Bad Hall: Köstlichkeiten für jede Gelegenheit

Kulinarische Tipps für die genussreiche Gesundheitsregion im Traunviertel

by Angelika Mandler-Saul

Wer in der Gesundheitsregion Bad Hall urlaubt, genussvoll kurt, ausgiebig wandert, radelt oder golft – bei dem wird er sich sich über kurz oder lang einstellen: Der Hunger. Kulinarische Anregungen für jede Gelegenheit.

brettljause furtmühle
Jause bei der Furtmühle

Einkehren und Genießen in Bad Hall

Unterwegs in Bad Hall stellt er sich bei uns immer recht schnell ein, der Hunger. Denn wir sind dort im Traunviertel meist „auf Achse“: Entweder beim Radeln, mit dem Hund beim Wandern oder Spazieren unterwegs – da wird man eben rechtschaffen hungrig. Und sogar das Golfen in Bad Hall haben wir letztens zum allerersten Mal ausprobiert, danach brauchten wir erst recht eine Stärkung. Gut, dass sich immer eine Mostschenke, Jausenstation oder Wirtshaus in der Nähe findet…

So etwa am Hauptplatz: Der Hauptplatz von Bad Hall ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und besonders in der warmen Jahreszeit „spielt sich dort alles ab“. Wenn es am frühen Abend kühler wird, treffen sich dort Radler, Wanderer, Kurgäste, Einheimische und Urlauber gleichermaßen und das Flair wird fast ein wenig mediterran. Ob beim Eiscafé, Aperol Sprizz oder sauren Radler im Badhaus, bei einem original Bad Haller Taler und einem Espresso vom Café Urbann oder gegenüber bei einen Spritzer in der Weinstube – hier wird man sicher fündig, egal wonach einem der kulinarische Sinn nach den Tagesaktivitäten stehen mag. Aber auch rund um Bad Hall – Richtung Adlwang und Pfarrkirchen – entlang der ausgeschilderten Radl- und Wanderwege: Lohnende Einkehrmöglichkeiten gibt´s einige.

kreisverkehr bad hall
Mehrere Cafés, die Confiserie Urbann und das Badhaus: Hier ist meistens was los

Die Gastrobroschüre
Den Kulinarikführer von Bad Hall kann man sich zum Gustieren auch schon bevor der große Hunger kommt und vorab als Pdf ansehen oder runterladen. Dort finden sich auch verbindliche Infos zu den Öffnungszeiten: Unbedingt vorher checken, ob und wann geöffnet ist!

Sich bodenständig stärken

Nach einer Wanderung oder einer Radltour (nachlesen: Radregion Bad Hall, wir haben sie getestet!) steht UNS meist der Sinn nach einem deftigen, unkomplizierten Essen – gerne in Form einer Brettljaus´n – mit reichlich lokalen Getränken, versteht sich.

Derart fündig wird man schnell und höchst zufriedenstellend (mit dem Radl ist man ja schnell überall vorort) beim Heurigen Furtmühle. Dort sitzt man im gemütlichen Hof und Garten oder drinnen in der genialen Heurigenstube und kann sich an regionalen, bodenständigen Köstlichkeiten von Meterjause über Bradl im Rein bis zu selbst gemachten Bauernkrapfen delektieren. Immer einen Besuch wert, wie ich persönlich meine. Vor allem, weil (mir) dort der Most auch besonders mundet.

Nach unserer Radtour sind wir ebenso schon mal beim Weinheurigen Blumenhof eingekehrt, aber auch die Jausenstation Eisenhuber bietet sich für eine bodenständige Jause an. Beim urgemütlichen Eisenhuber kommt nur Fleisch aus der eigenen Verarbeitung auf den Tisch, Speck und Eier ebenso und im Hofladen kann man sich danach noch eindecken mit Säften oder Schnaps, natürlich hausgemacht. So wie die Mehlspeisen. Im Blumenhof wiederum gibt´s nicht nur die berühmte Brettljausn, Wein und Most, sondern eher schon auch Gasthausangebot.

Direkt am Hauptplatz lädt Katharinas Heurigenstube auch zum Draußen am Platz Sitzen ein – auf ein Achterl oder einen Snack aus der schönen Wochenkarte zwischendurch (nur werktags geöffnet). Ein offizieller Radlerstop für durstige und hungrige Kehlen ist im kleinen Schanigarten des Hallerhof eingerichtet – dort haben wir auf unserer Radtour genächtigt und uns sehr wohl gefühlt.

Übrigens: Wer immer schon in einem echten oberösterreichischen Vierkanthof schmausen wollte, kann das im urigen Schnürerhof – gleich beim Golfplatz Bad Hall – in der dortigen Jausenstation tun.

Gasthauskultur und Restaurants

Bei meinem ersten Besuch in Bad Hall durfte ich im Gasthaus Hametner mit dem schönen angeschlossenen Innviertlerhof mitten im Ort wohnen: Dort im Gasthaus isst man gutbürgerlich und das schon seit fünf Generationen unter dem Namen Hametner: Das Mittagsmenü bietet sich nach einem ausgedehnten Spaziergang durch den riesigen Kurpark Bad Hall an oder auch als Zwischenstopp bei der Radl-Rundtour.

Gasthof Hametner Entrée

Im chilligen urban Style wird man unweit davon am Hauptplatz im Badhaus empfangen: Dort locken nicht nur die modernen Zimmer, sondern auch der immer gut besuchte Schanigarten direkt beim Kreisverkehr (wer dort seinen Apéro trinkt, dem entgeht garantiert nichts), die verlockend gefüllte Kuchenvitrine des Cafés, ein Weinkeller und eine moderne Küche.

Wem der Sinn mittags nur nach einer Kleinigkeit steht, der schaut beim Ruzicka schräg gegenüber vorbei: Bistrogenüsse, Snacks und Delikatessen gibt´s dort – oder aber man stellt sich selbst eine kleine Jause zusammen und schnabuliert dann gemütlich unter den alten Bäumen im Kurpark. Alles geht dort und den Chef selbst kann man auch mieten – als Koch für daheim.

gasthaus heinz schanigarten bad hall
Schanigarten Gasthaus Heinz

Wer hingegen abends den Gasthausbesuch noch mit einem kleinen Spaziergang verbinden will, der macht sich (10 Gehminuten) auf den Weg zum gemütlichen Gasthaus Heinz und zur Resi Ganitzer: Dort steht eine „g´hörige“ Wirtshausküche auf dem Programm und wer will, nimmt im urigen Schanigarten dazu Platz.

Mit dem Auto rund um Bad Hall unterwegs und der große Hunger kommt auf? Oder nach der Wanderung durch den Hallerwald auf der Suche nach einer Stärkung?

In Adlwang empfiehlt sich das Gasthaus Aschauer am Kirchenplatz (dort ist auch die Wanderung durch den Hallerwald ausgeschildert) und besonders einladend ist das Landgasthaus Schnitzelwirt Bachmayr in Großmengersdorf. Denn: „Schnitzerl kann man nämlich immer essen“, würden meine Nichten sagen.

Schnitzelwirt Bad Hall
Beim Schnitzelwirt

Süßes & Kaffee

Ich wiederum bin der Meinung, dass ein Espresso eigentlich zu jeder Tageszeit seine Berechtigung hat und wenn daneben noch eine süße Kleinigkeit zu liegen kommt – warum nicht? Solcherart sind wir immer noch gerne beim Café Urbann eingekehrt: Wer in der Vitrine den Bad Haller Taler sieht, sollte zugreifen. Er ist eine lokale Confiserie Spezialität, die frisch sehr begehrt und deshalb „schnell weg“ ist. Den Urbann gibt´s seit 1853 – heute mit weiteren Filialen in Wels und Pasching.

Dem jungen Familienbetrieb rund um das/den Herzblutcafé sollte man aber unbedingt einen Besuch abstatten und sich durchkosten oder beraten lassen: Die eigene Kaffeerösterei kann nämlich so einiges und die winzigen Tischerln beim Eingang sind urgemütlich für einen Café zwischendurch. Und wie es einem Kurort wie Bad Hall wohlansteht, muss natürlich auch ein eingesessenes Kurcafé mit Eisverkauf seine Pforten im Kurpark geöffnet haben, in der Sommersaison sogar mit Tanzabenden – ganz so wie man es sich in Begleitung seines Sprudelkavaliers vorstellt.


Die Hofbackstube vom Knogler
Das ist echt „Echt Knogler“! Der supernette Konditormeister Wolfgang Knogler hat im Familienhof, dem Pointnergut in Pfarrkirchen aus 1512 (!), seine Backstube eingerichtet und ist in der ganzen Region für seine Schnitten, Kuchen, den Lebkuchen und vor allem seine Torten bekannt. Wir waren dort und haben ihm über die Schulter geschaut bei der Arbeit. Ich sage nur: Regionales Bio Dinkelmehl und Honig von den hiesigen Imkern, äh Bienen. Ein Handwerksbetrieb, wie man ihn sich vorstellt!

Ihr wollt einkaufen oder etwas Süßes mit heimnehmen für die Lieben? Jeden Samstag und Sonntag gibts Ab Hof bei Echt Knogler Süßes zum Mitnehmen – von 10 bis 14 Uhr!


Tipp für Selbstversorger zwischendurch: Hofläden und mehr

Dass in Bad Hall die Naturerlebnisse mindestens so wichtig sind wie Kurerfolg und Jodsole, haben wir ja schon bei jedem unserer Besuche vorort erlebt. Und zur Natur gehören natürlich auch unweigerlich die regionalen Produkte: Ich gehe am liebsten in die Hofläden einkaufen und wer beim Spazierengehen rund um Bad Hall die Augen offenhält, der stößt immer öfter auf die urigsten Hofläden mit den tollsten heimischen, hausgemachten und „ehrlichen“ Produkten. Ob Sanddorn, Haselnüsse, regionaler Wein oder selbstgemachte Marmeladen, Säfte und Liköre: Irgendwas braucht man immer.

Bauernmarkt: Jeden Freitag Nachmitag in der Eduard-Bach-Straße regional einkaufen.

-Regio-Kistl: Im Tourismusbüro Bad Hall oder online zusammenstellen

Feinkost Zellinger: Ein zweites Frühstück genießen, eine Radlerjause kaufen oder für daheim hausgemachte Knödel mitnehmen!

Holzhaus Eins: Dort kann man nicht nur fein essen, sondern im riesigen Hofladen aus dem Regionalfood-Sortiment auch was als Geschenk mitnehmen. Hier wird jeder fündig, auch bei den Mitbringseln.

Sanddorn vom Ranwallnerhof: Im Hofladen kann man sich was von den frechen gelben Früchtchen mitnehmen.

Wein Einkauf beim Rogl Armin: Der Winzer von Bad Hall.


Guads aus der Brunnhuab

-Brunnhubers Hofladen: Hier läuft einem das Wasser im Mund zusammen – alles hausgemacht, superfrisch und ab Hof: „Xöchts“, Speck und Eier sowie hausgemachte Säfte, Brot, Essig, Aufstriche, Marmelade und Mehlspeisen. Geöffnet Freitag ganztags und Samstag vormittag – dann gibts auch oft warme Ripperln! Auf die Website schauen lohnt sich beim Brunnhuaba – wegen der „Frischfleisch-Termine“! Aber auch wegen der vertrauenserweckenden und proaktiven, lobenswerten Infos zur Haltung ihrer glücklichen Strohschweine und der zutraulichen Angus-Rinder.


HINWEIS: Dieser Artikel entstand in entgeltlicher Kooperation mit Bad Hall Tourismus. Die Auswahl der Tipps und Meinungen in diesem Artikel sind allerdings meine höchstpersönlichen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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