Rund um Bled: Kremsnita, Klamm und Seen

5 Must See´s sind auf der Website von Bled angepriesen: Eine davon haben wir umwandert (den See), eine erklettert (die Vintgar-Klamm) und eine pfeilschnell verkostet (die Bleder Cremeschnitte à la „Kremsnita“). Die restlichen zwei (Burg und Boote namens „Pletna“) haben wir nur fotografiert, bzw. bestaunt.

Slowenien Handy_web (14 von 512)Eine Woche SLOWENIEN vor uns: Natur und Wandern stand am Programm. Weniger Kultur, da wir in vierbeiniger Begleitung waren und die ist bekannter Weise dem Kulturgenuss auf Reisen nicht zuträglich, bzw. überall verboten.

Wir reisten gemütlich über den Wurzenpass an – wegen Naturgenuss und etwaigen Hundepausen. Am Wurzenpass war es totenstill und menschenleer, ebenso übersichtlich außersaisonal in Kranjska Gora – aber 40 Kilometer weiter bei der Ortseinfahrt von Bled reihten sich bereits die Besucherbusse Stoßstange an Stoßstange.
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Das dürfte ein kleiner Einblick in die Besucherströme des Hochsommers gewesen sein, denn der Bleder See ist nicht nur bei österreichischen Busreise Veranstaltern, sondern ganz offensichtlich auch bei asiatischen Gästen hoch im Kurs.

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Danke Nebensaison: Wir fanden in Bled reichlich und großräumig Parkplatz (was da wohl im Sommer los sein mag) und spazierten in der Abendsonne zum See: Traumhaft warm und idyllisch – trotz des steirischen, chinesischen und japanischen (babylonischen) Sprachengewirrs rundum.

Slowenien Handy_web (22 von 512)Der RundUmdenSee Weg wäre in einer guten Stunde zu machen, müsste man nicht überall stehenbleiben und fotografieren (ich), schnuppern (der Hund) sowie die überlebensgroßen Bleder Cremeschnitte-Werbeplakate bewundern (Andreas).Slowenien Handy_web (12 von 512)

Zu schön ist aber auch der Ausblick rüber auf die Bleder Burg mit dem Schwimmbad am See gleich darunter, die Promenade und das Kirchlein im See, zu dem sich die asiatischen Touris in Massen hinübersetzen ließen (in den besagten Booten, sprich Pletna), um dort die Wunschglocke zu läuten.

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Slowenien Handy_web (27 von 512)Über die Promenade gelangten wir in das übersichtliche Örtchen Bled – der Sinn stand uns nach der ausgedehnten Anreise bereits nach deftigem Abendessen (die Kremsnita wurde verschoben) und einer lokalen Lasko Bierverkostung. 

Unser erster kulinarischer Stop in Slowenien wurde die „Gostilna“ namens „Pri Planicu“ – um stilgerecht das hiesige Union Bier nebst Gesottenem Fleisch und Fisch zu verkosten (Lieber vorne bei der Bar sitzen bleiben, ist uriger als hinten!)
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Die ersten beiden Nächte verbrachten wir außerhalb von Bled auf dem Campingplatz Sobec (wo versorgungstechnisch auch schon Winterstimmung eingekehrt war) und dort in einem kleinen, gemütlichen Holzbungalow, der von außen größer wirkte als er innen war.

Dafür heizte er sich überraschend schnell auf (war notwendig) und der Abendspaziergang am Campingplatz zeigte die wirklich traumhafte Lage an einer Fluss-Schleife der Sava – selten einen so schön gelegenen Campingplatz – fast schon skandinavisch anmutend – am Fluss gesehen.

Muss im Sommer für Kids und Hunde genial sein, schöner Badeteich übrigens gleich nebenan.

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Anderntags standen die weiteren offiziellen Must-See´s am Programm: Die nahe Vintgar Klamm und nicht zu vergessen besagte Bleder Cremeschnitte, die wir endlich am nahen Bohinj See mitten im Triglav Nationalpark verkosteten.

Slowenien Handy_web (54 von 512) Slowenien Handy_web (55 von 512)Slowenien DSLR_web (25 von 110)Auch bei der Klamm ist man offensichtlich an sommerliche Touristenmassen gewöhnt, dementsprechend harsch ging dort die Parkplatz-Einweisung vor sich. 1,5 km geht es am Radovna Fluss nach hinten zum Wasserfall auf Wegen, Steigen und Holzstiegen. Immer wieder schöne Fluss-Zugänge für Hund und Mensch und vollkommen entschleunigend – wären hier nicht überraschend viele Menschen in Höllentempo total unentspannt unterwegs.

Denn auch hier zur Herbstzeit immer noch viele internationale Gruppen unterwegs (teilweise mit steinzeitlichen oder gar keinen Manieren), die normalerweise wohl nicht allzu oft zu Fuß unterwegs sein dürften.

Landschaftlich gefällts uns hier aber ganz ausgezeichnet: Das Wasser hat hier in Slowenien (gestern die Sava, heute die Radovna) einfach eine ganz eigentümlich schöne Türkis-Tönung. Da hatten wir aber die Soca noch nicht gesehen 🙂Slowenien DSLR_web (22 von 110)

Slowenien DSLR_web (26 von 110)Einen Kaffee nehmen wir dann beim Ausgang der Klamm auf der sonnigen Terrasse der extrem freundlichen Gostilna Vintgar (abends wollen wir hier Fisch essen gehen, leider saisontechnisch bereits geschlossen).Slowenien Handy_web (57 von 512)

Den Nachmittag verbringen wir am größten Natursee Sloweniens, dem Bohinj See, von dem aus man den Triglav sehen kann und kommen endlich in den Genuss der Kremsnita, die sogar eine eigene Facebook Seite hat. Das Johanniskirchlein am Zufluss hat wunderschöne Fresken aus dem 14. Jahrhundert und es ist auch nicht weit zum Vogel – einem schönen Wandergebiet.

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Slowenien Handy_web (65 von 512)Abends verkosteten wir dann noch den berühmten Cvicek – Weißwein von der ältesten Rebe der Welt. Die Kellnerin in der empfehlenswerten Pizzeria in Bled (Rustika) versichert sich vorher, ob ich saure Weine eh gewöhnt bin. Ach, wenn´s weiter nichts ist – als Weinviertlerin hab ich da keine sehr hohe Hemmschwelle. Der Wein ist tatsächlich, nunja resch – mit dem hausgemachten Chili-Öl auf der Pizza aber sehr trinkbar.

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Unser Fazit der ersten beiden Tage rund um Bled:

Natur pur – zum Wandern und Spazierengehen mit Hund einfach ein Traum.  Viele Gostilnas und Ausflugsgasthäuser an den Seen befinden sich aber schon im Winterschlaf (nicht anders als in Österreich) – die im Text genannten Restaurants können wir jedoch empfehlen! Wer keine Camping-Berührungsängste hat und gerne in der Natur ist, dem wird auch der Bungalow Sobec mit seiner Wildwest-Terrasse gefallen (Hunde dürfen nicht ins Obergeschoß). In der Hochsaison ist in der gesamten Gegend outdoor-mäßig sicher die Hölle los – für uns war der Herbst als Reisezeit optimal!Slowenien Handy_web (75 von 512)

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OFFENLEGUNG: Ich wurde von Slowenien Tourismus in Österreich und Camping Sobec eingeladen, die Region Bled zu erkunden. Die Meinungen und Empfehlungen im Text sind meine höchstpersönlichen.

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