Neusiedler See: Natur & Kultur an 365 Tagen im Jahr

Natur & Kultur am Neusiedler See: Mit der Neusiedler See Card, die jetzt das ganze Jahr lang während des Aufenthalts erhältlich ist, kann man reichlich davon tanken. Vor allem für Tier- und Naturliebhaber ist da einiges dabei. 


Bezahlte Kooperation. Natürlich kann man nur für einen Tag an den See fahren, wie das die WienerInnen seit jeher gerne praktizieren, um die pannonische Sonne und Kulinarik mit Seeblick zu genießen. Wer sich aber mehr Zeit nimmt, der kann die neue Neusiedler See Card ordentlich auskosten:

Natur- und Kulturerlebnisse sind inklusive, nebst dem öffentlichen Verkehr – und die Seebäder im Sommer sowieso. Und für windigkalte Tage im Winter: Rein in die St. Martins Therme. Alle unsere Blogger-Tipps von und für den Neusiedler See findet man auch gesammelt auf deren Website.

Unterwegs am Neusiedler See: Die ReisebloggerInnen Österreich hier bei der St. Martins Therme

Hier kommen meine 10 persönlichen Tipps für WIEDERUNTERWEGS MIT Natur & Kultur am Neusiedler See.


1. Birdwatching im Nationalpark: Beobachten ohne zu stören

Im Pannonischen Frühling – dem „frühesten Frühling Österreichs“ – trifft sich im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel das gefiederte Volk aus aller Welt: Alois Lang erklärt uns im Nationalpark Zentrum, welche Vögel wann ankommen, wer hier nur Station macht, wer wie lange bleibt und wer als erster wieder abflattert (die jüngsten Störche sind bei den ersten dabei, die wieder starten).

Da gibt es Zugvögel, Durchzugsvögel und Wintergäste. Und eigentlich, so Alois, findet am Neusiedler See das ganze Jahr über der Vogelzug statt: Anfang Feber kommen die Stare und Kibitze, später die Störche und Anfang Mai dann die Bienenfresser. Im August starten die ersten schon wieder gen Süden – die Graugänse bleiben allerdings manchmal bis in den Dezember hier und starten dann erst in südlichere Gefilde.

Über das Phänomen Vogelzug könnten wir ewig reden – aber wir wollen auch schauen: Mit Fernstechern ausgestattet sehen wir auf unserer Nationalpark Tour massenhaft Graugänse, Reiher, Haubentaucher beim Tauchen (nona – übrigens tolle Frisur im Wind!), einen Biber auf Recherche, Blässhühner und die rotbeinigen schwarzweißen Vögel, deren Namen ich vergessen habe.

Wer einmal mit dem Birdwatching angefangen hat, kippt ganz leicht hinein in dieses Hobby. Hab ich jetzt verstanden!

Mit dem richtigen Fernstecher oder Fernrohr sieht man die Graugans Populationen besonders gut, kann auch die Falken beim Rüttelflug beobachten und die Bussarde beim Jagen verfolgen. Vom Aussichtsturm aus hat man zudem einen fulminanten Blick über das Seevorgelände und die Hutweiden.

Bei den Nationalpark Exkursionen sind Hunde an der Leine erlaubt, die gekennzeichneten Wege dürfen aber nicht verlassen werden. Mit einem erfahrenen Guide vom Nationalpark weiß man erst, wo man hinschauen soll, um was zu sehen – und das Wissen um die Tiere und die so speziellen Naturgegebenheiten des Neusiedler Sees können die Fachleute am allerbesten vermitteln.

Mit der Neusiedler See Card kann man das ganze Jahr an den Nationalpark Exkursionen (siehe Besucherprogramm) gratis teilnehmen! HIER geht es zum aktuellen Programm 2018/2019.

2. Wanderungen im Welterbe Naturpark Leithagebirge

Die ganze Natur ist immer in Bewegung, nicht nur das hiesige Leithagebirge: Das bewegt sich jährlich um einen Zentimeter Richtung Neusiedler See. Deswegen gibt es auch auf einer Kirschblüten- oder Weinbergwanderung, einem Stadtrundgang oder einer pannonischen Winterwanderung, zur Weinlese oder zu Martini immer etwas anderes zu beobachten.

Wir waren ausgerückt, um die prächtigen Kirschblüten zu sehen, aber der lange Winter hat uns einen Strich durch die Kirschen-, nicht aber die Mandelblüte, gemacht. Dafür hatten wir das Adonisröschen und reichlich Kuhschellen am botanischen Radar.

Mit der Neusiedler See Card kann man an zahlreichen Exkursionen zwischen Martini und Ostern im Naturpark gratis teilnehmen.

Kuhschelle

3. Kultur: Steinbruch St. Margarethen sowie die Schlösser und Museen rund um den Neusiedler See

Ein Besuch zu einer Opernvorstellung im Steinbruch St. Margarethen ist ein eindrucksvolles Erlebnis (next: 2019!) , das weiß ich aus eigener Erfahrung. Und weil der Steinbruch UNESCO Kulturwelterbe ist, kann man ihn auch im Rahmen einer Führung besichtigen: Kostenlos mit der Neusiedler See Card.

Rigoletto im St. Margarethen 2017

Der Besuch im Schloss Esterházy (Haydn-Ticket), im Schloss Halbthurn, die Burg Forchtenstein und zahlreiche Museen in Eisenstadt und rund um den See sind mit der Neusiedler See Card ebenfalls gratis zu besuchen. Mein Tipp: Das österreichische jüdische Museum in Eisenstadt mit einer unversehrt gebliebenen Synagoge.

Der Haydn Saal im Schloss Esterhazy

4. Radfahren für Tierliebhaber: Zu den weißen Eseln, den Wasserbüffeln und den Graurindern

Weil die Region Neusiedler See Seewinkel die zweittrockenste Region Österreichs (dank des Weinviertels) ist und hier eigentlich fast immer der Wind weht, spricht nichts gegen die gepflegte Verwendung eines E-Bikes. So kann man sich auf die Natur und die Tiersichtungen konzentrieren anstatt auf den nervtötenden Gegenwind. So geschehen bei unserer Radtour bei Illmitz Richtung Seevorgelände. Mit der Neusiedler See Card bekommt man zudem einen motivierenden Rabatt bei vielen Rad-Verleihen.

So kann man sich den Gegenwind besonders gut visualisieren 😉

Über den Apetloner Hof erreichen wir das Seevorgelände mit einem ehemaligen ungarischen Grenzturm: Heute erklimmen wir den Turm, um die grauen Riesen mit ihren beeindruckend getragenen Hörnern von oben zu beobachten. Wenn die Zeit reif ist, dürfen sie raus auf die Weide und ihrer Arbeit nachgehen: Fressen. Mit dieser Beweidung tragen auch sie zum Naturschutz bei, die Braven. Das tun übrigens auch die Kollegen von der weißen Eselfront, die Wasserbüffel und die berühmten Przewalski Pferde. Sie alle sind da, um sich um die Landschaftspflege zu kümmern: Im Bereich Sandeck sind die Esel on duty beim Sandbaden und Fraß für Kurzrasen und die Wasserbüffel beim Grenzturm verziehen sich bald mal Richtung Schilf im seenahen Seevorgelände und fungieren als Rasenmäher. Zwischen diesen offiziellen tierischen Mitarbeitern treffen wir auch immer wieder auf private Weiden mit Rindern oder Schafen – und die Graugänse, Rehe und Feldhasen sind jetzt im Frühling allgegenwärtig.

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5. Ausflugstipp: Frühlingserwachen mit Weinbegleitung

Ab März zelebriert man hier den „Wein im Frühling“, wobei der pannonische Weinfrühling schon mal bis in den Juli hinein dauern kann – auch kein Fehler. Sämtliche Termine in allen Gemeinden ab April findet man ganz aktuell auf der Website hier:   www.neusiedlersee.com/de/aktivitaeten/wein-kulinarik/wein-im-fruehling.html.

„Gfroalti Krapfa“

Man zahlt einen einmaligen Betrag (je nach Ort verschieden) und kann dann im ganzen Ort bei allen teilnehmenden Winzern Weine und Perlweine verkosten. Die meisten Winzer sorgen auch für eine kleine kulinarische Unterlage dazu: Selbst gemachte Salzstangerln, Leberaufstrichbrote oder wie hier am Bild beim Weingut Gartner in Illmitz die unaussprechlichen „Gfroalti Krapfa“ (sic!) – eine Mischung aus Dotter, Mehl und Salz – „aussebochn“ in Schmalz.  Innerhalb der Gemeinden kann man auf den öffentlichen Transport – bei Bedarf – zurückgreifen. In Purbach etwa waren wir mit dem „Gmoa Taxi“ unterwegs: Anruf genügt, gratis mit der Neusiedler See Card.

Wir waren dabei beim „Illmitzer Frühlingsspaziergang“ und beim „Wine Opening in Purbach“. Verkostet wird am Nachmittag und Abend – Eingekauft dann am Sonntag Vormittag direkt beim Winzer seines erprobten Vertrauens.

6. Wein-Tipp: Degustation an 365 Tagen im Jahr  

Kann schon mal sein, dass man in den Wintermonaten nicht auf Anhieb einen offenen Winzerbetrieb findet. Deswegen MERKE: Das Haus am Kellerplatz in Purbach hat TÄGLICH von 9 bis 19 Uhr seine vollautomatische Vinothek geöffnet. Im Winter gibt es sogar die Möglichkeit, die angebotenen Weine gratis zu verkosten.

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7. Einkehr Tipps: Regionale Küche – selbst verkostet

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8. Rent a Weinstock

Mit Reinhold Schwarz, Senior Winzer aus Purbach, stiefeln wir durch Weingärten und Kuhschellenwiesen – immer mit Blick auf den See. Mit ihm und anderen WinzerInnen können WeinliebhaberInnen ihre eigenen Weinstöcke mieten und 6 Mal im Jahr gemeinsam bearbeiten. Der Lohn der Arbeit: 100 Flaschen vom „eigenen“ Wein mit persönlichem Etikett. Dazu lernt man aus erster Hand, wie es ist, selbst Winzer zu sein. Mehr Infos zu „Rent a Weinstock“ in Purbach gibt es hier.

9. Storchen-Schauen im Frühling

Unser Gästehaus in Apetlon hat ein eigenes Storchennest. Mein erster Blick am Morgen gilt also nicht – wie daheim – den Rehen und Fasanen am Feld, sondern dem Storchenpaar über meinem Zimmerfenster. Spannender als jeder Krimi – aber ich bin auch ausgewiesene Tierfreundin. Als wir am 6. April 2018 unsere Zimmer beziehen, ist der zweite Storch eben von seiner langen Überlandpartie aus Zentralafrika in Apetlon eingetroffen. Der erste war schon seit knapp zwei Wochen hier und wartete erstmal. Störche sind nesttreu, sie kehren immer wieder an den selben Ort zurück, basteln am neuen Nest und am Nachwuchs und fliegen fast genau am 20. August jedes Jahr wieder nach Afrika. Für ihre Reise in den Süden benötigen sie 3 Monate (für etwa 10.000 Km!) – retour ins Burgenland schaffen sie die Strecke in 2 Monaten. In Rust gibt es die meisten Weißstorchenpaare am Neusiedler See, momentan sind es 17.

10. Gästehaus Tipp am Neusiedler See

In einer der beiden neuen und super ausgestatteten Ferienwohnungen (je 2 Doppelzimmer mit eigenem Bad/WC und eine gemeinsame Küche in der Mitte) wohnt es sich in Apetlon nahe der Sandgrube ganz hervorragend: Jetzt im Frühling wird die nächtliche absolute Stille nur manchmal vom Klappern der Störche unterbrochen.

Mit Chefin Maria Pilles vom Gästehaus

Denn: Hier wohnen – nach ihrer Rückkehr aus wärmeren Gefilden – regelmäßig zwei Störche hoch über den Ferienwohnungen. Man könnte eigentlich den ganzen Aufenthalt damit zubringen, im Garten oder in der Weinlaube zu sitzen und zu ihnen hinaufzustarren. Dazwischen lässt man sich beim Frühstück im Wintergarten von der Chefin Maria ganz gehörig verwöhnen (mit Guglhupf, Marillenkuchen, Grammeln, frischem Gebäck, weichen Eiern, Joghurt und wer mag – Sekt). Super Frühstück und eine wunderbar ruhige Unterkunft, danke!

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Die Neusiedler See Card erhält man bereits ab der 1. Nächtigung in einem der über 760 Nächtigungsbetriebe und das seit 2018 GANZJÄHRIG. Mehr als 50 Gratisleistungen und viele Rabattaktionen warten also auf den Neusiedler See Gast.

Das Gästehaus zur langen Lacke mit dem eigenen Storchennest.

Kontakt: Gästehaus zur Langen Lacke, Ferienwohnungen Maria Pilles.

LESETIPPS: Wie meine KollegInnen den Neusiedler See beim frühesten Frühling Österreichs erlebt haben, kann man hier nachlesen.


HINWEIS: Bezahlte Kooperation mit Neusiedler See Tourismus. Ich wurde im Rahmen einer Pressereise eingeladen, die Region und die Neusiedler See Card kennen zu lernen.

 

 

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