Narzissenbad: Mein Test mit Gletscher-Blick

Als bekennende B.A. Liebhaberin war es interessant, das neue Narzissenbad schon bald nach der Eröffnung im Dezember 2013 zu besuchen. Viele Reibereien war dem Projekt nahe der Wasnerin auf dem Plateau mit Dachsteinblick vorangegangen, wie man hört. Umso überraschender die Tatsache, dass sich das neue, kleine Bad sehr schön in die Landschaft zwischen Dachsteingletscher und Loser gefügt hat, wie ich meine.

Narzissenbad: Freitag nachmittag – fast leer.

Freitag nachmittag, der Parkplatz ist fast leer, der Himmel blau, der Blick zum Dachsteingletscher ungetrübt sonnig. Wunderschöner erster Eindruck. Für preislich nicht verwöhnte Ostösterreicher ist der Eintritt mit 19 Euro Tagesgebühr (plus mickrige 5 Euro Aufzahlung für die Saunalandschaft) mehr als wohlfeil. Bei DIESEM Ausblick und Panorama würde sogar ICH gerne noch was drauf legen.

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Auskunftsfreudige UND freundliche Dame an der Kassa (vgl. Therme-Wien-gewohnt-strenger Ton-Kassiererinnen) und genügend FREIE Liegen mit Dachsteingletscher-Blick. Das Außenbecken ist überraschend klein, fast winzig; dafür sieht man (wenn man das will) sowohl den Gletscher, als auch den Loser (wenn man sich ein wenig bemüht).

„Liegen benutzbar, nicht belegbar“

Ein etwas kernig herb gehaltenes Schild mit der Aufschrift „Liegen benutzbar, nicht belegbar“ ist eher unfreiwillig komisch.  Im Haupt-Thermenraum zwei heiße Becken und das vielzitierte „leuchtende Zentrum“ des Narzissenbads, der Salzkristall. Zwar würde ich die Farbspiele jetzt nicht „spannend“, sondern eher ein wenig „unentspannend“ nennen, aber  der rötlich schimmernde Solesee im Dunklen Inneren des Salzkristalls ist ein netter Ort der Ruhe. Überhaupt gehts hier um die Sole; jedes Becken hat eine andere Konzentration und alle sind mächtig stolz darauf.

Einheimisch männlichen Saunagesprächen war zudem zu entnehmen, dass die Einheimischen mit dem Projekt (zumindest im nachhinein) offensichtlich nicht unzufrieden sein dürften.

5 Saunen – und jede von ihnen hat wiederum Gletscherblick! Das allein beeindruckt und überzeugt mich persönlich. Mein Favorit war die Kräuteraufguss-Sauna – Kräutersud im Kupferkessel über dem Saunaofen.

Damensauna namens „Schwitzkastl“ mit eigenen „Soft-Aufgüssen“, abgeschirmten Duschen und eigenem Vorraum: Nette Idee. Wieder ein kleines, kaum frequentiertes Außenbecken.

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Außerhalb des Thermenbereichs gibts Bar und Restaurant; innerhalb ebenfalls – beide waren bei unserem Besuch fast leer; bis auf die Angestellten die Feierabend hatten und sich draußen noch ein Bier genehmigten 🙂

FAZIT: Günstig, schön gelegen, nach Zirben duftend, TRAUM-Gletscher-Blick, neu und modern. Sehr KLEIN. Solesee mit Unterwassermusik sehr ansprechend. Der umliegende Garten ist allerdings noch lange nicht fertig gestaltet. Infrarot Kabine im Thermenpreis eingeschlossen.

 

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