Australien – Tipps für vorher. Teil 1: The Campervan

Über 6 Wochen bin ich jetzt schon retour von meiner großen Campervan Reise durch Australien. Und immer noch erreichen mich ganz spezielle Anfragen zur Reiseplanung: Hier ein paar Tipps für voher.

Fangen wir doch mit meinem Lieblingsthema, dem Campervan an.

Geplant und gelesen habe ich ja schon monatelang, bevor es am 6.9.2013 dann wirklich losging. Eigentlich wollte ich über Bangkok nach Perth fliegen, aber schließlich wurde es Dubai: Die Emirates wollten mich nicht gleich mitnehmen, deswegen dann doch mit der AUA. Die 6 Stunden nächtlicher Aufenthalt am Airport in Dubai waren gar nicht so schlimm wie zunächst angenommen. Gemütliche Liegesessel, Shops natürlich offen und gratis WLAN um gleich mal mit daheim zu chatten – gar nicht schlecht.

Im Vorfeld haben mir www.australien-info.de und auch die www.reisebine.de bei der Planung und auch bei ganz konkreten Anfragen sehr geholfen. Australien-Info ist immer up to date und hat vor allem ganz genaue Routenvorschläge kreuz und quer durch OZ. Und die Reisebine war nie um eine Auskunft verlegen, was Internet auf Reisen oder die Autoanbieter betraf.

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Meine drei Campingbusse habe ich nach langen Recherchen und Preisvergleichen schließlich bei www.bestcamper.de gebucht und habe es nicht bereut. Natürlich habe ich auch direkt bei den Vermietern Mighty, Britz, Apollo, Maui, Wicked, Travellers Barn und wie sie alle heißen recherchiert – aber auf bestcamper.de hatte man wirklich den besten Überblick über alle Preisklassen und vor allem die eingeschlossenen Versicherungen. Als alter Angsthase habe ich jeweils das all inclusive Versicherungspaket (mit Tisch, Sessel, Bettzeug etc) genommen. Im nachhinein war das natürlich nicht notwendig und hat das ganze verteuert, aber im Notfall (allein in Western Australia) wäre ich gut abgesichert gewesen.

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Unterwegs haben wir viele junge Traveller mit Wicked, Travellers Barn oder auch Spaceship gesehen; sicherlich auch einen Preisvergleich wert; wenn man am campervan sparen will. Noch  mehr Touris waren aber zu zweit mit sinnlos riesigen Maui-Campern unterwegs oder aber auch mit 4 WD Hightops. Letztere sind innen ja hauptsächlich auf Abenteuer und nicht auf Gepäck ausgerichtet – Kochstelle meist von hinten außen begehbar – im Outback und Offroads sicherlich praktisch – für einen „normalen“ Campingurlaub auf highways und Campingsites aber durchaus lässlich. Außerdem deutlich teurer.

In Adelaide habe ich mir spontan ein Auto genommen: Vorort im Hotel und im Hostel sowie online recherchiert und dann einfach zum nächstgelegenen günstigen Vermieter (war in Adelaide Hertz) hingeradelt (Radausleihe in Adelaide ist gratis inkl Helm :-). Sehr praktisch. In Melbourne hat uns Europcar leider (trotz unserer Recherchen) im Endeffekt das doppelte als angekündigt für 24 h Automiete auf die Kreditkarte  aufgebrummt. Sehr unerfreulich und das Kundenservice stellt sich leider immer noch tot.

Nochmal zu den Campern: Mein für Perth vorbestellter, günstiger Mighty dürfte krank gewesen sein zur Zeit der Übernahme, ich bekam dann einen „erfahrenen“ Britz (also mit hohem Kilometerstand), der allerdings hervorragend für 4 Personen ausgestattet war: Wasserkocher (unerlässlich für Kaffee und heiße Suppen und abendlichen Tee  im westaustralischen Frühling), Mikrowelle, Toaster. Kühlschrank, Abwasch, Gaskocher, zwei Tische, zwei Sessel, Geschirrtücher, Kübel und Besen sowie Wäscheleine und Kluppen. Letzteres Putzzeug übrigens unerlässlich für das sandige Australien, auch wenn Ihr hier vielleicht schmunzelt. Das vergeht Euch spätestens vorort am Campingplatz von Monkey Mia oder auf den roten Pisten abseits der highways.

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Der peppige Jucy war zwar wunderhübsch grün und innen gemütlich, aber lange nicht so gut ausgestattet. Wir vermissten vor allem den Wasserkocher, den Kübel (auch für Schmutzgeschirr abwaschen gehen) und die Kluppen. Jawoll! Mit 3 Metern Höhe war er nochmal einen halben Meter höher als sein Genosse Britz; was bei den ewigen Seitenwinden an der Ostküste eher negativ für flottes Fortkommen am highway war. Da hatte der Britz in Westaustralien und im Northern Territory motorisch eindeutig mehr am Kasten.

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Hätte ich noch länger Zeit gehabt durch Australien zu reisen, als die läppischen 3 Monate, ich hätte in jedem Fall von den „Car relocations“ Gebrauch gemacht. Über Immova anmelden und Ihr werdet informiert, wenn ein Camper auf Eurer gewünschten Strecke zu „überführen“ ist: Für einen Spottpreis, inkl. Tankguthaben und meist gibts noch ein paar Tage Reisezeit drauf, damit man das Ganze auch ein wenig genießen kann.

Und noch ein Tipp zum Vorheranschauen und Lesen: Mir haben die 100 Tage durch Australien sowohl in Buchform als auch als DVD von Silke Schranz und Christian Wüstenberg sehr gut gefallen!

Demnächst: Camping !

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