Meran im Frühling: Das Park Hotel Mignon

Endlich bin ich mit Meran warm geworden. Nicht zuletzt wegen unserer wunderschönen Bleibe im luxuriösen Park Hotel Mignon, einer Oase gleich um die Ecke vom Sisi-Park an der Passer. Eine Stippvisite mit Hund in Meran. 

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Das Kurhaus in Meran

Eine Stippvisite in Meran

(Presseeinladung)

Über sieben Stunden Fahrt vom Weinviertel nach Meran: Wir checken im Park Hotel Mignon ein, lassen unser Auto parken und unser Gepäck in die Suite bringen und spazieren Richtung Fluss. Die Etsch? Nein, die Passer.

Aber – wo sind wir hier wirklich gelandet? Gastein? Ischl? Opatija? Meran ist floral herausgeputzt, die Promenaden wie in Ischl voller Menschen, der Fluss rauscht ohrenbetäubend laut wie in Gastein und die Gebäude sind genauso wunderhübsch revitalisiert wie in Opatija am Lungomare. Ein wahrer Sehnsuchtsort – etwa wie Grado?

meran kurhaus

meran wandelhalle

In den letzten 30 Jahren war ich höchstens drei Mal in Meran. Jedes Mal bei Schnürlregen, Kälte und denkbar schlechter Unterkunft. Diesmal werde ich endlich warm mit Meran und WIE!

K.u.K. Flair an jeder Ecke, Promenaden, Cafés, Museen und Spazierwege, wie es einer Kurstadt wohlansteht und mit dem Park Hotel Mignon eine luxuriöse Unterkunft, die fürwahr „mignon“ ist: „Entzückend“, oder wie wir sagen: „Schnuckelig“, soweit man das bei einem Fünf Stern Haus so nonchalant sagen darf.

Als Kaiserin Elisabeth den Run auf Meran auslöste

Der Wiener Schauspieler und Publikumsliebling Alexander Girardi war hier einst der Star. Wenn er auf Tournee in Meran vorbeikam, war das Kurtheater ausverkauft und zusätzliche Vorführungen mussten eingeschoben werden.

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Das Kurtheater in Meran

Sie alle waren einst in Meran. Sigmund Freud, Arthur Schnitzler und Stefan Zweig (wo waren die drei nicht?), natürlich Rilke und Kafka sowie Alfred Nobel, Thomas Edison, Fanny Elßler, Johanna Spyri oder Peter Rosegger. So wie man sich in Gastein, Marienbad oder im Ausseerland traf – zur Kur oder zur Sommerfrische oder wegen Burn Out (das es vor 100 Jahren auch schon gab, aber unter „Neurasthenie“ oder anderen Modeworten firmierte), fuhr man irgendwann auch mal nach Meran, des mediterranen Klimas wegen.

Oder man fuhr einfach nur hin, weil es angesagt war. Und angesagt war eine Destination dann, wenn Kaisers sie mit ihrer Anwesenheit beehrten. So wie Ischl etwa. In Ernst Lothars „Der Engel mit der Posaune“ fährt Familie Alt prinzipiell nach Ischl auf Urlaub. Denn, „was für den Kaiser gut genug ist, das wird auch für Frau Henriette Alt nicht zu schlecht sein“, rügt Familienoberhaupt Franz Alt seine Frau. Da ging´s aber nicht nur um den Familienurlaub, sondern auch um Grammophone oder diese neuartigen Autos!

Im Falle Merans war es allerdings Kaiserin Elisabeth, die 1870 den Run auf die damals noch verschlafene Stadt an der Passer auslöste. Lieblingstochter Marie Valerie litt an einem Lungenleiden und die Ärzte hatten das milde Klima in Südtirol empfohlen.

 

So wurde Meran quasi über Nacht zu einem beliebten Kurort, damals auch für Meran zunächst etwas überraschend. Denn Mutter und Tochter wurden von etwa 100 Personen an Hof-Tross begleitet – eine im ersten Moment wohl etwas unüberschaubare Gästeschar für Meran.

Lungenprobleme hatte damals fast jeder in Wien und den großen Städten der Monarchie, deswegen setzte der Boom auf Meran sehr schnell ein, als es bekannt wurde, dass Marie Valerie sich erholt hatte.

Luxus: Wohnen im Park Hotel Mignon

Das Park Hotel Mignon liegt zentral – in drei Minuten ist man an der Passer Promenade – und ist dennoch gleichzeitig eine stille und grüne Oase in einer wunderbar gepflegten Parklandschaft. Hier hat man wirklich Ruhe, wenn man vom geschäftigen Treiben an den Promenaden nichts mehr hören und sehen will. Ob in den Räumlichkeiten der Bar mit dem gut sortierten Bücherregal und den gemütlichen Sofas oder auf der Terrasse des Restaurants, wo wir unseren Begrüßungsdrink nehmen: Ruhig, gediegen und unaufdringlich.

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Und was ist m.E. stets das Allerbeste am Service eines Fünf Stern Hauses? Ich denke da gerne an die kompetente Aussage meiner Reiseblogger- und Agenturkollegin Martina Züngel-Hein, die den Fünfsterne-Luxus beim Alleinreisen mit zwei riesigen Ridgeback-Hunden ebenfalls zu schätzen weiß: „Wenn das Gepäck auf´s Zimmer gebracht wird und ich nicht mit Gepäck, Leinen und zwei Hunden mindestens drei Mal selbst gehen muss, bis alles am Zimmer ist“. So ist es, dem ist nichts hinzuzufügen. Auch wenn ich mich um das Parken meines Autos nicht kümmern muss, ist das für mich Luxus pur. So selbstredend ebenfalls geschehen im Park Hotel Mignon.

Vermisst habe ich einzig und allein eine echte Espressomaschine im Zimmer, dafür konnte man sich an einem eigenen Suite-Pad erfreuen. City Bikes und E-Bikes stehen ebenfalls zur Verfügung. Wir haben allerdings die Wander- und Promenadenwege per pedes erkundet. Dafür ist die Lage des Park Hotels Mignon nämlich optimal. Und wenn man mal weiter weg will zum Wandern – etwa auf eine der berühmten Waalwege des Meraner Landes – stehen täglich organisierte Transfers am Aktiv-Wochenplan des Hotels. Dazu natürlich auch Yoga oder Gymnastik, Saunaaufgüsse und Meditation.

  • Der Hunde-Park des Hotel Mignon

Unsere Juniorsuite darf mit Hund bewohnt werden und es erwarten uns auch schon einige Hunde-Goodies für den Vierbeiner. Weiße Teppiche im Hotelzimmer unter schwarzem Hundefell pflegen mich immer etwas nervös zu machen, aber dies ist explizit ein Zimmer mit Hundeerlaubnis – nun denn. Es kann nicht jeder Hund klein, weiß und nicht haarend sein. Von unserem Balkon haben wir den absoluten Entspannungsblick in die Grünoase des Hotels – jene für uns Menschen. Denn auch für mitreisende Hunde gibt´s eine eigene Park-Oase: Einmal über die Straße wartet auf uns ein „Hundepark“, der 1500m² groß ist und bei Coffee auf große Begeisterung stößt. Luxus pur für Reisende mit Hund, die auf Reisen in Städten ja immer irgendwie auf Suche nach hotel-nahen Grünflächen sind.

  • Kulinarik mit viel Stil

Mittags kann man sich in der Showküche an einem kleinen warmen Snack nebst Salaten bedienen, abends wird dann im Speisesaal oder im Wintergarten groß aufgetischt.

Zwischen fünf und sieben Gänge haben wir abends nach unseren Meran-Aktivitäten hier genossen, wobei wir nur eines „bekritteln“ können: Für ein Fünf Stern Haus und sieben Gänge waren die Portionen mehr als gewaltig.

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  • Der Garten und der SPA

Viel Zeit hatten wir – wie immer – nicht, um SPA und Wellness zu genießen, aber für einen Besuch im Saline Dampfbad hat es zumindest gereicht. Das war mal eine Saunawelt, die sich von vielen anderen Standard-Erlebnis-SPA´s wohltuend abhebt: Einmal in einem Dampfbad bequem liegen und nicht kerzengerade sitzen müssen, die All-Senses-Kabine testen und im Mediterranen Dampfbad ein bisschen Florida-Flair tanken. Wunderschöne Rückzugsoasen auch im Spa-Bereich – dazu der Ausblick auf den üppig grünen Garten mit Geplätscher von den Lesesesseln im Seerosen-Ruheraum aus – hier konnte ich ein paar Seiten in einschlägiger Lektüre blättern und dabei kurz entspannen. Ja, das Beduinenzelt habe ich auch getestet.

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  • Pool und Dachterrasse

Aber für den warmen Whirlpool in der Outdoor Landschaft, habe ich mir etwas mehr Zeit genommen. Übrigens gibt es auch eine Dachterrasse mit Hängematten und Sonnenliegen nebst Rooftop-Whirlpool, allein das Wetter hat noch nicht danach verlangt.

Meran: Lauben, Promenaden, die Passer und die Thermen

Viel Zeit hatten wir in Meran leider nicht, bevor es weiter ging nach Schenna, aber alles, was irgendwie mit der Donaumonarchie zu tun hatte, war natürlich für mich von Interesse und das sind in einem Kurort natürlich in erster Linie die Promenaden. Je mehr desto besser, Gastein macht das von jeher beispiellos vor. Deswegen spazierten wir an der Kur-Promenade die Passer entlang, tranken Café bei der berühmten Wandelhalle, spazierten durch das Passeirer Tor und wanderten hinaus zu den Obstplantagen über den Lazagsteg zur Gilfpromenade.

Beim Steinernen Steg kann man in den Tappeiner Höhenweg, einen der berühmtesten Wege in Meran einsteigen, um sich an den mediterranen Pflanzen wie Magnolien, Bambus, Eukalyptus und Korkeichen zu erfreuen – oder aber dort, wo der berühmte Einser-Sessellift hinan nach Dorf Tirol schaukel. In der Innenstadt promenierten wir durch die 800 Jahre alten Laubengänge, legten eine Pause bei der Nikolauskirche ein und gingen dann durch das Bozner Tor wieder zur Passer und über das Kurhaus weiter zum Kurtheater. Winter- und Sommerpromenade haben wir ebenfalls abgehakt – alles hervorragend mit Hund begehbar, sehr gepflegt und landschaftlich wunderbar.

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Der riesige Thermenpark darf übrigens auch mit Hund erwandert werden. Die vielen verlockenden Museen und die berühmten Gärten von Trauttmansdorff (die man auch über den ausgeschilderten Sisi-Weg erwandern kann) sind leider in Begleitung von Hunden nicht machbar.

 

TIPP: Das Merano Flower Festival

  • Bei unserer Stippvisite im April war gerade das Merano Flower Festival zu Gast in Meran und die Promenaden rund um das Kurtheater war ein einziger hochdekorierter Blumen- und Pflanzen Markt. Im Rahmen des Meraner Frühlings gibt es dazu Deko an allen Ecken und Enden, einladend gestaltete Blumenrabatte und mit Blumen und Bäumen inszenierte Brücken. Auf den schönsten Plätzen standen Ikebana (lebende Blumen) Blumengestecke, „Urban Relax“ Areas mit bunten Liegestühlen und andere mediterrande Deko. Das Flower Festival wanderte übrigens dann noch weiter nach Dorf Tirol und Schenna. Nächster Termin: 23. – 26. April 2020.
  • Noch mehr Kultur- und Natur-Events gibt es jährlich beim Meraner Frühling (pdf) – fad wird´s hier sicher nicht eher wird die Zeit zu knapp.
  • Noch eine Empfehlung: Südtirol BALANCE im Frühling – eine Initiative für Wohlbefinden und die kleine Auszeit zwischendurch in der Südtiroler Natur. Selbst getestet in SCHENNA – weiterlesen.

Hinweis: Ich wurde vom Hotel Mignon in Zusammenarbeit mit Feuer & Flamme – Die Agentur eingeladen, mit Begleitung zwei Nächte im Hotel zu verbringen.

Recherche (Affiliate Links *):

  • Kurier
  • „Meran. K.u.k. Sehnsuchtsort in Südtirol“, Kogler/Hallama, 2016*
  • „Das Meraner Stadttheater“ (Archiv Hotel Mignon)

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