Das Wiener Riesenrad: Vom Prater in die luftigen Höhen

Mit NÖ-Card gratis, Vierbeiner frei!

by Angelika Mandler-Saul

Ein Ausflug, um mit unserer Niederösterreich-Card ein paar gratis Wien-Ziele abzuklappern. Diesmal: Das Wiener Riesenrad im Prater. Davor ein ausgedehnter Spaziergang Besuch in der Prater Hundezone und der Hauptallee und danach eine Runde mit dem Riesenrad.

Wiener Riesenrad prater skulptur
Staunend. Das Wiener Riesenrad im Winter und mit Sturmwarnng

Das Wiener Riesenrad im Prater

Es ist ewig her, dass ich mit dem Riesenrad eine Runde gedreht habe. Deswegen war bei unserem Besuch im Winter diesmal für mich viel Neues dabei. Der Eingangsbereich des Wiener Praters wirkt ein wenig so wie Disneyland in Californien ohne Parade – aber dafür ist es aufgeräumt.. Besonders jetzt im Winter zu Covid-Zeiten eher übersichtlich. Deswegen haben wir in der Gondel auch unsere Ruhe – wer will auch schon mit einem bedrohlich wirkenden, schwarzen Hund vom Land eine Viertelstunde lang in schwindelnden Höhen bei Sturmwarnung eingeschlossen sein?

eingang wiener riesenrad
Eingangsbereich

Das Foyer nach dem Ticketkauf ist wirklich sehr ansprechend und auch für Touristen aller Länder verständlich neu gestaltet. In angedeuteten Riesenrad-Kabinen wird die Geschichte des Riesenrads im wahrsten Sinn „beleuchtet“. Ob zu Biedermeier Zeiten, als Josef II. aus dem Prater erstmal was machte, zum Fin de Siècle, als man mit dem Gummiradler oder dem Fiaker herfuhr zum Flirten und Promenieren (oder noch ärgeres im Unterholz) bis zum Zweiten Welt Krieg und der Zerstörung des Riesenrads. Stichwort Dritter Mann – in diesem Film hat das Riesenrad ja eine wichtige Rolle zu spielen. Fast so wichtig wie das Wiener Kanalsystem.

Riesenrad Foyer Bild mit Geschichte
Rundbild im Foyer beim Riesenrad
foyer wiener riesenrad
Im Foyer – die alten Kabine mit Geschichte

Wir sind also allein in der Kabine, es herrscht Sturmwarnung in Wien und ganz oben auf luftigen 65 Metern schaukelt es dann doch ein wenig. Dafür hat der Wind die Wolken beseite geblasen und wir sehen 360 Grad über Wien: Vom Bisamberg zum Millennium Tower, weiter zum Kahlenberg und in die City direkt zum Stephansdom. Zum Unteren Belvedere, zum AKH sowieso und dann noch viele Kirchen, bei denen keiner von uns weiß, wie sie heißen. Wir sehen zur Tangente mit seinen spannenden Neubauten und Richtung Donau und Bratislava. 

Ausblick Donau vom Wiener Riesenrad
Richtung Donauturm, Donau und Bisamberg
Riesenrad Kabine Wien
1 von 15 Kabinen

Ausblick vom Riesenrad nach Wien Stadt
Ausblick in die City

Seit 1897 steht das Riesenrad hier an dieser Stelle, früher hatte es doppelt soviele Kabinen – ich habe das in der Volksschule noch gelernt (Sachunterricht), nach dem Krieg wurde die Hälfte der Kabinen nur noch installiert. 1944 stand nur das trostlose Stahlgerippe im zerbombten Wien, ein fürchterlicher Anblick – im Foyer rekonstruiert. 1947 wird das Wiener Riesenrad wieder in Betrieb genommen – mit nur noch 15 statt 30 Kabinen. Lt. Website tauchten 2002 acht alte Kabinen wieder auf – sie bilden heute das Herzstück der Ausstellung mit dem großen Wand-Rundgemälde quer durch die Geschichte Wiens.

2016 wird das Wiener Riesenrad mit 15 ganz nuen Kabinen beschenkt bis es im Jahr 2020 – erstmals seit 73 Jahren – stehen bleibt. Stehen bleiben muss: Denn das Wiener Riesenrad hat nicht nur die Spanische Grippe erlebt, sondern erlebt bereits seine zweite Pandemie. Während des quasi weltweiten Lockdowns steht auch das Wiener Riesenrad erstmals wieder still.

Mit der NÖ-Card gratis ins Riesenrad

Hund im Wiener Riesenrad
Coffee im Riesenrad
Hund im Wiener Riesenrad
Das wär doch gelacht!

Die Niederösterreich-Card, die wir mit Vorliebe für unsere Ausflüge in unserem Heimat-Bundesland nutzen, hat mittlerweilen ein tolles Angebot auch für Wiener Sehenswürdigkeiten inkludiert. Da kann man gratis ins Belvedere, ins Literaturmuseum oder in den Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Oder ins MAK, in Freuds Praxis, ins Haus der Geschichte, zur Führung in die Wiener Staatsoper.

Wenn also das Weinviertel in der kalten Jahreszeit viele Ausflugsziele in Winterruhe schickt, und man auf der Rax und am Hochkar schon war – dann kann man die Niederösterreich-Card für ein paar tolle Wien-Tage nutzen. 

Der reguläre Eintritt für einmal Riesenrad Fahren kostet für Erwachsene 13,50 Euro (2022), es gibt Familienkarten und Hunde fahren gratis (Maulkorb nicht vergessen). Nach der Fahrt wird man durch ein großes Souvenirshop nach draußen geleitet. Mir hat´s gut gefallen.

Ausblick auf den Prater vom Wiener Riesenrad
Ausblick auf den Prater

Für Vierbeiner: Die Hundezone im Wiener Prater

Um Hund Coffee nach der ungewohnten Fahrt mit der Wiener U-Bahn „mental“ ein wenig pro-Großstadt einzustellen, war vor dem Besuch des Wiener Riesenrads (Hunde gratis) eine große Tour durch den Wiener Prater angesagt. Schon der Anblick der ersten großen, überraschend grünen Wiese verleitete Coffee zu Freudensprüngen – man konnte richtig sehen, wie er aufblühte. Große Wiesen zum Laufen und Wälzen! Wien, Wien nur Du allein….

Hund im Wiener Prater
Alles meins?

Wir spazierten von der Waffenverbotszone Praterstern (soweit zur Info) die beeindruckend breite und erfreulich leere Prater Hauptallee langsam bis zur Rotundenallee, nicht ohne einen Abstecher zum Vogelvieh vom Konstantinteich zur Labung. Vorbei am Ziehrer -Denkmal, an den ganzen Sommer-Hotspots von Kolariks Luftburg, der neuen Praterbühne von Viktor Gernot bis Schweizerhaus bis zur Endstation der Bim. Dort dann das erste verheißungsvolle Schild: HUNDEFREILAUFZONE. So klingt Musik in Hundeohren.

Konstantinteich

Prater Hauptallee im Winter
Die Prater Hauptallee im Winter

Bei der Station der Liliputbahn „Rotunde“ ging´s los. Coffee wurde von einem weißen Königspudel offenbar bereits erwartet: Abgeschnallt von der Leine und von Null auf Hundert in Nullkommanix. Von dieser ersten großen Wiese ging´s durch den Wald (ja, auch noch immer Hundezone) und ein Stückerl entlang der Gleise der Liliputbahn. Klar kommen hier auch Jogger und Spaziergänger ohne Hunde vorbei – aber ganz ehrlich: Der Prater ist groß genug für alle und besonders hundelose Menschen müssen ja nicht grad in den paar Hundezonen sporteln, oder. 

Hundezone Prater Rotundenallee
Unser erster Versuch: Gleich bei der Rotundenallee

Hundezone zwischen Kaiserallee und Hauptallee (Wiese und Wald)

Hier geht auch der Stadtwanderweg 9 hindurch, weiters die offizielle Reitstrecke durch den Prater. Es ist also nicht nur hundemäßig was los. Wir waren im Winter an einem Wochentags vormittags hier zugange und waren fast allein. Abgesehen von den Eichhörnchen und den anderen Hunden mit Begleitern. Alles Infos zu den Wiener Hundezonen gibt es auf der Website der Stadt Wien.

Hundefreilaufzone Wald Prater
Hundefreilaufzone mit Wald

Hundezone von Arenawiese bis Lusthausstraße (Wiese und Wald)

Gegenüber – nur einen Hop über die Hauptallee entfernt – liegt die zweite Hundeauslaufzone des Wiener Praters. Gleich neben den bekannten Hot Spots Jesuitenwiese und Arenawiese. Hier auf Tafeln ist ganz gut ausgeschildert, wo Hunde frei laufen dürfen, wo sie an der Leine dabei sein dürfen und wo Hundeverbot herrscht. ich finds gut so.

Diese Hundezone reicht fast bis zum Oberen Heustadelwasser.

Hunde Info Tafel Prater
Hunde Info Tafel Prater
Hundezone Prater
Noch eine Hundezone, irre.

HINWEIS: Ich habe Riesenrad und Prater im Winter besucht und die obigen Eindrücke und Erfahrungen sind meine persönlichen.

Dann gefällt Euch sicher auch

1 comment

andreas 8. Februar 2022 - 15:15

Die Hundezone im Prater ist ja ein wahres Eldorado. Riesig. Ohne Zäune. Mit Wald und Wasser. Sehr cool und überraschend.

Reply

Leave a Comment

* By using this form you agree with the storage and handling of your data by this website.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Auch diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Geht klar“, um Cookies zu akzeptieren und die Website besuchen zu können. Geht klar. WEITER