[7Ways2Travel] Wo auch immer die Reise hingeht: Allrad für Anfängerinnen in den Wiener Alpen

Mit dem wendigen und abenteuerlustigen Allrad Gefährt SX4 S-Cross von Suzuki war ich einige Tage zwischen der winterlichen Rax und dem Semmering wiederunterwegs.  Allein, aber natürlich in Begleitung…

Viadukt-Sightseeing mit Allrad-Feeling: Die Wiener Alpen mit dem Suzuki SX4 S-Cross

[Entgeltliche Kooperation]  Ein fescher, sportlicher Salzburger (bissl jünger als ich) mit dem sperrigen Vornamen SX4 S-Cross, dem keine Schneefahrbahn zu rutschig war und ein schwarzer abenteuerlustiger Vierbeiner, der ausgesprochener Schneeliebhaber ist. Das war meine engagierte Begleitung auf einem Ausflug ins tiefwinterliche Gebiet zwischen Rax und Semmering, den Wiener Alpen in Niederösterreich.

Der Suzuki, der Coffee und ich – beim legendären Thalhof ganz hinten.

Die Route: Weinviertel – Rax – Semmmering über den Payerbacherhof

Mein Basislager hatte ich im Payerbacherhof aufgeschlagen, den ich noch aus Uni-Zeiten (Französisch Seminar) in Erinnerung hatte. Diesmal nächtigten wir standesgemäß in einem der neuen Genießerzimmer (Viktor Frankl war so freundlich, seinen Namen dafür herzuleihen) des Hauses und wie immer ging mein Ausflug wieder Richtung „Naturerlebnis mit Hund – nicht ohne einem Touch österreichischer Literatur“. Was hätte ich ansonsten vom vielen Lesen, wenn ich mein Wissen nicht hier auf meinem eigenen Reiseblog auch loswerden dürfte.

Hund im Genießerzimmer Viktor Frankl im Payerbacherhof

Nun kann ich seit Jahrzehnten Mopedfahren (mit und ohne Schaltung), Autofahren (unfallfrei mit Gang oder Automatik), hab auch einen A Führerschein, war Eigentümerin und Kapitänin eines Bootes (inkl. Küstenpatent Kroatien) und habe Campervans in Australien gelenkt (rechts gelenkt, links gefahren). Auch mit einem Traktor hab ich mal vorbildlich im Stadl eingeparkt (hier könnte ich allerdings noch ein wenig Fahrpraxis gebrauchen).

Nur als ich das letzte Mal vor gefühlten 20 Jahren in einem Auto mit Allradantrieb saß, erschien mir die Sache mit den zwei Knüppeln reichlich kompliziert zu sein. Deswegen: Aus dem Gedächnis gestrichen. Bis zu jenem Tag, als ich heuer den besagten entzückenden Allrad namens Suzuki SX4 S-Cross in Tulln in Empfang nehmen durfte. „Allrad?“ JA. „Wo muss ich denn das dazu schalten?“ Antwort: Das macht er entweder selbst oder Du kannst mit einem Knopfdruck einfach den Allrad dazugeben. Kurz und knackig, das lob ich mir.

Na, da hatte sich ja einiges geändert in den letzten Jahrzehnten: Neben mir in der Konsole befindet sich ein kleiner Tastschalter und sobald ich der Meinung bin, jetzt unbedingt Allrad zu brauchen – touché und fertig. Ja, das leuchtet mir ein, das kann ich mir merken. Also nichts wie raus aus dem grauen gatschigen Winter-Wien und auf die Suche nach ordentlich Schneefahrbahn mit Gefälle.

Verboten neidische Blicke Richtung Bett. Wie gesagt: Verboten.

An diesem Jänner Weekend musste ich nicht weit fahren: Ab Gloggnitz erwartete mich tiefste Winterlandschaft und außerhalb von Payerbach war dann nur noch Schneefahrbahn angesagt. Optimale Gegebenheiten für eine Allrad-Anfängerin alleine mit Hund unterwegs. Bevor ich mich aber an die Entdeckungen in der verschneiten Landschaft machte, checkten Coffee und ich im besagten Payerbacherhof ein – das Viktor Frankl Zimmer war genauso, wie ich mir ein Genießerzimmer in der Sommerfrische vorstelle. Zudem mit Kaffeemaschine und eigenem Schreibtisch bestückt, einem Sekretär fast – heureka. Das Schwarza Viadukt war um die Ecke, der Musikpavillon mit tiefverschneitem Kurpark gleich gegenüber und das gscheite Wirtshaus direkt im Haus. Optimales Basislager.

Uns erwarteten zwei wunderbare tiefwinterliche Tage im Rax Semmering – Gebiet und damit hervorragende Voraussetzungen, um möglichst oft auf „Allrad“ schalten zu können. Ich entdeckte Straßerln, auf denen ich mit meinem großen Berlingo-Gefährt namens Humboldt niemals um die Ecke gekommen wäre und sicher ein paar Mal ordentlich „in der Schreamsn“ hängen geblieben wäre – vom Rutsch-Matsch Faktor des hohen Gefährts gar nicht zu sprechen.

Noch eine Beobachtung möchte ich Euch hier nicht vorenthalten: Eine Frau an Allrad mit Salzburger Kennzeichen wird übrigens von Fahrerkollegen ganz offensichtlich als deutlich fahrtauglicher eingeschätzt als Frau im Familyvan mit Hund und Mistelbacher – oder gar Wiener Kennzeichen.

Denn egal, an welcher Kurve ich halblegal mitten im Schnee plötzlich für Foto-Zwecke stehen blieb, alle schafften es ohne Beleidigungen und eindeutige Grimassen an mir vorbei – das wäre in Wien nicht möglich gewesen. Und auch das Wieder Anfahren im Matsch und Schnee gestaltete sich, egal wo und wie ich unvermittelt stehen geblieben war, so einfach wie Dreiradfahren. Mit Selbstbewusstsein HOCH DREI fuhren Coffee und ich also unter den historischen Viadukten der Südbahnstrecke hindurch und genossen die ultimative Stille in den tief verschneiten Wäldern neben den Straßerln.

A bisserl Literatur muss sein – gerade in dieser Gegend

Das legendäre Südbahnhotel am Semmering

Auf der Suche nach der Alma Schindler’schen Villa nahe Breitenstein, deren Bauplatz noch Gustav Mahler gekauft hatte, wo sie als junge Witwe baute, später dort Kokoschka liebte und mit Werfel wohnte, während sie mit Gropius verheiratet war…,  fuhr ich am Looshaus am Kreuzhof vorbei, ohne einzukehren. Stundenlang war ich allein auf der Straße unterwegs, und die legendären Hotels wie das Südbahnhotel und das Panhans waren hervorragende Fotomotive.

Als ich Richtung Breitenstein zur besagten, versteckt gelegenen VIlla mit angeblich fulminanten Rax Semmering Blick einbiegen wollte, war aber – übrigens von beiden Orts-Einfahrtsseiten – huch, Schneekettenpflicht. No, damit hatte ich so nahe bei Wien wirklich nicht gerechnet. Der Salzburger unter mir scharrte zwar mit seinem Allrad, aber ich hatte Respekt und drehte um, die Suche der versteckten Alma Mahler-Werfel-Kokoschka Villa auf den Frühling verschiebend.

Hätte ich übrigens das andere der beiden schönen Genießerzimmer im Payerbacherhof bekommen, das Sigmund Freud Zimmer – so hätte ich einen Konnex mehr herstellen können: Denn kurz vor seinem Tod suchte Gustav Mahler besagten Sigmund Freud auf, um mit ihm seine Eheprobleme (kein Wunder bei Alma Mahler) aufzuarbeiten. Danach dürfte er noch schnell das Breitensteiner Grundstück erworben haben, das half aber auch nicht mehr viel. Seine Frau war längst anderweitig liiert und er starb kurz nach der Überfahrt von New York, wo er als Dirigent arbeitete, nach Europa – an Bord war übrigens auch Stefan Zweig. Wieder eine andere Geschichte.  Denn der ließ 1911 sein „Brennendes Geheimnis“ etwa auch am Semmering – mit einer Kutschenfahrt zum Südbahnhotel – auflodern. Coole Zusammenhänge oder?

Und auch dort legten Coffee, der Salzburger und ich eine Foto-Pause ein, leider ist es nur noch ein trauriger Schatten seiner selbst und seiner illustren Vergangenheit rund um das dort urlaubende intellektuelle jüdische Wiener Großbürgertum von vor dem 1. Weltkrieg.  Die verdiente Jause gabs dann endlich im Hotel Panhans bei gleichnamiger Torte im einsamen Wintergarten. 

Tipps für eine winterliche Auto-Ausfahrt Rax Semmering – ganz ohne Skifahren.

  • Basislager im Hotel Payerbacher Hof aufschlagen und unbedingt abends auch mal dort ordentlich essen.
  • Im Winter: Der Semmering zum Skifahren um die Ecke. Im Sommer: Der Semmering für Kulturgenuss um die Ecke, denn nach der Rax mit den Festspielen Reichenau, hat jetzt auch der Semmering mit seinem wunderschönen Kurhaus Semmering und dem Panhans seinen Kultursommer (das Programm heuer kann sich besetzungstechnisch mehr als sehen lassen! Alle, alle sind sie da!!!!)
  • Literarischer GEHEIMTIPP: „Ich bin auf Kur am Semmering“ – ein sommerlicher literarischer Rundgang durch die historischen Räume des Kurhauses Semmerings mit literarischen Einschlägen von Altenberg und Co – präsentiert von Elisabeth Joe Harriet.  Ich hab schon Tickets! Übrigens: Auf Kur hier im Kurhaus war seinerzeit auch Verleger Paul Zsolnay, der wiederum die bereits zweimal geschiedene Anna Mahler aus der Villa ihrer umtriebigen Mutter in Breitenstein „herausheiratete“.
  • Einkehren im Looshaus am Kreuzberg – Ein Muss, wie man hört. Ich habs ja immer noch nicht geschafft zur Kulinarik und Architektur.
  • Kaffeetrinken im Schloss Wartholz und dabei gartentechnisch verzaubern lassen. Auch hier: Literaturtage!
  • Die Panhanstorte im Wintergarten des gleichnamigen Hotels verkosten.

  • Die Viadukte der Südbahnstrecke – von der Straße aus gesehen – History pur. So kam man früher hier auf Sommerfrische raus – oder bis nach Südtirol/Toblach – dort steht übrigens ein beeindruckendes italienisches Schwestern Palasthotel. Aber das ist wieder eine andere Geschichte auf wiederunterwegs.com – auch literarisch.

Die Wiener Alpen liegen vor der Wiener Haustür, wie mittlerweilen auch der Name der Region verheißt und ist zu jeder Jahreszeit ein dankbares Ausflugsgebiet. Und für mich als „Allrad-Anfängerin“ war es ein traumhaftes Versuchsgelände – dank dem feschen Salzburger und der Allrad-Taste.

Wir 7 Reiseblogger waren mit dem Suzuki SX4 S-Cross zu den „schönsten Plätzen Österreichs“ unterwegs – hier gleich weiterlesen: Im Suzuki Kundenmagazin gibt´s Coffee und mich gleich nochmals WIEDERUNTERWEGS.

Und hier die Tipps der [7Ways2Travel] Meute – für Euch unterwegs:

Montag: Urlaubsgeschichten.at
Die Reise führt euch in den UNESCO Welterbe Ort Hallstatt

Dienstag: Kofferpacken.at
Mit Maria: Roadtrip ins Winterwunderland

Donnerstag: Lifetravellerz.com
Melanie & Juergen: sportlich „Unterwegs im Schnee“

Freitag: Travelpins.at
Einen Roadtrip durch Vorarlberg mit Corinna & Florian

Samstag: Reisebloggerin.at
Still und starr ruht der See bei Gudrun.

Sonntag: Andersreisen.net
Gerhard geht Tauchen am Attersee


HINWEIS: Diese Recherchefahrt wurde von Suzuki Austria ermöglicht: Im Rahmen einer entgeltlichen Kooperation wurde ich für den Zeit- und Arbeitsaufwand unterstützt. Die Meinungen im Artikel sind dennoch meine eigenen. Herzlichen Dank auch an die Wiener Alpen in Niederösterreich und den Payerbacherhof für die Unterstützung.

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