UNESCO Highlights in Tschechien: Grenznah und grenzgenial

Mit dem Wohnmobil auf Campingtrip unterwegs im böhmisch-mährischen Hochland, der Vysočina

by Angelika Mandler-Saul

Wie weit, glaubst Du, ist es von meinem Lieblingsheurigen im Weinviertel zu gleich vier wichtigen UNESCO-Welterbestätten beim tschechischen Nachbarn? Soweit wie ins Ländle? Oder nach Salzburg? Alles falsch – viel näher!

Telč, Unesco in Tschechien
Telč, nur gute zwei Stunden mit dem Auto vom Weinviertel entfernt :-)

UNESCO Triangl in Tschechien: Wo soll das sein?

Das berühmte UNESCO-Triangl Telč, Třebíč und die Wallfahrtskirche auf Zelená hora bei Žďár nad Sázavou liegt von mir daheim im Weinviertel nur etwa soweit entfernt wie das Mostviertel oder der Erlaufsee. Gute zwei Stunden fährt man mit dem Auto (oder mit dem Campervan, wie wir) etwa in das bildschöne Telč. Noch näher liegt mit der Kulturlandschaft Lednice-Valtice sogar noch eine vierte UNESCO-Stätte gleich nach der Grenze bei Mikulov.

🏛️ DAS WICHTIGSTE ZUERST

Böhmisch-Mährisches Hochland (Vysočina) mit dem Wohnmobil

Das Böhmisch-Mährische Hochland (tschechisch Vysočina) liegt in Tschechien, rund zwei Autostunden vom Weinviertel entfernt, und beherbergt mit Telč, Třebíč und Žďár nad Sázavou (Zelená hora) das offizielle “UNESCO-Triangl” der Region.

  • 🏘️Telč: UNESCO-Hauptplatz mit Renaissanceschloss, dazu Ausflug zur Burg Roštejn.
  • 🕍Třebíč: einzigartiges jüdisches Viertel und Basilika des hl. Prokop, dazu Ausflug nach Jaroměřice.
  • ⭐Žďár nad Sázavou: Santinis Wallfahrtskirche Zelená hora, dazu Ausflug nach Lipnice (Hašek/Schwejk).
  • 🎼Jihlava & Brtnice: Gustav-Mahler-Geburtsstadt und das Josef-Hoffmann-Museum.
  • 🍷Mikulov: Abschluss-Stopp in Südmähren, mit eigener UNESCO-Nähe zu Lednice-Valtice.

Aber was soll das nun eigentlich sein, ein “UNESCO Triangl“?

Das UNESCO Triangl liegt in einer Region, von der die meisten wahrscheinlich noch nie gehört haben: der Vysočina, dem Böhmisch-Mährischen Hochland. Drei Welterbestätten auf so kleinem Raum wie dort, das hat sonst keine Region in Tschechien. Der Ausdruck UNESCO-Triangl ist keine Erfindung von mir, sondern ein offizielles Projekt des Kraj Vysočina und des Vereins Koruna Vysočiny. Telč, Třebíč und die Wallfahrtskirche auf Zelená hora bei Žďár nad Sázavou bilden zusammen dieses Dreieck aus drei sehenswerten UNESCO-Welterbestätten.

Wir haben alle drei Stätten besucht – mit dem Camper im September: Natürlich mit vielen Abstechern, denn rundum gibt es noch so manche Museen, Burgen, Schlösser und Kirchen zu besichtigen, an denen wir nicht einfach so vorbeifahren konnten.

Unterwegs zu den grenznahen UNESCO Highlights Tschechiens

Maut und Vignette in Tschechien (Stand September 2026)

Wir waren mit unserem Campervan unterwegs: Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gilt auf tschechischen Autobahnen und Schnellstraßen eine Vignettenpflicht, seit 2021 nur noch digital erhältlich. Für ein WOMO über 3,5 Tonnen brauchst du statt der Vignette ein Sendegerät für die streckenabhängige Maut.

Unsere Hinfahrt über Znaim und die ganze Route durch die Vysočina verlief ausschließlich auf Straßen I. und II. Klasse, komplett mautfrei. Auf dem Rückweg über Brünn und Mikulov war das anders: Die D1 bis Brünn und die D52 bis Pohořelice sind mautpflichtige Autobahnen, danach ist die D52 noch nicht fertig gebaut (Lückenschluss erst ca. 2028), der letzte Rest bis zur Grenze bei Mikulov war wieder mautfrei.

Alle Details wie immer beim ÖAMTC.

Campingplätze auf der Route

Ganz ehrlich unter uns CamperInnen: Die Vysočina ist kein Camping-Schlaraffenland. Die Saison ist kurz, oft nur Juli und August, manche Plätze schließen schon Mitte September wieder. Viele Sanitäranlagen sind demnach nur für den Sommerbetrieb gedacht und damit ungeheizt, teilweise arbeitet man noch mit Münzautomaten fürs heiße Wasser. Viele Plätze sind stark von DauercamperInnen geprägt.

Welche Campingplätze wir für die UNESCO Besichtigungen empfehlen können?

⛺

Camping-Übersicht: Wo du am besten stehst

Unser Basislager pro Station, ehrlich bewertet

🏕️

Telč – Camping Vidlák – unsere Empfehlung, ruhig am See gelegen. Camp U Roštěnky taugt nur für eine Notfall-Nacht (im Sommer immerhin mit Strandbad).

⛵

Jihlava & Brtnice – Camping Wilsonka – riesiges Gelände am Dalešice-Stausee mit Marina und Strandbad, im Sommer entsprechend voll. Unebenes Gelände, man steht kreuz und quer. Sanitär sauber, aber nicht ganz unser Fall.

🏛️

Třebíč & Jaroměřice – Kemp Poušov – liegt direkt in Třebíč, Saison Mai bis September, Stromanschluss vorhanden. Praktische Basis fürs jüdische Viertel und die Basilika.

🚐

Žďár & Lipnice – Camping Pilák – unsere klare Empfehlung, gut gelegen. Sanitär akzeptabel, aber Münzautomat und ungeheizt, dafür gute Ver-/Entsorgung für den Camper.

🍷

Mikulov – Camping Mikulov – neu parzelliert, guter und gut organisierter Platz, in Gehentfernung zur Stadt. Unsere Empfehlung für den letzten Stopp auf der Heimfahrt.

Unterkünfte rund um das UNESCO Triangl

Nicht jeder will mit dem Camper unterwegs sein, eh klar. Hotels gibt es jedenfalls genug, viele davon sind in historischen Gebäuden. In Telč selbst wartet das Hotel Telč, ein Boutique-Hotel direkt am historischen Zentrum. In Třebíč lässt sich im Hotel Joseph 1699 sogar mitten im jüdischen Viertel übernachten, ein kleines, persönlich geführtes Haus mit Sauna. In Iglau/Jihlava gibt es mit dem Hotel Tři Knížata ein historisches Haus direkt am Hauptplatz, bekannt für sein Restaurant.

🏨 ÜBERNACHTEN

Unterkünfte im UNESCO-Triangl

Vom Boutique-Hotel in Telč bis zum Zimmer im jüdischen Viertel von Třebíč, hier findest du eine Unterkunft entlang der ganzen Route.

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Telč mit Ausflug Roštejn

Bei Telč weiß man sofort, warum UNESCO: Der Hauptplatz náměstí Zachariáše z Hradce ist gesäumt von Bürgerhäusern in Pastellfarben mit Arkadengängen, dahinter liegt das Renaissanceschloss, das Zacharias von Hradec Mitte des 16. Jahrhunderts von italienischen Baumeistern umbauen ließ.

Platz mit brunnen Telč
UNESCO Welterbe Telč

Seit 1992 steht die gesamte Altstadt auf der UNESCO-Welterbeliste, und wenn man einmal auf diesem ovalen, riesige Platz steht, kann man einfach nur staunen. Wir sind vom Camp U Roštěnky aus zu Fuß gegangen, kurzer Zwischenstopp im Bistro Café friends, dann auf eigene Faust durch die Altstadt, bevor es zur klassischen Führung ins Schloss ging. Die ausführliche Geschichte mit Hoteltipps gibt’s im meinem Reisebericht im Telč-Artikel.

Ausflugstipp: Roštejn

Elf Kilometer von Telč entfernt liegt die gotische Burg Roštejn, spätgotisch, 14. Jahrhundert, auf einem Felsen in den Javořice-Hügeln. Ein lohnender Abstecher, bevor es zur nächsten Ecke des UNESCO Triangls weitergeht. Besichtigung nur mit Führung (tschechisch) und Audioguide (für uns in deutsch), im September mehrmals täglich, wir waren bei der 10-Uhr-Tour mit dabei.

Třebíč mit Ausflug Jaroměřice nad Rokytnou

Die zweite Ecke des UNESCO-Triangls ist die mit der ungewöhnlichsten Geschichte: Seit 2003 steht in Třebíč ein ganzes jüdisches Viertel auf der UNESCO Liste: das einzige eigenständige jüdische UNESCO-Denkmal außerhalb Israels. Wir hatten eine Führung durch die Vordere und Hintere Synagoge, sahen sogar eine alte unterirdische Mikwe, dann gings hinan zum jüdischen Friedhof, einem der größten des Landes. Zum Abschluss stand die Basilika des hl. Prokop mit einer herrlichen Führung auf dem Programm. Alle Details, die ganze Geschichte des Viertels und was es mit dem christlich-jüdischen Nebeneinander dort auf sich hat, gibt’s im eigenen Třebíč-Artikel.

Basilika Hl. Prokop
Basilika
jüdisches Viertel Trebic
Jüdisches Viertel

Ausflugstipp: Jaroměřice nad Rokytnou

In der Nähe von Třebíč liegt Jaroměřice nad Rokytnou, kein UNESCO-Ort, aber unter Kennern das “Mährische Versailles”: Das Schloss mit der Schlosskirche St. Margarethe und einem wunderschönen, barocken französischem Garten. Wir bekamen eine wunderbare Tour auf Englisch durch die Kirche mit mehreren Highlights: Wir durften ganz oben bei den 2416 Pfeifen dem beeindruckenden Orgelspiel lauschen. Die Kirche ist modern restauriert worden und hat so einige Hingucker erhalten – vom Taufbecken bis zum Altar.

Žďár nad Sázavou & Lipnice nad Sázavou

Dritte und letzte Ecke des UNESCO-Triangls, aber architektonisch die “verrückteste”: Die Wallfahrtskirche des hl. Johannes von Nepomuk auf Zelená hora ist buchstäblich um eine Zahl herum gebaut. Fünf Tore, fünf Kapellen, fünf Altäre, fünf Sterne auf dem Hauptaltar, der ganze Grundriss ein fünfzackiger Stern. Von oben betrachtet kommt noch ein Hingucker hinzu: Der Kreuzgang rundherum bildet einen zehnzackigen Stern.

wallfahrtskirche tschechien nepomuk von oben
Wie wunderschön von oben gesehen (Pressefoto)

Gleich unterhalb, im ehemaligen Zisterzienserkloster (heute Schloss Žďár), lohnt sich das Museum der Neuen Generation: eine multimediale Ausstellung, die altes Klosterwissen und moderne Erlebniselemente mischt, alles andere als das erwartbare verstaubte Heimatmuseum. Hat uns super gefallen, auch das coole Shop und der gut gemachte Audio-Guide.

Burg Lipnice besichtigt man auf eigene Faust. Literarisch ist der Ort aber vor allem wegen einem: Jaroslav Hašek verbrachte hier seine letzten siebzehn Lebensmonate und schrieb an seinem “Braven Soldaten Schwejk” weiter, unter anderem in einem Zimmer direkt auf der Burg, wo er sich mit Freunden zum Schreiben und Trinken traf. Gestorben ist er hier im Jänner 1923.

burg von Lipnice
Self Guided Tour durch die Burg von Lipnice

Eingekehrt sind wir danach im Gasthaus U České koruny, demselben, in dem Hašek einen weiteren Teil des Schwejk zu Papier gebracht hat. Ein Bier auf den braven Soldaten war da Pflicht. Und ein Gulasch. Und eine deftige Svíčková. Und zwei Palatschinken. Wir waren mehr als zufrieden mit diesem Ausflug, wie man sich vorstellen kann.

Jihlava, Třešť & Brtnice

Silberstadt, sagt man hier zu Iglau, und das nicht ohne Grund: Zusammen mit Kutná Hora war Jihlava einst die Schatzkammer des böhmischen Königreichs, silberreich und entsprechend wohlhabend. Diese Geschichte erzählt heute das Silberhaus (Stříbrný dům) am Hauptplatz, ein Gebäude aus dem 13. Jahrhundert, das einst als königliche Münzstätte diente. Heute wunderbar und modern renoviert, ein Hingucker innen drin!

Geboren wurde Gustav Mahler im nahen Kaliště, aufgewachsen ist er aber hier in Iglau: Die Familie zog nach Jihlava, als er ein paar Monate alt war, und blieb bis 1875. Sein Vater betrieb im Haus eine Schnapsbrennerei mit Gasthaus, und was unten an Volksmusik gespielt wurde, findet sich später in Mahlers Symphonien wieder. Die Dauerausstellung im Geburtshaus zeigt seine Kindheit, den Einfluss tschechischer Volksmusik auf sein Schaffen und seine turbulente Beziehung zu Alma Schindler.

Und ins Lokale Museum haben wir auch reingeschaut, zwei historische Häuser, die innen ganz schöne Schätze parat haben!

Noch ein Grund, warum man nach Jihlava fährt, liegt aber unter der Erde: 25 Kilometer Gänge, das zweitgrößte unterirdische Labyrinth Tschechiens nach Znojmo, im 14. Jahrhundert aus mittelalterlichen Kellern zusammengewachsen, im Zweiten Weltkrieg teils als Luftschutzbunker genutzt. Die große Attraktion dort unten: ein Gang, dessen Wände seit einem Zufallsfund 1978 grünlich phosphoreszieren, sobald man sie anleuchtet. Und einen Geist gibt es unterirdisch auch, wie man uns erzählte.

Die ausführliche Geschichte zur Zahlenmystik, dem Museum und dem Ausflug nach Lipnice gibt’s in meinem eigenen Artikel zur Wallfahrtskirche Zelená hora.

Ausflugstipp: Třešť

Zwischen Telč und Jihlava liegt noch eine – für mich – wichtige Stadt Třešť, klein, aber interessant, denn: Pan Tau, der Mann mit der Melone, der mit einem Fingerschnippen die Welt für Kinder ein bisschen besser gemacht hat, wurde damals in den 1970ern (im Fernsehen unserer Kindheit) dargestellt vom gebürtigen Otto Šimánek aus Třešť. Seit 2011 wacht er als Holzstatue über seine Heimatstadt, geschnitzt aus über hundertjähriger Esche, genau dort, wo einst die Apotheke stand, in der er geboren wurde.

Die zweite Geschichte zu Třešť ist deutlich ernster: Franz Kafka verbrachte zwischen 1900 und 1907 regelmäßig seine Sommer in Třešť bei seinem Onkel, dem Landarzt Siegfried Löwy. In der ehemaligen Synagoge erinnert heute eine Ausstellung an Kafka und seine Familie (leider bei unserem Besuch geschlossen), am Haus des Onkels hängt ein Kafka-Bildnis. Dieser Onkel war es auch, der ihm Modell stand: Kafkas Erzählung “Ein Landarzt” von 1917 gilt als direkt von Siegfried Löwy inspiriert.

Ausflugstipp: Brtnice, Josef-Hoffmann-Museum

Mein persönliches Highlight dieses Tages, keine Frage: das Geburtshaus und das Museum zu Josef Hoffmann im nahen Brtnice. Wem der nicht aller Häuser und Wohnungen eingerichtet hat im Wien um 1900 ! Wie ausgerechnet dieses kleine Städtchen einen der wichtigsten Architekten der Wiener Moderne hervorgebracht hat, gibt’s im eigenen Artikel zu Jihlava, Třešť und Brtnice.

Videos aus der Vysočina

Während unserer Campingtour habe ich auf den Sozialen Medien berichtet, alle Stories und Reels sind auf meinem Insta Highlight zum Anschauen bereit. Die langen Reels gibts hier:

Alle Videos zur Vysočina-Campingtour

8 Videos direkt vom UNESCO-Triangl: Telč, Roštejn, Jihlava, Třebíč, Žďár nad Sázavou, Lipnice nad Sázavou und Mikulov, gesammelt in einer Playlist auf meinem YouTube-Kanal.

Ganze Playlist auf YouTube ansehen

Mikulov – der letzte Stopp auf der Heimfahrt

Wenn wir WeinviertlerInnen in Mikulov sind, fühlen wir uns eigentlich heimisch: Soviele Weingärten in der Pálava, Südmährens Weinregion. Über der Stadt thront Schloss Mikulov, einst im Besitz der Familie Liechtenstein, später der Fürsten von Dietrichstein. Genauso sehenswert: das jüdische Viertel mit Synagoge und Friedhof, dazu eine mittelalterliche Mikwe, die man erst bei Ausgrabungen in einem Keller wiederentdeckt hat. Wer noch Kondition hat (bei uns war urplötzlich heißes Sommerwetter), steigt den Kreuzweg zum Heiligen Berg hinauf, errichtet von Kardinal Dietrichstein als Dank für das Ende einer Pestepidemie, mit Blick über die Weinberge und bis nach Österreich.

Mikulov lag direkt am Heimweg von unserer UNESCO-Tschechientour und unser letzter Stop.

Weiterreisen in Tschechien

Noch mehr UNESCO Highlights: Lednice und Valtice

Mit der Kulturlandschaft Lednice-Valtice liegt sogar noch eine vierte UNESCO-Welterbestätte in nahester Reichweite des Weinviertel, seit 1996 auf der Liste, oft als “Garten Europas” bezeichnet. Auf rund 300 Quadratkilometern entstand hier über sechs Jahrhunderte eine der größten von Menschenhand geschaffenen Landschaften der Welt, geschaffen vom Adelsgeschlecht der Liechtensteiner. Zentrum sind die beiden Schlösser: das neugotische Lednice mit seinem berühmten Gewächshaus, und Valtice, einst prunkvoller Sitz der Familie und bis heute für seinen Wein bekannt. Dazwischen liegt eine Parklandschaft mit Dutzenden romantischen Bauten, vom 60 Meter hohen Minarett bis zum Tempel der drei Grazien.

Wir waren selbst schon dort, allerdings nicht auf dieser Reise, ein ausführlicher Bericht dazu folgt nach unserem nächsten Besuch.

🏛️

Diese UNESCO-Stätten in Tschechien kenne ich schon

Meine bisherigen Artikel zum tschechischen Welterbe

🏰

Český Krumlov – Historisches Zentrum (seit 1992)

🏘️

Telč – Historisches Zentrum (seit 1992)

⛲

Žďár nad Sázavou – Wallfahrtskirche auf Zelená hora (seit 1994)

🌳

Lednice-Valtice – Kulturlandschaft (seit 1996)

⛲

Olmütz – Dreifaltigkeitssäule (seit 2000)

🏛️

Brünn – Villa Tugendhat (seit 2001)

🕍

Třebíč – Jüdisches Viertel & Basilika St. Prokop (seit 2003)

Noch mehr Tschechien

Ich bin schon mal vorausgereist: Wer nach der Vysočina noch nicht genug hat: Nach Brünn sind es von Žďár aus nur rund 80 Kilometer, meine Sehenswürdigkeiten in Brünn geben dir einen guten Überblick, und wer sich für Architektur begeistert, kommt an der Villa Tugendhat nicht vorbei, einem der bedeutendsten Bauwerke der klassischen Moderne. Wem Brtnice und Josef Hoffmann gefallen haben: In Olmütz hat er mit der Villa Primavesi ein weiteres Meisterwerk hinterlassen, Gustav Klimt war da mit im Spiel. Weiters sei hier mein Artikel über Olmütz empfohlen – mehr als nur der berühmte Quargel.

Auf dem Rückweg lohnt sich außerdem ein Stopp in Znaim, bekannt für Wein und Gurken und die eigene Altstadt mit Untergrund. Wer stattdessen weiter in den Westen reist, findet in Pilsen nicht nur das berühmte Bier, sondern auch beeindruckende Adolf-Loos-Räumlichkeiten.

Häufige Fragen (FAQ-Box)

Was ist das UNESCO-Triangl in Tschechien?

Ein offizielles Projekt des Kraj Vysočina, das die drei UNESCO-Welterbestätten Telč, Třebíč und die Wallfahrtskirche Zelená hora bei Žďár nad Sázavou zu einer Route verbindet – einzigartig dicht beieinander in einer einzigen Region Tschechiens.

Wie weit ist das Böhmisch-Mährische Hochland vom Weinviertel entfernt?

Rund zwei Autostunden bis Telč, ungefähr so weit wie ins Mostviertel oder zum Erlaufsee.

Muss man für tschechische Autobahnen eine Vignette kaufen?

Ja, für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen ist seit 2021 eine digitale Vignette Pflicht. Über 3,5 Tonnen braucht man stattdessen ein Sendegerät für die streckenabhängige Maut.

Welcher Campingplatz eignet sich am besten als Basislager?

Je nach Etappe empfehlen wir Camping Vidlák (Telč), Kemp Poušov (Třebíč), Camping Pilák (Žďár/Lipnice) und Camping Mikulov als letzten Stopp auf der Heimfahrt.

Hinweis: Dieser Artikel entstand in entgeltlicher Kooperation mit Tschechien Tourismus in Wien und Vysočina Tourism.

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