Top Ausflug: Frischlinge und Frischluft im Naturpark Sparbach

Er liegt nur ein Katzensprung mit dem Auto von Wien entfernt:  Der Naturpark Sparbach, gleich neben Heiligenkreuz und Mödling. Eine Oase für Kids im Wienerwald – Tierbegegnungen inklusive.

Man könnte den ganzen Tag wandern – im ältesten Naturpark Österreichs. Früher war es ein Biedermeier Park mit Tieren – eine malerische Idylle. Aber wer Kids dabei hat, weiß – Wandern ist normalerweise ein komplexes Unterfangen: Hunger oder Müdigkeit oder beides – funkt oft dazwischen. Da trifft es sich hervorragend, dass schon nach ein paar Schritten hinter dem Eingang der Streichelzoo vor uns auftaucht und so sind die unfreundliche Temperatur und der kalte Wind an diesem Maitag sehr schnell vergessen. Von wegen hungrig oder müde.

Die Esel kommen hochinteressiert näher und hören auch auf ihre Namen. Vielleicht. Ein bisschen. Zu den Ziegen und Kaninchen kann man sich in das Gehege gesellen und auch mit den besagten Eseln das eine oder andere Selfie in ihrem Stall wagen. Alles schon erlebt. („Esel, ich will ein Selfie mit Dir machen!!!“)

Beim Eingang kann man sich übrigens zunächst auch mal aufwärmen – an der Kasse ist es warm und man kann auch noch einen Kaffee trinken, bevor man sich in den Naturpark begibt. Nachdem wir aber beim Streichelzoo alles geherzt haben, was sich nicht vor uns versteckt hat, verändert sich der Geruch in der Luft. Ja, wir nähern uns den Wildschweinen und ihren Frischlingen, die gerade gemeinsam – nicht ohne ein paar Zwistigkeiten – am Troge stehen. Da sieht man gleich, wer der Chef ist.

Die Frischlinge sind nahe bei ihren Müttern und die  großen Wildschweine kämpfen um die besten Bissen am Trog. Neben der Futterstelle im Wald blüht und durftet noch der Bärlach – mitten drin im saftigen Grün stehen weitere Wildschweine und suchen mit ihrer beeindruckend aktiven Schnauze nach noch mehr Fressbaren. Zur Erleichterung der Kids beachten uns die Tiere aber gar nicht.

     

Am Eingang des Naturparks sollte man sich den „Wildschwein-Benimm“ zu Gemüte führen: Wie wir als Besucher uns verhalten sollen, wenn wir auf die freilaufenden Wildschwein-Gesellen im Park treffen. Die Wildschweine sind an Besucher normalerweise gewöhnt und während wir durch den Park streifen, geht alles ganz ruhig ab.

Beim Lenau – Teich ist aber trotz Streichelzoo schon die erste deftige Jause fällig, mit einer Wurstsemmel in der Hand lassen sich die originale Wassermühle aus der Buckligen Welt und die Brücke über den Fluss gleich viel besser erkunden.

Am Abenteuerspielplatz müssen wir uns dann entscheiden: Erst spielen oder erst hinauf zur alten Ruine, wo Ferdinand Raimund seinen „Alpenkönig“ geschrieben haben soll? Durch den Wald gehts durch den dichten Wald hinauf zur Ruine Johannstein aus dem 12. Jahrhundert: Zum Turnen, Klettern und Erkunden gibt es auch da oben genug – für die Kids. Entlang der Baumriesen lässt es sich besonders gut kraxeln.

Und auf den Baumliegen wird „gechilled“, sagen die Kids – Selfie auch hier natürlich inklusive. Das Köhlerhaus und den Dianatempel schaffen wir diesmal nicht – der Abenteuerspielplatz wartet doch noch!

Am Abenteuerspielplatz kann man gut und gerne einige Zeit verbringen. Es gilt:  Je schöner das Wetter, desto Wasserspielplatz am Fluss! Kaffee für die Eltern – etwa gar ein Picknick oder Lagerfeuer (den Lagerfeuerplatz vorher buchen und ein Leiterwagerl an der Kassa für das „Gepäck“ mitnehmen!) – Rutschen, Plätschern, Schaukeln, Basteln, Ringelpiez – für die Kids.

Am Retourweg überraschen wir sämtliche Frischlinge auf einem Haufen: Sie haben sich für einen Mittagsschlaf allesamt auf- und übereinander gekuschelt. Wir können ganz nahe ran gehen und beobachten die Kleinen beim Kuscheln.

TIPP: Online die nächsten EVENTS herausfinden: Vom Singen mit dem Langerfeuermann über die „Bat-NIGHT“ bis zur Sonnwendfeier – gibt es viele Natur-Aktivitäten. Unter der Woche sind viele Schülergruppen im Park unterwegs!

HINWEIS: Drei Reisebloggerinnen sind für den Sommerblog der TOP AUSFLUGSZIELE Niederösterreich von April-September unterwegs. Da wir (so wie Sie wahrscheinlich auch) nicht gratis arbeiten, entstand dieser Beitrag in entgeltlicher Kooperation. Die Meinung im Artikel ist dennoch unverkennbar meine eigene.

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