Kaprun mit Kitzsteinhorn und Hundekumpels

Ein Kurztrip ins spätherbstliche Kaprun im Salzburger Land – warum nicht? Kitzsteinhorn, Zeller See, Klamm und das Alpenhaus Kaprun haben bei perfektem Herbstwetter nur auf uns gewartet. Karpun Alpenhaus Kitzsteinhorn

„Hat Coffee Hundefreunde?“ fragte jüngst die Hundetrainerin meines Vertrauens, als wir mal wieder hochmotiviert in dessen Weiterbildung investierten. Klar hat er – alle Hundedamen in der Gasse, seine Freundin Vatani und seine Hundecousinen Viola und Heidi dürften ihm nicht emotionslos gegenüberstehen. Doch Coffee hat sogar Hundefreunde in Deutschland und mit eben denen trafen wir uns zwischen Westerwald und Weinviertel – in Kaprun/Zell am See.

Im Alpenhaus Kaprun fanden wir unser hundefreundliches Basislager für gemeinsame Rudelunternehmungen mit Dayo und Suri und Rudelführerin Martina Züngel-Hein – alle drei vom Blog Hundereisenmehr.  Auch Reisebloggerinnen mit Hund müssen sich mal im #TraveldogCamp austauschen – oh ja! Dass dabei reichlich Wanderkilometer abgespult wurden, liegt auf der Hand. Aber auch in die Höhe ging es: Die Hunde posierten mit uns in über 3000 Metern Höhe am Kitzsteinhorn, Auffahrt mit drei Gondeln inklusive. Alles ist machbar, wenn man mit Gleichgesinnten reist.

Kaprun Alpenhaus Kitzsteinhorn

Kaprun: Das Alpenhaus als „Lederhosn unter den alpinen Lifestyle Hotels“

Drei Hunde gleichzeitig an der Rezeption, von denen zumindest der Schwarze unter ihnen gerne ein wenig sinnlos anlassig rumblafft, damit muss man erst mal umgehen können. Das Team an der Rezeption des Alpenhaus Kaprun war durch nichts aus der Ruhe zu kriegen und war bis zu unserer Abreise unablässig freundlich. Ob´s an der entspannten Vorsaison lag oder ob tatsächlich alle echte Hundefreunde waren – ich werde es nie erfahren. Bei Checkin könnte man als alleinreisender Hundebesitzer ja gut und gerne 5 bis 6 Hände gebrauchen, um die Reiseutensilien inklusive Hund, Leinen, Fressi sich selbst möglichst unauffällig ins Zimmer zu hieven. Da könnte man sich mal was einfallen lassen.

ALpenhaus Kaprun

ALpenhaus Kaprun Suite

Als das aber auch geschafft war und wir unsere Suite mit Balkon bezogen hatten („Gemma dann endlich endlich raus?“), machten wir uns gleich mal an das Wichtigste: Erkundung allfälliger Hundegassirouten in nächster Umgebung. In unmittelbarer Nähe des Alpenhaus Kaprun startet der Rad- und Wanderweg, der an der Burg Kaprun bis zum Fluss und weiter zum Zeller See führt. Wer an der Salzach in die andere Richtung wandert, könnte dies theoretisch bis zu den Krimmler Wasserfällen tun oder mit der Pinzgau Bahn abkürzen. Kaprun Wanderweg

Auch die Sportshops in Kaprun zeigten sich übrigens anderntags unbeeindruckt von der Hundephalanx, die sich durch Outdoorjacken und Wanderschuhe hindurch drückte.

Kaprun Alpenhaus: Urlaub mit Hund

Im Hotel Alpenhaus wartet im Zimmer ein ausführliches Hunde-Welcome Package auf uns, Hunde sind an der gemütliche Bar allzeit erlaubt und auch abends kann man dort in vierbeiniger Begleitung speisen, wenn man das unbedingt möchte. Wir wollten dann eher nicht, weil Coffee anfangs – nun ja – leichte Begegnungsschwierigkeiten mit seinen alten Freunden Suri und Dayo hatte. Diese legten sich erst nach einer gemeinsamen Bergetappe auf über 3000 Meter Höhe – die 3 Gondelfahrten verlangten den Hunden alles an Disziplin und Beißkorb ab und danach waren alle davon überzeugt, sich miteinander dann doch arrangieren zu können.

Nachmittags in der Bar, hundelos ist auch eine Option.

Nach der Wanderung lässt es sich gut rasten. Mit 14 Km in den Hundebeinen.

Ich selber leiste mir erst dann Wellness-Einheiten, wenn Coffee vermeintlich müde, zufrieden und pappsatt ist. Das war in Kaprun meist erst nach 10 bis 14 Wanderkilometern, viel Gebelle und einer ordentlichen Fleischration der Fall. Dann aber kam auch ich in den Genuss des Alpen VEDA.VEDA.SPA, der wirklich saugemütlich war. Mein Favorit: Das Dampfbad für mich alleine.

Pool und Spa im Alpenhaus Kaprun

Nach unseren gemeinsamen Wanderungen mit den Hunden stand Martina und mir ebenfalls meist der Sinn nach ein wenig blogtechnischem Austausch und Kollegentratsch ohne Beisein der Hunde: Täglich wird am Nachmittag in der Bar eine Skifahrer-Jause serviert, dankenswerter Weise auch für Nicht Wintersportler, dafür ausgehungerte Hundebesitzer nach der täglichen Tour. Das Ambiente ist modern-alpin und gemütlich mit sehr angenehmen Farben. Noch angenehmer in der Farbgebung war aber der nachmittägliche Germknödel an Vanillesauce nach einer 14 Km Tour rund um den Zeller See, deren Einkehrmöglichkeiten leider der Off-Season zum Opfer gefallen waren.

Hundebesitzer essen früher. Weil sie ja immer nachher nochmal eine Runde rausgehen müssen – falls es wer nicht weiß. Dennoch genossen wir unser Abendessen – Fisch oder Fleisch oder Vegan – das war allabendlich die Frage. Die Hunde chillten einstweilen – getrennt voneinander wie wir hoffen und vermuten – in den Zimmern und harrten dem letzten Gassigang des Tages. Manche brauchen jahrelang, um sich hundetechnisch aufeinander einzuspielen – bei unseren beiden Teams lief alles automatisch zeitgleich ab. Frühmorgens am nebelnassen Feld gegen 7 drehten wir unsere ersten Runden, trafen spätestens um 8 beim Frühstück ein und ab 9 hieß es: Treffpunkt in der Rezeption, um mit den fertig angeschirrten Hunden auf Entdeckungstour in Kaprun und Zell am See zu gehen. So will es das Reiseblogger mit Hund – Leben. Wer anderes sagt, lügt oder ist bewegungsfaul. WE.NOT.

Kaprun – Unsere Tipps mit Hund im Herbst

  • Spaziergang vom Alpenhaus Kaprun über die Felder und die Burg Kaprun zur Salzach und zum Naturschutzgebiet am Zeller See (Thomas Bernhard Weg)
  • Wanderung vom Alpenhaus Kaprun zur Sigmund von Thun Klamm und am Wanderweg weiter rund um den Stausee am Ende der Klamm. Die Klamm ist in den Wintermonaten gesperrt, aber der Wanderweg daneben erlaubt schöne Ausblicke auf den Fluss und den Steig. Um den Stausee herum: Schöne Bade- und Fotomöglichkeiten für alle. Vom hinteren Teil des Sees könnte man bis weiter zur Talstation der Kitzsteinhorn Bahn wandern. Die ganze Runde vom Hotel und wieder retour: Ca 10 Kilometer.
  • Wir schenken uns echt nix: Rauf mit drei Gondeln auf´s Kitzsteinhorn auf über 3000 Meter in die GIPFELWELT 3000 zum Schauen, Lernen und Posing mit Blick zu den Dreitausendern. Billig ist es nicht, aber dier Blick auf die Dreitausender lohnt sich. Aussichtsplattformen und die Panorama-Plattform „TOP OF AUSTRIA“, ein Tunnel mit vielen Infostationen und ein Film über den Nationalpark Hohe Tauern. Dazu ein tolles GipfelRestaurant in der Gletscherwelt.
  • Oder aber Einkehren im Alpincenter auf 2.450 Meter im Restaurant Gletschermühle auf eine Kaspressknödelsuppe und einen Tee mit Rum, sich von den Skifahrern am Nebentisch die Welt erklären und sich als Hund vom Kellner Wasser servieren lassen. „In der Höhe ist viel Trinken wichtig – auch für Hunde!“
Warten auf die Rudelführerin, die in 3029 Metern fotografiert. Ohne Hunde wie es scheint.
Coffee fährt Gletscherjet – der kann das!
Extra Eingang für das Rudel Züngel-Hein bei der Talstation des Kitzsteinhorns.
Wir schaffen das! Auf engstem Raum ist es anfangs schwierig mit den Hunden, die gestresst sind.
Ganz oben bei den Plattformen mit Blick auf die Dreitausender dürfen die Hunde indoor chillen.
  • Rund um den Zeller See: Hat seine Längen, aber auch schöne Spots. Kulinarische Versorgung außerhalb der Saison aber nur in Zell. 14 Kilometer in Summe, Parken beim Thomas Bernhard Weg (offizielle Hundezone, aber nicht am See) oder aber in der Nebensaison am Seespitz oder beim Freibad Thumersbach. Dort ist auch ein netter Park, wo man Hundeanschluss findet, wenn man will. Einkehrmöglichkeiten direkt am Weg sind off season allerdings mehr als übersichtlich. Aber auf uns wartete ja eine ausführliche Jause im Hotel, heureka. Die ganze Runde: 14 Kilometer.
Hinter uns im Grand Hotel wird gerade ein neuer Salzburg Krimi von Manfred Baumann verfilmt. Wir sind wie immer top-informed, dank Instagram.
Coffee wollte die Schauspieler im Grand Hotel treffen, aber es hat nicht geklappt.
Die letzten Kilometer…

DANKE an Jenny Wiesalla und Tina Verdi vom Alpenhaus Kaprun für die Gastfreundschaft. Danke an Martina, Suri und Dayo für Eure Gesellschaft und den langen Atem mit uns. Es hat sich gelohnt – gehet hin und erzählet allen davon, wie brav Coffee war – nach einer klitzekleinen Eingewöhnungsphase von 48 Stunden. Er braucht die  Zeit, er kriegt die Zeit 🙂 Und jetzt das Zauberwort: „SCHLUSS!“

Man muss sich weder anschauen, noch in die selbe Richtung schauen – das wird ja überschätzt.
Irgendwann ist alles easy mit den Dogs.


LESETIPPs:

  • Martina Züngel-Hein und ihre HundeREISENmehr haben ein paar ziemlich verlockende Tipps auf Lager: Schon mal auf Texel gewesen, der Insel der absoluten Hundefreiheit? Gleich mal weiterlesen…
  • „HUNDUM zufrieden“ waren die Hundefreunde von Coffee. Sagen sie zumindest 🙂 am Blog von Hunde reisen mehr.

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