Lass‘ uns mal die Strauße füttern!

Weil bei uns beim Reisen immer alles ein bisschen mit Tieren und viel mit Natur zutun hat, sind wir auch in Südafrika nicht drum rum gekommen: Schlafen auf einer Straußenfarm in der Kleinen Karou im bekannten Oudtshoorn war angesagt – im Straussennest. Für uns war´s aufregend, für die lokale Straußen-Kolonie ein Tag wie jeder andere. Aufdringliche Gesellen 🙂

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Die Anfahrt nach Oudtshoorn gestaltete sich so, wie man sich Südafrika gemeinhin vorstellt – runter von der geteerten Hauptstraße und etwa für 15km ab in die Pampa. Rundum blühten die Proteas, am Horizont konnten wir die Berge ausmachen und es staubte ordentlich.

straussen südafrika (15 von 16) straussen südafrika (16 von 16)Wir wurden bereits erwartet: Vom deutschen Besitzerehepaar Dario und Carmen und deren Straußenfamilie.

Viel Zeit hatten wir nicht, es ging gleich mal zu einer kleinen Einschulung über das Getier, wobei wir höchst neugierig beäugt wurden, von zahllosen riesigen neugierigen Glubschaugenpaaren nebst aufdringlichen Schnäbeln. Ein Strauß hatte sich gleich mal in Andreas Schuhe verguckt und war nicht davon abzuhalten, stetig hineinzuhacken und an seinen Schuhbändern rumzumachen.

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Rechtzeitig zum Sunset gings auf die Ladefläche des Pickups, wo wir uns neben dem Abendessen der Strauße wiederfanden: Wir fuhren polternd über das große Gelände, neben uns Unmengen von Mais, in die Abendsonne. Lange hielt die Romantik aber nicht vor, denn spätenstens als wir – inmitten von unüberschaubar vielen hungrigen Straußen – von der Ladefläche sprangen, war es mit der südafrikanischen beschaulichen Ruhe vorbei.

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Denn die Straußen hatten HUNGER! Erst ein paar Kunststücke mit Dario, aber dann waren wir dran.

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Ein Kübel voller Mais, wir zwei mittendrin und mehr lange Hälse und pickende und aufdringliche Schnäbel, als man sich vorstellen kann. Ganz koscher war mir ja die Sache nicht, aber die Tiere hatten es wirklich nur auf das Fressi abgesehen. Sobald der Kübel leer war, wandten sich sich zeternd ab.

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Das Schauspiel dauerte eine gute Stunde, wobei ich wirklich froh war, als die Ration zu Ende war – kann man auch unschwer an meinem Gesichtsausdruck ablesen.

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Übrigens ist Carmens Straußennest auch eine nette Hotelempfehlung. Als wir dort waren, bewohnten wir das nigelnagelneue Rondavel mit Stroh gedeckt, inkl. lokaler charmanter Hundebegleitung – das verstand sich schon damals von selbst. Abends lud Dario in der kalten, sternenklaren südafrikanischen Nacht zum Outdoor Barbecue und warf ein paar Straußen-Steaks auf den Grill – So muss Südafrika!

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INFO: Wir fuhren im Oktober 2012 mit dem Auto durch Südafrika – den Teil von Johannesburg nach Kapstadt fuhren wir mit dem Nachtzug.


 

 

 

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