1000 Kleinigkeiten in 2 Tagen: Der Steirerhof in Bad Waltersdorf.

Gleich vorweg: Ich habe in den letzten Tagen im Bad Waltersdorfer Der Steirerhof weder die ultimative Yoga – Erfahrung gemacht, noch meine vielzitierte innere Mitte gefunden. Das lag aber nicht am Hotel, sondern daran, dass das dortige umfangreiche Aktiv- und Wellness Programm mir dazu – wiedermal – keine Zeit ließ. Meine geistige Erneuerung blieb also auf der Strecke; dafür haben wir viele kleine Aufmerksamkeiten entdeckt, die den Steirerhof so besonders machen.

Auf den gängigen Hotelbewertungsportalen sind sich die Gäste fast unisono einig: Der Steirerhof ist eines der besten, wenn nicht das beste Wellness-Hotel Österreichs. Bei unserer Ankunft präsentierte es sich uns mit einem Touch von Grand Hotel: Persönliche Begrüßung, üppige Blumenarrangements, geschwungene Treppen, glänzendes Mobiliar und eine professionell höfliche Betreuung von der ersten Minute an. Jeder einzelne Mitarbeiter, so stellen wir im Laufe unseres Aufenthalts fest, scheint hervorragend geschult und vom „Geist“ des Steirerhofs wirklich beseelt zu sein. Internationales 5-Sterne-Service, das aber nicht austauschbar wirkt, sondern richtig (steirisch) herzlich.

Der Steirerhof: Auf den Mehrwert kommt es an.

Was ein 5-Sterne Haus bieten muss, darüber sind wir uns im Klaren. Der Steirerhof bietet aber bis zu „1000 Kleinigkeiten“, die nicht selbstverständlich sind und uns Vielreisenden täglich mehrmals ein erfreutes „Schau mal, toll!“  entlocktenFrische Blumen im Zimmer und im Bad, ein Duftöl, individuell verstellbare Markisen am Balkon mit Polstermöbel, Ansichtskarten für die Daheimgebliebenen und Post Its, wenn man den Zimmermädchen eine Nachricht (nein, keine private, sondern einen Wunsch oder eine Beschwerde) auf dem Badezimmerspiegel hinterlassen will.

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Nach dem ersten Blick (bei Schilcher-Frizzante) auf das verlockende Aktiv-Programm verplanen wir sofort den gesamten Nachmittag: Radltour mit Fitness-Coach Hans (der sowohl die besten Osterpinzen der Steiermark fabriziert, als auch ein Kenner der Region ist), meine erste TCM Behandlung, der Erlebnisaufguss um 16 Uhr und ein Besuch im entzückenden und farbenfrohen, einzigartigen Ladies´ Spa (inkl. Schokoladen-Peelings), zu dem frau über einen eigenen elitären Lift gelangt.

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Radln, Rasten, Jausnen – jedes Mal mit dem gewissen Mehr.

Eigentlich wollten wir die neuen (gratis) Ebikes testen, aber als Hans und die anderen Radler sportlich auf den „antriebslosen“ Räder losstarten, disponieren auch wir um und wählen aus den reichlich vorhandenen motorfreien KTM Rädern aus. Dazu werden wir mit Trinkflasche, Helm und Radwegeplan ausgestattet und starten über den Wagerberg Richtung Safental. Nach 25 lockeren Kilometern durch den frühlingshaft duftenden Wald und über Weinberge und Obstgärten schaffen wir es noch vor dem Gewitter wieder in den Steirerhof, wo wir uns mit Kuchen und Kaffeehausservice stärken, bevor ich endlich in das heiße Heilwasser eintauchen kann, das (von den Indikationen her) wir für mich gemacht zu sein scheint. Das nagelneue E-Mountainbike führen wir dann anderntags aus.

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Die hauseigene gut sortierte Buchhandlung (Wir reisen am „Welttag des Buches an“!), Brettspiele mit Unterhaltungsfaktor und mehr gemütliche Liegen, als ich probeliegen kann – und immer wieder der Blick in die umliegende Frühlingslandschaft mit den sprießenden Weinreben und den Obstgärten – die Tage sind viel zu kurz, um die „1000 Kleinigkeiten“ alle zu entdecken. Dabei bemühen wir uns wahrhaft redlich. Am liebsten würde ich mich in jeden Lehnstuhl einmal setzen und die zahlreichen Bücher durchschmökern, die sich hier lobenswerter Weise an jeder Ecke befinden.

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Meine ersten, ganz persönlichen TCM Erfahrungen mit Ärztin Jing Zhu sind eine eigene Story wert („Das Chi, mein Yang und ich„) – nach einer Ruhepause in meinem erklärten Lieblingsraum des Hauses, dem Tea-Room, genießen wir das mehrgängige Dinner von Küchenchef Johann Pabst – neben den Antipasti, Salat- und Käsebuffets bereitet der Schaukoch auch eine warme Vorspeise zu, bevor wir aus 4 Hauptgängen wählen können.

Kleinigkeiten zum Entdecken

Den geheimnisvollen Schlafberater (selbst rausfinden!) an der Rezeption benötigen wir nicht (lag vielleicht daran, dass Jing mein Chi mittels Moxa und Akupunktur wieder ins Fließen gebracht hat – oder aber an den geheimnisvollen „Erdstrahlen-Entstörungsmatten“ im Bett 🙂 und auch die Wärmeflasche im Zimmer bleibt, für mich ungewohnt, diesmal KALT. Trotz des traumhaften Ausblicks ist die schöne Restaurantterrasse noch nicht recht bevölkert; dabei gäbe es sogar Schals für etwaig im Abendwind frierende Damen – als sommerliches Pendant werden gar eigene Steirerhof-Fächer ausgeteilt!

Zotter-Schokolade in der Steirerhof-Edition und Kürbiskerne am Zimmer – allerorten warme Fleecedecken für die Frischluftfanatiker, Sonnencreme und BodyLotion zur freien Entnahme in der Sauna und auf den Liegewiesen – Trinkwasserbrunnen und knackige steirische Äpfel an jeder Ecke – soviele kleine, feine Ideen sind schwerlich zu toppen. Über ein Gymnastikbüchlein mit Yoga-, Pilates- und Taiji Übungen freute ich mich besonders, genauso über eigene Steirerhof-Lesezeichen.

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Steirerhof Frühstück: Als Herausforderung am Buffet oder gleich am Pool?

Das opulente Frühstücksbuffet kann sich mit leicht mit dem der großen Hotelketten in Asien messen: Nur gibts hier mehr regionale Köstlichkeiten aus der Umgebung und eine 24h geöffnete – Obstbar habe ich überhaupt noch nirgends auf der Welt gesehen. 5-6 verschiedene Butter-Arten und bis zu 7 Frischkäse Aufstriche, Käsekrainer (bei Bedarf :-), rote Walnüsse, Honig aus der Wabe, natürlich eisgekühlter Sekt, eine mehrstellige Anzahl von Brotsorten (auch laktose- und glutenfrei), diverse Frühstücksbrei-Mischungen (für das Yang in mir!) und mein persönlicher Favorit rosa Grapefruits – wir haben es uns wahrlich nicht leicht gemacht! Die zahlreich vorhandenen Zeitungen (Kaffeehausservice!) zögerten eine allfällige körperliche Betätigung dann noch weiter hinaus.

Eines meiner persönlichen Highlights war der morgendliche Frühstückskaffee direkt am Thermalpool, der allfällige Frühsportler erwartete. So sportelt es sich um 7 Uhr morgens ja viel leichter, danke!

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Am liebsten würde ich den ganzen Tag zwischen Tea-Room und heißem Thermal-Wasser pendeln, aber ich teste noch die Wirbelsäulengymnastik, die Pilates-Einheit und das Yoga für die Gelenke (wie gesagt,wie für mich gemacht). Wer bei diesem Gymnastikraum nicht zum Sportler wird, ist selbst schuld: Ausblick auf die steirische Landschaft, den Bogenschieß-Platz und auf die Zimmer für Hundebesitzer (unser Hund #Coffee ist leider noch nicht 5-Stern-kompatibel), die einen eigenen kleinen Vorgarten und spezielles Equipment (2 Näpfe, Schmutzpfoten-Reinigungstücher, Hundesackerln, etc) im Zimmer haben.

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Der größte Hotelkräutergarten Europas liegt ebenfalls im Steirerhof. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen – eine großzügig angelegte Erlebnislandschaft mit Kräutern und Obst für Küche und Bar, Kraftplätze, Biotope, Barfußweg, Strandkörben und romantischen Schwingliegen sowie ein keltisches Baumhoroskop und ein uneinsehbarer FKK Bereich, das und noch viel mehr ist der Garden Spa.

Als wir nach dem Erlebnisaufguss (man reichte einander frische Obstplatten durch die Sauna) und dem Eintauchen in den neuen Naturpool einen Spaziergang durch die riesige Anlage machen, ergeben sich ganz neue Aus- und Einblicke auf das Hotel, die umliegende Landschaft und den beeindruckenden Infinity Pool.

                       Beim Abendspaziergang durch die Gartenanlage     Blick auf die Weinberge

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Hinter den Kräuterhügeln, dem keltischen Baumkreis, den Erdbeeren und den blühenden Kirschlorbeeren habe ich dann doch noch gefunden, weswegen ich eigentlich Yoga machen wollte: Nachdem ich im Bademantel hoffnungsvoll durch das „Tor der Kraft“ gewandert war, fand ich den KRAFT-Stein – nur für mich und für das bevorstehende mehrgängige Dinner.

Soviele einfallsreiche Kleinigkeiten, die das „MEHR“ im Steirerhof ausmachen, habe ich selten erlebt. Für die Heimfahrt wurden wir auch noch, nach einer höchstpersönlichen Verabschiedung, mit einem Stärkungssackerl mit steirischen Äpfeln bedacht. Fünf Sterne mit sehr viel – steirischem – Mehrwert.

       Mit den Füßen im warmen Wasser    Traumhafter Ausblick    IMG_8001

HINWEIS:

Der Steirerhof Bad Waltershof hat uns eingeladen, sein Wellness- und Aktivangebot zu testen. Die Meinungen in diesem Beitrag sind meine eigenen.

 

 

 

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