Von der Backstube himmelwärts: Linzer Höhenrausch – 31. Aug. 2014

„Linzer Torte backen“ steht auf unserem Reiseblogger LINZ – Programm. Ein bisschen was hat er ja schon hergerichtet, der Herr Fritz Rath – seines Zeichens CEO seiner „Hofbäckerei“ – so stehts auf dem Folder. Den Teig nämlich. Damit haben wir mehr Zeit, seinen Erzählungen zu lauschen.

IMG_5018-2

Seine kleine feine Bäckerei hat Feierabend, als wir lärmend eintreffen. Aber in die Backstubn „dürfen“ wir noch lange nicht. Zu sehr ist der Chef mit seiner ehemals k.u.k Hoflieferant Bäckerei „verbandelt“, als dass er uns vorher nicht noch gerne einiges erzählen will.

     IMG_4983-2IMG_4978-2 IMG_4992-2IMG_5023-2

Er erzählt…

…Über das Gebäude aus dem 14. Jhdt, die wunderschöne Fassade und die Inneneinrichtung, die aussieht als wäre Sissis Zofe hier selbst hergekommen, um Feingebäck oder gar die von ihrer Chefin so geschätzte Linzer Torte zu kaufen. War wohl nicht wirklich so, dann Linz war niemals so kaiserköniglich wie etwa Wien, Salzburg oder Innsbruck unterwegs. Sissi musste zwar als 16jährige hier am Schiff haltmachen, um Franzl an Bord zu lassen – wegen der Hochzeit in Wien – aber so richtig imperial … war Linz nie.

… Über seine Familie, über Kronprinzession Stephanie und Sissi, die zahlreichen Mitbringsel und Andenken, die die Wände der kleinen Konditorei schmücken. Irgendwann gehts dann um den Teig mit den Nüssen und die wichtige Ribiselmarmelade – so tun wirs hier in Österreich. Dann gehts endlich los.

IMG_4990-2

Wir bekommen die vorgekühlten Teige in der Ringform in unsere Hände, nicht ohne zuvor noch mit dem Spritzsack übungsweise hantiert zu haben. Der Teig schmeckt nach Linz, Weihnachten und Lebkuchen zusammen. Dann klatschen wir reichlich Ribiselmarmelade auf unsere Torten, platzieren gekonnt mit dem Spritzsack Teig-zierat, bevor flüssiges Eidotter und Mandeln unsere eigene Linzer Torte vollenden. Na, das ging ja flott.

Anderntags erwartet uns unser schmuck und imperial verpacktes Törtchen im Hotel, mit einem Schildchen „wiederunterwegs“. Köstlich! Nach der Sache mit der Linzer Torte gehts für uns hoch hinauf zum Höhenrausch 2014.

Das großzügige neue OÖ Kulturhaus im Ursulinenkloster: Hier startet der vielzitierte Linzer Höhenrausch – Eine Installation hoch über den Dächern der Stadt, jedes Jahr ein bisschen anders, jedes Jahr ein bisschen neu. Aber immer beliebt. Heuer: „Bewegung und Raum“ – faszinierende Videos und bewegte, inszenierte Räume.

Die bandscheibenvorfallfreien Reiseblogger unter uns schnallen sich ihre Schuhe in einen Beutel auf den Rücken, schlüpfen in BallettkletterSchuhe und erklimmen den ersten Abschnitt des Höhenrausches wie die Spinnen im Netz: Das muss man gesehen haben. Im schmalen Netz bergan kletternd über den Köpfen der Fotografen 🙂 hanteln sie sich empor….. und schließlich ganz rauf auf den KEINE SORGEN Turm. Jedes Jahr variiert die Wegführung und die Inszenierung des Höhenrausch, aber die Aussicht bleibt wohl immer sensationell.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Witzige und verblüffende Installationen bereichern unseren Weg hinauf aufs Dach zur Wasserfallschaukel über den Voest Alpine Openspace mit den überdimensionalen Hüpf- und Springpölstern bis hin zum Hopfenzelt.

IMG_5163IMG_5134    IMG_5092-2IMG_5093IMG_5112 IMG_5116 IMG_5125IMG_5130

                       

HINWEIS: Ich wurde von Linz Tourismus freundlicher Weise eingeladen, die Stadt zu erkunden. Ich bedanke mich dafür – die Ansichten in diesem Artikel sind aber meine eigenen.


Wie hat Dir dieser WIEDERUNTERWEGS Reisebericht gefallen?