Der Ötscherbär hatte es mir schon lange angetan und mein Ausflugsplan war simpel und genial zugleich: dieselbe Bergstrecke zwei Mal erleben, aber auf zwei vollkommen verschiedene Arten. Hinauf nach Mariazell “oben ohne” im offenen Aussichtswagen mit Cabrio-Flair, retour im gekühlten, verglasten Panoramawagen, mit Dirndlspritzer und kalter Jause. Dazwischen: ein Sprung in den Erlaufsee.


Inhaltsverzeichnis
Was den “Ötscherbären” der Mariazellerbahn so besonders schnuckelig macht

Für alle, die ihn noch nicht kennen: Der Ötscherbär ist ein Familien-Erlebniszug, der von St. Pölten nach Mariazell und retour fährt. So wie auch die Panoramazüge der Himmelstreppe, mit denen ich vergangenes Jahr bereits höchst komfortabel ins Mariazellerland gefahren bin. Er ist zudem ein kleines Erlebnis auf Schienen.
Innen wie außen liebevoll restaurierte Waggons, gezogen von einer über 100 Jahre alten Elektrolokomotive der Reihe 1099 (Baujahr ab 1911) – laut NÖ Bahnen die älteste noch im Einsatz befindliche Schmalspur-Elektrolokomotive der Welt. Dazu ein innen modern ausgestatteter Buffetwagen mit Stehtischen und einigen regionalen Schmankerln (Mohnzelten!) im Angebot, ein Spielewaggon für die Kleinen, ein Radwagen für bis zu 30 Fahrräder und:
In der Sommersaison bei Schönwetter, mein absolutes Highlight des Tages: Der offene Aussichtswagen mit Cabrio-Flair.





Dieses “oben ohne” auf der Bergstrecke zwischen Laubenbachmühle und Ötscherreich, ein brennend heißer und sonniger Ausflugstag – gepaart mit meiner Vorfreude auf den erfrischenden Swim im Erlaufsee gleich danach: Ein Ausflugstag mit dem Ötscherbären zum Nachmachen. Genau so.


Die Strecke selbst zählt zu den schönsten Zugstrecken Österreichs: 21 Tunnel, 19 Viadukte, dazu der Wechsel vom sanften Pielachtal hinauf auf die legendäre Bergstrecke. Die Strecke startet beschaulich und lieblich durch das Pielachtal, aber ab der Station Laubenbachmühle geht es zur Sache: Richtung Ötscher, Richtung Mariazell, Richtung Erlaufsee.

Alle meine Badesachen waren mit im Rucksack, Kapperl, Sonnencreme und Kamera – der Campingbus wartete in der Laubenbachmühle Station auf unsere abendliche Rückkehr. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch auf der Tour ins Ötscherreich. Mit Schwimmen und Eisessen statt City-Walk und Wanderung – der Hitze geschuldet. Auf der Retourfahrt am Nachmittag konnten wir uns entspannen: der gekühlte Panoramawagen mit supernetem Service der Zugbegleiterinnen, ein paar kühle, bunte Drinks und eine vorbestellte Jause warteten auf uns – und wieder der Blick nach oben frei, dank der Panoramafenster.

Der Ötscherbär der Mariazellerbahn auf einen Blick
Der Ötscherbär auf einen Blick




Wusstest du? Der Kaiser fuhr voraus
Schon vor den offenen Wagen hatte die Mariazellerbahn dereinst einen Salonwagen mit Panoramafenstern – und genau diesen benützte Kaiser Franz Joseph I. bei seiner Fahrt nach Mariazell am 24. September 1910. Der Wunsch nach der schönen Aussicht aus dem Zug ist hier also fast so alt wie die Strecke selbst.





Die Bergstrecke der Mariazellerbahn ab Laubenbachmühle
Die Bergstrecke der Mariazellerbahn war von Anfang an etwas ganz Besonderes. Am 2. Mai 1907 nahm sie zwischen Laubenbachmühle und Mariazell den Personenverkehr auf, und der Andrang war so groß, dass die Bahn in den ersten Monaten gar nicht erst für sich zu werben brauchte. Heutzutage können wir uns kaum vorstellen, dass schon vor 120 Jahren “Massentourismus” geherrscht hat, aber auf solcherart Panoramastrecken war des in Niederösterreich und in der Steiermark durchaus der Fall: Mariazell zählte nämlich schon im 19. Jahrhundert zu den meistbesuchten Orten der gesamten Donaumonarchie, und die Schmalspurbahn, eigentlich als allgemeines Verkehrsmittel geplant, wurde rasch zur Bahn der ersten TouristInnen.







Aber auch wegen der Gebirgsstrecke und der Vorteile gegenüber Dampfloks elektrifizierte man die Strecke bereits zwischen 1907 und 1911 als erste Bahnlinie Österreichs vollständig: revolutionär für die damalige Zeit, gespeist vom eigens errichteten Kraftwerk Wienerbruck. Dort kann man heute in der Nähe bei der Ötscher-Basis die Wanderung in die Ötschergräben starten und sogar mit dem Campingbus rechtens übernachten (Online über Nomady buchbar).
Die bildhübsche Dampflok 399 Mh 1 der Waldviertelbahn, mit der ich im Frühling durch das Waldviertel getourt bin, die wurde ursprünglich für die Mariazellerbahn gebaut und die besagte Bergstrecke.
Das eigentliche Kapital der Bergstrecke aber war und ist die Landschaft. Unser Ötscherbär legt 356 Höhenmeter zurück, durch Tunnel und über Viadukte, vorbei am Ötscher, dem “Vaterberg”, bis hinauf in den 2.369 Meter langen Gösingtunnel, dem längsten einer österreichischen Schmalspurbahn.
Bei den Zinken öffnet sich für wenige Augenblicke der Blick in eine über 100 Meter tief abstürzende Felsschlucht. Genau dieses Schauspiel macht die Bergstrecke bis heute zu dem, was sie schon 1907 war: eine der schönsten Bahnfahrten Europas – und der eigentliche Grund, warum ich von meinem Abteil ganz schnell in den offenen Aussichtswaggon gewechselt bin, Sonne hin oder her.
Live Stories von unserer Ötscherbär Fahrt auf Insta
Cabriofeeling im Aussichtswaggon: Freier Blick in den Himmel
Was soll ich sagen: Es war heiß an diesem Tag. Sehr heiß. Aber der Ausflug war einfach nur genial. Klar – bei uns geschieht an einem Tag oft mehr als bei anderen in einer Urlaubswoche, dafür haben wir auch was zu erzählen.
Wie gesagt, eigentlich hatten wir ja im “normalen” Abteil im Ötscherbär zwei Plätze reserviert. Der Ötscherbär wartete an diesem Sonntag aber nicht alleine auf uns und seine AusflüglerInnen im Bahnhof St. Pölten. Gegenüber am Gleis harrte ebenso der Panoramawagen der Himmelstreppe seiner Gäste, die sich auf der Fahrt auch ein Frühstück servieren ließen. Er startet etwas früher als der Ötscherbär an diesem Sonntag, wir folgen aber auf dem Fuße mit einer etwas längeren Fahrzeit, von der ich keine Minute missen möchte.

Im Aussichtswagen ist seitlich vom Boden hinauf bis etwa 120cm Höhe verglast und darüber: freier Blick in den Himmel, die Berge, die Bäume über uns auf der Strecke. Kein geschlossenes Dach, keine Fenster, nur Luft, Wind und Sonne. Man fühlt die Strecke nicht durch eine Scheibe, man fühlt sie eins zu eins. Wie das weiche, grüne Pielachtal langsam steiler wird, wie sich die Luft kühler anfühlt, wie der Wald näher rückt und die Strecke beginnt, zu der bekannten Bergetappe der Mariazellerbahn zu werden.

Und dann, ganz plötzlich: der ÖTSCHER. Die Gemeindealpe. Und der Blick in die Zinken – die zerklüftete Schlucht der Erlauf, in die man zwischen den kurzen Tunneln immer wieder hineinschaut. Wie immer gilt auf dieser Strecke: Wer bei der Fahrt nach Mariazell rechts sitzt, hat den besten Ausblick. Nur bei den Viadukten, da heißt es schnell zu sein und die Strecke ein wenig zu kennen.


Der eindrücklichste Moment für mich war aber der lange Tunnel. Nicht, dass ich nicht gewusst hätte, dass er kommt. Nein, aber man fährt urplötzlich ratternd ins Dunkle, oben offen, durch den Berg, der tropft und hallt und die Hitze ganz schnell vergessen lässt. Mitten hinein, im offenen Cabriozug – und genau das ist Abenteuer pur, wenn der Himmel über einem auf einmal weg ist. (Der Gösingtunnel ist mit fast zweieinhalb Kilometern der längste der Strecke.) Bis vorne das Licht am Ende des Tunnels kommt: Sonne, Wärme, und alles ist wieder offen, frei, hell und warm. WOW, was für ein unerwartetes Erlebnis – auch die plötzliche Stille im Waggon. Aber das Aufatmen zurück in der Sonne, das war zu hören….
Offene Aussichtswagen: Eine alte Idee mit viel Charme
Offene Aussichts- und Sommerwagen auf Panorama- oder Pass-Straßen – ob bei Zug oder Autobus – sind eine erstaunlich alte Idee – und nein, die Mariazellerbahn hat sie nicht erfunden. Obwohl es hier oder am Semmering oder Schneeberg absolut perfekt gepasst hätte. Ich kenne Bilder von offenen Autobussen auf der Großglockner Hochalpenstraße und meine, mich an ein Foto aus der Semmeringregion – ein obn offener Bus – erinnern zu können. In den Sommern 1912 und 1913 sollen Aussichtswagen der Canadian Pacific Railway über die österreichischen Gebirgsbahnen am Arlberg, am Tauern und über die Karawanken, bis Salzburg, Innsbruck, Villach und Triest gefahren sein.

Auf der Mariazellerbahn liefen ab dem 31. Juli 1931 drei offene Aussichtswagen, umgebaut aus Güterwagen, mit Schutzgitter gegen die Oberleitung – und das mit großem Erfolg. Einer davon, der Wagen A3, wurde vom Eisenbahnclub Mh.6 (das ist der Name der historischen Dampflok der Mariazellerbahn) originalgetreu restauriert und fährt seit 2020 wieder.

Das ganze Video von unserem Ausflug mit der Mariazellerbahn
Vom Ötscherbär direkt an den Erlaufsee
In Mariazell am Bahnhof bin ich gar nicht lange geblieben, sondern gleich in den Bus Richtung Erlaufsee umgestiegen. Vier Minuten Fahrt, dann: der See. Genial. Der Bahnhof Mariazell ist top ausgestattet für SportlerInnen und AusflüglerInnnen mit gepflegter Umkleide, absperrbaren Kästchen, Infomaterial und genügend Infos zu den Anschlüssen: Man kann mit dem Bus von hier nach Mariazell und zum Erlaufsee und weiter nach Mitterbach fahren oder aber am Weekend im Sommer die Museumsbahn nehmen – auch die steht mit aktuellen Zeiten am online-Display in der Wartehalle!


Raus aus dem Bus, zur Liegewiese und rein in den See – danach ein Schleckeis und in die Gegend schauen (oder den Vierbeinern beim Schwimmen zusehen). das türkisgrüne Wasser des Sees bestaunen, genießen – mehr brauch ich nicht. Solche Erlebnisse machen mich glücklich, da braucht es kein Dubai, keine Luxusuhr und keine teuren Fetzen (meine persönliche Meinung). Und das Beste: Gemeinsam mit dem Erlebnis Mariazellerbahn ein lohnender, interessanter und wunderbarere Ausflugstag.

Das alte und beliebte Strandbuffet wurde übrigens abgetragen und für die Saison 2026 komplett neu in Holzbauweise errichtet. Es ist bereits in Betrieb – ebenso daneben das Herrenhaus mit schattigem Gastgarten. Der Museumswaggon am Parkplatz bei der Museumsbahn bietet ebenfalls warme Schmankerln, Kaffee, Kuchen und kühle Getränke. Das Ötscherreich: Ein Ausflugsziel für den Sommer – erreichbar mit Mariazellerbahn, Bus und/oder Museumsbahn.





Fakten zum Erlaufsee
Der Erlaufsee liegt auf 827 Metern direkt an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark, hat Trinkwasserqualität und ist mittlerweilen zu einem angenehm warmen Badesee geworden.

Der öffentliche Badestrand ist seit meiner Kindheit ein fixes Ausflugsziel in meiner Familie, der Campingplatz dahinter und der schöne Abschnitt am See, wo auch Hunde baden dürfen – tun dazu das Ihrige.

Wer länger bleiben will: Camping, Wandern, Wasserfall
Ich war als Tagesausflüglerin unterwegs, aber der Erlaufsee ist auch ein wunderbarer Standort für alle, die es mit Camper oder Wanderschuhen ruhiger angehen. Der Campingplatz Erlaufsee (online buchbar!) liegt rund 100 Meter vom Seeufer entfernt direkt hinter dem Strand, eingebettet in eine Waldlichtung, klein und ruhig, mit dieser besonders frischen Gebirgsluft, wo es in der Nacht sogar noch kühler wird. Geöffnet ist er von Anfang Mai bis Mitte September, Hunde sind willkommen und Strom im Preis des Stellplatzes inkludiert.
Von dort starten gleich mehrere Touren: der gemütliche Rundweg ums Ufer, der Mariazeller Rundwanderweg oder, für die Konditionsstarken, der Aufstieg auf die Gemeindealpe (wer mag, fährt mit dem Bus von hier nach Mitterbach, mit der Bergbahn Gemeindealpe hinauf und rollt mit den Carts wieder bergab).
Ins Zentrum von Mariazell zur Erlebnislebzelterei Pirker, die berühmte Apotheke, zum Eisessen, in die Basilika oder ins Gasthaus (Tipp: Drei Hasen) gelangt man bequem über den Radweg direkt vom See, mit dem besagten Öffi-Bus oder am Weekend im Sommer mit der Museumsbahn.

Was wir nach dem Zug-ErlebnisTag noch unternommen haben? Wir haben mit dem Campingbus eine Nacht am Campingplatz Erlaufsee verbracht und haben anderntags noch die Ötscher-Basis bei der Station Wienerbruck mit den Nomady-Stellplätzen erkundet. Das nächste Mal sind wieder die Ötschergräben dran in Sachen Wandern. Und noch ein Tipp: Der Trefflingfall ist einer der schönsten Wasserfälle in Niederösterreich.
Mehr als genug zu erleben also im Naturpark Ötscher-Tormäuer (Naturpark Gebühr zu entrichten in der Ötscher-Basis).
Krönender Abschluss: Mit kalten Drinks im Panoramawagen retour
Nach dem Baden, Pritscheln und Eisessen wartete kurz nach 16 Uhr dann am blumengeschmückten Bahnhof Mariazell bereits der luxuriöse, herrlich gekühlte Panoramawagen der Mariazellerbahn Himmelstreppe – und das nach einem heißen Tag, mit noch feuchten Haaren vom letzten Sprung in den See, der gerade erst 20 Minuten her ist: ein Luxus-Feeling, wie ich es mir zum Abschluss nur wünschen kann. Retour erlebe ich die Bergstrecke der Mariazellerbahn ganz anders. Am Vormittag habe ich sie offen und unmittelbar gespürt, mit Wind und Sonne auf der Haut. Jetzt gleite ich dieselbe Strecke hinunter, hinter riesigen Glasflächen und Dachfenstern, klimatisiert, mit einer Aussicht, die durch die Scheiben fast wie gemalt wirkt. Man merkt schon, mir hat der Tag ausnehmend gut gefallen.
Dazu, immer noch bei Traumwetter: ein eisgekühlter Dirndlspritzer (die Dirndl, also die Kornelkirsche, ist DAS Wahrzeichen des Pielachtals, nicht umsonst nennt man es “Dirndltal”), ein Obergrafendorfer Bahnhofsbräu, ein Dirndl-Frizzante, ein Wrap und eine kalte Jausenplatte. Nach einem Traumtagerl ein perfekter, gekühlter Schlusspunkt. Auch diesmal durften wir uns über ein ausgesucht freundliches und höfliches Service der Zugbegleiterinnen freuen, die uns noch mit Knabberzeug und Eiswürfeln verwöhnten – ja, es war auch am frühen Abend immer noch brütend heiß draußen.

Genau das war mein Plan: hinauf das Abenteuer, retour der Genuss. Und beides auf derselben Strecke mit einem türkisgrünen See dazwischen, Bergpanoramen, Ausblicke und ganz viel “happy life” in Österreich im Ötscherreich.
Genau so kannst du diesen Ausflug nach-reisen, ich würde in jedem Fall aber immer eine Reservierung auf den Zügen empfehlen. Die Jausengerichte müssen vorbestellt werden – Drinks gibts reichlich und auch den “süßen Schaffner” gibts immer noch ohne Vorbestellung direkt im Zug :-). Als Dessert. Dem Panoramawagen mit seinem Frühstücks- und diesem Jausenservice habe ich einen eigenen, ausführlichen Bericht gewidmet: Hier liest du alles über die Fahrt im Panoramawagen der Mariazellerbahn.





Tickets, Saison und Planung (Stand 2026)
So planst du deinen Tag mit der Mariazellerbahn

Unterkünfte finden
Noch mehr Bahn-Erlebnisse auf meinem Reiseblog
Mit dem Ötscherbär ist meine Sammlung an Fahrten mit den Niederösterreich Bahnen nun um eine Erfahrungsbericht reicher. Wir sind bereits auf fast allen ihren Strecken unterwegs gewesen, und jede hat ihren eigenen Charakter. Wer es golden mag, steigt mit mir in die goldene Wachaubahn ab Krems und fährt auf Schienen durch das UNESCO-Welterbe der Wachau.
Ganz im Norden rattert die Waldviertelbahn mit roter Diesellok und Nostalgiewaggons von Gmünd hinauf nach Litschau an den Herrenteich. Dort habe ich auch schon die Variante mit der wunderhübschen Waldviertelbahn Dampflok in Aktion genossen. In meiner Heimat, dem Weinviertel, zuckelt der Reblaus Express samt eigenem Heurigenwaggon von Retz hinüber nach Drosendorf ins Thayatal. Und wenn sich die Wandersaison dem Ende zuneigt, bringt einen der gelb-schwarze Salamander der Schneebergbahn von Puchberg hinauf auf den Hochschneeberg, wo die legendären Schneebergkrapfen warten.
Häufige Fragen zum Ötscherbär und zum Ausflug nach Mariazell
Was ist der Ötscherbär?
Der Ötscherbär ist der Familien-Erlebniszug der Mariazellerbahn zwischen St. Pölten und Mariazell. Er wird von einer über 100 Jahre alten Schmalspur-E-Lok gezogen und führt restaurierte Waggons mit, darunter einen Buffet-, Spiele- und Radwagen sowie in der Sommersaison einen offenen Aussichtswagen.
Wann fährt der Ötscherbär 2026?
Von 1. Mai bis 1. November 2026 an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, dazu an Advent-Samstagen ab 21. November 2026.
Was kostet eine Fahrt mit dem Ötscherbär?
Die einfache Strecke St. Pölten–Mariazell kostet ab rund 22 Euro, ermäßigt etwa 13 Euro. Mit der Niederösterreich-Card ist eine Richtung einmalig gratis, und es gilt der Verbundtarif inklusive KlimaTicket.
Ist der Aussichtswagen extra zu bezahlen?
Nein. Ein Platz im offenen Aussichtswagen ist kostenlos. Er ist in der Sommersaison und bei Schönwetter mit dabei.
Wie komme ich vom Bahnhof Mariazell zum Erlaufsee?
Mit dem Regionalbus in wenigen Minuten, an Sommerwochenenden stilvoll mit der historischen Museumstramway oder zu Fuß beziehungsweise per Rad über den Spazier- und Radweg direkt vom See.
Darf der Hund mit?
In der Mariazellerbahn ja (mehr Infos zu Größe und Preis) – an der Leine mit Maulkorb. Bei der Museumstramway fahren Hunde mit Beißkorb und Leine sogar gratis mit. Am Erlaufsee sind Hunde auf dem Abschnitt ab dem zweiten Steg beim Baden gestattet.

Cabrio hin oder Panorama retour – was lohnt sich mehr?
Am schönsten ist m.E. die Kombination: hinauf im offenen Aussichtswagen die Natur und den Fahrtwind hautnah erleben, retour im klimatisierten Panoramawagen mit Jause und Aussicht hinter Glas entspannen. So sieht man dieselbe Bergstrecke auf zwei völlig verschiedene Arten. Ich fand den Tag auf diese Weise einfach genial.
