Nach meinen ausgesprochenen Angeberfotos im Monatsrückblick Februar von den Malediven gibts im März die raue Realität: Nordsee, Nordsee, Nordsee – verfeinert mit einem Häppchen Wiener Kultur plus: SCHON WIEDER EIN NEUES BUCH!

Inhaltsverzeichnis
Schon wieder ein neues Buch!
Nach der Neuerscheinung von “Lieblingsplätze in und um Wien mit Hund”* vom Feber kam auch im März ein neuer Reiseführer von Uli Miestinger und mir auf den Büchermarkt:
Das umwerfend schön gewordene Buch “ITLAIEN MIT HUND”, für den wir letztes Jahr auf Recherche waren. Beide Bücher sind überall, wo es Bücher gibt, erhältlich!
Einige Tage, bevor es in die Niederlande ging, war ich mit Gudrun noch im Wiener Rathaus: Diesmal nicht im Lesesaal zum Arbeiten, sondern um die dortige Loos-Wohnung zu bestaunen. Die Führung war grandios – die Wohnung so ganz anders als jene Loos-Wohnungen, die wir gemeinsam in Pilsen besichtigt haben. Aber großartig!
Es folgten einige Online Meetings in Sachen Business und dann verbrachte ich noch unfassbar viel Zeit mit meinem Auto Humboldt, das permanent vor sich hinkränkelte und von Abschleppen über die Tangente durch einen Gelben Engel über mehrtägige Besuche in der Werkstätte war da wirklich alles drin, was einem das Leben schwer macht.

Ganz besonders nämlich dann, wenn man mit eben jener Karre einige Tage später die Gewaltstrecke von 1300 Km an die Nordsee und sodann weitere 3000 Kilometer bewältigen möchte. Mit mulmigem Gefühl, Sir Coffee und Gepäck und viel zu wenig warmer Kleidung (als wenn wir es nicht besser wüssten), brachen wir dann zu meiner vierten NL-Reise auf.
Für das nächste Buch, denn das kommt bestimmt – im Frühjahr 2027: NIEDERLANDE mit Hund. Und es wird, soviel kann ich jetzt schon versprechen – mindestens genau so genial wie das Italien-Buch.

Ich will wieder an die Nordsee!

Von Friesland bis Zeeland: Die Niederlanden, einmal mehr. Mit dem Auto, mit dem Herrn Hund und viel Arbeit im Gepäck, denn:
Mein Reiseplan war ein höchst engagierter, die Zeit knapp, die zu besuchenden Hot Spots zahlreich.
Wir haben in Ferienhäusern gewohnt, uns selbst verpflegt, eingekauft, geplant, recherchiert, fotografiert, Manuskript geschrieben, Parkplätze gesucht, Hundefreilaufzonen und Hundestrände getestet.
Städte besichtigt, UNESCO Welterbestätten besucht, gigantische Sturmflutwehren besichtigt, dem Sturm, Wind, Wetter und Graupelschauern standgehalten, Unmengen von Kibbeling mit Pommes vertilgt, Matjes mit Zwiebel in weichen Brötchen ohne Wimpernzucken verzehrt (reichlich), frischen Minztee bis zum Abwinken getrunken und jeden Abend die Route und Besichtigungen für den nächsten Tag geplant.

36 Städte & Nationalparks, 4500 Kilometer und tausende Fotos
Rausgekommen sind über 36 Fotoordner der besuchten Destinationen, 4500 Kilometer, vier Unterkünfte in den Niederlanden und jeweils zwei Übernachtungshotels auf der Hin- und Rückfahrt. Wie auch bei meinen vorherigen NL-Reisen waren es immer noch etwa 1300 Kilometer vom Weinviertel an die Nordsee und damit stramme 14 Stunden Fahrt pro Richtung – aufgeteilt auf je zwei Reisetage.

Wir waren im berühmten Keukenhof, bei den gigantischen 19 Windmühlen von Kinderdijk, im Robben-Krankenhaus, beim Federvieh im Nationalpark Lauwersmeer, auf Dünen, Deichen, Poldern, Sturmwehren, Stränden, in unzähligen Städten, Supermärkten, Cafés und wasweißichnochalles.
Die Glockenspieler der Stadthuises spielten “Harry Potter” und “The Pink Panther”, die Parkplatzkosten wie auch auch die Dieselkosten waren – gelinde gesagt – horrend. Ein Matjesbrötchen war mit 4,50 Euro günstig, der Kibbeling immer köstlich heiß und frisch, der Sturm oft so stark, dass wir kaum vorwärts kamen.
Aber ich habe es geliebt wie auch die letzten Male, denn: DIE NORDSEE!

Der Hundestrand in Noordwijk hatte uns wieder
Neben meinem Lieblingsort Noordwijk habe ich jetzt einige neue niederländische Lieblingsorte – wenig überraschend, sie sind alle an der Küste. Aber der Ganz-Jahres-Hundestrand in Noordwijk mit seinen fünf Kilometern Länge ist halt schon ganz was besonderes. Dabei haben die Vierbeiner von Oktober bis April eigentlich an fast allen (und das sind sehr, sehr viele) Stränden Narrenfreiheit, sprich: Sie dürfen ohne Leine laufen. Keiner stößt sich dran, auch nicht die Familien mit Kids.

Ein riesiges DANKE
geht an alle, ohne die ich diese Recherche hätte nicht durchführen können.
- an den Bruckmann Verlag für die Übernahme eines Teils meiner Spesen
- an LANDAL für die Einladung zum Wohnen in je einem Ferienhaus in Friesland und in Südholland
- an Noordwijk Tourismus für die Unterkunft Tulp an Zee und die Einladung zum Schmausen in den Zeespiegel.
Hier geht´s dann in den nächsten Tagen zu unseren persönlichen Berichten aus den Unterkünften, die wir in den Niederlanden hatten – wer ein wenig gustieren will:
- Im Ferienhaus im Nationalpark Lauwersmeer – Landal Waterpark Esonstad, Friesland
- Im Ferienhaus an der Nordseeküste – Landal Strand Resort Ouddorp Duin, Holland
- Im Ferienhaus Tulp an Zee – Noordwijk, Holland
Gar nicht genug bedanken kann ich mich bei Andreas, der als Fahrer und Hundeversorger fungiert hat und gefühlt tausendmal von mir “Da bleiben wir jetzt auch noch stehen, nur ganz kurz!” und “An der nächsten Ecke rechts. ja, jetzt. JETZT!” oder “Gleich kommt der Parkplatz” gefolgt von “Du kannst eh rasten, ich mach das allein” hörte.
Er hat Windstärken 6-7, Graupelschauer und Sandstürme mit mir durchgestanden, war ein verlässlicher Biertester, hat den Staus und Eiseskältewellen getrotzt, Kaffee getrunken, Robben beobachtet, Vögelzüge gesehen und sich an Coffees Freude am Strand ergötzt. Nur leider halt, der elende Sand….


Der Star war natürlich Coffee himself, der trotz seines fortgeschrittenen Alters und so mancher Maladie unterwegs tapfer durchgehalten hat und auch die langen Fahrtstrecken und die dauernd wechselnden Unterkünfte über sich ergehen ließ. Belohnt wurde er mit zahllosen, leinenfreien, Spaziergängen auf endlos weiten Stränden, an denen er nach Herzenslust bellen und laufen durfte.
Und das hat im wirklich gefallen, ich hab es ihm angesehen!

Heimkommen, feiern, fasten
Es folgten zwei Heimfahrtage (diesmal mit Stop in Erlangen). Meine Schwester hatte ihren 50er und wir trafen uns zum Brunch im CAMPUS (hundefreundlich UND Open Flow Prosecco). Jetzt geht´s weiter mit der Arbeit wie zuvor bis zu den nächsten Reisen ins Ausseerland und nach Losinj (wieder kein Urlaub, nein!). Und: Wir fasten jetzt mal (wirklich). Aber Coffee eher nicht.


Zusammenfassend lässt sich über den Wiederunterwegs.com März 2026 sagen
- Best Moment: Jede einzige Minute und jeder Spaziergang an der Nordsee
- Erkenntnis of the month: In meinem ganzen Leben habe ich nicht soviel Backefisch und Fritten gegessen wie in diesen drei Wochen. Und es wird auch nie mehr so weit kommen.
- Nervigste Momente: Abartig teure Parkplätze und Starkregen in Zandvoort
- Außerordentliche Vorkommnisse: Humboldt hat durchgehalten.
- Gelesene Bücher:
- mehrere NL Reiseführer
- Biografie über Else Ury
- Biografie über Alma Mahler-Werfel (zum etwa 10. Mal), Susanne Rode-Breymann
- Gefahrene Kilometer in den NL: 4500
- Was ich nicht mehr sehen kann: Die ewigen Fehlermeldungen “ESP, ABS, ASR” am Display im Auto
- Alle Monatsberichte nachlesen

