Die alte Lady glänzt, dampft und schnaubt: Wir sind in Gmünd im Waldviertel und begehen den 120. Geburtstag einer bildschönen Dampflok namens Mh 01. Gemeinsam rattern wir feiertags über den Waldviertler Semmering nach Groß Gerungs.

Inhaltsverzeichnis
120 Jahre und topfit: Die NÖLB Mh 1 Dampflokomotive
Die Geburtstagfahrt einer Dampflok
Mit ganzem Namen heißt die Dampflok offiziell 399.01 und sie ist deshalb so bildschön und topfit, weil sie erst 2024 zur Generalüberholung im deutschen Meiningen war. Dazu wurde sie dort in Einzelteile zerlegt (!), Rohre wurden getauscht und Lager und Kessel überprüft – einzelne Teile sogar geröntgt, um eventuelle Risse zu finden. Dass so ein Unterfangen Zeit braucht, ist klar. Und auf die Schnelle kommt eine alte Dampflok, die selbst nur maximal und unter Dampf 40 km/h auf die Strecke bringt, auch nicht ins 600 km entfernte Thüringen – vielmehr wurde sie für ihre achtmonatige “Wellness-Behandlung” auf dem Sattelschlepper hingebracht.

Im Juni 2025 war sie wieder rechtzeitig zurück in Gmünd, um “125 Jahre Waldviertelbahn Gmünd-Litschau” mitzufeiern und auch jetzt zu ihrem eigenen 120. Geburtstag strahlt sie im Frühling 2026 aus allen Fugen, glänzt schwarz und wie neu vor sich hin: Wir fahren mit – mit einer Dampflok aus 1906 und ihr Alter sieht man ihr (fast) nicht an. :-)
Auf Instagram könnt Ihr meine STORY zur Tour nochmal nachschauen.


Das ist unsere Dampflok Mh 1 (399.01) der Waldviertelbahn

Die Reihe 399 Mh hat mehrere Dampfloks hervorgebracht, zwei davon fahren bei der Waldviertelbahn. Ich bin auch schon mit der Mh 3 der Pinzgauer Lokalbahn gefahren: Auf einer Ausfahrt ab Zell am See – auch das ein unbeschreibliches Erlebnis in der dortigen Bergkulisse von Kitzsteinhorn bis Schmittenhöhe.
Die beiden Dampfloks der Waldviertelbahn sind die Mh 1 und die Mh 4, die Reihe wurde ursprünglich für die Mariazellerbahn gebaut:
Lest meinen ganz persönlichen Bericht über die Fahrt mit demPanoramawagen durchs Dirndltal nach Mariazell mit Schwimmen im Erlaufsee.
Fakten: Dampflok Mh.1 (ÖBB 399.01)
Die älteste Dampflok der Waldviertelbahn
Ursprünglich für die Bergstrecke der Mariazellerbahn gebaut – die Lok musste Steigungen von bis zu 2,5 % bewältigen. Nach der Elektrifizierung der Mariazellerbahn 1911 kam die Mh.1 ins Waldviertel, wo sie bis heute fährt.
- Baujahr: 1906, Krauss & Co., Linz
- Name: Mh = Mariazell Heißdampf | ab 1953 bei der ÖBB: Baureihe 399.01
- Bauart: Schmalspur-Stütztenderlokomotive | Spurweite: 760 mm
- Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h | Leistung: ca. 420 PS
- Gesamtgewicht: 45,1 t | Länge: 11,67 m
- Kohlevorrat: 1,92 t | Wasservorrat: 5,0 m³
- Betreiber: NÖVOG / Waldviertelbahn, Gmünd NÖ – Nostalgiefahrten von Mai bis Oktober
Die Schwesterloks – alle 6 Mh. sind noch erhalten
- Mh.4 – Waldviertelbahn, Gmünd NÖ – derzeit zur Generalüberholung in Meiningen, Rückkehr geplant September 2026
- Mh.3 – Pinzgauer Lokalbahn, Zell am See (betriebsfähig, Nostalgiezüge)
- Mh.6 – Mariazellerbahn, Ober-Grafendorf (betriebsfähig, gepflegt vom Eisenbahnclub Mh.6)
- Mh.2 – ÖGEG, abgestellt als Ersatzteilspender
- Mh.5 – Steyrtalbahn, abgestellt (Aufarbeitung geplant)
Gmünd: Abfahrt in zwei Richtungen ins Waldviertel
Feiertag in Österreich, mäßig gutes Wetter, aber dennoch: Im schönen Bahnhof der Waldviertelbahn in Gmünd finden sich gar nicht wenige Dampflok-FreundInnen, Stammgäste und AusflüglerInnen ein, um mitzufahren. Zuerst geht es gen Norden nach Litschau an den Herrenteich, am Nachmittag auf dem Süd-Ast nach Groß Gerungs. Wer die Nordstrecke nach Litschau schon kennt (wir waren damals mit der Diesellok unterwegs), kennt den Bahnhof Gmünd: das helle, 2014 eröffnete Gebäude, die Glaskunstwerke auf der Wiese davor, die kostenlose Ausstellung zur Schmalspurbahngeschichte.
Wir sind lange vor der Abfahrt unserer Dampflok mit den grünen Nostalgiewaggons und dem Jausenwagen vorort und damit gleich unter den ersten, die raufklettern dürfen: In den Führerstand der Dampflok zum Heizer, der uns freundlich und mit Geduld alles erklärt. Hinter uns wartet die Kohle, die im Laufe unserer Tagesausfahrt verheizt wird – 1,5 Tonnen sind es und dazu wird unsere Mh 1 unterwegs auch mehrmals Wasser nachfüllen müssen. Auch das ist spannend zum Zuschauen.



Einsteigen in die Nostalgiewaggons
Dann heißt es: Einsteigen, bitte. Die Waggons haben alles, was man auch vom normalen Zugfahren gewöhnt ist, Aufhänger für Jacken, echt praktische Gepäckablagen (mit Mulde, damals schon super durchdacht) und Heizung.




Herbert Frantes, seines Zeichens supernetter Dienststellenleiter der Waldviertelbahn, kommt vorbei und hantiert an der Heizung: Die Waggons warten nämlich warm eingeheizt auf ihre BesucherInnen, auf unseren reservierten Plätzen ist es wirklich mollig warm, als wir einsteigen. Zunächst fast zu warm, aber jetzt ist es “überschlagen” und das ist für unsere Ganztags-Fahrt dann wirklich mehr als ausreichend. “Bei dieser Heizung gibts nur Ein oder Aus”, lacht Herbert und: “Früher wurde ja sogar jeder einzelne Waggon mit einem kleinen Kohleofen während der Fahrt geheizt!”
Am Vormittag geht´s für uns zunächst dampfend nach Litschau am Herrenteich, wo wir ein halbes Stündchen Aufenthalt haben, diese Strecke kenne ich bereits gut von der Fahrt mit der Diesellok: Die Waldviertelbahn mit Hund nach Litschau, Einkehr in Litschau und Schwimmen – das haben wir vergangenes Jahr an einem heißen Sommertag im Waldviertel erlebt. Mit der Dampflok ist es diesmal natürlich nochmals ein ganz anderes Erlebnis, auch geruchstechnisch…
Von Sitzenbleiben während der Fahrt kann bei uns natürlich keine Rede sein, wir wandern vom Sitzplatz zum Jausenwagen, retour nach vor, um die Lok (und den Kohlenstand) genauer zu sehen, wieder retour zum Mohnzelten und Schmalzbrot, von einer zur anderen Seite – Tür auf, Tür zu, denn: Verpassen wollen wir auf dieser Fahrt mit der Dampflok nichts.




Und ich glaube, ich habe diesmal sogar – auf der Fahrt Litschau-Gmünd – die Wasserbüffel gesehen, ganz kurz… Mit uns unterwegs waren auch zahllose Trainspotter, die von der Straße aus bei jeder Station und bei jedem Bahnübergang schon auf uns gewartet und gewunken haben!
In Litschau und in Gmünd und zuletzt in Groß Gerungs wird auch immer wieder die Lok verschoben, auch das ist ein spannendes Szenario am Bahnhof, das sich die meisten nicht entgehen lassen. In Neu-Nagelberg wird auch Wasser nachgefüllt bei der Nord-Ast Fahrt.



Unsere Fahrt in der Dampflok von Gmünd nach Groß Gerungs
Es pafft, es zischelt, es raucht und wir rollen von Gmünd nach Groß Gerungs – südwärts ins Waldviertel. Die ersten Kilometer führen durch offenes Ackerland ins Tal der Lainsitz. Dort waren wir im wunderbar wanderbaren Waldviertel schon on tour und dort habe ich auch vor vielen Jahren den Nachtwächter von Weitra und Autor Ernest Zederbauer kennengelernt, der leider erst unlängst verstorben ist.
Alt Weitra: Die stille Station

Wer aus dem Fenster schaut, sieht rund um Dietmanns noch originale Waldviertler Dreiseithöfe. Gleich nach der Ausfahrt aus Gmünd zeigt die Strecke anfangs ihr Waldviertler “wirtschaftliches” Gesicht, bevor es sehr bald sehr grün und sehr still wird. Nur unser Rattern, Dampfen und Zischen begleitet uns auf der wunderschönen, fast kontemplativen Fahrt nach Groß Gerungs.
Im Führerhaus ist jedoch natürlich von Entspannung nichts zu merken: Das ist harte Arbeit, für die man auch viel Erfahrung mitbringen muss, je nach Steigung und Strecke. Angeheizt wurde dort schon lange, bevor wir einsteigen – etwa zehn Stunden vor der Abfahrt muss bereits geschaufelt werden.
In Alt-Weitra befindet sich eine Wallfahrtskirche, dort startet auch der Heinrichs-Erlebniswanderweg mit seien Steinformationen (13km Runde).
Kurz nach Gmünd auf dem Süd-Ast muss unser Lokführer überraschend auf freier Strecke anhalten: Eine Kuh hat sich vom angrenzenden Bauernhof auf die Schienen gewagt. Sie ist aber ausgesprochen geländegängig und schnell wieder am Hügel oben und in sicherer Entfernung – die Fahrt geht weiter entlag der vielen Fischteiche des Waldviertels.




Weitra, Bier und die Viadukte
Weitra ist eine der schönsten im ganzen Waldviertel. Ich kenne sie schon gut – aus einem ausführlichen Weitra Besuch mit Ernest “Zedi” Zederbauer. Keiner kannte die Stadt und ihre Geschichten wie er. Weitra trägt das Prädikat “älteste Braustadt Österreichs” nicht umsonst: Die Schaubrauerei im Schloss Weitra – eine imposante Renaissanceanlage, die über der historischen Altstadt thront – braut bis heute ihr eigenes Bier. Der Weitraer Bierpfad führt durch die Gassen der Altstadt und unter dem Schloss liegt ein mehr als empfehlenswertes Museum zum Eisernen Vorhang. Wer mehr über Weitra, das Schloss und seine Besonderheiten erfahren will, liest dazu meinen ausführlichen Artikel.

Am Bahnhof Weitra gibt es bei Triebwagenfahrten in Richtung Gmünd einen Erlebnishalt mit dem historischen Wasserkran und Oberbaumaterialien sowie Schautafeln zum Thema Viadukte. Und die gibts hier wirklich: Unmittelbar nach dem Bahnhof Weitra überquert die Strecke den Veitsgrabenviadukt – das größte Brückenbauwerk der gesamten Waldviertler Schmalspurbahnen. Kurz danach folgt ein zweiter Viadukt, dann bleibt die Trasse am Hang oberhalb des Lainsitztales. Der einzige Nachteil: Wer drinnen im Waggon sitzt, bekommt von den Viadukten wenig mit – es sei denn, der Nachbar ist ein Streckenspezialist und macht rechtzeitig drauf aufmerksam…
Auf der Fahrt macht die Strecke auch eine wunderbar lang geschwungene Rechtskurve, während der man Zeit hat, das Schloss Weitra zu bestaunen.


St. Martin bei Weitra: Das 1. Biomilchdorf Österreichs
Die Haltestelle St. Martin bei Weitra hat ein ungewöhnliches Alleinstellungsmerkmal: Das Dorf gilt als erstes Biomilchdorf Österreichs. Die überwiegend biologisch bewirtschaftete Landschaft liegt im Naturschutzgebiet Lainsitztal und ist Ausgangspunkt für Wanderungen – besonders zum Nebelstein, einem der “höchsten” Gipfel des Waldviertels mit seinen 1.017 Metern. Den Nebelstein kenne ich von einer Übernachtung auf der Nebelsteinhütte, die mir aus vielerlei Gründen gut in Erinnerung geblieben ist.
Der Waldviertler Semmering: Steinbach Bad Großpertholz

Der offizielle Erlebnishalt in Fahrtrichtung Groß Gerungs bietet etwa acht bis zehn Minuten Aufenthalt, in denen man einiges unterbringen muss: Den Schwammerlschnitzer direkt bei der Haltestelle besuchen, den historischen Wasserturm fotografieren und die Schautafeln über den Waldviertler Semmering studieren. Da heißt es flott und schon vorher gut informiert sein.
Ab hier wird es “alpiner”: In Steinbach endet sozusagen die Talstrecke. Was folgt, trägt im Volksmund zurecht den Namen „Waldviertler Semmering”: Die Trasse klettert auf bis zu 26 Promille Maximalsteigung und der Zug steigt quasi aus dem Stand weg in die Maximalsteigung ein. Wer bei Dampflokbetrieb in diesem Moment den Kopf aus dem Fenster hält und die Lautstärke aus dem offenen Fenster hört, versteht sofort, warum Eisenbahnfans aus halb Europa für diese Strecke anreisen.




Rund um Steinbach und Bad Großpertholz lohnen sich übrigens weitere Ausflüge: das Kurhotel Moorbad Großpertholz (eine echte Empfehlung, wenn man auf Kur mit Hund gehen will) und der Naturpark Nordwald mit seinem Langlaufzentrum sowie die Glasererlebniswelt Kristallium, die ich schon mehrmals besucht habe und als hundefreundliches Ausflugsziel im Waldviertel (mit NÖ-CARD gratis) empfehlen kann.

Abschlag: Aussteigen zu den Alpakas
Die Haltestelle Abschlag bietet sich für einen Ausflug zu den Alpakas vom Sonnseitnhof an, den wir schon einmal besucht haben. Der Alpakahof der Familie Vogler liegt eine knappe halbe Stunde Spaziergang vom Bahnhof entfernt und bietet Wanderungen, Führungen, Alpaka-Stüberl und einen Hofladen sowie Alpaka-Produkte. Der Eintritt ist mit der NÖ-CARD frei, noch besser aber: Die Erlebnisfahrt zu den Alpakas mit der Waldviertlerbahn buchen.

Zappenduster: Die beiden Tunnel des Waldviertels
Im Abschnitt des Waldviertler Semmerings liegen die einzigen beiden Tunnels des Waldviertels: der Kleine Bruderndorfer Tunnel mit 44 Metern und der Große Bruderndorfer Tunnel mit 262 Metern Länge. Beide befinden sich in unmittelbarer Nähe der Wasserstation Bruderndorf.
Bruderndorf Wasserstation: Wasserscheide, Hochwald und Mariefred
Meine erklärte Lieblingsstation auf dem Süd-Ast der Waldviertelbahn, das ist die Station Bruderndorf. Sie existiert aus einem einzigen praktischen Grund: Hier konnte eine Quelle gefasst werden, die die Dampflokomotiven mit Frischwasser versorgt. Mitten im Hochwald liegt die alte Station genau dort, wo die Lok nach dem steilsten Abschnitt (25 Promille) mit Recht ordentlich viel Wasser braucht.

Das markante Wartehäuschen trägt seit den Dreharbeiten zum Film „Schloss Gripsholm” im Jahr 1999 den Namen„Mariefred” und hat eine schwedenrote Holzverschalung. Das Buch von Kurt Tucholsky ist seit vielen Jahrzehnten eines meiner Lieblingsbücher, die Verfilmung aus 1963 von Kurt Hoffmann mit Walter Giller und Nadja Tiller meine liebste Filmversion. Im Jahr 2000 entstand allerdings eine deutsche Variante mit Heike Makatsch und Ulrich Noethen und einige Szenen rund um schwedischen Bahnhof Mariefred aus dem Buch/Film wurden HIER im Waldviertel gedreht.

Dafür wurde angeblich ein ganzer Filmzug mit der 399.04 Lok zusammengestellt, in braun umlackiert und die Wasserstation Bruderndorf zur schwedischen Bahnstation Mariefred umfunktioniert, wo Kurt und seine “Prinzessin” Lydia im Tucholsky-Buch ihren ersten gemeinsamen Sommerurlaub im nahen Schloss Gripsholm verbringen (Quelle: smbg.at).
Auf unserer Fahrt wird hier ausgiebig frisches Wasser über die lange Wasserleitung nachgetankt, allein das ist ein lohnenswertes Spektakel zum Zuschauen – unser Heizer marschiert mit der Ölkanne und schmiert fleißig nach – Dampflok Feeling pur mitten im Waldviertler Hochwald, wunderschön! Kurz nach der Station überquert die Strecke die Europäische Hauptwasserscheide auf 806 Metern – ab hier fließt das Wasser Richtung Donau statt Richtung Elbe.

Langschlag: Bisonranch, Museumszug und Hofladen
Der Bahnhof Langschlag liegt kurz nach dem Scheitelpunkt, die Strecke wird ab dort wieder offener und flacher. Auf dem Ladegleis steht dort die alte Dampflok 298.206 – fertig für mich zum Einsteigen – und in einem Güterwaggon ist wiederum ein kleines Eisenbahnmuseum eingerichtet.



In 15 Gehminuten Entfernung liegt die Bisonranch – eine ungewöhnliche Begegnung mit den imposanten Tieren in freier Natur. Der Hofladen direkt am Bahnhof ist täglich von 7-20 Uhr geöffnet: Waldviertler Köstlichkeiten, Schmuck, Handwerk – alles da, nur Bargeldzahlung möglich, aber sehr lohnend!






Meine Tipps für Ausflüge rund um die Dampflok auf einen Blick
Ausflugstipps entlang des Süd-Asts
Waldviertelbahn Gmünd – Groß Gerungs
Gmünd
- Naturpark Blockheide – bizarre Granitformationen, Wackelsteine, Naturlehrpfad
- Badeteich Gmünd mit Hundezone – hundefreundliches Naturbad
- Wasserbüffel Lainsitzniederung – Naturschutzgebiet, kostenlos zugänglich
Weitra
- Schloss Weitra & Schaubrauerei – älteste Braustadt Österreichs, Weitraer Bierpfad
- Museum Eiserner Vorhang – beim Schloss, sehr empfehlenswert
- Schloss Weitra Festival – Theaterfestival im Schlosshof, Juli/August
Steinbach – Bad Großpertholz
- Kurhotel Moorbad Großpertholz – Kur mit Hund, Heilmoor, Wellness
- Naturpark Nordwald – Langlaufzentrum, Naturrodelbahn, Wanderwege
- KRISTALLIUM glas.erleben – Glaserlebniswelt in Hirschenwies, mit NÖ Card gratis, hundefreundlich
Abschlag
- Sonnseitnhof Alpakahof – ca. 25 Gehminuten vom Bahnhof, NÖ Card gratis, Hunde an Leine erlaubt
Langschlag
- Bisonranch – ca. 15 Gehminuten vom Bahnhof, Bisons in freier Natur
- Hofladen am Bahnhof – Waldviertler Köstlichkeiten, Schmuck & Handwerk, nur Barzahlung
Groß Gerungs & Umgebung
- Bärenwald Arbesbach – gerettete Braunbären, auch per Bärenwaldexpress der Waldviertelbahn erreichbar
- Kraftarena Groß Gerungs – 5 mystische Kraftplätze
Angekommen in Groß Gerungs
Einer meiner Lieblingsausflüge im Waldviertel: Der Bärenwald Arbesbach mit seinen geretteten Braunbären liegt südlich von Groß Gerungs. Eine weitere Themenfahrt mit Sonderführung führt nämlich genau dorthin. Wir kehren hungrig im Dampfbahnstüberl ein, besuchen auch hier das kleine Museum direkt am Bahnhof mit den Schautafeln.
Wieder wird die Lok verschoben und und rattern wir knappe zwei Stunden retour – einmal mehr über den Waldviertler Semmering und vorbei an “Mariefred” – nach Gmünd und danach gehts nach einem ereignisreichen Tag mit der Dampflok für mich heim ins Weinviertel.





Mein Tipp für einen Tag in der Region: die Kraftarena Groß Gerungs. Fünf mystische Orte in der Umgebung des Ortes, die alle etwas mit Stein, Energie und rätselhafter Vergangenheit gemeinsam haben. Die Steinpyramide bei Ober Neustift ist fast sieben Meter hoch, und bis heute in ihrer Entstehung ungeklärt. Die sogenannte Weltkugel ist ein 500 Tonnen schwerer, globusförmiger Granitstein mitten im Wald. Dazu kommen der Opferstein mit der größten Schalensteinwanne des Waldviertels, der Kierlingstein mit Lauschinsel und Hörtrichter — hier kann man buchstäblich dem Wald beim Klingen zuhören.
Eine Fahrt mit der Waldviertelbahn planen
Planung: Was man für die Waldviertelbahn wissen muss
Praktische Infos für den Ausflug
- Fahrplan: Fahrplan-Übersicht auf waldviertelbahn.at – vor dem Ausflug unbedingt checken
- Reservierung: auch werktags empfohlen, kostenlos
- NÖ Card: gilt für je eine Hin- und Rückfahrt auf Dieselzügen – nicht für Dampfzüge
- Hunde: Tagespauschale € 6,– | Leine und Beißkorb Pflicht
- Fahrräder: kostenlos, aber Vorabreservierung zwingend nötig (begrenzte Plätze)
- Dampf oder Diesel? Je nach Geschmack, Fahrplan und Fahrzeugkennzeichnung checken.
- Zeit einplanen: Die Südstrecke ist doppelt so lang wie die Nordstrecke nach Litschau.
- Themenfahrten 2026 Highlights: → Alle Themenfahrten
- Camping im Waldviertel: Landvergnügen Bio-Imker Stögerer, Haarstubencamping Reingers, Camping Einfalt
- Unterkunft: Günstige Unterkünfte im Waldviertel finden*
* Affiliate-Link | Die Übernachtungskosten ändern sich dadurch nicht.
Waldviertelbahn Videos: Einmal Diesellok, einmal Dampflok
Recherche:
- noe.gv.at
- noe.orf.at
- orf.on.at
- waldviertelbahn.at
- anno.ac.at
- eumoba.at
HINWEIS: Dieser Artikel entstand in entgeltlicher Kooperation mit den Niederösterreich Bahnen.
