Brac kennt jeder. Aus der Kroatien Werbung.

Jeder kennt die kroatische Insel Brac – vom Sehen. Warum? Kroatien macht mit dem „Goldenen Horn“ seit Jahren Werbung. Dieser langgezogene „Sand-Strand“, der bei dem ausnehmend netten Örtchen BOL ins Meer hineinragt und ohne den keine Kroatien-WerbeSchaltung auskommt 🙂 Ich war schon 12 Mal auf Brac, öfter als auf Korsika. Und das will was heißen.

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Sumartin (links) contra Bol 🙂

Viele Wege führen nach Brac. In der Hochsaison besonders.

Angereist auf die kroatische Insel Brac nahe Split bin ich schon auf viele erdenkliche Arten: bin Mit Flieger, mit Auto, im Kofferraum (sic), als Beifahrer mit Hundeschnauze im Gesicht, und sogar einmal im Juli mit dem Nachtautobus aus Wien Letzteres war nicht so der Renner. Im Gegenteil.

Sumartin Brac
Sumartin auf Brac

Brac: Sumartin, Bol, Supetar und Sutivan

und erinnert mich persönlich ein wenig an Valun – damals in der Serie „Der Sonne entgegen“. Aber nur in der Nebensaison. Jetzt im Juli gibts eine neue Bar mit WLAN und Pölsterchen auf der Mauer, von der die Kids die Beinchen baumeln lassen können (wenn sie ihr kroatisches „PIPI“ oder „Cockta“ schlürfen), sogar ein paar Standln und ein neues Shop und einen kleinen Strand direkt beim Wasserballfeld –  die Italiener fallen dann erst im August ein.

Brac Kirche

Überraschend viele neue Appartements gibts zu mieten, mit Pool – eine kurze Promenade (nur durch die Werft unterbrochen 🙂 bis zum kleinen Leuchtturm oder weiter zum „größeren“ Strand im Pinienwald – mit Blick aufs Festland mit dem Biokovo Gebirge. Da ich schon so oft auf Brac war, muss ich von Sumartin gar nicht mehr weg um mich zu erholen. Obwohl ich alle anderen Örtchen auch zur Genüge kenne.

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Ansonsten ist Sumartin so wie Kroatien „in klein“: Die Kroaten überschlagen sich nicht gerade, um zu ihren Gästen freundlich zu sein. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, sie sind ungehalten, dass sie so schönes klares Meer und so ansprechende wildromantische Inseln haben, sodass Touristen immer wieder kommen. Zuträglich ist es aber allemal, mit kleinen Kindern hinzureisen – das lockert die Atmosphäre ein wenig auf, wie ich finde. Mich persönlich sprechen auch die Preise in den Cafés sehr an. Ein Espresso um 5 Kuna  – mit unschlagbarem Blick aufs Meer, sowas überzeugt mich.

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Kulinarische Angebote auf Brac sind jetzt nicht der Grund, um hinzufahren. Calamari fritti, Raznici, Cevapcici und winzige Pommes Frites Portionen – dafür wohlfeil – das ist meist das Standardprogramm auf Brac. In Orten wie Bol oder Milna zahlt man aber schon deutlich mehr, dafür gibts auch ein bissl mehr Angebot – an allem: Boots-Touren auf die anderen Inseln, parasailing, das übliche Programm. Wer echte Menschenmassen sucht, braucht auch nur mit der Fähre von Sumartin von Brac schnell mal ans Festland überzusetzen: In Makarska an der kroatischen Riviera und weiter südlich gibts davon reichlich.

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Bol

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Supetar

Außer in Bol, wo in der Hochsaison ganz schön was abgeht und man auch gut einkaufen kann, sind meine Empfehlungen die kleinen Örtchen Sutivan und Povlja. Mit dem Auto schlängelt man sich mitten im Ort die Promenade entlang, parkt direkt am Meer, kauft auf Straßenmärkten und findet kleine versteckte Buchten in Pinienwäldern. Ach ja, das berühmte Goldene Horn in Bol: Nett, aber nicht mehr. In der Werbung schauts in jedem Fall spektakulärer aus.

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Sutivan

Wie man auf die Insel Brac gelangt? In der Hochsaison mit Gruber Reisen als Charter nach Bol (unbezahlbar, meine Meinung) oder mit dem Flieger nach Split, von dort mit der Fähre nach Supetar. Nachtautobus von Wien nach Split ist nicht gerade meine persönliche Empfehlung 🙂


 

 


 

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