Der Campingplatz am Putterersee: Campingfeeling Pur im Ennstal

Camping mit vielen Kindheitserinnerungen in der Steiermark beim Grimming.

by Angelika Mandler-Saul

Camping am Putterersee: In den 1970er und 1980er Jahren war der Putterersee quasi unser Familien-Campingplatz für den jährlichen Sommerurlaub. Wir waren sogar schon zum Wintercamping dort, als es noch gar kein Wintercamping gab.

Der Campingplatz Putterersee

camping am putterersee in den 1970ern
Camping mit Wohnwagen FELIX am Putterer See 1978.

In den letzten Jahrzehnten bin ich immer wieder auf diesen Campingplatz zurückgekommen: Mit meinem Freund als Besucherin im Campingbus, allein als Radfahrerin mit Zelt und Auto, im Campingbus mit Schwester und Hund, später wiederum im Zelt mit Stammersdorfer Freunden, einmal mit Mum & Hund und später mit Andreas, seinen Kids, meinen Nichten, etc.

In allen möglichen Konstellationen, immer wieder Camping am Putterersee im Ennstal. In den letzten 20 Jahren bin ich mit meinem Mann, mit Nichten, mit Hund hier am Campingplatz Putterersee gewesen.

Immer und immer wieder. Zwischendurch.

Camping
Großfamilie in den 1990er Jahren am Putterersee Camping

Campingplatz Putterersee: Seit fast 50 Jahren komme ich hierher

UPDATE und Aktualisierung im Juni 2026

Die großzügigen Stellplätze sind heute akkurat eingegrenzt, die Camper mögen das, sagte mir einmal der Chef. Als wir in den 1970er Jahren herkamen, saßen wir noch bei Familie Steiner senior in der Kuchl im Bauernhof zum Tratschen. 2026 haben schon längst die Enkeltöchter mit Anhang übernommen. Bei unserem Besuch im Juni 2026 erwartet uns eine neu gestaltete Rezeption, neue Zufahrtsschilder und eine digitale Infowand beim Café. Kannten wir auch noch nicht, sieht super aus.

Die Stellplätze sind fast alle wirklich riesig. Strom gibt es überall, Wasser nur an speziellen Entnahmestellen am Platz oder bei den beiden Sanitärgebäuden.

Meine Stellplatz-Favoriten: Jene ganz nah am See auf dem Weg zur Liegewiese (Achtung, Moorsee!) Am Stellplatzplan (online) kann man sich vorher orientieren, wo man stehen will: See-nah, Sanitär-nah oder “am Berg”. Im Juni 2026 haben wir Glück (mit dem Platz, nicht mit dem Wetter): Mit unserem eigenen Campervan Cicero stehen wir erstmals oben auf der Terrasse und sehen auf “meinen Putterersee” der Kindheit.

Zusätzlich gibt es eine Entsorgungstation mit einem Freizeitraum zum Spielen und Fernsehen und ein Campingplatzstüberl mit nettem Café, Snacks und Drinks ab dem Nachmittag. Morgens holen wir uns an der Rezeption die Zeitung, frisches Gebäck und die besten Topfengolatschen ever – sie werden vom Stefflbäck aus Aigen gebracht.

Baden und Plantschen am Camping Putterersee

Der Platz hat einen eigenen, gepflegten Seezugang mit riesiger Liegewiese und dem Steg – um den meine Geschwister und ich alle schwimmend, tauchend und auf Luftmatratze plantschend sowie bootfahrend alljährlich begeistert unsere Sommer der Kindheit bis in die frühen 1980er verbracht haben. Wenn wir nicht wandern mussten oder zum Eis essen nach Aigen spazierten oder (aus dem selben Grund :-) nach Irdning mit dem Rad fuhren.

Badeplatz putterersee camping
Der eigene Badeplatz am Putterersee – mit meinen Nichten unterwegs

Wer den Ausblick über den See haben will, der steht am oberen Teil des Campingplatzes – das hab ich auch schon getan – mehrmals, mit Zelt und/oder Campingbus.

Stellplatz am putterersee camping
Ein Traum Stellplatz am Putterersee ganz unten beim Schilf am Wasser
Putterersee Ausblick auf den campingplatz
Ausblick vom oberen Teil des Campingplatz Putterersee
Wandern beim Caming Putterersee
Unser altbekanntes Wanderwegerl entlang des Putterersees
Seespitz Platzerl Camping Putterersee
Auf dem Weg nach Aigen – Seespitz Platzerl

Der See selbst ist im Frühling schnell warm, man darf bootfahren, SUP und surfen. Hundebaden ist am Campingplatz verboten, die Einheimischen lassen ihre Hunde aber am Spazierweg bei den Bankerln in den See oder am kleinen Zufluss, über den wir früher drüber balanciert sind.

An die Sanitäranlagen des letzten Jahrtausends erinnert – außer dem Gebäude – innen gar nichts mehr! Es ist warm und trocken, die Duschen haben ordentliche Vorräume (wie sich das heute gehört) – ansonsten alles, wie es sein soll. Das obere Sanitärgebäude (vor dem ich als Kind in den 1970ern immer ein wenig Angst hatte), ist heute supermodern ausgestattet und neu aufgestellt: Außen mit Holz verkleidet, innen große Kabinen, hell und vor allem: Bei den Duschen gibts einen Haarfön, danke.

Nicht nur Camping. Der Putterersee kann noch mehr.

Wer sich trotz meiner zahlreichen Campingartikel nicht mit dieser Art der Freizeitgestaltung anfreunden kann, der kann dennoch in den Genuss des Putterersees bei der langjährigen Betreiberfamilie Familie Steiner kommen: Eine FEWO, ein Ferienhaus, Camping-Pods (!) und auch zwei kleine, einfache Miethütten am Platz gibt es ebenfalls.

im zelt am camping putterersee
I Love Campin gam Putterersee – hier im Zelt

Die Pods und die Hüttchen eignen sich m.E. hervorragend für die zahlreichen Radfahrer, die den Ennstalradweg oder die Rund-Um-den-Dachstein MTB Route befahren. Übrigens: Der Spielplatz unserer Kindheit ist vom See neben das Sanitärgebäude gewandert, falls das noch wer wissen will :-)

Ausflug ins Gesäuse zum Camping im Nationalpark

Mittlerweilen kann man online einen Platz auswählen und gleich buchen, das find ich super. Wir waren auch schon am Gesäuse Campingplatz, weil wir direkt die Naturbadeplätze im Gesäuse – die offiziellen vom Nationalpark – erkunden wollten. Wir können nur das Beste erzählen vom Nationalpark Camper: Sehr nette Betreiberinnen und wir hatten eine feinen Stellplatz mit tollem Ausblick auf die Gesäuseberge. Man kann zu Fuß zum Weidendom wandern und Flussbaden ist natürlich auch drin, ebenso der Besuch des Nationalpark Zentrums.

Ein Sommer im Xeis geht bei uns immer, ebenfalls wie der Camping Putterersee, seit vielen Jahrzehnten. Der Artikel lohnt sich nicht zur zu lesen wegen der Planung, sondern auch um mehr über die Nachhaltigkeit im Nationalpark zu erfahren – wir waren sehr beeindruckt von der Renaturierung des Johnsbach und vielen anderen Kleinigkeiten. Natürlich muss ich auch jedesmal in Admont ein neues Nationalpark T-Shirt im Shop kaufen, das ist und Bleibt USUS. Die Parkraumbewirtschaftung wird dort groß geschrieben, umso besser, wenn man direkt vom Campingplatz aus starten kann per pedes mit Hund oder mit dem Rad. Die Berge des Gesäuse sind halt einfach atemberaubend:

Einer der bekanntesten Berge im Gesäuse ist der Hochtor, der mit einer Höhe von 2.369 Metern nicht nur der höchste Gipfel der Ennstaler Alpen ist, sondern auch eine herausfordernde Route für Bergsteiger bietet. Seine steilen Flanken und die majestätische Präsenz dominieren die Landschaft des Nationalparks. Ein weiterer bemerkenswerter Gipfel ist der Planspitze, der mit 2.117 Metern ebenfalls zu den Höhepunkten des Gesäuse zählt. Die Planspitze ist bekannt für ihre markante, pyramidale Form, die sie zu einem beliebten Ziel für Fotografen und Kletterer macht.

Nicht zu vergessen ist der Admonter Kalbling, der mit 2.196 Metern eine weniger bekannte, aber ebenso beeindruckende Erhebung im Gesäuse darstellt. Der Kalbling bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Täler und Gipfel und ist über verschiedene Routen erreichbar, die durch die malerischen Landschaften des Nationalparks führen.

Zuletzt ist der Große Buchstein zu nennen, der mit seinen 2.224 Metern die Landschaft prägt. Dieser Berg besticht durch seine massive Erscheinung und die breite, fast monolithische Felswand, die insbesondere bei Sonnenuntergang ein atemberaubendes Panorama bietet.

Vom Campingplatz Putterersee sieht man übrigens bis zum Warscheneck, ein bekannter Wanderberg.


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Von Angelika Mandler-Saul und Ulrike Miestinger


Meine Tipps für Urlaub rund um den Campingplatz Putterersee

Meine Tipps rund um den Campingplatz Putterersee

weidendom
Ausflug zum Weidendom im Gesäuse
Nationalpark Gesäuse

Warum Urlaub am Putterersee im Ennstal?

Camping am Putterersee ist mehr als nur ein Urlaub – es ist ein Erlebnis, das (meine auf jeden Fall) Sinne belebt und mir jedes Mal wieder unvergessliche Erinnerungen schafft. In der malerischen Umgebung des steirischen Ennstals gelegen, bietet der Putterersee eine perfekte Kulisse für einen entspannten oder aktiven Campingurlaub, je nach Geschmack. Hier, wo die Natur noch unberührt scheint, kann man vom Alltag abschalten und in die Ruhe der Landschaft eintauchen.

Der Putterersee selbst ist ein Juwel für Wasserratten. Mit seinem klaren, sauberen Wasser lädt der See zum Schwimmen, Paddeln und Bootfahren ein. Die großzügige Liegewiese am Seeufer ist ideal, um sich zu sonnen oder einfach nur zu entspannen und die herrliche Aussicht zu genießen. Für Kinder gibt es genug Platz zum Spielen und Toben, während Erwachsene vielleicht ein Buch lesen oder einfach die Seele baumeln lassen.

Die Region um den Putterersee ist auch ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Unzählige Wanderwege und Radtouren führen durch die beeindruckende Landschaft des Ennstals und bieten spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Berge und Wälder. Ob eine gemütliche Wanderung um den See oder eine anspruchsvollere Tour in die Berge – für jeden Anspruch und jedes Fitnesslevel ist etwas dabei.

Nicht nur die Natur macht den Campingurlaub am Putterersee so besonders, auch die herzliche Gastfreundschaft der Einheimischen trägt dazu bei. Das Ennstal gehört zur Region Schladming Dachstein-Tauern und fast überall können Besucher regionale Spezialitäten probieren, wie den berühmten Steirerkas. Viele kleine Veranstaltungen, wie Dorffeste oder traditionelle Musikabende, geben Einblick in die Kultur und Lebensweise der Steiermark.

Ein Urlaub am Putterersee bietet also nicht nur Erholung und Naturgenuss, sondern auch die Chance, aktive Abenteuer zu erleben und die lokale Kultur hautnah zu erfahren. Es ist ein Ort, der die Herzen von Campingliebhabern höherschlagen lässt und jedes Jahr Gäste aus aller Welt anzieht, die die einzigartige Atmosphäre und die Schönheit der Steiermark erleben möchten.

HINWEIS: Ich fahre seit fast 50 Jahren an den Putterersee und ins Gesäuse. Natürlich sind meine Reiseberichte nicht objektiv, aber sie sollen einen ersten Eindruck geben – danach können sich meine Leserinnen entscheiden, ob sie sich für die Region interessieren. Meine Berichterstattung soll Gusto machen und die Entscheidung erleichtern. Natürlich sieht in der Hochsaison in den heißen Sommermonaten alles ein bisschen anders aus, wir meiden diese Monate und fahren meist im Mai oder Juni oder im Herbst in die Steiermark.


 

4 comments

andreas 17. Juli 2018 - 18:02

Die Ähnlichkeit der Hunde anno dazomal und heute ist frappierend!

Reply
Angelika Mandler-Saul 17. Juli 2018 - 18:08

nur äußerlich :-)

Reply
Jo 17. Juli 2018 - 13:54

Kann diesem Bericht nichts hinzufügen!
Sind Fam. Steiner-Fans
Joachim+Anni

Reply
Angelika Mandler-Saul 17. Juli 2018 - 13:54

juhhuuu, ich auch ! schön zu hören ! lg aus dem wein4.

Reply

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