(Eisige) Genüsse in Bratislava

Jedes Mal gefällt mir Bratislava noch ein bisschen mehr. Im Frühling lernte ich die Burgen- und Ribiselwein-Seite unserer Schwesternstadt kennen und dieses Mal die Kulinarik- und nunja, Wodka-Seite. Klingt jetzt gefährlicher als es war.

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Aber der Besuch einer veritablen Eisbar stand schon lange auf meiner Wunschliste.

Zwar ging der Wunsch nicht in Skandinavien, sondern diesmal in Bratislava auf meinem Trip mit dem Twin City Liner in Erfüllung aber: Wir Reisebloggerinnen sind da ja total flexibel. Hauptsache neue Erlebnisse und gute Fotos!

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Die beste Aussicht auf die Fahrtgäste, die an Deck dem Fahrtwind, Gegenwind und allen anderen Stürmen trotzen, hat man ja aus der Captains‘ Lounge auf dem Oberdeck. Und ein gewisses Wind-Potential gibts am Twin City Liner ja eigentlich immer. In der Captains Lounge ist es beschaulich windstill und man kann dem Kapitän 75 Minuten lang über die Schulter schauen. Wenn man das will. Und er es zulässt 🙂

Nachdem die Schiffs-Anlegestelle in Bratislava ja mitten in der City ist (wie in Wien am Schwedenplatz ja auch), ist man schnell am Ort des Geschehens – wenn man hungrig und durstig ist. An diesem heißen Juli-Freitag Abends ist Bratislava gesteckt voll: Allerorten Schanigärten, Bierlokale, deftige Fleisch-Angebote angepriesen auf Schildern und high life in der Innenstadt.

Eine sehr angenehme und ungezwungene Stimmung finde ich und die Preise kommen mir hier auch sehr entgegen 🙂

Die zahlreichen Bierlokale sind allesamt günstig und gerammelt voll, wenn auch mit Touristen, wie unser engagierter Guide Richard einmal mehr weiß. Aber ganz kann ich das nicht glauben – auf jeden Fall ist es eine bunte Mischung an sehr gut gelaunten Menschen, die hier in Bratislava abhängt. Im House of Beers, wo wir einkehren, gibt es eine riesige Auswahl an deftigen Speisen, von der slowakischen „Brettljausen“ angefangen über das allgegenwärtige Sauerkraut als Beilage bis hin zu Schmankerln wie lokalem Liptauer, eingelegtem Camembert, hiesige Fleischaufstriche  und ein eigenes Hausbier.

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Durch die belebten Gassen gehts aber dann zu  meinem eigentlichen Hightlight: Der Amundsen Ice Wodka Bar einige Straßen weiter. Außen unscheinbar, innen aber eine schön beleuchtete Bar. Am hinteren Ende muss man quasi einchecken für das Eis-Erlebnis: An einem Tresen erhält man die Verkleidung: Pelzmütze, Handschuhe und einen silbernen Daunen-Janker mit dem man sich ein wenig wie ein Astronaut fühlt. Wenn man dann richtig schwitzt, wird man in die Kälte SCHLEUSE gelassen.

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Unter Anleitung werden die Besucher erstmal auf das Kälteerlebnis von minus 5 GRAD vorbereitet, bevor die Schleuse geöffnet wird: Aber dann steht man in einer blau schimmernden Welt aus Eis, künstlerischen Installationen und dem unumgänglichen Wodka. Hier ist alles aus Eis, eh klar. De Boden auf dem man steht, die Gläser aus denen man trinkt, die Bar. Man kann zwischen Bier, Wodka pur und diversten bunten Wodka Mischungen wählen –

In jedem Fall friert einem aber das Glas an der nicht behandschuhten Hand schnell an.

Zur weiteren Belustigung der Gäste gibts ein Wodka-Glas-Werfen (Mulatschag quasi), Trinken aus dem Eiskanal (naja) und Eiswürfel-Hochheben. Darauf kann ich zwar verzichten, aber das blaue Eis-Erlebnis war mal etwas ganz anderes.

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Romantisch die Heimfahrt mit dem Twin City Liner durch den nächtlichen Donaukanal, wirklich schön dann die beleuchtete Innenstadt, wenn man daheim am Schwedenplatz wieder anlegt.

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HINWEIS: Ich wurde vom Twin City Liner auf die Fahrt und die kulinarischen Genüsse eingeladen. Die Meinungen in diesem Artikel sind aber meine eigenen.

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