittags fast nicht los war – fast sofort leinenlos unterwegs sein und quittierte dies mit einigen Freudentänzen im Wasser.


Solcherart dehnte sich die Wanderung dann auf sehr gemütliche 10 km mit zahlreichen Bade-Abstechern aus – Sandstrände, Schotterbuchten, viel Schatten – eine Oase auf vielen Kilometern. Coffee fand schnell (manchmal etwas unpassenden) Anschluss an FKK-Badende – wann er einzelne Männer aber verkläfft und wann er sich sofort verliebt an sie ranschmust – das hab ich noch nicht rausgefunden. Belehrt über Hundeerziehung, Jagdtrieb und Belohnungsverhalten (sowie die Flüchtlingssituation in Österreich) wurden wir natürlich auch – denn gerade hundelose FKK Menschen scheinen zu jedem Zeitpunkt Hunde-Experten zu sein.

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Nachmittags war dann in den vielen versteckten Buchten deutlich mehr los, aber da waren wir schon am Heimweg. Leinenlose Hundebegegnungen sind soviel unkomplizierter als das Gezerre an der Leine – wenn das nur bei uns daheim im Weinviertel #hintaus auch so ginge – – aber da lauern ja tausende Hasen, Rehe, Mäuse und Rebhühner, die verfolgt werden müssen. Während des Spaziergangs  haben wir viele Rückruf Übungen und andere Mätzchen eingebaut, zur Weiterbildung sozusagen – in Freiheit lernt sichs ja viel ungezwungener. Damit hatte sich auch der Hundestrand an der Floridsdorfer Brücke erübrigt.

20150917_114819Die altbekannten Kläff-Attacken beim Baden beschränkten sich diesmal auf die jeweils 2*10 Minuten, in denen ich mich im Wasser erfrischte – das Frisbee hatte ich wegen der großen Aufregungsneigung gar nicht erst ausgepackt – war gut so, Coffee hat sich die Unterhaltung diesmal selbst gefunden. Ohne Leine ist alles gut. Der nächste Hitzesommer kann vor mir aus sehr bald wieder kommen.20150917_120358


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