Alle Jahre wieder – Brac.

Meine jüngsten Erfahrungen am Hausboot in Frankreich haben mir mal wieder meine eigene abenteuerliche Boots-Vergangenheit ins Gedächtnis zurückgerufen. Einige Jahre lang war ich nämlich mehr oder weniger glückliche Boots-Co-Eigentümerin eines holländischen Verdrängers (ja so heißt das) namens PASU in Kroatien.

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Mehr glücklich nämlich dann, wenn das Service und Reparaturen gemacht (und bezahlt) waren, der Liegeplatz gefunden (und bezahlt) war, das Permit aktuell (und bezahlt) war und der Hafenmeister überraschender Weise einmal kooperativ und/oder freundlich war.

Die Pasu brav vor Anker in Sumartin
Die Pasu brav vor Anker in Sumartin

Weiters, wenn ich Zeit fand, in meinen mickrigen 5 Wochen JahresUrlaub mal kurz hinunterzubrettern – um ein paar Tage am Boot zu verbringen. UND Sofern ich jemanden fand, der mich begleiten wollte. Dann war es toll, Bootsbesitzerin an der kroatischen Riviera zu sein.

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Weniger glücklich mit dem vermeintlichen Reichtum war ich dann, wenn große Überfahrten (zur Reparatur in die Marina oder vom alten Liegeplatz zum neuen) ausstanden, wenn ich mal wieder das Seeventil vergessen hatte (zu öffnen, ähem), die Pumpe nicht pumpte oder og. Rechnungen überhand nahmen (also eh immer).

Nichtsdestotrotz hatte ich – global gesehen – einige sehr schöne, fast problemlose Wochen an Bord der PASU – bis ich sie leider „abstoßen“ musste. Zumeist war ich mit ihr zwischen der kroatischen Insel Brac und dem Festland bei Makarska unterwegs. Brac ist – neben Korsika – jene Destination in der Welt, die ich wohl am öftesten besucht habe. Brac Urlaub ist für mich FAMILIEN Urlaub – während Korsika für mich sehr viele höchstpersönlich Erinnerungen birgt.

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Und während die Kroatien-Werbung immer noch das „Goldene Horn“ in Bol als ultimativen Sandstrand der Insel anpreist (ist gar nicht so richtiger Sand und auch nicht so richtig groß, das Horn) – bin ich schon gefühlte hundert Mal zwischen Sumartin, Supetar, Povlja und Sutivan mit dem Auto herumgekurvt – über meine Brac Tipps habe ich schon berichtet.

Sehr viele Unterkunft-Möglichkeiten – von Appartements über lokale Vermieter und Gästehäuser bis hin zu den Hotels hat LastMinute.de für BRAC im Programm: Die meisten LastMinute.de Unterkünfte gibts in Bol und Supetar, in diesen beiden Orten ist auch am meisten los. Mir persönlich gefallen auf Brac die privaten „Appartman“ in den meist schneeweißen Häusern am besten.

Chillen in Sumartin
Chillen in Sumartin
Per Fähre nach Supetar
Per Fähre nach Supetar

Die Anreise auf die Insel Brac ist „theoretisch“ einfach.

Denn: Flugentfernung Wien nach Split ist nur 1 Stunde. Direktflüge gibts von Croatian (Zwischenlandung Zagreb), Austrian und Lufthansa – buchbar über Lastminute.deWie gesagt, theoretisch. Dennoch barg noch jede Anreise nach Brac (und ich hatte derer sehr sehr viele) gewisse unvorhergesehene Unannehmlichkeiten.

  • Flug nach Split, dann mit Mietwagen bis zur Fähre in Split und Übersetzen nach Supetar auf Brac.
    • Ich habe schon viele lokale Auto Vermieter getestet – und in Split dauert´s immer EWIG.
    • Eine Fähre rüber nach Brac gibts von Jadrolinja ex Split nach Supetar oder ex Makarska – von dort direkt nach Sumartin – aber letztere ist kleiner und fährt seltener. Die Fähre ist unkompliziert, in der Hochsaison viel los. Ansonsten recht flott innerhalb von 1 Stunde Ankunft auf Brac.

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  • Flug nach Split, dann irgendwie (Croatian Airlines Transfer Bus oder öffentlicher Bus oder Taxi oder Gemeinschaftstaxi)  zur Fähre und weiter nach Brac.
    • Ich habe schon alle Anfahrten ex Airport Split getestet – und Immer funktioniert IRGENDEIN Transfer NICHT. Taxi sauteuer, öffentlicher Bus – wenn er fährt – bummvoll; Bus der Croatian Airlines spielt seine Macht immer aus und lässt gerne warten. WENN er fährt, die beste Variante.
  • Optimal gelegen ist allerdings der Busbahnhof in Split – direkt an der Fähre. Wer von dort retour zum Airport will, kann jede Stunde fahren – das hat bis jetzt immer optimal funktioniert. Heureka.
  • Mit dem BUS von Wien nach Split. Ich habe berichtet – mehr kann ich nicht sagen. Ein Horrortrip.
  • Elendslang nach Split mit dem eigenen Auto fahren (ja, es zieht sich trotz Autobahn) und dann auf die Fähre. Vorort natürlich unbezahlbar praktisch.
  • Direktflug per Sommer-Charter (m.E. unbezahlbar) nach Bol auf Brac.
  • Im LastMinute.de Package mit Hotel und Flug sehr komfortabel zu buchen ist wohl die einfachste Möglichkeit.

Sobald ich aber dann in meinem privaten Basislager in Sumartin angelangt war (meistens nach 12 Stunden, egal ob mit Flieger oder EigenAuto) war alles gut. Wenn dann noch die PASU (alle Rechnungen bezahlt) fröhlich vor Anker vor meinem Fenster auf den Wellen schaukelte, überhaupt. Jüngsten Berichten zufolge soll es nun in Sumartin gar ein Frisch-Fischgeschäft geben. Ich bin also ein Kroatien-Fan und wenn es ginge, würde ich einige Wochen jedes Jahr dort verbringen.

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Meine Lieblingsorte auf Brac sind Povlja und Sutivan – beide nur mit Auto akzeptabel erreichbar. Shoppen am besten in Bol oder Supetar. Und jede Überfahrt mit der PASU nach Makarska aufs Festland war wirklich ein Fest – vor allem in der Nebensaison: Palmenstrand, Märkte, Cafés, Supermärkte, Promenade – wunderhübsch.

Café in Sutivan
Café in Sutivan
Povlja - vom Boot aus
Povlja – vom Boot aus
Angelegt in Makarska
Angelegt in Makarska

Heuer werde ich es wohl nicht hinschaffenCoffee steht für solange Fahrten noch nicht wirklich uneingeschränkt zur Verfügung – und Mitte/Ende August wird es abends manchmal schon richtig kühl in Sumartin. Zum Abhängen und Kaffeetrinken und Rumfahren auf Brac – eventuell mit Hund – ist aber der September eh auch noch geeignet. Und Lust auf Split und Brac kann man sich auch auf dem Reiseblog von LastMinute.de holen!

HINWEIS: Dieser Artikel entstand mit Unterstützung von LastMinute Kroatien. Die Erfahrungen, Meinungen und Ansichten in diesem und einem früheren Artikel über Brac sind aber meine eigenen und höchstpersönlichen.

http://www.lastminute.de/reisen/


 

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