Unsere Campingplätze in Schweden: Der Süden.

Wassernahe Campingplätze in Schweden und ein paar Tage Camping zum Aufwärmen nach drei Wochen frostigen Norwegens – das war es, was wir wollten. Norwegen war landschaftlich voller gigantischer Eindrücke, allein das winterliche Wetter hielt uns Ende Mai davon ab, noch weiter in den Norden zu fahren.

Campingplatz Malsanna Schweden
Malsanna Camping

Unsere Campingplätze Schweden

Unser erster Eindruck auf den Campingplätzen Schweden 

Während in Norwegen sehr viele Deutsche und Schweizer unterwegs waren, die allesamt so wie wir „Abenteuerfeeling“ pur tanken wollten und immer für einen netten Gruß oder ein kurzes Gespräch zu haben waren, hatten wir in Schweden den Eindruck, dass die meisten Reisemobilisten gerne ihre Ruhe haben wollten. Sowohl die norwegischen als auch die schwedischen Campervan-Urlauber, die wir in Schweden auf den Campingplätzen antrafen waren nicht unbedingt von der kommunkativ proaktiven Sorte. Von uns aus wäre ein netter Gruß durchaus drinnen gewesen, aber nicht immer stießen wir dabei auf Interesse. Naja, wer nicht will – hat schon.

Wie gesagt: Das waren nur Momentaufnahmen auf einigen Campingplätzen – grundsätzlich fanden wir unsere paar Tage in Schweden wunderbar: Die Seen, die Wälder, die Schweden 🙂

Zudem habe ich den Eindruck, dass in Norwegen weitaus umsichtiger und kooperativer auf der Straße gefahren wird als in Schweden. In Norwegen dachte jeder mit – für sich und für den Entgegenkommenden – vor allem an engen Straßenstellen und unübersichtlichen Punkten – alle hielten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Hier in Schweden wich man nicht so gern freiwillig aus oder wartete gar unaufgefordert zu, um ein WOMO passieren zu lassen – und deutlich schneller unterwegs ist man hier auch. Zugegeben: Unser persönlicher Eindruck während unseres Trips im Frühling 2019. Schweden selbst – ein Traum im Frühling zum Baden und Besichtigen und: Soviel günstiger zum Einkaufen als in Norwegen zuvor.

campingplatz kinnekulla schweden
Leuchtturm am Kinnekulla Campingplatz am See

Unsere Campingplätze in Schweden – Westküste

Bei der Anreise nach Norwegen fuhren wir an der Westküste gen Oslo und nahmen spontan Göteborg mit.

Ein riesiger Platz mit viel Kinderspielplatz und sogar Hunde-Agility Zone – direkt am breiten Dünengürtel gelegen. Da noch nix los war, hatten wir einen schönen Platz direkt beim Ausgang zu den Dünen und weiter zum Strand. Zwar war dort im Naturreservat ab 1. Mai Hundeverbot, aber es war eiskalt und auch die Einheimischen gingen dort mit den Hunden frei spazieren. Sanitäranlagen waren großzügig und okay. Nettes Welcome. Hundedusche mit Hundebad indoors 🙂

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Ein wunderschöner und gepflegter, professioneller Platz mitten im Grünen und nahe an der City. Tolles Welcome, Tickets für die Straßenbahn in die City an der Rezeption, gut organisierte Stellplätze, Frühstücksbuffet wer will, tolle Sanitäranlagen und viele grüne Gassimöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Der extra WOMO Stellplatz liegt am Hügel im Wald, hat Strom aber keine eigenen Sanitär. Dort sollen öfter mal die Langfinger vorbeikommen, was man so hört.

campingplatz schweden göteborg

Unsere Campingplätze Schweden – im Süden

Wir kamen an einem Samstag Nachmittag an, als die Rezeption nicht besetzt war. Wie wir es von Norwegen gewohnt waren, suchten wir uns selbständig einen Stellplatz und waren angenehm überrascht, dass die Strombuchse nicht abgesperrt war. Zeitgleich anreisende Wohnwagenfahrer nämlich, die nicht auf den Mobilstellplätzen standen, fanden nur abgeschlossene Buchsen vor und konnten sich bis anderntags Montag nicht an den Strom hängen. Die Duschen waren nur mit schwedischen Kronen Münzen (hatten wir nicht, kamen direkt aus Norwegen) oder einer aufgeladenen Card (hatten wir nicht, da Rezeption geschlossen) zu betreiben. Wenigstens waren die WC nicht abgesperrt. Wir suchten uns dafür den schönsten freien Platz auf den offensichtlichen Stellplätzen für Womos aus – erste Reihe am Waldrand mit eigener Holzterrasse – sehr feudal und freuten uns erst mal am nahen Strand und dem Schild „Hundestrand“, der zu einem Seeabschnitt in der Nähe führte. Schöner Platz mit unzähligen Hütten im Wald verteilt, die Sanitäranlagen Durchschnitt, die Nachbarn waren nicht besonders zugänglich. Das Bezahlen anderntags emotionslos von Statten gegangen. Schöne Bademöglichkeiten und die WOMO Stellplätze und Gassi Möglichkeiten für Hunde wirklich empfehlenswert, wie ich finde. Die Mülltrennungsmöglichkeiten 1a am Platz.

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War uns wärmstens empfohlen worden. Schöner Badestrand gleich bei der Rezeption mit Kinderspielplatz, dies sind natürlich begehrte Stellplätze bei Familien. Extrem freundliches und kompetentes Welcome. Frühstückssemmeln gibts morgens frisch. Verrechnung des Stroms nach Verbrauch – endlich mal eine nachvollziehbare Abrechnung (eine Nacht am Strom hängen: 50 Cent bezahlt, im Gegensatz zu Norwegen für den selben Zeitraum: Etwa 5 Euro). Auch hier kostenpflichtige Duschen, wird auf Guthabencard aufgebucht und dann abgerechnet.

Die schönsten Stellplätze mit Seeblick waren von Dauercampern besetzt, alle anderen Camper stehen auf diversen Wiesen auf mehreren Ebenen nebeneinander. Vor den kleinen Hütten existiert ein winziger Hundestrand mit Kies, netter Leuchtturm am Platz für ein Fotoshooting. Rundum gute Spazierwege für Hundebesitzer. Wenn das Welcome nicht so freundlich gewesen wäre und wir einen Standplatz beim Badeplatz (Hunde verboten) sowie eine überraschende Stunde Sonne  gehabt hätten, wär´s nicht so unser Fall gewesen.

Ein riesiger Platz, der – dem Vernehmen nach – bei Bedarf noch vergrößert werden kann. Wir ergatterten einen sehr schönen Stellplatz direkt am See in erster Reihe, und damit auch direkt am Spazierweg (Hundepromenade 🙂 Bademöglichkeiten direkt vor der Nase, aber leider Flusstemperaturen während unseres Aufenthalts. Toller Sunset, gute Sanitäranlagen und riesige und ordentliche Entsorgungsstationen mit vorbildlicher Mülltrennung. In der Saison kann man wohl die netten Lokale direkt bei der Fähre auch entsprechend nutzen.

Spaziernähe zur City (Eisgeschäfte, Bar, Pizzeria und die Gränna Zuckerlgeschäfte) und zu zwei Supermärkten. Direkt vor der Einfahrt zum Campingplatz kann man auch für einen Nacht einen Stellplatz mieten (mit Entsorgung und WC-Code) oder ohne alles am Parkplatz des Strands/Fähre stehen. Haben viele so gemacht. Netter Ort und hochprofessionelle Rezeption. Duschen und WC mit Card zugänglich, heißes Wasser beim Duschen aber endlich mal im Endpreis inklusive.

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Mein persönlicher Favorit in Südschweden, auch weil er zu einem Bauernhof gehörte und so was von schön ruhig gelegen und entspannend war. Und: Wir hatten endlich mal 48 Stunden durchgehend trockenes Wetter und Sonne! Traumhafte Plätze in erster Reihe direkt am Moorsee und Spaziermöglichkeiten im Wald nebenan – viele Kühe sind hochinteressiert an vorbeispazierenden Hunden. Ein neues Sanitärhaus mit etwas gewöhnungsbedürftig offenen Duschen (nur eine ist mit Vorhang von den anderen getrennt), dafür wie gesagt ganz neu. Eigentlich alle Plätze sind ganz nah am See (Badesteg und Angelmöglichkeit. Man kann auch Boote mieten). Die Vermieterin kommt abends vorbei und kassiert mobil  mit Registrierkasse und online Rechnung – superpraktisch, in Österreich gäbs das nicht 🙂

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War nicht so unser Fall, was daran gelegen haben mag, dass sich das Checkin so unglaublich mühsam, langwierig und wortlos gestaltet hat. Absolut wortlos seitens des Chefs nämlich, auf zunächst höfliche Nachfrage unsererseits wurde nur gemurrt und danach grundloses Warten. Wir standen dann in dritter Reihe am Roxen See, obwohl wir nach Seenähe gefragt hatten und auch dort ein Stellplatz frei gewesen wäre. Etwas altbackene Stimmung, meine Meinung.

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Der Campingfavorit meines Mannes während unserer Schweden Tage. Ein Camper unter Schweizer Leitung, bei dem keine Fragen offen bleiben und alles supersauber und superorganisiert und superfreundlich ist. Perfekt, wäre da nicht die nahe Straße, die mich persönlich lärmtechnisch ein wenig gestört hat. Der Strand beim Rastplatz auf der anderen Seite der Straße ist wildromantisch, aber wirklich schön. Motorboote und Kanus ebenfalls über die Rezeption zu mieten, das Gasthaus bietet untertags Frühstück, Lunch und Eis sowie Getränke bis 19 Uhr an – empfehlenswert nett.

Der Campingplatz ist ein interessantes, auf den ersten Blick unübersichtliches Gelände, das auf den zweiten Blick aber gut strukturiert ist – die Stellplätze perfekt nummeriert und wirklich schön groß. Überall ein wenig gepflegte Deko – an den Wasserentnahmestellen und an den Bäumen, wirklich schnuckelig. Die Stugas wirkten (beim Lugen durchs Fenster) modern eingerichtet und sehr verlockend. Wenn, dann dort. An der Bahnlinie gelegen, sodass man einen schönen Ausflug in die City Västervik machen könnte, ohne das Womo verschieben zu müssen. Uns hats gut gefallen!

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Mir persönlich war die Anlage sehr sympathisch. Warum? Sie wirkte unaufgeregt naturnah, ohne durchorganisiertes Parzellengetue – zumindest vorne am Wasser. Dort durfte man nämlich stehen, wie einem das WOMO gewachsen war quasi. Große Wiesenflächen beidseits der Durchfahrtsstraße zwischen Meer und Wäldchen. Allesamt stromlos, dafür herrlich leer und ruhig. Wer mit der großen Freiheit der Stellplatzwahl nichts anzufangen weiß, der nimmt die gewohnten Seite-an-Seite Plätze für one night stand Wohnmobile – ebenfalls direkt first row am Wasser und stromlos – gleich nach der Einfahrt links. Auch sehr schön. Ansonsten gibt es hintaus im Wäldchen sanitärnah sehr wohl ein paar durchnummerierte Plätze mit Stromanschluss.

Die Sanitärgebäude waren mit Codekarte begehbar – kein Luxus, aber guter Durchschnitt. Ein paar Hütten gab es auch. Das einzige, was mich störte: Der unangenehm riechende Algentand (oder was immer es auch war ?) am Strand und ebenfalls streng riechende Umgebung rund um die Sanitäranlagen. Nettes Welcome und Räder zum Ausleihen an der schönen Rezeption. Optimal für Vierbeiner, vor allem, wenn grad wenig los ist.

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  • Langasjonas Camping, Karlshamn

Diesen Camper wählten wir für unseren letzten Abend der fünfwöchigen Campertour inkl. Norwegen. Wir kamen ganz kurz vor 18 Uhr an und dies war wohl die Krux. Die Dame an der Rezeption war nett, aber ließ mehrmals unmissverständlich durchblicken, dass sie um Punkt 18 Uhr den Arbeitsplatz schließen würde und bis dahin alles geklärt sein müsse. Der uns angebotene Stellplatz gleich neben der Rezeption sagte uns für den letzten Abend gar nicht zu – ein winziges Platzerl eingekeilt zwischen einem 8 Meter WOMO und einem Wohnwagen, die beide ihren Platz derart auf den letzten mm ausgekostet hatten, dass ich mir nicht vorstellen konnte, einen gemütlichen Abend dazwischen in diesem Minislot zu verbringen. Also retour zur Rezeption – fünf Minuten vor 18 Uhr. Kurz: Wir stellten uns dann eigenmächtig 🙂 ganz woanders hin, als uns die nette Dame avisiert, bzw zugewiesen hatte, weil diese Plätze allesamt mehr als uneben, abschüssig und eingekeilt oder zweitreihig und zu nahe bei anderen Campern waren. Ganz oben fanden wir eine fast noch leere Wiese mit Strom vor – warum uns die nicht angeboten wurde, weiß ich nicht.

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Die Anlage liegt in mehreren Ebenen und für One Night Gäste etwas verwirrend am See, der schöne Spaziermöglichkeiten und sehr feine Badeflächen (Hundeverbot) hat. Sanitäranlagen reichlich vorhanden – kein Luxus, mit Aufbuchung von Duschminuten auf die Wertekarte. Ganz gut sortiertes Shop inkl. Souvenirs an der Rezeption sowie Minigolf. Wer direkt am Hang zum See steht und das Wasser und sonst nichts vor sich sieht, der ist vom Platz rechtschaffen begeistert. Viele andere Plätze liegen nicht optimal, sind aber ebenfalls gut bevölkert gewesen. CheckOut sehr zuvorkommend.

INFO für Reisende mit HUND

  • FÄHRE und Brücken HINREISE: Da wir mit Hund Coffee unterwegs sind und ihn für eventuelle Fährfahrten ex Dänemark nach Südnorwegen nicht mehrere Stunden allein in eine grindige Box auf der Fähre stecken wollten, haben wir bei der Hinreise die Überfahrt über die Öresundbrücke und zuvor die kurze Fähre von Fehmarn (Deutschland) nach Dänemark gewählt. Danach über den Landweg bis kurz vor Oslo – dort nahmen wir die Fähre von Moss nach Holten – beide Male konnten wir den Hund für die kurze Fährzeit mit an Deck nehmen und gemeinsam Seeluft schnuppern.

  • FÄHRE Trelleborg-Rostock: Für die Rückfahrt  nach Österreich hatten wir eine Nachtkabine, die Hunde erlaubt, bei TT LINES gebucht. Das geschah recht kurzfristig, online und eigentlich zu meiner Zufriedenheit inkl. Online Check In. Nachteil war nur, dass die Nachtfähre ordentlich verspätet war. Mehr zum Prozedere und unseren Erfahrungen zu Fähre mit Hund nach Schweden gibt es in einem eigenen Artikel.
  • HUND und ZOLL: Für den Zoll in Schweden konnten wir Coffee zuvor schon online anmelden und fuhren durch die Kontrolle auf dem grünen Streifen einfach durch. LINK für das Online Anmelden von Hund und Katz beim Zoll in Schweden ist HIER:
  • LINK für das Online Anmelden von Hund und Katz beim Zoll in Schweden. Für den Zoll in Norwegen gab es ein paar mehr Vorgaben bezüglich Impfungen/Medikamentengaben und so blieben wir beim roten Streifen stehen und ließen den Hundepass kontrollieren bzw. meldeten den Hund offiziell an. War auch innerhalb von max. 10 Minuten erledigt mit der Info „we are on vacation!“.

Weiter: Bericht über unsere Campingplatz Auswahl in Norwegen

LINK: Campingplätze Norwegen – unsere Erfahrungen

HINWEIS: Dieser Artikel spiegelt meine ganz persönliche Meinung wider, beschreibt Momentaufnahmen von Eindrücken und Situationen im Rahmen unserer Reise im Mai 2019 und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder etwaige Allgemeingültigkeit. 

 


 

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