Montenegro: An der Küste entlang von Herceg Novi nach Ulcinj

Die Bucht von Kotor war ein Muss, die Altstadt von Bar schnuckelig und die Strände voll – deswegen freuten wir uns schon auf Landesinnere. Unser Foto-Reisebericht von der Fahrt entlang der Küste von Montenegro.

Blick auf Bar

Natürlich muss man die Küste von Montenegro gesehen haben, wenn man schon mal „unten“ ist. Aber da wir mit Hund reisen, sind die öffentlichen Strände für uns tabu, zudem sind die mitreisenden Männer (Zwei- wie Vierbeiner) keine ausgesprochenen Sonne- oder gar Strandliebhaber. Hier unsere Stopps und persönlichen Eindrücke von unterwegs entlang der Küste Montenegros von Herceg Novi bis nach Ulcinj an der albanischen Grenze.

Stopp 1: Herceg Novi und die Bucht von Kotor bis Tivat

Unser erster Eindruck von Herceg Novi und damit von Montenegro: Wie werden wir hier jemals einen Parkplatz finden, um bei dieser Affenhitze in der City rumzuturnen? Bei der 2. Runde durch die Stadt und nach Diskussionen mit Parkwächtern fanden wir einen bewachten Parkplatz. Teuer sind sie ja nicht (0,80 – 1,5 Euro pro Stunde zumeist), aber finden muss man sie. Manchmal sind großflächige Zusatzrunden (so etwa in Herceg Novi oder Stari Budva) nötig, um wieder zum Ausgangspunkt einer neuen Suche zu gelangen. Aber ein Stadtrundgang hat sich gelohnt und besonders schön war der lukullische Start in der Gradska Kafana, die ein wenig an Bad Ischl im Salzkammergut erinnert hat.

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Das Wunderbare an der UNESCO Weltkulturerbe Kotor an der gleichnamigen fjordartigen Bucht (Welt Natur Erbe), dem größten Fjord südlich von Skandinavien, erschloss sich mir erst von oben. Von ganz oben, nämlich nach dem Klettern auf die Burg und nach der Serpentinenstraße Richtung Lovcen. Erst dort hat man einen ungefähren Eindruck von den landschaftlichen Höhepunkten, in denen man sich befindet.

Wer sich Kotor mit dem Auto nähert (Parkplätze gibts u.a. bei der Westeinfahrt, wenn man früh genug kommt. Wir haben schattig hier geparkt…), sieht nur noch mehr Autos, Campervans, Menschenmassen und Kreuzfahrtsschiffe. Die pittoreske Lage lässt sich von unten nur erahnen – auch wenn man zuvor die Bucht ausgefahren ist. Der Aufstieg auf die Burg war ein Muss – aber den würde ich wirklich nur frühmorgens empfehlen, wenn die Kreuzschiff-Touristen noch beim Frühstück sitzen. Ansonsten wird es für Mensch und Hund nur zur Tortur (wir waren im Juni unterwegs). Achtung, die Katzen von Kotor sind berühmt – aber nicht wegen ihrer Schmusigkeit. Die sind hervorragend organisiert!

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Tipp: Uns hat es besonders gut gefallen, nach der Fähre die kleine Küstenstraße von Lepetane nach Kotor zu erkunden. Klein, authent, schmal – mit einigen wunderbaren Cafés und Kirchen am Weg und nicht zu vergessen: Die malerische Crkva Gospe od Andela hätten wir sonst nie gesehen – von dort sieht man auch die beiden Klosterinseln vor Perast sehr gut. Die Fähre funktioniert übrigens schnell und unkompliziert – unser Eindruck.

Die Fahrt von Morinj die Bucht entlang war zwar nett, aber nicht Atem beraubend. Atem beraubend war erst der Ausblick von der Serpentinenstraße Richtung Kotor und Tivat und weiter. In Morinj haben wir in einem privaten AirBnB Ferienhaus mit eigenem Strandzugang gewohnt (das war nach den Tages-Sightseeing-Trips ein wunderbarer Rückzugsort) und in der berühmten Konoba Catovica Mlini gespest) – Perast habe ich im Schnellzugverfahren durchwandert (Parkplätze bei Stadtein- und -ausfahrt, aber schnell voll!), das hat mir fast besser als Kotor von unten gefallen. In Risan haben wir die Mosaike besichtigt – Achtung, auch hier regieren die Katzen von Kotor in ihrer unnachahmlich fast militärisch organisierten Weise. In Tivat habe ich die besten gefüllten Tintinger meines Lebens in der Konoba Bacchus gegessen – das muss auch mal gesagt werden.

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Stopp 2: Stari Budva

Ohne Straßenkarte UND Google Maps hätte ich nicht in die Altstadt von Budva gefunden. Die Küstenstraße zwischen Tivat und Budva hat tolle Ausblicke auf die karstreichen Uferabschnitte, aber zum Erkunden derselben müsste man mit mehr Abenteuerlust und Hitzeakzeptanz ausgestattet waren als wir. Den Parkplatz bei Stari Bar fanden wir mit Google Maps, aber es war wahrscheinlich der letzte freie Parker in dieser Saison so nahe an der Altstadt. Bar selbst rundumadum ist nicht so geruhsam, nein beileibe nicht.

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Stopp 3: Zwischen Sveti Stefan und Petrovac Na Moru

Wer auf der Fünf Stern Hotelinsel Sv. Stefan wohnt, der lässt sich abends schon mal mit seinen Hunden per Boot ausführen – so geschehen, als wir von unserer kleinen AirBnB Ferienwohnung in Sv. Stefan an den Strand runterstiegen – Fliegende Fische gesehen! Der Ausblick von unserer abendlichen Terrasse auf die Hotelanlage genügte uns vollkommen, ebenso wie das abendliche Essen auf der Terrasse bei Drago.

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Stopp 4: Bar und Stari Bar

Bar hat sich mir nicht erschlossen – außer über die beeindruckende Kathedrale St. Johannes, vor der sogar der weitgefahrene Humboldt gerne fotografiert werden wollte. Ansonsten nutzen wir die Supermärkte und die Cafés in den Pinienwäldern am Strand der Einfahrtsstraße: Im Cafe am öffentlichen Strand mit großem Parkplatz aßen wir köstliche Priganice zum zweiten Frühstück und Coffee adoptierte schwarze Babyhunde – aber nur ganz kurzfristig.

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Stari Bar fand ich schon recht witzig zum Erkunden, noch witziger fand ich die kleinen, oft veganen Cafés und künstlerisch angehauchten Restaurants auf der steilen Hill Road – erinnerte mich ein wenig an Kathmandu 🙂 Echt jetzt. Die uralte Olive, die überall beworben wird, nahmen wir auch noch mit für ein Foto, bevor wir im Baumhaus eincheckten. 

Stopp 5: Ulcinj

Je weiter wir an die albanische Grenze gelangten, desto mehr veränderte sich das Ortsbild. Immer öfter ragten Minarette aus den kleinen Örtchen hervor, die Shops und Cafés an den Straßen wurden immer „uriger“ (mit Verlaub), bis wir schließlich in Ulcinj angelangt waren. Am Strand war mal wieder die Hölle los – für uns persönlich nicht besonders verlockend bei dieser Hitze. Coffee schleppte sich an der Leine an den Moscheen bis zu einem Schattenplatzerl im Restaurant vorbei und konnte auch sonst der Hitze nicht viel abgewinnen. Wir schlossen uns ihm – nach einem Snack am Strand (extrem höfliches und freundliches Personal!) an und fuhren ins LandesInnere: An die Flüsse, Seen, zu den Nationalparks und den „kleinen Niagara-Fällen“ bei Podgorica.

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HINWEIS: Dieser Fotobericht ist Teil meiner Montenegro Serie. Noch mehr Montenegro gibt´s hier:

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