Good day aus Adelaide! Und auch ein Rückblick.

22 Tage und Nächte im Campervan in Western Australia. Davon vielleicht 5 oder 6 Tage warm und sonnig. Muss ich mehr sagen?  Zu den Fotos.

Aber nun melde ich mich aus einem netten kleinen Hotelzimmer in Adelaide – an einem Schreibtisch schreibt es sich ganz vorzüglich 🙂 Von Albany hab ich mich mit einem capp´im einzig akzeptablen café verabschiedet und dann gings 400 km über den Albany Highway bei trockenem kalten Sonnenwetter retour nach Perth; dort durfte ich eine warm geheizte Nacht bei Schweizer Freunden in den Perth Hills verbringen, inkl. Hund und Kookaburra!

Mit 23kg (keine Ahnung wo die herkommen. Macht wahrscheinlich der wattierte dicke Pullover, den ich bei den Tree Tops erstanden habe) Gepäck ein problemloses standby nach Adelaide und ei der Daus: Die Thunderstorms und das kalte Wetter waren mit an Bord und erwarten mich hier sogar bereits. Heute morgen gabs bereits die ersten Unwetter- und Sturmwarnungen für South Australia (wo ich nun bin) und Victoria.

Aber ab übermorgen soll sich auch hier das Wetter bessern: Da bin ich aber schon für 3 Nächte mit einer Backpackertruppe ins Outback unterwegs.

22 Nächte allein in Westaustralien im Campervan. Was lässt sich abschließend dazu sagen?

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  • Eine Australienreise allein im endlos einsam scheinenden Westen zu beginnen, ist vielleicht nicht die beste Idee. Die in den Reiseführern angepriesenen Orte sind alle hunderte einsame Straßenkilometer voneinander entfernt und wenn man dann dort ist: Naja. Westaustralien halt. Ein Café, ein Pub, ein paar Tourveranstalter, Campingplätze.
  • Gleich zu anfangs soviele Kilometer abzuspulen, noch dazu auf einsamen highways (wo man stundenlang nicht überholt wird), war kein leichtes. Endstatus: 4800 km im campervan zurückgelegt.
  • Der Campervan selbst war super einfach zu handeln. Auch mit Gas, Strom (s0 eine powered site vorhanden war) etc. hat immer alles geklappt. Er ist auch stets angesprungen, wovon ich ja anfangs in der Einsamkeit nicht immer überzeugt war. 🙂

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  • Für eine Person war der Camper praktisch gemütlich. Wie wir aber dann zu zweit unser Zeugs drin organisieren (für die strecke Darwin nach Alice Springs, auch wieder quer durch die Wüste), wird mir aber bis zum 20. Oktober ein Rätsel bleiben.
  • Die Restaurants oder Cafés sind immens teuer. Für einen Hamburger mit Fritten bezahle ich halt nicht gerne 18 AUD. Das ist verständlich, oder?
  • Die Campingkitchens auf den Campingplätzen sind voll praktisch. Wenn man vorher im Coles oder IGA ein bisschen einkauft, kann man hier im Trockenen gemütlich aufkochen und sich auch zu einem richtigen Tisch setzen. Open barbecues gibts natürlich sowieso überall.
  • albany perth adelaide (7)Für den vielen Regen und die kalten Tage war ich nicht richtig ausgestattet. Eine Regenjacke und meine dicke Softshelljacke haben gefehlt (die hattens daheim im Weinviertel einstweilen gemütlich warm 🙂 Angeschafft hab ich mir gleich bei den ersten Sturmattacken ein beanie und später noch einen dicken Pullover (der mittlerweile unverzichtbar ist und der heute auch mit mir Adelaide besichtigen darf)
  • Einige Programmpunkte, die eigentlich Höhepunkte Westaustraliens gewesen wären, musste ich leider aufgrund der Wetterverhältnisse streichen. Manches war mir dann einfach auch viel zu weit entfernt, um nur mal schnell hinzufahren. Wir werden sehen, wie es uns dann im Northern Territory mit der Wüste und den einsamen highways gehen wird – dann sind wir aber immerhin zu zweit unterwegs.

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Und nun meine persönlichen Highlights:

  • Die vielen (lebenden) Tiere, von denen ich ja in Bild und Text und Video berichtet habe.
  • Überall dort, wo die Sonne auf die traumhafte Gegend geschienen hat. Der Kings Park in Perth, Kalbarri NP, Pinnacles NP und Coral Bay.
  • dass ich den Campervan so schlichtweg genial im Griff hatte.
  • Die Campingplätze sind alle gut ausgestattet, stets beleuchtet und immer sauber. Großzügige Stellplätze, die zugewiesen werden und manchmal sogar WLAN. In den Touri-Hotspots im Nichts (Monkey Mia, coral bay) sollte man aber die powered sites vorreservieren.
  • Erstmals wieder Felder, Herden und Pflanzen nach der Wüstengegend: Carnavon und dann später rund um Margaret River – da hats geblüht und gesprießt. Eine Wohltat für meinen Geist!

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  • Durch die Weingärten fahren.
  • Alles was ich rund um die Schafe erlebt habe: Nächtigen ganz einsam auf einer stillgelegten Schaf-Scherfarm oder auch die Show rund um das Scheren und die engagierten Hüterhunde 🙂
  • Und dann natürlich die vielen aufbauenden Mails, comments und chats mit Euch. Manche der bösartigen Kommentare zu meinen STORYS auf derstandard.at hatten mir nämlich schon ganz schön zugesetzt.

Denn es ist ein ganz schöner Aufwand, abends noch im eiskalten Camper Fotos runterzuladen, zu sichern, konvertieren, hochladen, Texte schreiben und Reise planen. 


 

 

 

 

 

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