Ist Thessaloniki einen City-Trip wert? 7 Tipps zum Selbst-Entscheiden.

Endlich – Ein Flugticket nach Griechenland (Mein 62. Reiseland!) in meiner Tasche. „Thessaloniki? Keine Insel? Nicht mal Athen?“ – Unverständnis macht sich in meiner Umgebung breit. Ja, meine Griechenland Erfahrungen starten mit Thessaloniki – der Stadt des Aristoteles und seines Schülers, Alexander dem Großen.

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Unterwegs mit Rad auf der Promenade – vor dem White Tower


„What do you think about Greece?“ – Fast jeder hier scheint sich persönlich für die Wirtschaftskrise zu genieren – und einhellig freut man sich über Touristenbesuch. Das ist hier in der Kongress- und Universitätsstadt nicht anders als auf den griechischen Inseln.

Thessaloniki – auch einen eigenen City-Trip wert?

Einige Reisetipps und viele Fotos sollen Euch helfen zu entscheiden, ob Thessaloniki einen eigenen Besuch wert ist – die AUA fliegt ja direkt – ich durfte die Aegean Airlines (Best domestic airline 2014 und 2015) via Athen testen.

Wer es also wagt, trotz der verlockenden Inseln und trotz GREXIT einen City Trip nach Thessaloniki ins Auge zu fassen findet hier ein paar Tipps.

Tipp 1 : Wohnen und Radfahren auf der Promenade – der Paralia.

20150616_181320Von meinem Businesshotel, dem Makedonia Palace Hotel, direkt am Meer gelegen, hatte ich einen einmaligen Blick auf das Meer und die vollkommen neu gestaltete und großzügig angelegte Promenade. Bevor sie so rausgeputzt wurde, war sie nicht vielmehr als ein kilometerlanger Müllplatz. Nun ist die Paralia ein blitzeblanker Höhepunkt der City: Zum Joggen, Flanieren, Radfahren, für den gepflegten Doggie-Walk … Auch bei Nacht ist was los.

Mit dem Rad gehts aber auch pfeilschnell in die andere Richtung, gen Concert Hall – einem hochmodernen Gebäude direkt am Meer mit Konferenzzentrum und Dachterrasse.

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An der Promenade selbst sind schnell einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erradeln: Der White Tower mit Museum, das Kunstwerk mit den Schirmen und das Denkmal für Alexander den Großen sowie Reste der ehemaligen Stadtmauern. Der Radweg ist übrigens vorbildlich breit angelegt.

Tipp 2: In die Geschichte eintauchen

Aristoteles („Freude ist die Gesundheit der Seele“) wurde hier geboren und die Stadt wurde einst nach der Schwester des Alexander dem Großen, benannt – Thessaloniki. Jahrhundertelang war sie dann hochbedeutend: Bei Römern, Griechen, Osmanen, Juden (nicht in dieser Reihenfolge), sie alle machten aus Thessaloniki einen Schmelztiegel von Völkern und Religionen – so wurde sie in der byzantinischen Zeit gar zur zweitwichtigsten Stadt nach Istanbul. Und diese historische Vergangenheit sieht man – trotz Krise – hier an allen Ecken und Enden der Stadt.

Auf den ersten Blick erblickt man in Thessaloniki ein graues Häusermehr, Straßen und viel Verkehr. Auf den zweiten sieht man an jeder Ecke diese Überreste jener vergangenen Epochen – Hier ein römischer Torbogen, dort ein arabischer Hamam, danach eine der vielen Kirchen aller Glaubensrichtungen sowie zahlreiche Moscheen.

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Tipp 3: Sooft Pause machen wie möglich – alles Durchkosten – #Genussreisetipps

An allen Ecken warten in Thessaloniki gut gefüllte und lebensfroh belebte Kaffeehäuser, Tavernen, Bäckereien und Gasthäuser. Man trinkt Kaffee-Frappée, Frozen Cappuccino, viel kaltes Wasser und offenen Wein. Zahlreiche Marktstände in der alten Markthalle aus dem 19. Jahrhundert fielen der Krise zum Opfer, dennoch konnte ich auf einer Markt-Walking-Tour viele Köstlichkeiten entdecken und verkosten – dazu gibt´s einen eigenen appetitlichen Artikel! Nette Lokale findet man in der Ober-Stadt oder dem hippen Ladadika Viertel. Sehr schön gelegen auch die KitchenBar am Pier beim Photo-Museum mit fulminantem Ausblick auf die Promenade.

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Jeder braucht mal ne pause.

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Tipp 4: Über den Dächern von Thessaloniki

Über wild gewundene Gässchen gehts von der City am Meer bergan zur Ober-Stadt mit den Resten der alten Stadtmauern, wo es eigentlich das wahre Thessaloniki mit verwinkelten Straßen und noch abenteuerlicher konstruierten Balkonen zu erleben gibt. Die Tavernen sind hier uriger und die Kaffeehäuser kleiner. Aber der Blick hinunter zur Sonne, die abends im Meer versinkt – ist genial.

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Blick von der Oberstadt Richtung Promenade

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Tipp 5: Shoppen und Flanieren – wer´s mag.

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In Thessaloniki müsste man eigentlich leben, die Stadt nicht nur besuchen. Jeder 10. hier ist ein Student und das merkt man. Die Straßen sind von Früh bis spät belebt – in der City und an der neu gestalteten Promenade.
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Tipp 6: Raufschauen!

Was an Thessaloniki besonders auffällt? Die Stadt der Balkone – Wer den Blick gen Himmel richtet wird schnell merken, dass man immer von irgendeinem Balkon hinter einer Yukka oder einer Bugainvillea beobachtet wird. Balkone müssen hier einfach sein. Und sie schmücken in den engen Gässchen ungemein. Man wird immer von oben beobachtet.

Tipp 7: An´s Meer nach Halkidiki!

Die Ferienhäuser der Bewohner von Thessaloniki stehen auf der Halbinsel Halkidiki – der Halbinsel mit den 3 Fingern – Kassandra, Sithonia und dem Berg Athos (Mädels dürfen die Klöster dort nur vom Meer aus besichtigen!) – je nach Verkehr 1-2 Stunden von Thessaloniki entfernt. Dort gibt´s dann endlich auch für mich Griechenland-Neuling den Standard-Griechenland Flair, den man ja hierzulande eigentlich gleich nach der Matura genießt. Damals flog ich aber stattdessen nach Orlando/Florida – wieder eine andere Geschichte. Und auf Griechenland hatte ich noch 25 Jahre – bis 2015 – zu warten.

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HINWEIS: Ich wurde von Marketing Greece eingeladen, Thessaloniki zu erkunden. Ich bedanke mich für die perfekte Reiseorganisation und -begleitung.  Weiters bedanke ich mich bei Aegean Air für die Übernahme der Reisekosten und dem Makedonia Palace Hotel für die Unterkunft direkt an der Promenade. Die Meinungen in diesem Artikel sind meine eigenen.


 


 

 

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