[7Ways2Travel] Grenzgenialer Roadtrip nach Ungarn

(WERBUNG) Blitzeblau, wendig und  willig – damit ist er schon sehr treffend beschrieben: Der Suzuki Swift, mit dem ich #grenzgenial zum Kultur Tanken nach Ungarn düse. Hundebefreit diesmal, denn Kultur & Hund verträgt sich leider nur bedingt.

Abschied. Immer kann er auch nicht mit, der Coffee.

Ein Roadtrip nach UNGARN: Grenz-Genial mit dem Suzuki Swift

Mit ganzem Namen heißt er Suzuki Swift 1.0 DITC SHVS, Hybrid flash und wenn da der ewige Wiener Stau nicht wäre, könnte ich mit ihm in guten zwei Stunden in Pannonhalma nahe Györ sein – denn dort will ich hin. Gut, dass ich mich vorher noch ein wenig zum Testfahren im Weinviertel abreagiert hatte – die blühenden Sonnenblumenfelder waren einfach zu verlockend und der Suzuki musste einfach mal ein wenig an die spannende Weinviertler Gegend gewöhnt werden. Schnell gewöhnt hatte hingegen ich mich an seinen wirklich verlockend kleinen Wendekreis – beim Wenden auf Feldwegen (Traktoralarm!) ist er unglaublich entgegenkommend. Sagte ich schon, dass er auch willig ist? Er ist es.

SIGHTSEEING TIPP mit dem Suzuki Swift: GRENZ-GENIAL in UNGARN

Pannonhalma ist eine wunderschön am Martinsberg gelegene ungarische Benediktiner Erzabtei, die auch zu dem bekannten Klösterreich gehört. Außer dem Stau hindert mich dann eigentlich nur noch die für mich überraschend kommende Vignettenpflicht an der Grenze, aber die turmhohen Schilder „Vignette: HIER“ kann man dann eigentlich eh nicht übersehen.

Pannonhalma

Übersehen habe ich allerdings bei meiner engagierten Ausfahrt gen Ungarn, dass meine Ungarisch Kenntnisse immer noch höchst rudimentär sind und ich lange nicht mehr in Ungarn gewesen sein dürfte: Denn haben die Ungarn früher eigentlich nicht recht gut deutsch gesprochen? Wenn ja, dann ist das vorbei – heute verständige ich mich mit Händen und Kreditkarte, um eine E-Vignette zu bekommen. Gut, ich hatte vielleicht nicht optimal recherchiert, aber eine E-Vignette ist in Ungarn ein halbmeterlanger Ausdruck, den man einfach irgendwo ins Auto legt. Ich bin verwirrt, doch.

Zwei Stunden von Wien entfernt: Pannonhalma im Hintergrund/ Ungarn.

Danach war aber kein Halten mehr: Mein Ziel hieß Pannonhalma und der riesige (in Zahlen: 7 Zoll)  Touch Screen-Navi des willigen Suzuki lotste mich zum Kloster, das über der pannonischen Tiefebene thront. Seit über 20 Jahren ist das Benediktinerkloster bereits Teil des UNESCO Weltkulturerbes und seit einigen Jahren ist es auch für interessierte Besucher per Audio Guide erlebbar. Der Audio Guide spricht dankenswerter Weise viele Sprachen, die Herrschaften an der Kassa allerdings auch nur ungarisch. Aber spätestens, wenn ich in der Bibliothek eines Klosters stehe, werde auch ich – temporär – gläubig, und zwar an die Unmengen von Wissen, die in den mitteleuropäischen Klöstern seit Jahrtausenden so lagern. Das ist hier auch nicht anders als in den Bibliotheken und Archiven von Heiligenkreuz oder Lilienfeld in Niederösterreich.

Der Audio-Guide lotst mich durch die Bibliothek, die Kirche und den Kreuzgang – das Arboretum und die Kapelle erwandere ich danach. Der PAX-Prospekt des Klosters ist übrigens hervorragend gestaltet. Der Suzuki wartet geduldig beim neuen Besucherzentrum (man spricht englisch), von wo man über eine Brücke und Holzstege durch den Wald hinauf zum Kloster gelangt. 

EINKEHR TIPPs mit dem Suzuki Swift: GRENZ-GENIAL in UNGARN

Unmittelbar daneben liegt das 2010 gebaute Klosterwirtshaus namens VIATOR (übersetzt: „Der Reisende“), das hier den Namen „Wirtshaus“ eigentlich nicht verdient, weil es eine Architekturpreis-ausgezeichnete Location mit Schicki Micki Gastgarten ist und 14 Gault Millau Punkte hat. Ob hier auch massenhaft hungrige Bustouristen abgefertigt werden wie bei meinen geliebten Klosterwirtshäusern bei uns daheim? Aber es hat wirklich schöne und moderne Innenräume, luftig und sonnig – so wie die Terrasse mit dem Blick aufs Kloster hinauf. Die Speisekarte ist modern und eher nicht so bodenständig.

Auf den ersten Blick sieht das VIATOR nicht unbedingt wie das typische Klosterwirtshaus aus.

Wer bodenständig einkehren will oder auf der Suche nach einem guten Kaffee mit Mehlspeise ist, der wird am Fuße der Abtei im Kaffeehaus PAUSA fündig – auch mit Ausblick auf das Kloster. Die Gegend rund um das Kloster eignet sich hervorragend für einen kleinen Road-Trip: Kaum Verkehr, pannonische Tiefebene, kleine Dörfchen, ein paar Csardas und viele blühende Felder. Wer frisches Obst einkaufen will, sollte einfach bei den Standln auf den Landstraßen stehen bleiben und sich eindecken.

Noch mehr Kultur tanken wir (also ich tanke, er parkt) dann ein paar Minuten später in Györ: Wieder ist mein blitzeblauer Kumpan wendig und willig unterwegs und zwar in der Parkgarage in der Innenstadt. Wäre nur jedes Auto so schnell in einer winzigen Parklücke.

Rathaus Györ

Die Innenstadt ist einen Spaziergang wert: Barock und an der Raaba gelegen, mit schnuckeligen Fußgängerzonen und einem Touch von Geschichte an jeder Ecke in den kleinen Gasserln. Geschichtsträchtig deswegen, weil Györ immer schon ein wichtiger Hot Spot zwischen Wien, Budapest und Bratislava war – und damit offensichtlich ein fruchtbarer Ausgangspunkt für wichtige geistige Errungenschaften wie das Dynamoprinzip (Danke wiederum an einen Benediktinermönch!), eine traumhaft schöne Synagoge oder aber: Der Syphon. Ja, die ehrliche Grundlage jedes Wiener G´spritztn – das Sodawasser aus der Sodaflasche – hatte erfindungstechnisch einen Ursprung in Györ. Wiederum war es ein Benediktinermönch (ja, das machen die vielen Bücher!), der die Heilwirkung des Sodawassers erkannte (wohl noch ohne Verbindung mit Weißwein) und dazu den Syphon als Sprudelwerk herstellte. Vergelt´s Gott!

Fuzo mit dem Hochwasser 1954 – Monument, dem Ruderer.

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MEINE PERSÖNLICHEN TIPPs mit dem Suzuki Swift: GRENZ-GENIAL in UNGARN.

Wer schon in der Mittagszeit in Györ ist, der sollte ins Restaurant Komédiás einkehren und die Mittagsmenüs genießen. Aber auch mein Nachmittagskaffee dort war genau so, wie ich mir eine gemütliche Pause vorstelle: Umgeben von Büchern, Bildern und guter Musik – ein sehr guter Kaffee. Die JOKAI Parkgarage liegt übrigens ganz in der Nähe und hat sich für meinen Kurztrip hervorragend geeignet (200 Forint/Stunde Parken).

Und sonst so in Györ, außer der barocken Innenstadt? Ohne Langos sollte man denn doch nicht wieder heimfahren: Meine Variante war mit Käse – im Gasserl mit den Handwerks-Zunftzeichen gleich um die Ecke von der gigantischen Syphon-Flasche und dem pittoresken Szécheny Ter.

Achtung – Ungarn ist zwar seit 2004 in der EU, hier zahlt man aber mit Forint, nicht vergessen! 

Wieder daheim im Weinviertel.

HINWEIS: Für diesen Roadtrip nach Ungarn wurde ich von Suzuki Austria bezahlt. Das Auto wurde mir für drei Tage dazu zur Verfügung gestellt.

WEITERLESEN: Die anderen Reisebloggerinnen sind ebenfalls grenz-genial mit Suzuki unterwegs.

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