Kontraste, Kunst und Kultur in Saalfelden Leogang

Kontraste auch? Ja, denn eigentlich dachte ich bei „Saalfelden Leogang“ zunächst an Downhill Biken und Wintersport – nicht an Kunst und Kultur mitten in den Bergen. Da hab ich ihnen aber ganz schön Unrecht getan! 

Der Auftritt von Dreamers´ Circle auf dem Asitz in fast 2000 Metern Höhe

(Pressereise) Jetzt im Juli komme ich in den Genuss, bei meinem Besuch in Saalfelden Leogang gleich mehrere der Kultur-Aktivitäten hier mitverfolgen zu können. Das ist natürlich nur ein schwacher Abklatsch von all jenen Projekten, die das ganze Jahr über in Saalfelden Leogang laufen und auf der Website unter „Kultur und Tradition“ firmieren. Besser gefällt mir aber die Tagline „Konstrastreiche Kultur“, mit dem die Saalfeldner werben – denn von diesen landschaftlichen, kulturellen und auch sozialen und geschichtlichen Kontrasten lebt Kultur erst richtig. Hier in diesem Berg-Ambiente erst recht.

Blick auf die Tonspuren Bühne am Berg – die Leoganger Steinberge dahinter schauen auch zu.

Vorbei sind die Zeiten meiner Kindheit, als es im Sommerurlaub nur ein Zeltfest, einen Frühschoppen oder ein Platzkonzert als vermeintliches Kulturangebot im Urlaubsort gab. Denn:  So divers wie die Gäste aus aller Welt, so diversifiziert und hochkarätig ist heutzutage auch das Kulturangebot. Viel Kultur – das kann nur gut sein.  Wer sommers in Saalfelden urlaubt – sei es zum Wandern, Bergsteigen, Biken oder mit den Kids – kommt also um die Kultur einfach nicht herum: Es gibt nämlich reichlich davon und es scheint für jeden was dabei zu sein.

Abends: Kühl, aber unglaublich stimmig.

KULTUR-Erlebnisse 2018 in Saalfelden Leogang

  • ALM:KULTUR am Berg – hier ist der Eintritt frei: Von Juli bis September gibt es immer Freitags auf einer Alm etwas zum Erleben, Genießen, Zuhören oder Mitmachen. Wenn man es auf eine der vielen Almen geschafft hat (Salzburger Almsommer), dann erwartet einen aber auch immer deftige Schmankerln von der Sennerin, dann schmeckt nämlich der Kulturgenuss dazu gleich noch besser.  Die Zithermusik kam von Gertrud Huber, an den weiteren Terminen kann man schnitzen oder tanzen und sich Sagen erzählen lassen – auch hier trifft Tradition auf Moderne.

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  • TONSpuren am Asitz – dem Berg der Sinne: Von Ende Juni bis Mitte August fährt man insgesamt fünf Mal abends mit dem Veranstalter, den Leoganger Bergbahnen, rauf auf den Hausberg Asitz, um oben am Speichersee oder etwas unterhalb der Alten Schmiede auf der Tonspur-Bühne ungewöhnlichen Konzerten zu lauschen (Ticket: ab 32 € mit Suppe). Auch im Sommer empfiehlt sich hier eine bergaffine Kleidung nebst Haube und dicker Decke – denn die Kultur wärmt nur innerlich. Aber spätestens beim Einkehren nach dem Konzert bei der Almsuppe bei den Altenbergers ist alles wieder gut und man ist randvoll mit Eindrücken – und Kaspressknödeln.

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  • Ein Museum mit überraschenden Kunstschätzen: Gotik und Bergbau – was das miteinander zu tun hat? Das weiß ganz genau Prof. Hermann Mayrhofer, der Kustos des Museums im „Gewerkenhaus“, das soviele Schätze beherbergt, dass die großen Wiener Museen und Kuratoren oft schon neidig nach Saalfelden Leogang schauen. Übrigens wird das Gelände erweitert: Unterirdisch ist es bereits vergrößert, oberirdisch kommt ein ehemaliger Getreidespeicher demnächst mit ins Team – im Archiv lagern nämlich noch mehr Schätze.

Mit der Löwen Alpin Card ist der Eintritt übrigens kostenlos. Das Schaubergwerk ist ebenfalls einen Besuch wert – nicht nur bei Schlechtwetter. Um die Ecke liegt der Hüttwirt direkt am Fluss – Einkehrtipp in den Garten! Und für die Hundebesitzer: Lasst Euch im Museum erklären, was es wirklich bedeutet, wenn man „auf den Hund gekommen ist“.

  • Sommer-Hoagascht: Da ist alles drin – Märkte, Prozessionen, Brauchtum, Kulinarik.
  • VolXsommer – Theater für alle!
  • Das berühmte Internationale Jazzfestival Saalfelden jeweils Ende August – findet 2018 zum 39. (!) Mal statt: Der Pinzgau wird dann zum weltweiten Hot Spot des Jazz. Das Geniale: Die Konzerte im Freien und die Sessions auf den Almen sind kostenlos. Bühnen gibt´s in der City am Rathausplatz und auf der Main Stage im Congress Haus sowie im Kunsthaus Nexus.
  • Mein Tipp: Regina Wienerroither – die Erfinderin und Gestalterin des Stretch Dirndls – hat für fast alle großen Hotels der Umgebung gestaltet. Ihre Kleidermanufaktur in Saalfelden ist mir leider diesmal entgangen – aber während ein paar Tagen Urlaub kann man sich bei ihr schon etwas Feines (an die eigenen barocken Formen) anpassen lassen.

Kunst und Kultur im Krallerhof Leogang

Wenn sich ein Vier Stern Haus in Leogang die Kunst auch noch auf die Fahnen geheftet hat, dann ist dies wohl der Vorzeigebetrieb der Familie Altenberger, der legendäre Krallerhof. Ich sage nur: Nitsch. Jawohl, der Ausnahmekünstler aus meiner Heimat hat einige Räume, darunter einen ganzen großen Ruheraum im „Refugium“, der Spa-Landschaft des Hotels, mit seinen Bildern bestückt. Und ich muss sagen: Hier gefallen sie mir außerordentlich gut und viel besser als im Museum in Mistelbach.

Der Junior des Altenberger-Hotelimperiums ist bekennender Kunstsammler und -liebhaber und zeichnet für die Ausstattung des Krallerhofs mit Kunstwerken verantwortlich. Und weil die Anlage des Krallerhofs riesig ist, findet sich auch hier reichlich Platz für extravagante Kunst, die hier hervorragend reinpasst, wie ich finde. Besonders der Spa-Bereich ist sehr farbenreich, 22 Farbsuiten sind ähnlich knallig – aber mit witzigen Details gestaltet und manche sogar mit eigenen Terrassen am Biotop ausgestattet.

Die neue Bar und das neue Entrée, eine eigene Chocolatérie, ein elitärer Chef´s Table in der ebenfalls neuen Küche: Der Krallerhof klotzt gerne. Auch mit dem hoteleigenen AsitzBräu – dem in Europa höchstgelegenen Brauhaus und dem Museumsrestauant „Alte Schmiede“ am Asitz, in dem nach den „Tonspuren“ die legendäre und wärmende Suppe serviert wird.

In der neuen Lobby
Indoor Pool mit Outdoor Blick

„Einfach wandern“ – auch mit Hund in Saalfelden Leogang

Noch ein Tipp für meine Freunde, die Urlauber mit Hund, in Saalfelden Leogang: „Einfach wandern“ – ohne viel Firlefanz – spielt es bei uns in Hundebegleitung meist ja nicht: Leine, Geschirr, Ersatzleine, Wassernapf, Sackerln, Notfall-Snack, Leckerli etc – das will mal für den Herrn Hund mitgeschleppt sein. Auf die Wanderstöcke verzichtet man dann gezwungenermaßen (ich hab ja auch nie ne Hand dafür frei, weil Coffee ja für zwei zerrt). Probiert hier mal das „Stecken-Sharing“ aus: An den Startpunkten der Wanderrouten gibt´s extra gefertigte  Holz-Stecken (ja, nur einen – so wie früher, als man sich ihn noch im Wald gesucht hat!), den man dann nach der Tour retour geben kann. Den Hund nimmt man aber wieder mit.

HINWEIS: Ich wurde von Saalfelden Leogang Tourismus, dem Hotel Krallerhof und Salzburger Land auf diese Pressereise zu „Kunst und Kultur“ eingeladen.


 

 

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